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CHRISTINA HOMBURG EMPFIEHLT: GALERIE 36

CHRISTINA HOMBURG EMPFIEHLT: GALERIE 36

Mitten im Herzen Berlins gelegen erscheint die Galerie 36 auf den ersten Blick vielleicht unscheinbar, doch innerhalb weniger Sekunden nach Betreten dieser alten Berliner Wohnung wird klar, weshalb solch ein Wind um sie gemacht wird. Prachtvolle Farben an den Wänden und massive Holzstufen, die ein Stockwerk höher zum Hauptbereich der Ausstellung führen. 2015 gegründet, widmet sich die Galerie 36 der modernen und historischen Fotografie. In Zusammenarbeit mit Institutionen und Sammlern nutzt sie ihre atemberaubenden Räumlichkeiten, um internationalen Künstlern und jungen Fotografen einen Ort für Ausstellungen und Pop-Up Events zur Verfügung zu stellen. Für mich ist es einfach der perfekte Ort, um dem Alltagslärm zu entkommen und eindrucksvolle Fotografie zu genießen, untermalt mit im Hintergrund spielender, sanfter klassischer Musik. Diesen Samstag, am 14.4.2018, eröffnet die Galerie 36 mit “Shakes & Symbols” wieder nach einer Winterpause. Es ist die erste umfangreiche Ausstellung der Kampagnen des Amerikaners Bert Stern, der durch seine Arbeiten die Werbefotografie als Kunstart neu definierte. (Text: Christina Homburg / Photos: Galerie 36 und Bert Stern Trust)

Galerie 36, Chausseestr.36, 10115 Berlin-Mitte; Stadtplan
Fr-Sa 13-18h

Bert Stern: Shapes and Symbols — Early Advertising Works 1953-1970. Ausstellungslaufzeit: 14.4-21.7.2018

Christina Homburg ist Finanzmanagerin mit Leidenschaft fürs Schreiben, Fotografie und Reisen. Ihren Blog The Fake German begann sie 2016 nach ihrem Umzug nach Berlin und ist inzwischen in Kreuzberg zu Hause.

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DORO MÜGGLER EMPFIEHLT: SALON BORDEL!

DORO MÜGGLER EMPFIEHLT: SALON BORDEL!

Wow! Was für ein Laden!… dieser Satz ging mir durch den Kopf, als ich das erste Mal den Friseursalon in der Luisenstraße betrat und ich habe ihn dort von vielen anderen Kunden gehört. Nach zehn Jahren in Schöneberg eröffnen die Gründerinnen Daniela Mezzapesa und Simone Greve eine zweite Filiale in Berlins Mitte mit neuem Claim: „Salon Bordel! Born in Berlin“. Der hohe Anspruch an die Qualität ihres Handwerks und der persönliche und professionelle Umgang mit ihren Kunden zeigt sich auch in der Gestaltung des neuen Ladens. So könnte dieser in New York oder auch in den 20er Jahren der aufstrebenden Metropole Berlin entstanden sein. Schon bei einem kurzen Blick durch die großen Schaufenster erschließt sich einem unmittelbar der feinsinnige Gestaltungswille. Die Räume präsentieren sich mit spielerischer Leichtigkeit, selbstbewusst, elegant und funky zugleich. Da verwundert es auch nicht, dass das Bordel! nun auch eine eigene Bio-Produktlinie entwickelt hat, getreu dem Motto: „Es sollte nur drin sein, was drin sein muss.“ Ich kann den Salon Bordel! jedem empfehlen, der neben höchster Friseurkunst auch Wert auf Berliner Gestaltung legt. (Text: Doro Müggler / Fotos: Meyer|Ott)

Salon Bordel!, Luisenstr.40, 10117 Berlin-Mitte; Stadtplan

Mo-Sa 10-19h, Termine online oder über +49 30 219 124 80

Doro Müggler lebt & arbeitet als Schauspielerin in Bern. Die Schweizerin ist regelmäßig in Berlin in Kontakt mit ihrer Agentur. Ihr neuer Film „Flitzer“ ist seit November in den Berliner Kinos zu sehen.

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FLORIAN STORM EMPFIEHLT: JONES FISCHLADEN

FLORIAN STORM EMPFIEHLT: JONES FISCHLADEN

So wie Bubba in Forrest Gump Shrimpsvariationen, kann ich neuerdings Fischgerichte aufzählen. Bei mir im Flora-Kiez befindet sich Jones Fischladen mit einer vollen Theke frischer Fischsorten aus regionalen Gewässern und nachhaltigem Fang! Der beste Fisch für mein Gericht ist dank der Kennerschaft der Jungs des Ladens schnell gefunden, denn das Sortiment wechselt saisonbedingt wöchentlich. Für John Jones begann die Liebe zum Fisch vor 10 Jahren in einem delikaten Londoner Fischgeschäft. Ein Freund seines Onkels brachte dem Jungen alles über die Fischarten der Nordsee und das Filetieren bei. Jones Weg führte über den Fischmarkt von Leeds bis nach Berlin, wo er sein Handwerk im KaDeWe und später bei Rogacki veredelte. In seinem eigenen Laden werden alle Fische im Ganzen geliefert und vor Ort filetiert. Hübsch: orangeroter schottischer Lachs, herrlicher holländischer Matjes aus neuem Fang, frische Sardinen, Fischbrötchen und dazu eine Austernbar – kalte Küche at its best! Demnächst als Spezialität des Hauses: Smoked Haddok, geräucherter Schellfisch aus London – ideal für das britische Frühstück oder als klassische schottische Suppe oder Cullen Skink – das Rezept erhält man vor Ort! (Text: Florian Storm / Fotos: Pamina Aichhorn)

Jones Fischladen, Florastr.67B, 13187 Berlin-Pankow; Stadtplan
Di-Fr 9.30-19h, Sa 9.30-17.30h

Florian Storm lebt — mit zeitweiligem Ausflug nach Hamburg — seit 2000 in Berlin und ist Lehrer und Lehrerausbilder.

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OLIVER KANN EMPFIEHLT: NAUTA

OLIVER KANN EMPFIEHLT: NAUTA

Meine Mutter ist Peruanerin und hatte schon lange vor mir durch andere Expats von Nauta in der Kastanienallee gehört. Angesichts meines Besuches dort, war ich voller Vorfreude auf eines meiner peruanischen Lieblingsgerichte: Nikkei. Die lockere Atmosphäre — dezentes Licht und ein modulares Holz-Stahl-Interieur — wird nur durch die unglaubliche Gastfreundschaft des Chefs und Eigentümers Juan Danilo übertroffen. Die Begeisterung für seine Wurzeln und die Kultur Perus ist richtig ansteckend. Juans Anliegen: Jeder Gast soll die drei Einflüsse, die Nauta miteinander vereint, herausschmecken: traditionell-peruanische, japanische sowie authentische Zutaten aus Amazonien. Diese sind entscheidend für die Originalität und Vielseitigkeit der Gerichte. Das Menü besteht aus kleinen Tellern, die geteilt werden — darunter peruanische Grundspeisen mit tropischem oder pikantem Twist. Von den Scallops Tiradito (eine Art Carpaccio-Ceviche) und dem warmen Pulpo-Ceviche konnte ich gar nicht genug bekommen. Gekrönt wurde der Abend durch den einen oder anderen Pisco Sour (Limette oder Mango); es lohnt sich aber auch, die erfrischenden Chilcanos zu probieren. (Text: Oliver Kann / Photos: Sven Hausherr)

Nauta, Kastanienallee 49, 10119 Berlin-Mitte; Stadtplan
Di-Sa 18.30-23h, So 10-16h

Oliver Kann ist Berliner und wohnt mit seiner schwedischen Frau und den beiden Kindern in Kreuzberg. Er betreibt eine Agentur für Creative Consulting: 1kg. Demnächst wird er mitSardin eine E-Commerce Plattform launchen, die die Modeindustrie dazu bewegen soll, nachhaltige Produkte erschwinglicher zu machen.

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ALEXANDRA PEREIRA EMPFIEHLT: DER VEGETARISCHE METZGER

ALEXANDRA PEREIRA EMPFIEHLT: DER VEGETARISCHE METZGER

Currywurst ist eine merkwürdige Delikatesse, was nicht heißen soll, dass ich sie nicht gerne esse. Nichtsdestotrotz war die Entdeckung einer vegetarische Version eine willkommene Abwechslung für mich kleine Fleischfresserin. Es ist ein Trost, zu wissen, dass das, was unter dieser farbenfrohen, unverwechselbaren und reichhaltigen Gewürzmischung steckt, ein vertrauenswürdiges Sojaprotein ist. Es ging doch ohnehin immer nur um die Sauce, richtig? In diesem winzigen, offenen Speisesaal, der von Jaap Korteweg auf der schattigen Seite der Bergmannstraße geleitet wird, sind die Jungs an der Theke so freundlich wie das vegetarische Fleisch. Jaap ist Landwirt in neunter Generation und verbrachte zehn Jahre lang damit, innovative Fleischersatzstoffe mit einem spektakulären Biss und einer geeigneten Konsistenz zu entwickeln. Zusammen mit weltweiten Top-Innovatoren, wie dem Konzeptdesigner Niko Koffeman, Küchenchef Paul Bom und einem breiteren, engagierten Team, ist Der Vegetarische Metzger ein wirklich besonderes Konzept. Die Gewürzparty setzt sich mit einer großen Auswahl an Saucen fort, die perfekt mit den hausgemachten Pommes Frites und Süßkartoffelpommes (mit Aioli) harmonieren. Die Speisekarte wechselt, aber normalerweise findest Du Pulled Pork (vegan, zart, makellos) und Chili sin Carne (verwirrend saftig) – plus eine Handvoll nachgeahmter Hühnerfleischgerichte und eine Reihe aufregender vegetarischer Produkte zum Mitnehmen. Im Januar eröffnete Der Vegetarische Metzger mit seinem Restaurant in Friedrichshain eine zweite Filiale. (Text: Alexandra Pereira / Fotos: Der Vegetarische Metzger)

Der Vegetarische Metzger – Konzeptstore und Restaurant, Bergmannstr.1, 10961 Berlin-Kreuzberg; Stadtplan
Mo-Sa 11.30-21h, So 13-20h

Restaurant, Revaler Str.8, 10245 Berlin; Stadtplan
Mi-Sa 15.30-2h

Nach ihrem Umzug aus Großbritannien hat Alexandra Pereira im Prenzlauer Berg, in Neukölln, Schöneberg und jetzt Kreuzberg gelebt. Sie ist Autorin/Redakteurin und ein großer Fan von frischem Koriander, Schwimmen und Straßenbahnen.

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