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EUGENIA GÜETO GÓMEZ EMPFIEHLT: NORN

EUGENIA GÜETO GÓMEZ EMPFIEHLT: NORN

Kennst Du das Gefühl, das sich nach einem wirklich guten Gespräch einstellt? Wenn innerhalb von Sekunden feststeht, dass Du und Dein Gegenüber auf einer Wellenlänge seid, fallen die Worte nicht schwer und etwas Magisches liegt im Raum. Genau das ist mir im Laufe eines Abends bei Norn passiert. Hier triffst Du regelmäßig bei Salons und Conversation Dinners interessante Gleichgesinnte in vertrauter Umgebung. Im September war ich bei dem “Conversation Dinner: On Gender Expression” dabei — mit Jared Weiss von Touchpoint und anderen Norn-Mitgliedern. Das Treffen fand im Norn-Apartment in Kreuzberg statt, wo es ein wundervolles Abendessen gab — während wir darüber diskutierten, wie wir im Alltag unsere eigenen und andere Gender psychologisch zum Ausdruck bringen. An dem Abend führte ich sehr vertraute Gespräche mit Unbekannten, die derart inspirierend waren, dass ich mich als eine Art Stammesmitglied fühlte, das seine Neugier und Lebensträume mit den anderen in der Gruppe teilte. Norn hat meiner Ansicht nach einen für alle offenen Raum geschaffen, an dem sich Menschen treffen, die wissbegierig und aufgeschlossen auf der Suche nach Neuem sind. Bei diesen Begegnungen ist ausreichend Zeit vorhanden, um über die Schönheit in all ihren Facetten zu sprechen. Außerdem stehen sonst eher selten diskutierte Themen im Fokus. Das Geheimnis für die Offenheit und Diversität dieses Ortes ist die mit Vertrauen erfüllte Atmosphäre. Und nicht vergessen: Kultur formt nicht Menschen. Menschen formen Kultur. (Text: Eugenia Güeto Gómez / Fotos: Doro Zinn, Norn Berlin)

Norn Berlin: WebseiteInstagram

Eugenia Güeto Gómez kommt aus Spanien, lebt derzeit in Berlin und arbeitet als Art-Direktorin. Sie ist leidenschaftlich gerne unterwegs – weltweit. Japan ist das nächste Ziel.

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SERGE ROMPZA EMPFIEHLT: NANUM

SERGE ROMPZA EMPFIEHLT: NANUM

Kaum vorstellbar, dass die koreanische Küche vor einigen Jahren in Berlin noch recht unbekannt war. Jetzt hat die Szene wieder Zuwachs bekommen: Das im Sommer eröffnete NaNumlohnt definitiv einen Abstecher in die Gegend um das Jüdischen Museum, wo sich in der nahen Zukunft einige neue Lokale ansiedeln werden. Nach ihrer erfolgreichen Karriere als Altistin hat die leidenschaftliche Köchin Jinok mit ihrem tollen Team im frisch gekachelten Baugruppenneubau am ehemaligen Blumengroßmarkt einen Ort mit familiärer Atmosphäre geschaffen, der südkoreanische Küche auf hohem Niveau bietet. An den Wochenenden begeistern die originalgetreuen, saisonal wechselnden Gerichte (kalte Buchweizennudeln, raffinierte Suppen, traditionelles Bibimbap) genauso wie die überraschend experimentellen und schön anzusehenden Desserts “FlowerPop” und “Man Dzu.” Hier ist alles hausgemacht und wird in eigens für das Restaurant hergestellter Keramik serviert, die vor Ort angefertigt, gebrannt und ausgestellt wird. Es lohnt sich, regelmäßig vorbeizuschauen und etwas Zeit mitzubringen, um nach und nach etwas mehr über Jinok’s drei Leidenschaften zu erfahren: Kochen, Keramik und Gesang. (Text: Serge Rompza / Photos: Pamina Aichhorn)

NaNum
, Lindenstr.90, 10969 Berlin-Kreuzberg; Stadtplan

Café und Keramik Galerie: Mo-Fr 12h-19h, Sa 15-18h
Restaurant: Fr 12-22.30h, Sa 15-22.30h

Serge Rompza lebt seit 2003 in Berlin. Er ist Mitbegründer des Design Studios Node Berlin Oslo.

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SHANE O’REILLY EMPFIEHLT: ROCKET WINE

SHANE O’REILLY EMPFIEHLT: ROCKET WINE

Im Weinladen und Tasting Room Rocket Wine geht es schön minimalistisch zu – und Du fühlst Dich fast wie in einem edlen Weinkeller. Die kostbaren Waren sind sorgfältig in den Holzregalen aufgereiht. Hinter dem Ganzen steckt ein Team von drei Weinliebhabern, die einen Hang zu Naturweinen haben: Jeff, Elisa und Daisy. Sie stammen alle entweder aus Familien, die sich mit Wein beschäftigen, haben im ökologischen Bereich gearbeitet oder sich später in Wein verliebt. Es mag sein, dass Naturweinbars aktuell sehr beliebt sind, aber das Konzept von Rocket Wine ist ohne Frage mehr als eine Modeerscheinung. Die Weine sind frei von Zusatzstoffen, bio und visionär. All diese Kriterien müssen ihre ‘Living Wines’ erfüllen — jede Flasche hat ihre eigene Geschichte. Jeff ist der Meinung, dass die Auswahl des passenden Weines auch mal im Gespräch entstehen kann: “Du musst bei Naturweinen neugierig sein, weil es viele unterschiedliche Konsistenzen, Aromen und Geschmacksrichtungen gibt.” Die Weine bei Rocket Wine sind alle liebevoll ausgewählt und das Team legt großen Wert darauf, die Winzer persönlich zu kennen. Diese Energie überträgt sich auch auf die herzliche Atmosphäre im Laden. (Text: Shane O’Reilly / Fotos: Pamina Aichhorn)

Rocket Wine, Linienstr.114, 10115 Berlin-Mitte, Stadtplan
Di-Mi 14-20h, Do-Sa 14-21h

Shane O’Reilly ist freiberuflicher Autor und Herausgeber. Er verbrachte fast sein ganzes Leben in Dublin und schrieb das Reisebuch “The 500 Hidden Secrets of Dublin”. Jetzt hat er seinen Traum verwirklicht und ist nach Berlin gezogen.

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ZEYNEP LOKMANOGLU EMPFIEHLT: CHILI & PAPRIKA

ZEYNEP LOKMANOGLU EMPFIEHLT: CHILI & PAPRIKA

Auf einem eher kargen Abschnitt der Danziger Straße im Prenzlauer Berg befindet sich das schlichte Gewürzparadies — der mexikanisch-lateinamerikanische Lebensmittelladen Chili & Paprika. Beim Betreten tauchst Du in eine Produktwelt ein, die selten in Berlin zu finden ist. Wunderschöne Mezcal- und Tequilaflaschen säumen die Regale. Unterschiedliche Chilisorten bedecken eine komplette Wand: Serranos, Jalapenos, Chipotles — in Adobo Sauce oder natur — was immer Dein Herz oder Dein Rezept begehrt. Es gibt einen Bereich für Süßigkeiten, einen für Tortillas und sogar einen Altar für den Día de los Muertos (Tag der Toten). Der Besitzer Mathias Jung ist Berliner und hat eigentlich keine besondere Beziehung zu Mexiko oder dem restlichen Lateinamerika. Er erzählt mir sogar, dass er noch nie dort war. Seine Verbindung zu den Ländern kommt von seiner Liebe zu Chilis. Ursprünglich war Chili & Paprika ein Laden, in dem es nur Chilis gab. Das Sortiment wuchs dann durch Anfragen der Kundschaft weiter — vor allem von in Berlin lebenden Lateinamerikanern. Mittlerweile gibt es hier 600 einzigartige Produkte, darunter Spezialitäten wie frischer Queso aus Oaxaca und frische Poblano- und Serranoschoten. Hier bist Du genau richtig, wenn Du auf der Suche nach Farbe und Feuer bist. (Text & Fotos: Zeynep Lokmanoglu)

Chili & Paprika, Danziger Str.118, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg; Stadtplan
Mo-Fr 12-.30-19.30h, Sa 11-18h

Zeynep Lokmanoglu ist vor Kurzem nach Berlin gezogen, nachdem sie den Großteil ihrer 20er in New York verbracht hat. Sie arbeitet an einem Kurzgeschichtenband und genießt den “Kaffee und Kuchen”-Lifestyle.

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THI PHAM EMPFIEHLT: JUWEL

THI PHAM EMPFIEHLT: JUWEL

Wenn ich aus London nach Berlin zu Besuch komme, fällt mir immer wieder auf, dass viele Läden modische, aber nicht sehr hochwertige Klamotten und Taschen verkaufen. Der Trend geht aber eigentlich in die andere Richtung: Die Leute wollen bewusster leben und konsumieren. Deswegen begeistert mich das Taschenlabel Lamari Berlin, das sich gute Materialien und faire Herstellungsbedingungen zum Prinzip gemacht hat. Man findet die Taschen in dem hellen Laden Juwel im Prenzlauer Berg, einer Mischung aus Atelier und Concept Store. Ein Geheimtipp, der etwas versteckt am Wasserturm liegt. Die Berliner Designerin Marijana Jähnke verkauft hier seit 2015 neben ihren Ledertaschen auch Schmuck und Lifestyle-Accessoires, die sie von anderen Designern ausgewählt hat. Die Einrichtung ist ebenfalls liebevoll – alle Möbel sind selbst gebaut. Sie entwirft und stellt alle Ledertaschen in ihrem Atelier im hinteren Bereich selber her und benutzt dabei nur feinstes italienisches Leder. Ich habe beim letzten Besuch zwei Handtaschen und zwei Portemonnaies gekauft — eines für mich, eines zum Verschenken. (Text: Thi Pham / Fotos: Juwel, Lamari Berlin)

Juwel, Diedenhofer Str.4, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg; Stadtplan
Di-Fri 11-19h, Sa 11-18h

Thi Pham ist Berlinerin und hat in Zürich und Tokio studiert. Seit 2015 ist sie Architektin bei make und lebt in London. Ihre Lieblingsstadt besucht sie häufig: Berlin.

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