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KLASSIKER TREFFEN AUF NEUE IDEEN: BRUNCH IM ANNELIES

KLASSIKER TREFFEN AUF NEUE IDEEN: BRUNCH IM ANNELIES

So wunderbar manche Klassiker auf der Menükarte auch sind, so richtig interessant und spannend wird es meistens dann, wenn man den Sprung ins Ungewohnte wagt und sich einmal auf etwas ganz Neues einlässt. Mit einer Mischung aus Neugier und Vorfreude haben wir uns daher auf den Weg nach Kreuzberg gemacht, wo die sympathischen Betreiber vom Distrikt Coffee ein zweites Café eröffnet haben: das Annelies. Das Konzept von Sophie Hardy, Hannes Haake und Matthew Maue ist so überzeugend wie simpel: Gekocht wird saisonal und regional, geschmacklich wird Gewohntes mit Ungewohntem so kombiniert, dass ganz neue, wunderbar andersartige Aromen entstehen. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass Granola mit Blaubeeren besonders gut zu einem Mix aus cremigem Joghurt mit roter Beete passt? Oder geräuchertes Eigelb mit Holunderblüten das perfekte Topping für Spargel ergeben? Und das Beste: Das Ganze schmeckt nicht nur gut, sondern sieht auch so aus, denn nicht nur geschmacklich sind die Gerichte mit viel Liebe zum Detail gestaltet. (Text: Lisa Staub / Fotos: Pamina Aichhorn)

Annelies, Görlitzer Str.68, 10997 Berlin-Kreuzberg; Stadtplan
Mi-Fr 9-17h, Sa-So 10-18h

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EARLY BIRD — HAUSGEMACHTE SPEZIALITÄTEN FÜR EISLIEBHABER

EARLY BIRD — HAUSGEMACHTE SPEZIALITÄTEN FÜR EISLIEBHABER

Das beliebteste Accessoire der vergangenen ersten Sommertage ist ganz klar – Eiscreme! Unsere Spaziergänge hatten oft nur ein Ziel: Ein Café mit kühl-cremigen Eiskugeln. Besonders empfehlenswert ist Early Bird in Prenzlauer Berg. Übernommen hat es der sympathische Lorenzo Lodi 2017 und versorgt den Kiez seitdem mit köstlichen Variationen. Neben klassischen Sorten wie Haselnuss und Vanille oder fruchtigen wie Mango, gibt es auch ein unwiderstehliches Angebot an Schokoladeneis, von normal oder mit Nuss bis zu dunkel und roh. Das Sortiment wechselt, da das Eis frisch vor Ort hergestellt wird. Vor allem die veganen Sorten wie Pistazie oder Erdnussbutter & Erdbeermarmelade machen das Early Bird so besonders: Sie schmecken so gut, dass man fast nicht glauben kann, dass sie ganz ohne den Zusatz von Milchprodukten auskommen. Im Café gibt es übrigens auch Sandwiches, Küchlein und hauseigenen Kaffee (in Kooperation mit der Kaffeerösterei Röst Team Falkensee). Early Bird hat fast ganzjährig geöffnet und versorgt uns daher täglich und ganz wetterunabhängig mit seinem Sortiment, das wir natürlich am liebsten bei Sonnenschein in der idyllischen Winsstraße, aber auch drinnen inmitten der hübschen grünen Deko genießen. (Text: Jennifer Prietzel / Fotos: Pamina Aichhorn)

Early Bird, Winsstr.68, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg; Stadtplan
Mo-Fr 7-18h, Sa-So 8-20h

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TOKI THE WHITE RABBIT: GEHOBENE VEGANE FEINKOST

TOKI THE WHITE RABBIT: GEHOBENE VEGANE FEINKOST

Veganer können sich in Berlin zwar entspannt zurücklehnen, dennoch sind außergewöhnliche pflanzlich basierte Speisen auf den Menüs dieser Stadt rar gesät. Es trifft sich daher gut, dass Duc Ngo im Februar 2018 mal wieder etwas eröffnet hat — Toki The White Rabbit orientiert sich am Konzept eines Feinkostgeschäfts und wandelt es in Richtung eines gehobenen Restaurant ab. Toki, was “Kaninchen” auf Koreanisch bedeutet, teilt sich seinen Küchenchef Daniel Sangareau mit dem benachbarten Funky Fisch, wo sich wiederum alles um mediterrane Speisen, mit Einflüssen der Küchen Israels und des Mittleren Ostens, dreht. Bei Toki isst man vegan — Smoothie Bowls, Schnittchen, Suppen, Salate und Hauptgerichte — und überwiegend glutenfrei, wie das eigens entwickelte Brot. Ausnahmen sind zwei vegetarische Gerichte mit Käse. Wir nahmen an einem sonnigen Freitagnachmittag Platz an einem großen Fenster hin zur belebten Kantstraße und tauchten in aufregende Geschmacksrichtungen und kontrastreiche Konsistenzen ein. Hummus und Rote Bete-Carpaccio mit Pinienkernen und Minze. Im Ofen gebackener Blumenkohl mit Zatar, eingelegtem Gemüse und grüner Chili-Tahini-Soße. Geröstete Möhren mit Romesco-Salsa. Jedes Gericht sah tipptopp aus, war leicht, frisch und doch rundum sättigend — so gut, wie sich auch diese Entdeckung anfühlt, bei der man sich offenbar viele Gedanken um raffiniert-köstliche und pflanzliche Küche gemacht hat. (Text: Anna Dorothea Ker / Fotos: Pamina Aichhorn)

Toki The White Rabbit, Kantstr.135-136, 10625 Berlin-Charlottenburg; Stadtplan
Täglich von 9-20h geöffnet.

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LUKE MARSHALL JOHNSON EMPFIEHLT: DARK & TWISTY

LUKE MARSHALL JOHNSON EMPFIEHLT: DARK & TWISTY

Beim Dark & Twisty handelt es sich um eine Art Stehcafé, versteckt hinter einer Bushaltestelle im Souterrain. Betrieben wird es von einer waschechten Berlinerin und meiner Ansicht nach gibt es hier den den besten Third Wave-Kaffee im Wedding. In Großbuchstaben ziert das Wort “Coffee” die schlichte weiße Fassade als einziger Hinweis auf die Existenz des Cafés und die Tatsache, dass Kaffee hier auch nur mit Wasser gekocht wird. Alles ist schön unprätentiös: Kein Wi-Fi, keine Toilette, kein stylisches Interieur. Neben den frisch gebackenen Brioches gibt es eigentlich nur die Kaffeespezialitäten — und die sind außerordentlich. Die Herkunft der Bohnen variiert wöchentlich, die Rösterei wird monatlich gewechselt. Wenn Du den Kaffee vor Ort genießen möchtest, erwarten Dich ein sonniges Plätzchen auf dem Gehweg und internationale Presse als Lektüre. Oder Du nimmst ihn mit und machst einen wunderschönen Spaziergang entlang der Panke, was ich persönlich empfehlen würde. Wie auch immer: Wenn Du guten Kaffee zu schätzen weißt, wirst Du Dich bei Dark & Twisty sehr wohl fühlen. (Text & Fotos: Luke Marshall Johnson)

Dark & Twisty, Gerichtstr.26, 13347 Berlin-Wedding; Stadtplan

Öffnungszeiten im Frühling: Mo-Fr, 9-15h; im Sommer: Mo-Fr 9-17h. Bei schönem Wetter verwandelt sich der Ort abends gelegentlich auch in eine Bar.

Luke Marshall Johnson stammt aus den USA und ist Fotograf, der sich darauf spezialisiert hat, mit dem im Moment gegebenen Licht authentische Bilder zu kreieren. Er lebt seit 2017 in Berlin und inzwischen im Wedding.

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DILEKEREI: KAFFEEKLATSCH MIT HAUSGEMACHTEN KUCHENTRÄUMEN

DILEKEREI: KAFFEEKLATSCH MIT HAUSGEMACHTEN KUCHENTRÄUMEN

Der Wedding kommt auch 2018 vermutlich nicht — aber wir reisen trotzdem gern dorthin. Dilekerei heißt ein kleines Café zwischen Gesundbrunnen und Bornholmer Straße, benannt nach seiner Besitzerin Dilek Topkara. Eingerichtet ist es im Biedermeierstil, allerdings mit niedlichen “Tea Time”-Elementen. Sie sind eine Erinnerung an jene Zeit in England, in der die studierte Ernährungswissenschaftlerin dort backen lernte. Die Ergebnisse lassen sich vor Ort verkosten, in Form von Victoria Sponge, Red Velvet Törtchen, Mohngugelhupf und Rose Cake. Die zum Cheesecake servierte Marmelade besteht aus Früchten, die im Schrebergarten ihrer Eltern wachsen und die Haselnüsse bezieht Topkara von Verwandten in der Türkei. Dazu gibt es neben Kaffee auch britische Teespezialitäten. In der Auslage stehen mehrstöckige Tortenträume und Kunstwerke aus essbarer Spitze, verziert mit Perlen, Früchten und handgemalten marokkanischen Kacheln. Abgesehen vom Sortiment ihres leider nur am Wochenende geöffneten Cafés, backt Topkara auch Torten auf Bestellung. Ihre Kunden können sich auf ein individuelles Ergebnis freuen — so schön, dass es zum Essen fast zu schade ist. Oft sind es Brautpaare aus der ganzen Welt, die der gebürtigen Schönebergerin ihre Geschichte erzählen, die sich dann auf ihrer Hochzeitstorte wiederfindet. Geliefert wird übrigens auch in die weite Berliner Welt, außerhalb des Weddings. (Text: Eva Biringer / Fotos: Dilekerei)

Dilekerei, Eulerstr.11B, 13357 Berlin-Wedding; Stadtplan
Sa-So 12-18h

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