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LISA KRÜGER EMPFIEHLT: HOTEL ULTRA

LISA KRÜGER EMPFIEHLT: HOTEL ULTRA

“Ist das hier ein richtiges Hotel?” Wer eine Antwort auf diese Frage haben will, muss das zunächst Offensichtliche hinterfragen: Denn wer das Hotel Ultra betritt, wird schnell merken, dass dies kein richtiges Hotel ist, sondern ein Concept Store mit einer außergewöhnlichen Idee und besonders kreativen Umsetzung im Herzen von Berlin. Gestaltet ist der Conceptstore, der 2014 eröffnet wurde, wie ein richtiges Hotel: Mit einer Rezeption, Lobby und Café Bar. Dennoch checken hier keine Menschen in ihre Hotelzimmer ein, sondern Designprodukte von (un)bekannten Designern und (inter)nationalen Marken. Im hinteren Bereich des Conceptstores verbirgt sich ein kleines Café mit frischen Kuchen und Kaffee. Das ausgefallen-provokant-verwirrende Konzept stammt von Mo Ghandehari, einem Design- und Depeche Mode Fan, der den Store als Hommage für das Album Ultra, den Song: “It’s No Good” konzipiert hat. Das Hotel Ultra: Ein interessanter Ort um außergewöhnliche Designprodukte zu entdecken und sich für Neues inspirieren zu lassen. (Text: Lisa Krüger / Fotos: Hotel Ultra)

Hotel Ultra, Torstr.155, 10115 Berlin-Mitte; Stadtplan
Mo-Sa 11.30-19.30h

Lisa Krüger ist gebürtige Berlinerin und lebt in Pankow. Sie ist ausgebildete Produktdesignassistentin und hat Marketingkommunikation/Public Relations studiert.

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CLAUDIA ZENK EMPFIEHLT: 1213BST

CLAUDIA ZENK EMPFIEHLT: 1213BST

Caitlin und Bryan Sanderson wollten etwas von Bedeutung schaffen, als sie 2017 aus Los Angeles nach Berlin gekommen sind. Sie eröffneten direkt einen Laden in der Rosa-Luxemburg-Straße, der eine Plattform für Diversität und Nachhaltigkeit sein soll. Die Idee dahinter ist so überzeugend wie simpel: Sie kaufen Kleidung, Schuhe, und Accessoires von Kunden an. Aber anders als in einem herkömmlichen Secondhand-Store erhält man im Gegenzug entweder Tausch-Kredit oder Bargeld. Neu ist: Nun kann man Sachen auch online im Webstore 1213bst.com bestaunen. Vor Ort ist das Interieur des Ladens bewusst zurückhaltend gestaltet. Auffallend viel Weiß und helles Holz schaffen eine positive, unbeschwerte Atmosphäre. Jeder soll sich willkommen fühlen. Für Caitlin, die in den letzten 15 Jahren für verschiedene Non-Profit-Organisationen wie die ACLU gearbeitet hat, ist Offenheit und Vielfalt sehr wichtig. Bryan, der in L.A. den Weltenbuerger Concept Store leitete, merkt an: “Bei uns kaufen wirklich sehr unterschiedliche Leute ein; sie alle zusammenzubringen und ihnen Freude zu bereiten macht mich glücklicher als ein Statement mit einem exklusiven Modelabel.” (Text: Claudia Zenk / Fotos: Emilie Wade)

1213bst, Rosa-Luxemburg-Str.19, 10178 Berlin-Mitte; Stadtplan
Mo-Sa 12–20h

Claudia Zenk studiert Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, arbeitet u.a bei Softspace und David Chipperfield Architects und interessiert sich für Menschen, Häuser, Bücher — und die Interaktion zwischen ebendiesen.

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JUSTYNA BURZYNSKI EMPFIEHLT: NO WÓDKA

JUSTYNA BURZYNSKI EMPFIEHLT: NO WÓDKA

Wie der Name bereits vermuten lässt, wirst Du in diesem Concept Store weder Wodka noch andere Klischees über Polen finden. Bereite Dich stattdessen auf ein etwas anderes Bild von Polen vor – eines, das den ästhetischen Vorlieben von Aleksandra Kozlowska entspricht. Sie hat den Laden 2014 eröffnet und sucht sorgfältig qualitativ hochwertige Dinge aus: Möbel, Wohnaccessoires, Kleider und Schmuck – alles spiegelt hier aktuelle polnische Designtrends wider. Das ganze Sortiment ist in Polen gefertigt und umfasst kleine bis größere Marken — Massenware adieu. Kozlowska hat das Erscheinungsbild des Stores zusammen mit dem Warschauer Studio Kontent entwickelt. Die handverlesenen Artikel ergänzen das minimalistische Interieur: Neutral-weiße Sonnensegel und Gerüstträger geben hier den Ton an. Der Raum lässt sich einfach neu gestalten und für unterschiedliche Zwecke umfunktionieren, wie gelegentliche Ausstellungen, Workshops und andere Veranstaltungen. No Wódka räumt ordentlich mit den Klischees über Polen auf und ist daher weit mehr als nur ein Laden. Dieser Ort ist eine kulturelle Institution und einer meiner Lieblingsorte in Berlin, wenn ich Sehnsucht nach Polen habe. (Text: Justyna Burzynski / Fotos: Baba Wie, No Wódka)

No Wódka, Pappelallee 10, 10437 Berlin-Prenzlauer Berg; Stadtplan
Mo-Mi 12-19h, Do-Sa 11-19h

Justyna Burzynski lebt seit 2012 in Neukölln und widmet sich in ihrem Blog Berlinsko der polnischen Community in Berlin. Sie liebt es zu bouldern, Berlin zu entdecken und darüber zu schreiben.

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SUSANNA GLITSCHER EMPFIEHLT: TISK SPEISEKNEIPE

SUSANNA GLITSCHER EMPFIEHLT: TISK SPEISEKNEIPE

Seit März 2018 haben es sich Kristof Mulack und Martin Müller mit ihrer Tisk Speisekneipe zur Aufgabe gemacht, neue deutsche Kulinarik auf die Teller und in die Gläser ihrer Gäste zu bringen — und das von Neukölln aus. Während Mulack als Gewinner der TV-Show The Taste und durch seine Supperclubs bekannt wurde, arbeitete Müller jahrelang in der Spitzengastronomie, u.a. bei Tim Raue. Als sich die beiden Berliner kennenlernten war sofort klar: hier muss ein eigenes Projekt her. Im Tisk, ganz im Stile einer modernen Eckkneipe gehalten, servieren sie nun zwischen Terrakottafliesen und der zentralen Bar das Beste aus der Region — das fixe Menü bietet eine Auswahl von Blutwurstkroketten über Sauerkrautsuppe und Gurkensalat bis zu Milchreis. Und das immer in hoher Produktqualität und zu sehr fairen Preisen. Auch im Glas wird das Konzept fortgeführt, zum Beispiel mit dem Tisk Fizz aus Spreewaldgurken-Marmelade. Vom Tresen aus hat man einen direkten Blick in die offene Küche, zu Tisch trifft man am besten viele, gute Freunde und teilt sich mit ihnen Mischjemüse, Kartoffelpü und Broiler oder Polenkohl (Blumenkohl) — Gerichte so bodenständig wie Neukölln. (Text: Susanna Glitscher / Photos: Tisk)

Tisk Speisekneipe, Neckarstr.12, 12053 Berlin-Neukölln; Stadtplan

Di-Sa ab 18h, Reservierung online

Susanna Glitscher ist geborene Berlinerin und lebt in Kreuzberg. Sie arbeitet seit ihrem Studium im Food-Bereich, kuratiert Events und Festivals, schreibt Texte und berät Gastronomiebetriebe bei ihrer Kommunikation.

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MARC HOLZENBECHER EMPFIEHLT: LA BOLOGNINA

MARC HOLZENBECHER EMPFIEHLT: LA BOLOGNINA

Martin Scorsese sagte einmal: “If your mother cooks Italian food, why should you go to a restaurant?” Allen, die ohne italienische Mutter aufwachsen mussten, sei die Bologninaempfohlen. Der kleine Laden ist mehr Küchentisch als Restaurant, das Herzstück ist sein großer Tresen. Täglich werden dort zwei bis drei Sorten Pasta frisch zubereitet: Tagliatelle, Strozzapreti (bedeutet wörtlich “Priesterwürger”) und gefüllte Pasta wie Tortellini und Ravioli, die man auch mitnehmen kann. Die Bolognina wurde im Dezember 2014 im Schatten des Neuköllner Rathauses eröffnet und ist nach dem Bahnhofsviertel von Bologna benannt, dessen Lebendigkeit den Eigentümer Luca Spinogatti an Neukölln erinnert. Preiswert und einfach soll das Essen sein, entscheidend für die Qualität ist die richtige Technik und Zutaten direkt vom Erzeuger — Olivenöl und Weine werden etwa aus dem Abruzzo importiert. Gerichte wie Tagliolini mit Zitrone, Petersilie und Colatura di Alici di Cetara, einer Sardellensauce von der Amalfiküste, rufen jedenfalls bei mir Erinnerungen an eine Kindheit unter Pinien und azurblauem Himmel auf, die ich selber nie hatte. (Text: Marc Holzenbecher / Fotos: Pamina Aichhorn)

La Bolognina, Donaustr.107, 12043 Berlin-Neukölln; Stadtplan
Di-Sa 12-23h

Marc Holzenbecher ist Gründer und Herausgeber des Still Magazine. Nach Stationen in Paris, New York und Santiago de Chile lebt er momentan wieder in Berlin.

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