Cee Cee Creative Newsletter Book Neighborhood Map Lessons
Stadtplan
Information
archive temp
loop temp
JANA GUMPRECHT EMPFIEHLT: 8 BOOKS A YEAR

JANA GUMPRECHT EMPFIEHLT: 8 BOOKS A YEAR

Wenn mich der digitale Overkill mal wieder einholt, greife ich gerne zu guten Büchern! Und zwar am liebsten zu solchen, die mich in Themen, Perspektiven oder Welten entführen, die ich noch nicht kenne. Genau solche Trips liefert 8 Books A Year. Und zwar – wie der Name schon sagt – in Form von acht ausgewählten Titeln. Einsteigen kann man jederzeit, bezahlt wird per Vorkasse (damit man das Investment danach gleich wieder vergessen kann) und bekommt dann über die nächsten zwölf Monate hinweg acht kuratierte, sehr besondere Bücher zugeschickt – natürlich ohne zu wissen, wann, und schon gar nicht, welche. Das macht das Ganze zum perfekten Geschenk, womöglich auch für sich selbst. Die ausgewählten Non-Fiction-Werke sind ausschließlich internationale Independent-Produktionen und kommen mit einer Karte samt eines kleinen beschreibenden Textes von Christian, der das Projekt zusammen mit seiner Geschäftspartnerin Jone ins Leben gerufen hat. Die beiden arbeiten ansonsten unter dem Namen Schwarm Szmania als kreative Strategieentwickler in einer Schöneberger Remise, die sie gerade mit Hilfe von Architekt Sam Chermayeff (June14), zu einer multifunktionalen „contemporary library“ umgebaut haben. Von dort aus nehmen sie die besten Titel, die sie bei ihrer Arbeit und auf der Suche nach Inspiration entdecken, in die 8 Books a Year-Auswahl auf. Die Historie der bisher versendeten spannenden Bücher findet man auf ihrer Website. (Text: Jana Gumprecht / Fotos: Edisonga / Wolfgang Stahl)

8 Books A Year WebseiteFacebookInstagram
Jana Gumprecht aka Edisonga lebt seit 2005 in Berlin. Sie arbeitet als Fotografin.

cee_cee_logo
BECCA CRAWFORD EMPFIEHLT: DSCHUNGEL BAR

BECCA CRAWFORD EMPFIEHLT: DSCHUNGEL BAR

Beim Betreten der Neuköllner Dschungel Bar verschlägt es den Besucher umgehend in eine Welt, die vor Urwaldatmosphäre à la Tarzan und Jane nur so strotzt. Den Weg zu den Tischen säumen alte, recycelte Baumstämme aus Berlin und Umland, Fototapeten mit üppigen, tropischen Regenwäldern schmücken die Wände und die mit Spiegeln geflieste Decke lässt die empor rankenden Blättergirlanden und Lianen schier ins Unendliche wachsen. Da muss man schon fast zweimal hinschauen, um auch noch das Aquarium neben der Bar zu entdecken, indem eigentümliche Gäste umher schwimmen: weiß glitzernde, mexikanische Schwanzlurche, besser bekannt als Axolotl. Der eigentliche Grund hierherzukommen sind aber immer noch die Cocktails, wie der “Nordflügel” – mein unangefochtener Favorit! Er vereint Gin aus einer deutschen Kleinchargen-Destillerie mit Rosmarin- und Zitronenaromen, Orangensaft und Biersirup. Der perfekte Begleiter für verführerische, lange Sommernächte inmitten dieses pulsierenden Tropenflairs. (Text & Fotos: Becca Crawford)

Dschungel Bar, Friedelstr.12, 12047 Berlin-Neukölln; Stadtplan
Mo-Do 19.30-2h, Fr-Sa 19.30-4h, So 19.30-0h

Becca Crawford ist Fotografin und Content-Creator, spezialisiert auf Lebensmittel- und Lifestyle-Fotografie. 2014 zog es sie von Sydney nach Kreuzberg.

cee_cee_logo
SIMONE DONECKER EMPFIEHLT: SAP DATA KITCHEN

SIMONE DONECKER EMPFIEHLT: SAP DATA KITCHEN

Der Countdown für die Mittagspause läuft. Zum Glück habe ich bereits auf dem Weg in die Rosenthaler Straße 38 per App mein Wunschgericht bestellt. Denn dort, etwas versteckt im denkmalgeschützten Hinterhof, befindet sich in der kulinarischen Einöde des Hackeschen Markts seit letztem Herbst die Data Kitchen, ein gemeinsames Projekt des Softwareherstellers SAP und des Berliner Unternehmers Heinz Gindullis, besser bekannt als Cookie. In Berlins erstem „digitalen“ Restaurant kreiert Küchenchef Alexander Brosin mit hohem Anspruch und tiefer Verbundenheit zur Natur erstklassige Gerichte. Verarbeitet werden hauptsächlich saisonale Produkte von regionalen Lieferanten. Neben den täglichen Specials der wöchentlich wechselnden Karte gehört das Kürbis-Risotto mit geschmortem Radicchio und das auf den Punkt gezauberte Gartengemüse mit Polenta zu meinen Highlights. Frühstücks-Fans kommen ebenfalls auf ihre Kosten mit „Avo on Toast“ und „Pancakes deluxe“. Für das perfekte Timing sorgt das Herzstück der Data Kitchen: Die eigens für das Restaurant entwickelte Food Wall hält meine Bestellung in einer Box, die meinen Namen trägt, zur gewünschten Zeit für mich bereit und öffnet sich per Click über die App. Als Teil des Gesamtkonzepts „Data Space“ erschließt sich die besondere Atmosphäre der Datenküche: Gleich nebenan befindet sich nämlich die hauseigene Kaderschmiede für erfolgsversprechende Start-ups. Wer beim Mittagessen den neusten Tech-Trends lauschen möchte, könnte Glück haben. (Text: Simone Donecker / Fotos: Stefan Lucks / Marcus Zumbansen)

Data Kitchen, Rosenthaler Str. 38, 10178 Berlin-Mitte; Stadtplan
Mo-So 9-17h. Bestellt werden kann über die Data Kitchen Android und iOS App.

Simone Donecker lebt seit 2001 in Berlin-Wilmersdorf. Die studierte Kunsthistorikerin arbeitet als freie Kulturmanagerin und Beraterin im Nonprofit-Bereich.

cee_cee_logo
JAN SCHMIDT-GARRE EMPFIEHLT: BUDDHA REPUBLIC

JAN SCHMIDT-GARRE EMPFIEHLT: BUDDHA REPUBLIC

Die Liebe zum indischen Essen traf mich im selben Moment wie die Liebe zu den Filmen Satyajit Rays, beides in New York in den 1980er Jahren. Die Filme liefen irgendwo auf der 2nd Avenue, und das Essen gab es um die Ecke in der 6. Straße, in extrem billigen Lokalen, einem neben dem anderen, in die man sein Bier mitbringen durfte (musste). Und dann kam das Trishna in Bombay, das alles übertraf. Und dann lange nichts, nirgends. Und dann, vor fünf Jahren, das Buddha Republic in Charlottenburg. Hier gibt es all die Klassiker, die Arbeit machen, frisch gekocht, ohne staubige Gewürzmischungen: das gemischte Gemüse Sabzi Korma (mit echten Curryblättern), den göttlichen Spinat mit hausgemachtem Rahmkäse (Masala Palak Paneer). Lammhackfleisch (Shahi Seekh), Garnelen oder mariniertes Hühnchen aus dem Tandoori. Lamb Biryani aus Hyderabad. Der persische Wirt, in Indien aufgewachsen, ist bekennender Foodie, der alle Bundesstaaten Indiens bereist hat, jedes Gericht besser beherrscht als seine Köche und so dafür sorgt, dass man deren Fluktuation (vermutlich ebenso groß wie die der Kellnerinnen) auf dem Teller nicht bemerkt. Dazu das fatal sedierende King Cobra-Bier (8%) aus Riesenflaschen mit Korken. Sogar der seltsam-violette Look des Lokals ist authentisch. Nicht dass es aussähe wie ein Hindu-Tempel, gar nicht. Aber wie die Lobby eines Boutique-Hotels in Bangalore. Auch das ist Indien – und vielleicht das wahre. (Text: Jan Schmidt-Garre / Fotos: c/o Buddha Republic)

Buddha Republic, Knesebeckstr. 88, 10623 Berlin-Charlottenburg; Stadtplan
Mo-So 12-24h

Jan Schmidt-Garre ist Regisseur und lebt seit neun Jahren in Berlin. Für seinen Film “Der atmende Gott” reiste er zwölf Mal nach Indien.

cee_cee_logo
ANN RICHTER EMPFIEHLT: BOB’S POGO BAR (IM KW)

ANN RICHTER EMPFIEHLT: BOB’S POGO BAR (IM KW)

Seit Anfang des Jahres gibt es einen neuen Ort im Berliner Untergrund, in der Auguststraße. Er heißt Bob’s Pogo Bar und ist viel mehr als eine Bar im klassischen Sinn: Eine Installation, ein Salon, eine Theaterbühne. Bob’s Pogo Bar ist Teil des künstlerischen Programms der KW Institute for Contemporary Art und ein mysteriöser Kellerraum, der von dem Künstler/Designer Robert Wilhite gestaltet wurde. Hier treffen nachtaktive Tiere auf schiefe Winkel und lange Schatten. Die Bar öffnet nur donnerstagabends ihre Pforten und wird dabei jede Woche von einem/r anderen KünstlerIn übernommen. Die Veranstaltungen sind dabei mannigfaltig und können zwischen einer Sound-Performance, einem thematischen Dinner, einem Lichtspiel oder losen räumlichen Interventionen variieren, welche sieben Tage im Voraus auf der KW Webseite angekündigt werden. Diese Woche ist das Event allerdings ausnahmsweise am Freitag: „Trouble on the Road again“ – eine Lesung von Ishion Hutchinson. Das Programm wird von Maurin Dietrich und Cathrin Mayer zusammengestellt. P.S.: KW Freunde und KW Lover erhalten exklusiven Zugang zu allen Veranstaltungen in Bob’s Pogo Bar. (Text: Ann Richter / Fotos: (Im Uhrzeigersinn): Norbert Bayer / Frank Sperling, KW Institute for Contemporary Art)

Bob’s Pogo BarKW Institute for Contemporary Art, Auguststr.69, 10117 Berlin-Mitte; Stadtplan
Genaue Daten und Zeiten gibt’s auf der KW Webseite.

Ann Richter zog 2015 von London-Peckham nach Berlin-Alt-Treptow und ist Mitbegründerin des Grafik-Design Studios Pandan sowie des Ausstellungsprojektes A.R. practice.

cee_cee_logo