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FUSIONSKÜCHE, DRINKS UND ITALO-DISCO IM BUSSI & AMORE IN POTSDAM

FUSIONSKÜCHE, DRINKS UND ITALO-DISCO IM BUSSI & AMORE IN POTSDAM

Potsdam? Viele verbinden die Stadt in erster Linie mit Schlössern und historischen Fassaden. Dabei lohnt sich ein Blick abseits der bekannten Architektur. Im Holländischen Viertel, zwischen roten Backsteinhäusern, kleinen unabhängigen Läden und Cafés, kannst Du eine andere Seite der Stadt entdecken. Genau hier, in der Benkertstraße, reiht sich das Bussi & Amore ganz selbstverständlich ins Straßenbild ein. Und ähnlich wie Potsdam selbst verbindet das Lokal Vertrautes mit neuen Einflüssen. Von morgens bis abends gibt’s österreichisch inspirierte Gerichte von Brunch bis Dinner, begleitet von Aperitifs und Wein. 2024 von Julia Gockeln und Andreas Hauke als zweites Lokal neben dem Österelli gegründet, steht bei beiden Projekten vor allem eines im Mittelpunkt: gutes Essen und eine entspannte Atmosphäre. Sowohl drinnen als auch draußen findet man schnell seinen Platz. Innen treffen schwarz marmorierte Tische auf farbenfrohe Gemälde, einen grün gefliesten Bartresen und kleine Details wie eine Discokugel, die dem Raum etwas Spielerisches verleihen. Draußen sitzt man mitten im Holländischen Viertel, umgeben von kleinen Läden und Cafés, vor einer Kulisse aus den charakteristischen Backsteinfassaden. Hier entsteht fast von selbst ein Gefühl von Urlaub – auch weil Tourist:innen und Potsdamer:innen gleichermaßen durch die Gassen spazieren und sich bekannte und neue Gesichter begegnen.

Spannend ist, wie sich das Bussi & Amore über den Tag hinweg verändert: Die Kombination aus historischer Kulisse und zeitgenössischer Atmosphäre spiegelt sich auch auf der Speisekarte wider. Wer morgens in Potsdam in den Tag startet: Die Karte bietet Klassiker wie Eggs Benedict mit Avocado oder eine Acai Bowl mit Obst und Erdnussbutter. Mein Favorit für warme Tage: ein entspannter Brunch mit kalten Mimosas. Mittags erwarten Dich Gerichte wie das Backhendl-Sandwich mit Brioche, Coleslaw und Pommes, das durch Sriracha und Pesto eine andere Richtung einschlägt. Bekannte Geschmäcker werden hier dezent mit etwas anderen Noten kombiniert. Noch etwas experimenteller wird es bei Burrata mit Rhabarber, Tomatensorbet und Kräuteröl, die besonders an heißen Tagen gut funktioniert. Die Grammelknödel mit Kraut -oder der Avocado- und Burrata-Toast mit Crispy Chili spielen ebenfalls mit dieser Mischung aus Vertrautem und Neuem. Mein Favorit bleibt der karamellisierte Kaiserschmarrn mit Apfelkompott, Mandeln und Rosinen. Neben kuratiertem Essen kann das Bussi & Amore aber auch noch mehr. Wer gerne schlemmt und tanzt, findet bei Events wie „Urlaub im Glas“ vielleicht genau das Richtige: Abende mit Aperitifs, Wein und einem Live-DJ, der Italo-Disco auflegt. Klar wird: Je nachdem, wann man vorbeikommt, zeigt sich das Bussi & Amore immer wieder von einer anderen Seite. Vielleicht ist es genau die Art von Ort, die aus einem kurzen Potsdam-Besuch plötzlich einen längeren macht.

Text & Fotos: Isabelle Marten

Bussi & Amore, Benkertstr.19, 14467 Potsdam; Stadtplan

@bussi_und_amore

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SOMMERLICH INS WOCHENENDE STARTEN: MIT UNSERER CROISSANT SESSION X HINGE X THAT GAY CREATION BEI WESTBERLIN

SOMMERLICH INS WOCHENENDE STARTEN: MIT UNSERER CROISSANT SESSION X HINGE X THAT GAY CREATION BEI WESTBERLIN

Die beste Sommererinnerung des Jahres? Gut möglich, dass sie nächsten Samstag entsteht. Denn dann übernehmen wir erneut die Terrasse von Westberlin – und wer bei der letzten Croissant Session dabei war, weiß: Was als entspanntes Frühstück beginnt, entwickelt sich später zur Tanzfläche – zwischen dem ersten Iced Coffee und dem letzten Track des Vormittags. Am Samstag (04.07.2026), geht die nächste Ausgabe der Croissant Session an den Start – diesmal gemeinsam mit Hinge und That Gay Creation. Die Wettervorhersage verspricht Sonne, DJ Bruna sorgt für den Soundtrack und das Team von Westberlin macht ohnehin das, was es am besten kann: hervorragende Drinks servieren, köstliche Snacks auftischen und genau die Art von Atmosphäre schaffen, wegen der man alle weiteren Pläne für den Tag spontan über Bord wirft. Kommt mit Freund:innen, Familie, Eurem Date oder einfach allein vorbei. Gemeinsam mit Hinge und That Gay Creation feiern wir den Launch des neuen LGBTQIA+ D.A.T.E. Reports. Die diesjährige Ausgabe wirft einen Blick darauf, wie sich Dating 2026 verändert: Warum viele LGBTQIA+ Singles gemischte Signale gegen Klarheit eintauschen, das Tempo bewusst herausnehmen und Verlässlichkeit wieder attraktiver wird. Vielleicht startet Euer Wochenende mit neuen Begegnungen und jemand Unerwartetes läuft Euch über den Weg? Und nach Croissants, Iced Coffee und ein paar Songs in der Sonne bleibt immer noch genug Zeit für einen Sprung ins Freibad. Am besten meldet Ihr Euch gleich hieran!

Text: Nina Trippel / Fotos: Elija Ofosu, Mina Aichhorn

Westberlin, Alexandrinenstr.118, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Croissant Sessions x Hinge x That Gay Creation 04.07.2026 11–15h. RSVP hier

@ceeceeberlin
@hinge
@thatgaycreation
@westberlin_de

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URLAUBSGEFÜHL NEBENAN: EIN SOMMERTAG AM HEILIGEN SEE IN POTSDAM

URLAUBSGEFÜHL NEBENAN: EIN SOMMERTAG AM HEILIGEN SEE IN POTSDAM

An heißen Sommertagen in Berlin gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder Du bleibst in der aufgeheizten Stadt – oder verbringst gefühlt den halben Tag in überfüllten Regios auf der Suche nach einem passenden See. Mein Tipp: einen Tagestrip nach Potsdam machen. Dort gibt’s nämlich auch ganz gute Optionen, der Hitze zu entkommen. Ziemlich simpel, aber auch ziemlich gut: der Heilige See. Mit seinen weitläufigen Liegewiesen und der Kulisse aus Schlössern und historischen Villen verbindet er Entspannung mit einer malerischen Aussicht – und das mitten in der Stadt. Der rund 34 Hektar große See gehört zum Neuen Garten und zählt zu den bekanntesten innerstädtischen Gewässern Potsdams. Wichtig: Gemeint ist der Heilige See in Potsdam – nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Heiligensee in Berlin. Am besten erreichst Du den See in Potsdam mit dem Fahrrad oder mit der Tram 93 bis zur Glienicker Brücke. Schon der Weg zum See mit seinen Altbau-gesäumten Straßen bringt eine Dosis Entspannung mit sich. Wer noch etwas mehr Zeit mitbringt, kann vom südlichen Eingang des Neuen Gartens über die Gotische Bibliothek zum Wasser laufen und wird dabei mit besonders schönen Blicken auf Park und See belohnt. Kaum die Schwanenbrücke überquert, hörst Du schon Stimmen und Musik vom Ufer, Trauerweiden hängen über dem Wasser, kleine Boote ziehen vorbei und es wird klar, warum die Potsdamer:innen ihren Heiligen See so schätzen. Mit einer maximalen Tiefe von knapp dreizehn Metern wirkt der Heilige See überraschend groß. Sein Wasser erhält der See größtenteils aus dem Grundwasser. Ein Grund dafür, dass es hier oft angenehm klar wirkt. Gebadet werden darf allerdings nur an der einzigen tolerierten Badestelle am Nordufer. Aber keine Sorge: Platz ist genug.

Der Heilige See gilt trotz seiner zentralen Lage als Gewässer mit vergleichsweise guter Wasserqualität. Wie bei allen Brandenburger Badeseen lohnt sich dennoch ein kurzer Blick auf aktuelle Hinweise zu Wasserqualität oder möglichen Blaualgenentwicklungen vor dem Sprung ins Kühle. Während Du im Wasser treibst, fällt der Blick auf das Marmorpalais, das direkt am Ufer des Sees liegt und unverputzten Backstein mit Marmor in seiner Fassade vereint. Wenn Du nach dem Schwimmen trotzdem noch Lust auf eine Stärkung hast, wirst Du vielleicht im Neuen Garten, nicht weit entfernt, fündig. Im Café Cecilie im Hof des Schlosses Cecilienhof oder  Biergarten der Meierei kannst Du ebenfalls eine Pause machen. Ein Tag am See und ein kühles Bier am Abend – ich kann mir kaum etwas Besseres vorstellen. 

Text: Isabelle Marten / Fotos: Mohit Amlani

Heiliger See, 14467 Potsdam; Stadtplan

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WHEN IN POTSDAM… KÜHLE KUGELN UND KOFFEIN (ON THE ROCKS): DIE EISFRAU UND BUENA VIDA COFFEE ROASTERS

WHEN IN POTSDAM… KÜHLE KUGELN UND KOFFEIN (ON THE ROCKS): DIE EISFRAU UND BUENA VIDA COFFEE ROASTERS

Reihenfolge egal, hauptsache beides mitnehmen – wenn man schon mal im schönen Potsdam ist… Du hast unsere weiteren Potsdam-Tipps sicher schon gelesen (Heiliger See, Bussi & Amore, Barberinie, Das Minsk). Wenn Du also in der Brandenburger Landeshauptstadt unterwegs bist und zwischen Inspo und Abkühlung noch einen Energiekick brauchst, sind diese beiden Orte auf der Route einzuplanen. Praktisch: Beide Potsdamer Unternehmen haben inzwischen mehrere Filialen, aber zwei in der Innenstadt liegen direkt ums Eck! Los geht’s für uns bei Buena Vida Coffee Roastersam Bassinplatz. Patrick Berger – aufgewachsen in Brandenburg, seit fast zwanzig Jahren in Potsdam zuhause – hat hier 2014 angefangen, Specialty Coffee aus seiner Nische zu holen. Die Bohnen kommen von ausgewählten Produzent:innen weltweit, geröstet wird in der eigenen Rösterei in Babelsberg. Den Kaffee gibt’s in den üblichen Zubereitungsarten und natürlich kannst Du auch Bohnen für Zuhause bei Deinem Besuch mitnehmen. Das Buena Vida Team bietet übrigens auch Barista-Kurse, falls Du tiefer ins Thema eintauchen willst. In Babelsberg gegründet, aber inzwischen auch in der Stadtmitte angekommen: Die Eisfrau – das Unternehmen von Andrea Lisboa. Das Eis für die inzwischen vier Filialen ist weiterhin handgemacht und kommt ohne Labor-Aromen aus – dafür mit Milch aus der Uckermark sowie Früchten und Nüssen von regionalen Höfen.

Viele Sorten sind vegan, aber die eigentliche Empfehlung von uns ist die Kombi aus Pistazie mit Pistazienstücken und Naturjoghurt. Wer mutig ist, nimmt das Mojito-Eis (ja, mit Alkohol). Hauptsächlich ein Spot für eine Kugel in die Hand, ein paar Plätze draußen gibt’s trotzdem. Wer also vor oder nach dem See und Museumsbesuch mal kurz runterkommen muss, ist hier genau richtig. Erst eine Kugel bei der Eisfrau und dann den Espresso bei Bueno Vida – oder umgekehrt…

Text: Nina Trippel / Fotos: Isabelle Marten, Buena Vida Coffee Roasters

Buena Vida Coffee Roasters, Am Bassin 7, 14467 Potsdam; Stadtplan
Die Eisfrau, Gutenbergstr.83, 14467 Potsdam; Stadtplan

@buenavidacoffeeclub
@dieeisfrau

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GNAWA, FLAMENCO, DESERT BLUES: DAS SONIC PLURIVERSE FESTIVAL STARTET IN DEN SOMMER

GNAWA, FLAMENCO, DESERT BLUES: DAS SONIC PLURIVERSE FESTIVAL STARTET IN DEN SOMMER

Wenn Ende Juni auf dem Dach des HKW die ersten Qraqeb erklingen, beginnt das Sonic Pluriverse Festival. Dieses Jahr widmet sich das Programm den Traditionen der Gnawa – einer Musik- und Ritualpraxis mit Wurzeln in der westafrikanischen Migrationsgeschichte. Über fünf Wochenenden hinweg treffen Gnawa-Ensembles auf Desert Blues, Flamenco, Tarantella und andere Klangwelten. Mit dabei sind unter anderem Vieux Farka TouréBaaba Maal & Daande LeñolAsmaa Hamzaoui & Bnat TimbouktouBab L’Bluz und das Garifuna Collective. Dazwischen öffnen Workshops und Gespräche Perspektiven: auf die Verbindungen zwischen Gnawa- und Yoruba-Traditionen, auf transatlantische Religions- und Musikpraktiken oder auf die Frage, weshalb repetitive Rhythmen Menschen in Trance versetzen können. Besonders spannend: die nächtliche Lila-Zeremonie Mitte Juli bei Savvy Contemporary, bei der Musik, Ritual und gemeinschaftliche Erfahrung bis in den frühen Morgen ineinandergreifen. Wer lieber tanzend einsteigt, kommt schon zum Auftakt mit der Gnawa-Parade über das HKW-Gelände oder später bei den DJ-Sets von Kabylie Minogue, Kawtar Sadik, Zine & Siroko auf seine Kosten.

Text: Inga Krumme / Fotos: Lais Pereira, Jeremy Lewis, Mathias Voelzke

Haus der Kulturen der Welt (HKW), John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin–Tiergarten; Stadtplan
Sonic Pluriverse Festival 06.–08.2026. Das komplette Programm zur Ausstellung findest Du hier.

@hkw_berlin

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