Cee Cee Creative Newsletter Book Neighborhood Map Lessons
Stadtplan
Information
archive temp
loop temp
KRÄUTER & SPIRITUOSEN: EINE BAR NAMENS HERR LINDEMANN

KRÄUTER & SPIRITUOSEN: EINE BAR NAMENS HERR LINDEMANN

Gediegen und doch lässig, groß aber trotzdem gemütlich – so ausgewogen präsentiert sich das Herr Lindemann auf dem Richardplatz im Neuköllner Rixdorf – und bietet uns handgemachte Cocktails mit “medizinischem” Touch. Inhaber Peter Edinger, der zuvor im Tier in der Weserstraße als Barkeeper tätig war, machte sich aus dem Staub, um mit der Eröffnung des Herr Lindemanns im Juli 2017 seine eigene Vision zum Leben zu erwecken. In seinem Brandenburger Hausgarten hat er eine Kräuterspirale angelegt – eine Verwindung (wörtlich und bildlich) des klassischen Kräutergartens, die Raum, Boden, Wasser und Sonne effizient für kulinarische und heilende Kräuter nutzt. Dieses “verrückte” Konzept war es, das als Inspiration für seine Getränkekarte diente: Die Kräuter werden in den Cocktails des Herr Lindemanns, wie u.a. dem charakteristischen Ziegenpeter (bestehend aus mit Ziegenkraut getränktem Rum und Thymian Fizz) zum Leben erweckt. Wenn würziges Grün nicht Dein Ding ist, keine Sorge – Du bekommst hier auch die gängigen Klassiker sowie eine Auswahl an Bier und Wein. Mach es Dir mit Deinen Freunden auf den grünen Samtsofas gemütlich – vielleicht findest Du Gefallen an dieser locker-lässigen Bar und natürlich den gehobenen Kräutercocktails. (Text: Devan Grimsrud / Fotos: Luke Marshall Johnson)

Herr Lindemann, Richardplatz 16, 12055 Berlin-Neukölln; Stadtplan
Mo-Mi 19-3h, Do-Sa 19-4h, So 19-2h

cee_cee_logo
DAS HOTEL — BARCELONA AM KOTTI

DAS HOTEL — BARCELONA AM KOTTI

Das Hotel erscheint in der zweiten Ausgabe unseres Cee Cee-Buchs, das hier erhältlich ist.

Die vielen von der Decke hängenden Blumen sind das Erste, was man beim Eintreten wahrnimmt. Sie verleihen der Bar namens Das Hotel ihren ganz eigenen Charme. Kerzenschein, das Klavier in der Ecke und die große Fensterscheibe zur Straße tragen ihr Übriges dazu bei. Man fühlt sich ein bisschen wie in Barcelona oder einer mediterranen Miniatur-Villa, die nur zufällig in Kreuzberg steht. Alte, vergessene oder unentdeckte Songs tönen aus den Lautsprechern, das Stimmengewirr ist geräuschvoll. Man kommt ins Gespräch mit seinen Sitznachbarn oder anderen Gästen, die am Tresen stehen, denn klein ist sie, diese Bar. Zu später Stunde wird auch schon mal zwischen den Tischen getanzt. Am Wochenende kann man dafür auch in den Keller gehen, wo DJs auflegen — mehr Platz gibt es dort allerdings auch nicht. Aber genau dafür kommt man ins Hotel: Jeder Besuch ist ein Kurzurlaub, neue Bekanntschaften inklusive. (Text: Massimo Hartmann / Fotos: Daniel Farò)

Das Hotel, Mariannenstr.26a, 10999 Berlin-Kreuzberg; Stadtplan
Bar: Täglich ab 16h, Club: Fr—Sa ab 23h

cee_cee_logo
LIV FLEISCHHACKER EMPFIEHLT: BIRRA

LIV FLEISCHHACKER EMPFIEHLT: BIRRA

Birra ist eine Mischung aus traditioneller Taverne, wie man sie in Italien auf dem Land findet und einer modernen Craft Beer Bar. Eine Kombi, von der mir bisher nicht klar war, dass ich sie in meinem Leben brauche. Bis ich das erste Mal einen Fuß ins Birra setzte. Hier wird man von italienischen Barkeepern begrüßt, die hinter dem Tresen übermütig um Platz rangeln. Das italienische Craft Beer ist so faszinierend, weil viele Brauereien bei der Kreation ihrer Rezepte Weintrinker im Hinterkopf haben und deshalb besonderen Wert auf regionalen Bezug und würzige Noten legen. Im Mittelpunkt stehen die Biere der Lambrate-Brauerei, ihresgleichen Pionier der italienischen Craft-Bewegung, ergänzt durch weitere italienische sowie ein paar lokale Brauereien (wie Stone Brewing und Motel). Die Barkeeper helfen Dir gerne, das für Dich perfekte Bier zu finden. Als ich ihnen erzählte, dass ich großer Fan von saurem Bier bin, haben sie jedenfalls alle Register gezogen und mir einiges geboten – einschließlich einer Kostprobe für ein Tomatenbier, an dem sie gerade arbeiten. Für eine solide Grundlage empfehle ich ein paar Snacks dazu zu bestellen: frische Paninis, Wurst, Käse oder saftige Oliven. (Text: Liv Fleischhacker / Fotos: Devan Grimsrud)

Birra, Prenzlauer Allee 198, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg; Stadtplan
Mo-So 18-2h

Liv Fleischhacker ist gebürtige Berlinerin und 2010 in den Prenzlauer Berg zurückgekehrt. Als Redakteurin schreibt sie über kulinarische Trends, auch über Bier. Gemeinsam mit Laurel Kratochvil organisiert sie das jüdische Food Festival Nosh Berlin.

cee_cee_logo
BECCA CRAWFORD EMPFIEHLT: DSCHUNGEL BAR

BECCA CRAWFORD EMPFIEHLT: DSCHUNGEL BAR

Beim Betreten der Neuköllner Dschungel Bar verschlägt es den Besucher umgehend in eine Welt, die vor Urwaldatmosphäre à la Tarzan und Jane nur so strotzt. Den Weg zu den Tischen säumen alte, recycelte Baumstämme aus Berlin und Umland, Fototapeten mit üppigen, tropischen Regenwäldern schmücken die Wände und die mit Spiegeln geflieste Decke lässt die empor rankenden Blättergirlanden und Lianen schier ins Unendliche wachsen. Da muss man schon fast zweimal hinschauen, um auch noch das Aquarium neben der Bar zu entdecken, indem eigentümliche Gäste umher schwimmen: weiß glitzernde, mexikanische Schwanzlurche, besser bekannt als Axolotl. Der eigentliche Grund hierherzukommen sind aber immer noch die Cocktails, wie der “Nordflügel” – mein unangefochtener Favorit! Er vereint Gin aus einer deutschen Kleinchargen-Destillerie mit Rosmarin- und Zitronenaromen, Orangensaft und Biersirup. Der perfekte Begleiter für verführerische, lange Sommernächte inmitten dieses pulsierenden Tropenflairs. (Text & Fotos: Becca Crawford)

Dschungel Bar, Friedelstr.12, 12047 Berlin-Neukölln; Stadtplan
Mo-Do 19.30-2h, Fr-Sa 19.30-4h, So 19.30-0h

Becca Crawford ist Fotografin und Content-Creator, spezialisiert auf Lebensmittel- und Lifestyle-Fotografie. 2014 zog es sie von Sydney nach Kreuzberg.

cee_cee_logo
ANN RICHTER EMPFIEHLT: BOB’S POGO BAR (IM KW)

ANN RICHTER EMPFIEHLT: BOB’S POGO BAR (IM KW)

Seit Anfang des Jahres gibt es einen neuen Ort im Berliner Untergrund, in der Auguststraße. Er heißt Bob’s Pogo Bar und ist viel mehr als eine Bar im klassischen Sinn: Eine Installation, ein Salon, eine Theaterbühne. Bob’s Pogo Bar ist Teil des künstlerischen Programms der KW Institute for Contemporary Art und ein mysteriöser Kellerraum, der von dem Künstler/Designer Robert Wilhite gestaltet wurde. Hier treffen nachtaktive Tiere auf schiefe Winkel und lange Schatten. Die Bar öffnet nur donnerstagabends ihre Pforten und wird dabei jede Woche von einem/r anderen KünstlerIn übernommen. Die Veranstaltungen sind dabei mannigfaltig und können zwischen einer Sound-Performance, einem thematischen Dinner, einem Lichtspiel oder losen räumlichen Interventionen variieren, welche sieben Tage im Voraus auf der KW Webseite angekündigt werden. Diese Woche ist das Event allerdings ausnahmsweise am Freitag: „Trouble on the Road again“ – eine Lesung von Ishion Hutchinson. Das Programm wird von Maurin Dietrich und Cathrin Mayer zusammengestellt. P.S.: KW Freunde und KW Lover erhalten exklusiven Zugang zu allen Veranstaltungen in Bob’s Pogo Bar. (Text: Ann Richter / Fotos: (Im Uhrzeigersinn): Norbert Bayer / Frank Sperling, KW Institute for Contemporary Art)

Bob’s Pogo BarKW Institute for Contemporary Art, Auguststr.69, 10117 Berlin-Mitte; Stadtplan
Genaue Daten und Zeiten gibt’s auf der KW Webseite.

Ann Richter zog 2015 von London-Peckham nach Berlin-Alt-Treptow und ist Mitbegründerin des Grafik-Design Studios Pandan sowie des Ausstellungsprojektes A.R. practice.

cee_cee_logo