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MILLICENT NOBIS EMPFIEHLT: LERCHEN & EULEN

MILLICENT NOBIS EMPFIEHLT: LERCHEN & EULEN

Obwohl es schon lange zu meinen Lieblingsbars zählt – vor allem mit Berlin-Besuch – kann ich mit meiner australischen Zunge den schwierigen Namen des Lerchen & Eulen noch immer nicht aussprechen. Mit einer gemütlichen Mischung aus bunt zusammengewürfelten Möbeln, unverputzten Ziegelbögen, aufbereiteten alten Tischen und Retro-Sesseln ist es ein Leichtes, sich hier wie in einem Wohnzimmer zu fühlen – in einem sehr überfüllten zwar, dafür aber einem voller Freunde. Neben den großzügigen Whisky Sours sind die frischen Blumen auf den Tischen das Beste: Überall blüht es – aus Gießkannen und alten Milchflaschen auf den Tischen und in Form von überdimensionierten Sträußen auf dem Tresen, die den Barkeeper vor neugierigen Blicken abschirmen. Egal, wie spät oder verraucht es ist, es duftet immer frisch. Direkt neben einem Blumenladen gelegen, habe ich immer geglaubt, dass die farbenfrohen Bouquets von dort kommen, aber der Besitzer geht selbst auf den Markt und verbringt anschließend Stunden damit, seine Errungenschaften liebevoll zu arrangieren. Frische Blumen und Whiskey Sour? Eine ziemlich gelungene Kombination! (Text: Millicent Nobis / Fotos: Anna Freitag)

Lerchen & Eulen, Pücklerstr.33, 10997 Berlin-Kreuzberg; Stadtplan
Mo-So ab 15h

Millicent Notiz stammt aus Australien und lebt seit 2010 in Berlin. Zusätzlich zu ihrem Schmucklabel Mies Nobis führt sie seit Juni 2016 AA-Collected, einen Concept Store in Kreuzberg.

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EINMAL KURZ DURCHATMEN: FERIEN IN DER ALTEN FLACHSFARM AM RAND DES SPREEWALDES

EINMAL KURZ DURCHATMEN: FERIEN IN DER ALTEN FLACHSFARM AM RAND DES SPREEWALDES

Manchmal ist es genau das Richtige: abschalten, offline gehen, tief ein- und ausatmen. Nur eine Stunde von Berlin entfernt, versteckt zwischen Feldern und dem Flusslauf der Spree, wo sich Brandenburg noch ganz ursprünglich anfühlt, wartet ein besonderer Ort auf die Großstädter:innen. Die Alte Flachsfarm am Rand des Spreewaldes ist ein denkmalgeschützter Bauernhof mit großem, immerblühenden Garten; ein Rückzugsort mit Charme, Ruhe und viel Liebe zum Detail. Früher wurde hier Flachs angebaut – die auffällig blau blühende und robuste Pflanze, aus der Leinen gesponnen wurde. Die Region rund um Cottbus war einst Zentrum der Tuchmacherzunft, bekannt für ihre Webereien und textile Handwerkskunst. Heute ist aus der ehemaligen Produktionsstätte ein Ort geworden, an dem man verweilen, denken, atmen kann. Das Grundstück – riesig, still, grün – ist nicht nur ein Refugium für Menschen, sondern auch für Igel, Feldlerchen, Nachtigallen, Fasane und andere Bewohner:innen des benachbarten Naturschutzgebiets. Caterina Rancho, Gastgeberin und Fotografin, hat hier ein kleines Paradies geschaffen, das sich auch für kreative Retreats und Workshops, entspannte Freund:innen-Wochenenden oder kleine Auszeiten alleine eignet.

Im Haus: vier geschmackvoll gestaltete Schlafzimmer, gemütliche Wohnräume mit Kamin und voll ausgestattete Küche. Draußen: ein parkähnlicher und bienenfreundlicher Garten, eine Sauna mit Glasfront und Blick ins Grüne, dazu schattenspendende Obstbäume und nur acht Minuten zu Fuß entfernt: mehrere Badestellen an der Spree. Die Farm bietet genau das richtige Maß an Abgeschiedenheit und aufregende Entdeckungen in der Natur. Wer mag, radelt in einer halben Stunde in den Spreewald oder in 25 Minuten in die Altstadt von Cottbus. Mein Tipp: Morgens mit Kaffee im Garten zwischen Rosen- und Beerensträuchern sitzen und abends in der Sauna entspannen. Einfach nur sein, nichts müssen.

Text: Milena Kalojanov / Fotos: Caterina Rancho

Alte Flachsfarm, Neues Dorf 4, 03054 Cottbus
Hier geht’s zur Buchung (Hunde sind leider unerwünscht).

@alteflachsfarm_caterinarancho

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GUT ZU VÖGELN: DAS BUCH (UND PODCAST) RUND UM VOGELLIEBE, FREUNDSCHAFT UND ACHTUNG VOR DER NATUR

GUT ZU VÖGELN: DAS BUCH (UND PODCAST) RUND UM VOGELLIEBE, FREUNDSCHAFT UND ACHTUNG VOR DER NATUR

Sobald die ersten Sonnenstrahlen Berlin aus dem Winterschlaf wecken, sitzen nicht nur die Spatzen auf den Dächern und pfeifen fröhlich dem Frühling entgegen. Was gibt es Schöneres, als vom Gesang der zurückgekehrten Vögel geweckt zu werden? Bis heute bin ich vom Vogelzug angetan, aber in meiner Stadtwelt existierten überwiegend Schwalben, Spatzen, Möwen, Raben und Turteltauben. Bis ich den Podcast „Gut zu Vögeln“ der beiden Hobby-Birder Antonia Coenen und Philipp Juranek entdeckte. In ihrem Podcast stellen sie mit viel Liebe Spezies vor, die sie und ihre Freundschaft über die Jahre begleitet haben: Mauersegler, Bachstelze, Zaunkönig, Feldlerchen, Zilpzalp – alles Arten, die in unseren Städten leben. Ihre Gesänge begleiten uns in unserem Alltag und gehen oft im Lärm von Martinshorn, Straßenbahnen und Hupen unter. Jeder von ihnen ist nicht nur ein hübscher Singvogel – jeder von ihnen braucht seinen Lebensraum und ist wichtiger und schützenswerter Bestandteil unseres Ökosystems. Jetzt ist das Buch „Vogel entdeckt – Herz verloren“ der beiden erschienen. Anhand von Kindheitserinnerungen und gemeinsamen Erlebnissen stellen sie uns 14 verschiedene Vögel vor – deren Lebensbereiche, Erkennungsmerkmale und Flugform: Stockenten im Stadtpark, Amseln im Kölner Garten der Eltern, Feldlerchen auf dem Tempelhofes Feld, Nachtigallen in der Choriner Straße und Kraniche im Linumer Bruch. Das Buch ist eine sehnsuchtsvolle Hommage an die Könige der Lüfte und weckt auch in mir die Bird-Watcherin.

Text: Milena Kalojanov / Fotos: Antonia Coenen und Philipp Juranek (Gut zu Vögeln), Zabriskie Buchladen & Steve B

Gut zu Vögeln & Vogel entdeckt – Herz verloren

Berliner Stadtspaziergänge mit Antonia Coenen und Philipp Juranek: 20.05.2023 13h – los geht’s beim Zabriskie Buchladen. Tickets gibt’s hier.

@gut.zu.voegeln.podcast

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