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THE BRIDGE STREET KITCHEN: KOPENHAGENS NEUER MARKTPLATZ FÜR AROMEN AUS ALLER WELT

THE BRIDGE STREET KITCHEN: KOPENHAGENS NEUER MARKTPLATZ FÜR AROMEN AUS ALLER WELT

Das Hafengebiet Nyhavn ist sowas wie Kopenhagens Postkartenidyll und gleich gegenüber der pittoresken Fassade befindet sich neuerdings Kopenhagens Anlaufpunkt für Aromen aus aller Welt. Hier, auf dem Grønlandske Handels Plads, dem einstigen Treffpunkt für Fischhändler und Kaufleute, hat diesen Sommer The Bridge Street Kitchen eröffnet. Dabei handelt es sich um eine Kooperation zwischen Copenhagen Street Food (vorher Paper Island) und den Besitzern vom Noma; Kopenhagens berühmtestem Restaurant mit internationalem Renommee. Der neue Street Food Market versammelt eine eindrucksvolle Anzahl an Anbietern – allesamt exzellente Beispiele für Kopenhagens Gastroszene. Bei Grød könntest Du einen ganzen Tag lang alle Porridge-Variationen durchprobieren oder – wenn es etwas Herzhaftes sein soll – die Hühner-Congee mit Frühlingszwiebeln, Erdnüssen und Sesamöl. Oder wie wäre es mit einer Poké Bowl mit mariniertem Lachs, Meeresalgen und eingelegtem Ingwer? Die gibt’s bei California Kitchen – da lohnt sich auch die etwas längere Wartezeit in den Stoßzeiten. Köstliche Burger erwarten Dich bei Gasoline Grill oder setz auf den skandinavischen Klassiker, vom Guide Michelin empfohlene Smørrebrødat von Palaegade. An den vier Bars im Strandhaus-Stil kannst Du zwischen lokal gebrauten Bieren und Limonaden wählen. Die perfekte Ergänzung zum Lunch auf einer der zahlreichen Bierbänke oder einem Klubsessel: der wunderbare Ausblick auf den Hafen. (Text: Victoria Pease / Fotos: Martin Kaufmann)

The Bridge Street Kitchen, Strandgade 95, 1401 Kopenhagen-Christianshavn; Stadtplan
Mo-So 10-22h, Grød und The Coffee Collective Mo-Fr 8-22h, Sa-So 9-22h

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L.A. POKE — KALIFORNISCHER LIFESTYLE IN EINER BOWL

L.A. POKE — KALIFORNISCHER LIFESTYLE IN EINER BOWL

Sehnst Du Dich nach nach einer Prise von kalifornischem Lifestyle? Dann bist Du hier genau richtig. L.A. Poke hat zwar keine Meeresbrise zu bieten, dafür aber den Geschmack der Westküstenstadt, denn hier dreht sich alles um Poké-Bowls. Ursprünglich in Hawaii geboren wurde das Gericht – bestehend aus rohem Fisch in Kombination mit allerlei gesunden Zutaten – in Los Angeles groß und zu einem weltweiten Foodtrend. Inzwischen ist dieser auch in Berlin angekommen. Bei L.A. Poke kommt eine große Auswahl an gesunden und regionalen Zutaten in die Schüssel – welche genau, das bestimmst Du selbst. Laura und Asif, die beiden Macher, helfen Dir gerne bei der perfekten Zusammenstellung. Von Spicy Tuna über fruchtige Mango bis hin zum giftgrünen Wakame-Seealgen-Salat: In nur vier Schritten hast Du Dein “Casual Dining Erlebnis” zusammengestellt. Doch nicht nur die Bowls sind wegen ihrer knallbunten Farbkombinationen etwas fürs Auge. Auch das poppige Interior Design macht gute Laune. Bevor Du Dich nach Kalifornien träumst, probier’ unbedingt noch die hausgemachte Limonade, die Dir dank Shiso Sirup und Togarashi ein erfrischend prickelndes Geschmackserlebnis bereitet. (Text: Jasemin Uysal / Fotos: Pamina Aichhorn)

L.A. Poke, Alte Schönhauser Str.44, 10119 Berlin-Mitte; Stadtplan
Mo-Fr 12-22h, Sa 12.30h-22h

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ST. BESS: SAISONALE CALIFORNIA-STYLE PIZZA AUS DEM HOLZOFEN

ST. BESS: SAISONALE CALIFORNIA-STYLE PIZZA AUS DEM HOLZOFEN

Beim Betreten von St. Bess fällt sofort der glatte, weiße Holzofen auf; er ist handgefertigt und verströmt eine angenehme Hitze während üppig mit Gemüse belegte Pizzen nach und nach aus seiner Kuppel hervorkommen. Der gemauerte Speiseraum befindet sich im Untergeschoss — wenn Du über die abgeschliffene Betontreppe unten angekommen bist, wirst Du direkt verweilen wollen. Herzstück der ersten Etage ist die offene Küche, die von den Eigentümern Katelyn Fricke, Logan Ross und Ole Wiechern ganz bewusst so zentral installiert wurde, um zu zeigen: Hier dreht sich alles um Pizza. Katie und Logan, die seit einer halben Ewigkeit befreundet sind und ursprünglich aus Kalifornien stammen, bereiten ihre Pizzen im California Style zu — sie verwenden Brotmehl, anstelle des traditionellen italienischen 00-Mehls, mit dem üblicherweise die neapolitanischen Pizzen gebacken werden. Der Teig wird zwei Tage lang kalt fermentiert, der Pizzabelag besteht ausschließlich aus frischen, saisonalen Gemüsesorten — Fleisch ist im Menü Tabu. Acht Pizzen stehen zur Auswahl: Der Klassiker mit Tomate, Büffelmozzarella und Basilikum (hier Greta genannt), aber auch eine innovativere (und unserer Ansicht nach wirklich ausgezeichnete) Kreation mit Auberginenpüree, Frühlingszwiebeln und Basilikum, die den Namen Eisenhut trägt. Außerdem gibt es kleine Speisen zum Teilen, hausgemachte Sorbets, Bier und Wein. Einfach, unkompliziert und doch zeitgemäß gemütlich lohnt sich ein Ausflug in den Norden zum St. Bess sehr. (Text: Devan Grimsrud / Fotos: Luke Marshall Johnson)

St. Bess, Sprengelstr.41, 13353 Berlin-Wedding; Stadtplan
Di-Do & So 17-22h, Fr-Sa 17-23h

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SUSANNA GLITSCHER EMPFIEHLT: TISK SPEISEKNEIPE

SUSANNA GLITSCHER EMPFIEHLT: TISK SPEISEKNEIPE

Seit März 2018 haben es sich Kristof Mulack und Martin Müller mit ihrer Tisk Speisekneipe zur Aufgabe gemacht, neue deutsche Kulinarik auf die Teller und in die Gläser ihrer Gäste zu bringen — und das von Neukölln aus. Während Mulack als Gewinner der TV-Show The Taste und durch seine Supperclubs bekannt wurde, arbeitete Müller jahrelang in der Spitzengastronomie, u.a. bei Tim Raue. Als sich die beiden Berliner kennenlernten war sofort klar: hier muss ein eigenes Projekt her. Im Tisk, ganz im Stile einer modernen Eckkneipe gehalten, servieren sie nun zwischen Terrakottafliesen und der zentralen Bar das Beste aus der Region — das fixe Menü bietet eine Auswahl von Blutwurstkroketten über Sauerkrautsuppe und Gurkensalat bis zu Milchreis. Und das immer in hoher Produktqualität und zu sehr fairen Preisen. Auch im Glas wird das Konzept fortgeführt, zum Beispiel mit dem Tisk Fizz aus Spreewaldgurken-Marmelade. Vom Tresen aus hat man einen direkten Blick in die offene Küche, zu Tisch trifft man am besten viele, gute Freunde und teilt sich mit ihnen Mischjemüse, Kartoffelpü und Broiler oder Polenkohl (Blumenkohl) — Gerichte so bodenständig wie Neukölln. (Text: Susanna Glitscher / Photos: Tisk)

Tisk Speisekneipe, Neckarstr.12, 12053 Berlin-Neukölln; Stadtplan

Di-Sa ab 18h, Reservierung online

Susanna Glitscher ist geborene Berlinerin und lebt in Kreuzberg. Sie arbeitet seit ihrem Studium im Food-Bereich, kuratiert Events und Festivals, schreibt Texte und berät Gastronomiebetriebe bei ihrer Kommunikation.

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MARC HOLZENBECHER EMPFIEHLT: LA BOLOGNINA

MARC HOLZENBECHER EMPFIEHLT: LA BOLOGNINA

Martin Scorsese sagte einmal: “If your mother cooks Italian food, why should you go to a restaurant?” Allen, die ohne italienische Mutter aufwachsen mussten, sei die Bologninaempfohlen. Der kleine Laden ist mehr Küchentisch als Restaurant, das Herzstück ist sein großer Tresen. Täglich werden dort zwei bis drei Sorten Pasta frisch zubereitet: Tagliatelle, Strozzapreti (bedeutet wörtlich “Priesterwürger”) und gefüllte Pasta wie Tortellini und Ravioli, die man auch mitnehmen kann. Die Bolognina wurde im Dezember 2014 im Schatten des Neuköllner Rathauses eröffnet und ist nach dem Bahnhofsviertel von Bologna benannt, dessen Lebendigkeit den Eigentümer Luca Spinogatti an Neukölln erinnert. Preiswert und einfach soll das Essen sein, entscheidend für die Qualität ist die richtige Technik und Zutaten direkt vom Erzeuger — Olivenöl und Weine werden etwa aus dem Abruzzo importiert. Gerichte wie Tagliolini mit Zitrone, Petersilie und Colatura di Alici di Cetara, einer Sardellensauce von der Amalfiküste, rufen jedenfalls bei mir Erinnerungen an eine Kindheit unter Pinien und azurblauem Himmel auf, die ich selber nie hatte. (Text: Marc Holzenbecher / Fotos: Pamina Aichhorn)

La Bolognina, Donaustr.107, 12043 Berlin-Neukölln; Stadtplan
Di-Sa 12-23h

Marc Holzenbecher ist Gründer und Herausgeber des Still Magazine. Nach Stationen in Paris, New York und Santiago de Chile lebt er momentan wieder in Berlin.

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