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SKULPTURALE KONSUMKRITIK: HOLLY HENDRY BEI ARRATIA BEER

SKULPTURALE KONSUMKRITIK: HOLLY HENDRY BEI ARRATIA BEER

Für ihre erste Soloausstellung in Berlin präsentiert die britische Künstlerin Holly Hendry – bekannt für ihre überdimensionalen wie skurrilen Skulpturen – ein Werk, das speziell für den Galerieraum des Arratia Beer entwickelt wurde und den Titel “For a Skeleton to Hang Soft Tissues On“ trägt. Pastellige Grün-, Rosa- und Blautöne bestimmen das Farbspektrum. Zusammen mit den ungewöhnlichen Texturen verleihen sie den Kreationen etwas Anatomisches und verweisen auf ihre Inspirationsquelle: versehentlich verschluckte und wieder „zurückgeführte“ Gegenstände, die Teil der Sammlung des Mütter Museums in Philadelphia sind. Als Anspielung auf den überhandnehmenden, Konsum unserer Gesellschaft, die sie in Comic-hafte Schichten und Linien aus unterschiedlichen Materialien übersetzt. Für all das wird die 27-jährige Künstlerin bereits als aufgehender Stern in der Welt der skulpturalen Kunst gefeiert – zu Recht, wie wir finden. (Text: Massimo Hartmann / Fotos: c/o Arratia Beer)

Arratia Beer, Potsdamer Str.87, 10785 Berlin-Tiergarten; Stadtplan
Di-Sa 12-18h
Holly Hendry “For a Skeleton to Hang Soft Tissues On” bis 28.10.17

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ZWEI TIPPS ZUR BERLIN ART WEEK: AUF DER SUCHE NACH DEM JETZT

ZWEI TIPPS ZUR BERLIN ART WEEK: AUF DER SUCHE NACH DEM JETZT

Es ist Berlin Art Week – das weißt Du spätestens seit dem letztwöchigen Newsletter #323, der vollgepackt war mit unseren Highlights. Jetzt, wo die Kunstwoche in vollem Gange ist, können wir einfach nicht anders, als dem noch etwas hinzuzufügen: Heute (13.9.17) eröffnet die zweite Ausgabe des Festival of Future Nows 2017 → ∞ – eine Zusammenarbeit zwischen Olafur Eliasson, seinem Institut für Raumexperimente e.V. und der Nationalgalerie. Noch bis 17.09.17 erobern über 100 Künstler den Hamburger Bahnhof mit einem abwechslungsreichen Programm aus Performances, Tanz und Musik auf den Spuren von James A. Baldwins Aufruf: „Die Herausforderung ist der Moment, die Zeit ist immer jetzt.“ Das KW Institute for Contemporary Art lockt mit Willem de Rooijs Show “Whiteout“, die mit Arbeiten der letzten 20 Jahre einen faszinierenden Einblick in seinen Umgang mit gesammelten, zeitgenössischen Artefakten gewährt. Du brauchst einen Moment, um diese Eindrücke zu verarbeiten? Die Pauly Saal Bar (ab 18h) auf der gegenüberliegenden Straßenseite vom KW ist immer noch einer unserer Lieblingsorte während der Art Week, um das Gesehene mit Kunst-Freunden bei einem gepflegten Drink zu besprechen. (Text: Anna Dorothea Ker / Fotos: (im Uhrzeigersinn): Fabian Knecht / Willem de Rooij c/o Sammlung Stedelijk Museum, Amsterdam / Jeroen de Rijke / Willem de Rooij c/o Galerie Buchholz)

Berlin Art Week
13.9-17.9.17, verschiedene Standorte und Zeiten in der ganzen Stadt. Mehr Details findest Du im Programm.

Hamburger Bahnhof — Museum für GegenwartInvalidenstr.50-51, 10557 Berlin-Moabit; Stadtplan
Festival of Future Nows 2017 → ∞, 14-17.9.17
Eröffnung 14.9.17, 19-23h, Facebook Event

KW Institute for Contemporary ArtAuguststr.69, 10117 Berlin-MitteStadtplan
Willem de Rooij “Whiteout”, 14.9-17.12.17

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STEFANIE ROTHENHÖFER EMPFIEHLT: INDUSTRIESALON SCHÖNEWEIDE

STEFANIE ROTHENHÖFER EMPFIEHLT: INDUSTRIESALON SCHÖNEWEIDE

Oft gibt es an einem Sonntag nichts Schöneres, als die Stadt zu verlassen und ins Grüne zu fahren. Dabei muss es gar nicht weit weg sein und die Fahrt lange dauern. Nur wenige S-Bahnstationen entfernt liegt Schöneweide, dessen Name die dortige Landschaft Ende des vorletzten Jahrhunderts beschreibt und schon damals ein beliebtes Ausflugsziel für wohlhabende Städter war. Doch als 1897 die AEG die schönen Weiden bezog, änderte sich das schlagartig. In wenigen Jahren baute Emil Rathenau hier den weltweit größten Industriestandort der Elektroindustrie auf. Kabelwerk-Hallen so groß wie Kathedralen, das erste Drehstromkraftwerk der Welt, eine Kranbahn als Promenade – vieles steht davon heute noch und kann sonntags in einer geführten Tour besichtigt werden. Während des zweieinhalbstündigen Spaziergangs entlang der imposanten Industriefassaden von der Wilhelminenhofstraße in die historische AEG-Kantine über den modernen Hochschulcampus im ehemaligen Kabelwerk bis zum Peter-Behrens-Turm, taucht man ein in die facettenreiche Industriegeschichte Berlins und erfährt ganz nebenbei, dass Olafur Eliasson und Bryan Adams erst kürzlich jeweils eine gigantische Halle erworben haben. Was damit geschieht, ist noch unklar. Zu hoffen bleibt, dass Kunst und Kultur überwiegt und schon bald noch mehr Schönes die Weiden ziert. (Text: Stefanie Rothenhöfer / Fotos: Devan Grimsrud, Industriesalon Schöneweide)

Industriesalon SchöneweideReinbeckstr.9, 12459 Berlin-Oberschöneweide; Stadtplan
Mi, Fr-So 14-18h

Stefanie Rothenhöfer ist Gründerin des Food Entrepreneurs Club (FEC), der Networking-Platform und Hub für junge Köche, innovative Gastronomen und ambitionierte Food-Unternehmer ist, die sich selbst und ihr Unternehmen den Werten des Food-Handwerks verschrieben haben.

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BERLIN ART WEEK: DIE CEE CEE MUST-SEES 2017

BERLIN ART WEEK: DIE CEE CEE MUST-SEES 2017

Sie sind kaum zu übersehen, die violetten Kreise, die die Stadt dieser Tage schmücken und die bereits sechste Berlin Art Week ankündigen. Vier Tage lang (vom 13. bis 17.9.17) stehen Ausstellungen, Vernissagen, Messen und Veranstaltungen auf dem Plan. Du hast noch keinen Blick ins Programm geworfen? Wir haben Dir schon mal ein paar Highlights zusammengestellt. Los geht es am kommenden Dienstag (12.9.2017) ab 19 Uhr in der Fahrbereitschaft mit “LA>X“, einer Ausstellung mit eigenem Filmfestival im Kino Arsenal – von Marc Glöde und Axel Haubrok anlässlich der 50-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Los Angeles. Am Mittwoch (13.9.2017) drücken wir uns ab 18 Uhr die Nasen im Neuen Berliner Kunstverein bei der “Harun Farocki Retrospektive. Mit anderen Mitteln – By Other Means” platt, kuratiert von Antje Ehmann und Carles Guerra. Ausklingen lassen wir den Abend dann mit einer Runde Galerie-Hopping. Auf dem Programm (14.9.17, 19h) steht auch “Sans papiers – Das Leben ist eine Reise, Teil 3.2” im Projektraum Kurt-Kurt. Die jüngste Serie der mehrteiligen Ausstellungsreihe widmet sich auf persönlicher wie politischer Ebene den Themen Exil, Flucht und Ankommen und präsentiert eine Installation der afghanischen Künstlerin Sara Nabil sowie die Berlin-Premiere zu “Identity’s Three of Three”, einem Film des Künstlerduos Nina Fischer / Maraon el Sani. Am Freitag (15.9.2017) lädt die Berlinische Galerie um 19 Uhr zur Eröffnung von “3612,54 M³ VS 0,05 M³” ein. Der medienübergreifende Ansatz der venezianischen Künstlerin Monica Bonvicini untersucht Fragen, die um die Themen Architektur, Gender, Sexualität und Macht kreisen. Noch immer nicht genug? Dann tauche auf der Eröffnungsmesse Art Berlin Round im KW Institute for Contemporary Art am Sonntag (17.9) um 20 Uhr bei der Performance “Free Wifi” (einer Montage von Live-Videos in Echtzeit) der Berliner Künstlerin Nina Könnemann in neue Perspektiven moderner und zeitgenössischer Kunst ein. (Text: Anna Dorothea Ker / Fotos: Monica Bonvicini / Tobias Hügel, c/o Die Künstlerin & König Galerie, Berlin / Edgar Arceneaux c/o Der Künstler & Susanne Vielmetter, Los Angeles Projects / Peter Harris))

Berlin Art Week 2017
13.9-17.9.17, an unterschiedlichen Orten – weitere Details sowie das komplette Programm gibt es hier.

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ROBBY MÜLLER ODER DIE KUNST VON LICHT UND KAMERAFÜHRUNG

ROBBY MÜLLER ODER DIE KUNST VON LICHT UND KAMERAFÜHRUNG

Falls Du dem Museum für Film und Fernsehen noch keinen Besuch abgestattet haben solltest, geben wir Dir hier gerne einen Grund mehr: die Sonderausstellung über einen der bedeutendsten und einflussreichsten Kameramänner unserer Zeit – Robby Müller. Wie viele seiner Kollegen der frühen 1960er Jahre rebellierte auch er gegen die konventionelle Studio-Film-Ästhetik und strebte stattdessen danach, Alltägliches so authentisch wie möglich darzustellen. Müller trieb das Spiel jedoch bis zur Perfektion – indem er die Grenzen der Lichttechnik und des Films immer wieder hinterfragte und dabei auf unnötige Hilfsmittel, übertriebene Ausleuchtung und effekthascherische “Kamera-Akrobatik” verzichtete. In Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Wim Wenders, Lars von Trier oder Jim Jarmusch entstanden so Aufnahmen, die vor allem durch Einfachheit bestechen – einige von ihnen sind noch bis 5.11.17 in der Ausstellung zu sehen; neben Interviews, Video-Tagebüchern und Polaroids, die private Einblicke in Müllers Leben gewähren. Ob Du mit seinem Namen vertraut bist oder nicht, seiner Arbeit bist Du auf jeden Fall schon begegnet. (Text: Devan Grimsrud / Fotos: Marian Stefanowski, Robby Müller c/o Annet Gelink Gallery Amsterdam)

Die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Potsdamer Str.2 10785 Berlin-Tiergarten; Stadtplan
Robby Müller – Meister des Lichts” bis 5.11.17; Programm
Di-So 10-18h, Do 10-20h

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