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ED ATKINS SORGT MIT “OLD FOOD” FÜR LEICHTES UNBEHAGEN

ED ATKINS SORGT MIT “OLD FOOD” FÜR LEICHTES UNBEHAGEN

Ed Atkins Ausstellung “Old Food” ist nichts für sensible Menschen. Die bislang umfangreichste Installation des Künstlers ist derzeit im Martin-Gropius-Bau zu sehen und besteht aus einer Reihe von CGI-Animationen, die die Charaktere in einer melancholischen, alternativen Realität darstellen. Atkins beschreibt das CGI als neuestes “Kunstspielzeug” und verdreht unseren Wunsch nach einer erweiterten und perfektionierten Version unserer Welt, indem er uns das genaue Gegenteil liefert. Anstatt einer Verschönerung nachzugehen, verspottet er unsere glänzenden digitalen Träume und nutzt die Technologie, um eine groteske Wirkung der organischen Eigenschaften des Menschen zu schaffen. Seine unheimlichen künstlichen Protagonisten kriechen, schreien hysterisch, spielen nahezu menschenähnlich Klavier und erzeugen im Betrachter ein mulmiges Gefühl. Die Ausstellung hat einen eindeutig dunklen, sarkastischen Unterton. Atkins benutzt unser emotionales Engagement und lässt uns in Erwartung eines finalen Abschlusses Sequenzen der Figuren als Endlosschleife ansehen. Wenn das Ende letztlich eintrifft, ist es nicht das, was wir erwartet hätten. Diese Ausstellung, wie alleine schon der Gedanke an verdorbenes Essen, geht unter die Haut und hinterlässt ein Gefühl von Unbehagen, welches nicht leicht abzuschütteln ist. (Text: Lucy Thorpe / Fotos (im Uhrzeigersinn von oben): Mark Blower, Jansch, c/o Ed Atkins)

Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstr.7, 10963 Berlin-Kreuzberg; Stadtplan
Mi-Mo 10-19h
Ed Atkins “Old Food” bis 7.1.18; Programm

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RAUS AUS DEINER KOMFORTZONE: JEPPE HEIN IN DER KÖNIG GALERIE

RAUS AUS DEINER KOMFORTZONE: JEPPE HEIN IN DER KÖNIG GALERIE

Die aktuelle Ausstellungsreihe in der König Galerie ist ein Stück weit Neuland. Bis zum 5.11.17 leitet der in Berlin ansässige dänische Künstler Jeppe Hein eine neue Eröffnungsveranstaltung in der beeindruckenden (brutalistischen!) ehemaligen Kirche St. Agnes, die zur Galerie umgewandelt wurde. An jedem Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag heißt es “Don’t expect anything, be open to everything” – ein komplexes Kunst-Stück, das für alle frei zugänglich ist – und viel Spaß macht. So wie das Programm jeden Abend einzigartig ist, sind es auch unsere Erlebnisse dort. Deshalb ermutigen wir Dich, die Komfortzone zu verlassen – wie auch immer das am Ende für Dich ganz persönlich aussehen mag. (Text: Devan Grimsrud / Fotos: c/o König Galerie)

König Galerie, Alexandrinenstr. 118, 10969 Berlin-Kreuzberg; Stadtplan
Di-Sa 11-19h, So 12-19h
Jeppe Hein “Don’t expect anything, be open to everything” bis zum 5.11.2017; Programm
Veranstaltung beginnt: Do-Sa 19h pünktlich, So 12h pünktlich

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“LOST WORDS”: CHIHARU SHIOTAS KUNST IN DER NIKOLAIKIRCHE

“LOST WORDS”: CHIHARU SHIOTAS KUNST IN DER NIKOLAIKIRCHE

Zeitgenössische Kunst in einer der ältesten Berliner Kirchen ist an sich schon eine Herausforderung; mehr noch, wenn diese auch noch dem 500. Jahrestag der Reformation gedenken soll. Die japanische Künstlerin Chiharu Shiota nimmt diese jedoch gerne an und trifft mit ihrer markanten Rauminstallation “Lost Words” den Nagel auf den Kopf. Das Kirchenschiff der Nikolaikirche ziert noch bis Mitte November ein aus schwarzen Fäden gewebtes Netz – gespickt mit Bibelseiten in verschiedenen Sprachen, die im einfallenden Licht wie Juwelen funkeln. Inspiriert von der eigenen Geschichte und ihren japanischen Wurzeln ist die Botschaft von globaler Relevanz: als Begegnungsstätte und Assoziationsraum für Ängste und Wünsche rund um die Themen Herkunft, Migration und Heimat – die sich in 500 Jahren kaum verändert haben – hinterlässt diese Interpretation an einem so historischen Ort einen bleibenden Eindruck – ob Du etwas für Religion übrig hast oder nicht! (Text: Lucy Thorpe / Fotos: Michael Setzpfandt, Leo Seidel)

Nikolaikirche, Nikolaikirchplatz, 10178 Berlin-Mitte; Stadtplan
Täglich 10-18h
Chiharu Shiota “Lost Words” bis 19.11.2017

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DUATO & SHECHTER — BALLETT-DOPPEL IN DER KOMISCHEN OPER

DUATO & SHECHTER — BALLETT-DOPPEL IN DER KOMISCHEN OPER

Dank der atemberaubenden Architektur der Komischen Oper Berlin ist der Besuch an sich schon ein Erlebnis. Aber die neueste Doppelproduktion des Staatsballett Berlin macht diesen noch lohnenswerter. Die erste Vorstellung, “The Art of Not Looking Back”, vom gefeierten britisch-israelischen Choreografen Hofesh Shechter, nimmt Dich mit auf eine Reise voller physischer und emotionaler Kraft. Shechters aufgezeichnete Stimme verkündet: „Meine Mutter hat mich verlassen, als ich zwei war“, während sich der ausschließlich aus Frauen bestehende Cast auf unglaubliche Art und Weise bewegt – pure Ausdrücke von Verzweiflung, Wut und Leere. Nach einem kurzen Intervall ist die Bühne für die neue Choreografie “Erde” von Nacho Duato, dem Intendanten des Staatsballetts, in eine surreale, plastikumschlossene Biosphäre transformiert worden. Mit einer elektronischen Komposition unterlegt performen zwei Dutzend Tänzer diese visuell überwältigende Arbeit, die die fortwährende Zerstörung unseres Planeten durch den Menschen verurteilt. Beide Vorstellungen, obwohl sie sich in Stil und Absicht gänzlich unterscheiden, sprengen durch ihre Choreografie und die Nutzung von technischer Beleuchtung und elektronischem Sound die ästhetischen Grenzen von dem, was ich von Ballett erwartet habe. Fasziniert? Wir haben zwei Tickets für den Doppelabend im Ballett am 15.11.17. Schick uns eine E-Mail an win@ceecee.cc, um die Karten zu gewinnen! Der Gewinner wird von uns am 16.10.17 per E-Mail benachrichtigt. Viel Glück! (Text: Lucy Thorpe / Fotos: Gunnar Geller, Fernando Marcos)

Komische Oper Berlin, Behrenstr.55-57, 10117 Berlin-Mitte; Stadtplan
Duato | Shechter bis 7.4.18; Programm und Termine

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ARS ELECTRONICA ZU GAST BEI DRIVE: CURATORS’ WALK & TALK

ARS ELECTRONICA ZU GAST BEI DRIVE: CURATORS’ WALK & TALK

Was wäre, wenn Mensch und Maschine nicht mehr klar getrennt sind? Was, wenn künstlich erzeugte Organe und Gliedmaßen zu Bestandteilen unseres biologischen Körpers werden? Fragen wie diese stehen im Fokus der diesjährigen Ars Electronica, die aktuell im Drive. Volkswagen  Group Forum zu Gast ist. Falls Du es bisher noch nicht dorthin geschafft hast, ist jetzt die perfekte Gelegenheit gekommen: Diesen Freitag und Samstag (6.10. und 7.10.2017) kannst Du das renommierte Medienkunstfestival mit Arbeiten von internationalem Künstlern im Rahmen einer Führung mit der Kuratorin Manuela Naveau entdecken. Das heißt, Du bekommst Hintergrundwissen zu Konzept und Inhalten vermittelt und kannst natürlich auch Fragen stellen. Wenn Deine Hand also noch nicht mit Deinem Smartphone verwachsen ist und Dein Terminkalender Dich noch eigene Entscheidungen treffen lässt: trag Dir einen der beiden Termin ein – für den nächsten Small-Talk-Stoff ist dann gesorgt und: die Zukunft kommt bestimmt. (Text: Massimo Hartmann)

Drive. Volkswagen Group Forum, Friedrichstr.84 / Ecke Unter den Linden, 10117 Berlin-Mitte; Stadtplan
Ars Electronica Curatrors Talk & Walk: Termine und Anmeldung
Austellung geöffnet: Täglich 10-20h, Eintritt frei

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