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ALLER GUTEN DINGE SIND DREI: AUSSTELLUNGEN IM C/O BERLIN

ALLER GUTEN DINGE SIND DREI: AUSSTELLUNGEN IM C/O BERLIN

Buchstäblich leicht zugänglich – im eigentlichen wie im künstlerischen Sinne – zeigt das C/O Berlin derzeit gleich drei Ausstellungen: Josef Koudelka – “Invasion / Exiles / Wall“, “Hans Hansen . Still Life“ und “Optical Illustions . Contemporary Still Life“. Den Auftakt macht Josef Koudelka im ersten Stock als größte der drei. Seine eindringlichen Schwarz-Weiß-Fotografien und Projektionen nehmen Dich mit auf eine Reise durch die Zeit – vom Widerstand in der Tschechoslowakei 1968 bis hin zum Leben in israelischen Siedlungen rundum Westbank von 2008 bis 2012. Die Bilder präsentieren gesellschaftliche Schattenseiten – intim, einfühlsam und noch immer relevant. Konträr dazu bestechen die Werke im zweiten Stock mit einem ganz anderen Weltbild. Akkurate, grafisch inszenierte Stillleben vom deutschen Fotografen Hans Hansen treffen auf die Gruppenausstellung für experimentelle, zeitgenössische Versionen desselben Genres und agieren damit als einzigartiger Kommentar zum Verhältnis zwischen alltäglicher und kommerzieller Fotografie. In Kombination liefert das Trio einen wirklich interessanten, künstlerischen Diskurs – nicht nur für verregnete Sommertage empfehlenswert. (Text: Devan Grimsrud / Fotos: Josef Koudelka – Magnum Photos, Annette Kelm – König Galerie)

C/O Berlin, Hardenbergstr.22-24, 10623 Berlin-Charlottenburg; Stadtplan
Josef Koudelka “Invasion / Exiles / Wall“, “Hans Hansen . Still Life“, & “Optical Illusions . Contemporary Still Life“, bis 10.9.17
Täglich 11-20h

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TULIO EDREIRA EMPFIEHLT: REINBECKHALLEN

TULIO EDREIRA EMPFIEHLT: REINBECKHALLEN

Außerhalb der Ringbahn nach qualitativ hochwertiger Kunst Ausschau zu halten, ist dieser Tage das Beste, was man machen kann. Fernab der Innenstadt wird man dabei nämlich viel öfter fündig als angenommen. Einer meiner Favoriten ist der neue Reinbeckhallen-Komplex im südöstlichen Bezirk Oberschöneweide. Die ehemaligen AEG-Industriegebäude mit Blick auf die Spree wurden erst kürzlich zu viel versprechenden Kunsträumen umgebaut. Nicht nur die architektonische Konstruktion aus Backstein ist einen Besuch wert, sondern auch die erstklassig kuratierten Ausstellungen – aktuell eine inspirierende Sammlung von Fotografien. Mein persönliches Highlight: die Retrospektive über Sibylle Bergemanns Werk „Frauen. Und in Farbe“. Als gebürtige Berliner Fotografin war sie bekannt für ihre einzigartige Perspektive auf das Leben und die gesellschaftliche Entwicklung ihrer Heimatstadt zu Zeiten der DDR. Interesse geweckt? Dann beeilst Du Dich besser, denn die Ausstellung endet dieses Wochenende (30.7.2017)! Vergiss bei der Eile aber nicht, Zeit für eine Kaffeepause im niedlichen Café Schöneweile einzuplanen und den Tag am Fluss ausklingen zu lassen, während Du eines der aufregendsten, noch verbleibenden Industriegebiete der Stadt auf Dich wirken lässt. (Text & Fotos: Tulio Edreira)

Reinbeckhallen, Reinbeckstr.9, 12459 Berlin-Oberschönweide; Stadtplan
Fr-Sa 14-18h, So 11-18h

Tulio Edreira ist Gründer von AwesomeBerlin, einer unabhängigen Website und redaktionellen Plattform für Berlins geheime Plätze und Ecken.

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BRASILIANISCHER MODERNIST: DAS ŒUVRE DES ROBERTO BURLE MARX

BRASILIANISCHER MODERNIST: DAS ŒUVRE DES ROBERTO BURLE MARX

Ich bin Landschaftsarchitektin, aber mit diesem Beruf können viele nichts anfangen. Also erkläre ich es immer mit einer Frage:”Kennst Du die Copacabana?” Denn eines der bekanntesten Landschaftsarchitektur-Projekte ist die Gestaltung der gesamten Küste Rio de Janeiros, die aus unterschiedlichen öffentlichen Gärten, Stränden und Parks besteht. Entworfen hat sie einer der besten Landschaftsarchitekten des 20. Jahrhunderts. Der Brasilianer Roberto Burle Marx (1909–1994), genauer gesagt. Und das über einem Zeitraum von 50 Jahren. Darüber hinaus war Burle Marx aber auch Maler, Bildhauer, Textildesigner, Keramiker und Glasmaler und enger Freund von Oscar Niemeyer, einem der bekanntesten Architekten der brasilianischen Moderne. Mit ihm realisierte er u.a. die Gärten des National Theaters in Brasilia. Nun beleuchtet eine Ausstellung sein Schaffen und erklärt anhand seiner Projekte, wie unterschiedlich und wichtig die Wahrnehmung und Gestaltung unseres Außenraumes ist. (Text: Milena Kalojanov / Fotos: Deutsche Bank KunstHalle)

Deutsche Bank KunstHalle, Unter den Linden 13/15, 10117 Berlin-Mitte; Stadtplan
Tropische Moderne“ bis 3.10.2017
Täglich 10-20h, Montag Eintritt frei

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ARI BENJAMIN MEYERS: EINE ODE AN DIE FREUNDSCHAFT

ARI BENJAMIN MEYERS: EINE ODE AN DIE FREUNDSCHAFT

Anfang des Jahres begann die Violinistin Ayumi Paul damit, Briefe an den Künstler und Komponisten Ari Benjamin Meyers zu schreiben. Auf Smalltalk verzichtete Paul in ihren Zeilen, stattdessen teilte sie persönliche Details aus ihrer Kindheit, erzählte von frühem Verlust, erster Liebe und Therapiesitzungen. Meyers antwortete auf seine Weise: Er verfasste eine Partitur, übersetzte Pauls Worte in Noten und schuf so ein einfühlsames Porträt seiner langjährigen Freundin. In der Galerie Esther Schipper kann man Paul nun dabei zuhören, wie sie Meyers’ Kompositionen auf der Geige interpretiert. Zu sehen sind auch die Briefe, die Meyers mit seinen Notenzeilen teilweise überschrieben und durch Erinnerungsstücke ergänzt hat. Die Freundschaft der beiden wird so als Klangraum erfahrbar, in dem Musik, Worte und Objekte ihren eigenen Part spielen. (Text: Laura Storfner / Fotos: c/o der Künstler & Esther Schipper / Andrea Rossetti)

Esther Schipper, Potsdamer Str.81E, 10785 Berlin-Tiergarten; Stadtplan
Ari Benjamin Meyers – Solo for Ayumi“, bis 5.8.2017
Di-Sa 11-18h

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LET’S POLISH! EINE DESIGN-SCHAU ZUM THEMA IDENTITÄT

LET’S POLISH! EINE DESIGN-SCHAU ZUM THEMA IDENTITÄT

Was bedeutet es in Europa und der heutigen Welt eigentlich polnisch zu sein? Die heute eröffnende Ausstellung “Let’s Polish! Design aus London, Paris, Wien, Berlin und Warschau” im Polnischen Institut Berlin geht dieser vielschichtigen Frage nach – mittels Produkt- und Industriedesign. Drei aufstrebende Studios mit polnischen Wurzeln – angesiedelt in aller Welt – wurden eingeladen ihre Entwürfe zu zeigen und jeweils ein weiteres Studio einzuladen, dasselbe zu tun. Chmara.rosinke wählte Kosmos Project, Maria Jeglińska schlug Krzysztof Pyda vor and Marta Bakowski kontaktierte Jan Hendzel. Alle Arbeiten (mit einer Bandbreite von Stühlen bis zu Keramik) haben eines gemeinsam: Sie setzen sich unter Verwendung ästhetischer Mittel kritisch mit ihrer Heimat auseinander. Was sie enthüllen? Bis 17. September 2017 kannst Du es herausfinden. (Text: Anna Dorothea Ker / Fotos: Marta Bakowski, Turczynska-for-Culture-PL)

Polnisches Institut Berlin, Burgstr.27. 10178 Berlin; Stadtplan
Let’s Polish!”, Eröffnung 13.7, 19h, Facebook Veranstaltung
Läuft bis 17.9, Di-Fr 10-18h

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