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INES LAUBER EMPFIEHLT: EIN AUSFLUG IN DIE PRIGNITZ

INES LAUBER EMPFIEHLT: EIN AUSFLUG IN DIE PRIGNITZ

Es ist toll in einer Stadt wie Berlin zu leben, in der das Angebot an Kunst und Kultur im ständigen Wettlauf miteinander steht und man quasi sieben Tage die Woche bis in die frühen Morgenstunden tanzen kann. Doch genau dieses Überangebot an Dingen, Menschen und Happenings weckt in mir die Sehnsucht nach Stille und waldiger Luft… und das Gute: genau, das Gute liegt so nah. Wir fahren nach Brandenburg — in die Prignitz. Ruhe findet man hier mit großer Sicherheit. Waldluft auch. In Pritzwalk spazieren wir an abgeernteten Feldern vorbei zum Naturpark Hainholz. Den Wald teilen wir nur mit Spechten und Rehen. Im Nachbarort Heiligengrabe befindet sich das Kloster Stift Heiligengrabe. Eine immer noch von Nonnen bewohnte Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert. Hunger sollte man sich in jedem Fall für einen Besuch im Hotel Klosterhof Heiligengrabe aufheben, denn hier sitzt es sich nicht nur unwahrscheinlich schön, hier wird Gastfreundschaft gelebt und wirklich gut gekocht. Saisonale Zutaten aus der Region werden zu kreativen Gerichten kombiniert, die Spaß machen. Die Karte wechselt dank der saisonal-regionalen Ausprägung alle vier bis sechs Wochen. Auch wenn es zu jeder Jahreszeit wunderbar ist rauszufahren, so lohnt es sich natürlich im Sommer noch einmal mit dem Fahrrad zurückzukommen, denn es gibt einige einladende Rad- und Wanderwege hier. Vorfreude! (Text & Fotos : Inés Lauber)

Waldpark Hainholz, Hainholz 4, 16928 Pritzwalk; Stadtplan

Inés Lauber ist Designerin und entwirft Food Konzepte. Mit ihrer Arbeit bewegt sie sich zwischen Gastronomie, Experimentierküche, Design, Kunst und Bildung. 2012 gründete sie Studio Inés Lauber und seit 2016 leitet sie außerdem das Modul Vital Forces – Food in Context, einem Projekt von Satellite Berlin.

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JASMIN TOMSCHI EMPFIEHLT: BEETS & ROOTS

JASMIN TOMSCHI EMPFIEHLT: BEETS & ROOTS

Ich arbeite schon länger nicht mehr in Mitte, zumindest nicht regelmäßig. Aber ich weiß noch, wie’s war, als ich dort mittags des öfteren nichts Gesundes zu essen finden konnte. Wenn’s mal wieder schnell gehen muss und leicht sein soll, kann man bei Beets & Roots nichts falsch machen. Auf halbem Weg zwischen stadtbekanntem Asia-Burger und deutsch-österreichischer Weinbar setzen Neu-Gastronom Maximilian Kochen und Andreas Tuffentsammer, einst Deutschlands jüngster Sternekoch, ihren Catering-Service im Casual-Eating-Rahmen fort. Das Zauberwort an der Theke der ersten B&R-Location? Bowls! Von italienisch bis orientalisch inspiriert. Aber auch Wraps, Salate und Suppen werden im Industrial-Ambiente nach einer Vision des Berliner Designstudios Gonzalez Haase AAS frisch zubereitet. Wer es wie ich japanisch mag, bekommt Sesam-Nudeln, Edamame, Miso-Aubergine und dazu die Möglichkeit, mit Toppings zu individualisieren. Der schnelle Lunch von der All-day-Foodbar schmeckt vor Ort, umgeben von freigelegtem Beton mit schwarz-rosa Fliesenmuster, Neonlicht-Installation an der Decke und 90ies-Hits aus den Lautsprechern, ebenso gut wie das nächste Mal to go. Für alle, die nicht bleiben können: Bestellhotline gibt es keine, aber bald eine Pre-order-App. (Text: Jasmin Tomschi)

Beets & Roots, Große Hamburger Str.38, 10115 Berlin-Mitte; map
Mo-Sa 11-21.30, So 12.30-21.30

Jasmin Tomschi wohnt seit 2012 nicht mehr in Wien, sondern in Berlin-Friedrichshain, wo sie freiberuflich als Redakteurin und Copywriter arbeitet.

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GEORG WEBER EMPFIEHLT: KANAAN

GEORG WEBER EMPFIEHLT: KANAAN

Ein Schild am Eingang verspricht: „Best Hummus in Town“ – und tatsächlich könnte das stimmen. Ich wüßte nicht, was man besser machen könnte! Ich bestelle einen Sabich Hummus Teller, der aus mit Kreuzkümmel gewürzten warmen Kichererbsen, wunderbar cremig-frischem Hummus und genau so frischer, aromatischer Tahini-Sauce besteht. Dazu gibt es Ei, gebratene Auberginenscheiben, sehr gutes sauer-scharfes Mango-Chutney sowie scharfes Pesto. Einer der Besitzer ist Palästinenser, der andere Israeli und auf der Speisekarte werden die verschiedenen Traditionen gemischt oder neu interpretiert. Zum Lunch gibt es ein täglich wechselndes Hummus-Special mit Salat und Getränk. Das Lokal selbst schaut ein bisschen wie eine große Gartenhütte aus, vor der man ein paar zufällig vorhandene Möbel aufgestellt hat. Doch jetzt, für die kalte Jahreszeit, wurde die warme Stube ausgebaut und der Balkon winterfest gemacht. (Text: Georg Weber / Fotos: Milena Zwerenz c/o Mit Vergnügen (links) Georg Weber (rechts))

Kanaan, Kopenhagenerstr.17, 10437 Berlin-Prenzlauer Berg; Stadtplan

Di-So 12-22h

Georg Weber, ursprünglich aus Österreich, seit Mai 2016 in der Stadt, photographiert und schreibt täglich auf sattundfroh.de übers Essengehen in Berlin. Derzeit findet man Einträge mit über 250 Lokalen auf seinem Blog und jeden Tag kommt ein neuer Eintrag hinzu.

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DIANA HAGENBERG EMPFIEHLT: POLA CAFE

DIANA HAGENBERG EMPFIEHLT: POLA CAFE

Auf der Köpernicker Straße gibt es ein noch recht neues Café, das ich direkt zu meinem Lieblingsladen auserkoren habe. Das Pola ist klein, aber schlau: Für Pflanzen beispielsweise ist eigentlich kein Platz, also hängen sie von der Decke und wachsen an der Wand. Auch für viele Tische ist es zu eng, deshalb gibt es nur einen – was die Atmosphäre vergemütlicht und die Geselligkeit erhöht, denn man kommt schnell mit anderen Gästen ins Gespräch. Vielleicht wird man auch gleich zum Casting eingeladen, denn Besitzerin Mascha Roos hat im Hinterzimmer das Büro ihrer Casting-Agentur Ostwesting versteckt. Der spitzenmäßige Kaffee kommt von Bor & Baumeister aus Kreuzberg, mittags gibt es vegetarische Süppchen; mein Favorit ist die Rote Beete-Kreation. Unbedingt zu empfehlen sind auch die kreativen Sandwiches wie das “Bulgogi” mit mariniertem Rindfleisch, Kimchi, Birne und Sesam oder das “Morza” mit Süßkartoffelpüree, Scamorza Käse und Haselnüssen. (Text: Diana Hagenberg)

Pola Café, Köpenicker Str.10, 10997 Berlin-Kreuzberg; Stadtplan
Mo-Fr 8-16h; gelegentliche Breakfast Clubs am Wochenende

Diana Hagenberg arbeitet im Marketing bei der Anti-Migräne-App M-sense und lebt in Kreuzberg.

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MIRNA FUNK EMPFIEHLT: PAPPA E CICCIA

MIRNA FUNK EMPFIEHLT: PAPPA E CICCIA

Ich liebe das Pappa e Ciccia. Das meine ich ernst. Deswegen habe ich es auch in meinem Roman “Winternähe” verewigt. Lola und Shlomo, meine beiden Protagonisten, verlieben sich dort. Und ich? Ich habe mich dort auch schon verliebt. Mehrmals eigentlich. Es vergeht keine Woche, in der ich nicht mindestens einmal dort essen gehe. Seit der Eröffnung 2006. Vor über zehn Jahren also. Die Salsiccia-Pasta ist dort mein All-time-Favourite. Ich muss sie schon mehr als hundert Mal gegessen haben. Ich komme aber nicht nur wegen der Pasta, sondern auch wegen der Besitzerin Nicole Schuman. Sie arbeitete ursprünglich als Fotografin, verliebte sich in einen Italiener, lebte in Mailand und nahm dann all ihr kulinarisches Wissen mit nach Berlin zurück. Und dieses kulinarische Wissen gibt es bald auch gebündelt in einem Kochbuch. Das hat sie zusammen mit Anje Wewer gemacht. Und ihr könnt den beiden Megafrauen jetzt dabei helfen, dieses Kochbuch zu verwirklichen. Die Crowdfunding-Kampagne endet heute (26.1.17) um Mitternacht. Und los! (Text: Mirna Funk)

Pappa e Ciccia, Schwedter Str.18, 10119 Berlin-Mitte; Stadtplan
Di-Fr 18-24h, Sa-So 10-24h

Mirna Funk ist 1981 in Berlin geboren, lebt im Prenzlauer Berg und arbeitet als Journalistin & Schriftstellerin. Ihr Roman “Winternähe” (S. Fischer Verlag) erschien 2015 und wurde mit dem Uwe-Johnson-Preis für das beste deutschsprachige Debüt ausgezeichnet.

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