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WORKATION, WORKSHOP ODER EINFACH MAL VON WOANDERS ARBEITEN? AUF INS GUTSHAUS FRIEDENFELDE

WORKATION, WORKSHOP ODER EINFACH MAL VON WOANDERS ARBEITEN? AUF INS GUTSHAUS FRIEDENFELDE

Urlaub ist ja nicht alle Tage. Leider! Aber hey, auch Arbeitszeit kann bisweilen abwechslungsreich sein und helfen, Routinen – von Arbeitsweg bis Arbeitsplatz – zu durchbrechen und manchmal auch Denkbarrieren zu lösen. Warum also nicht mal kurz raus aus Berlin und Richtung Uckermark in Brandenburg, um im Team unter der Woche das Gutshaus Friedenfelde zu besuchen? Wir haben Euch das Gutshaus Friedenfelde schon als Location für Feiern mit Friends und Family vorgestellt (siehe hier), und auch als stilvolle Destination für Retreats ist es sehr beliebt. Dafür ist das Team von Ohia der beste Beweis: Regelmäßig bieten sie hier Wellbeing-Angebote. Aber warum nicht mal die Tage unter der Woche nutzen, um im beruflichen Kontext rauszukommen, und dann mit neuer Energie ins Stadt- und Büroleben zurückzukehren? Workation oder Offsite? Beides möglich! Das große Haupthaus vom Gutshaus Friedenfelde bietet für größere Gruppen viel Raum zum Erarbeiten neuer Ideen und diverse Möglichkeiten für Team-Spirit wie gemeinsames Kochen und Ausflüge. Aber vor allem die beiden kleinen Häuser sind für kleine Teams ideal. Wir haben das Kavaliershaus bereits für einen Workshop zur Erarbeitung einer neuen Website genutzt – ohne Ablenkung von außen. Und auch das Bergbauernhaus ist für kleine Teams ideal: White Boards, Beamer, Drucker und Konferenztische sind vorhanden und werden bei Bedarf bereitgestellt. Und gute Ideen kommen ja bekanntlich, wenn man in Bewegung bleibt und die Sichtweisen ändert. Das Areal des Gutshauses und die uckermärkische Umgebung bietet dafür natürlich alles, was man sich wünschen kann. Feuerschalen, Wiesen, Wälder und einen See in der Nähe. Also raus zum Arbeiten und mit frischen Ideen und neuer Energie zurück. 

Text: Nina Trippel / Fotos: Franz Grünewald, Sophie Doering

Gutshaus Friedenfelde, Ort Friedenfelde 6, 17268–Gerswalde; Stadtplan

@friedenfelde

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DER KLEINE AUGUST: EIN NEUER, BELEBTER ORT FÜR FRANZÖSISCHE WEINE IN MITTE — EMPFOHLEN VON FIONA LAUGHTON

DER KLEINE AUGUST: EIN NEUER, BELEBTER ORT FÜR FRANZÖSISCHE WEINE IN MITTE — EMPFOHLEN VON FIONA LAUGHTON

Manche Entdeckungen fühlen sich ganz und gar nach Berlin an: eine ruhige, von Galerien gesäumte Straße, ein sanftes Leuchten hinter den Fenstern der Auguststraße in Mitte – hier hat man sofort das Gefühl von Ankommen. Warm, unprätentiös und voller Energie ist Der Kleine August genau die Art von Bar, die einen hineinzieht: Das Interieur bleibt bewusst zurückhaltend – strukturierte Oberflächen, weiches Licht, Regale gefüllt mit französischen Flaschen. Das Team in seinen bleu de travail-Jacken gibt den Ton schnell vor – herzlich und aufmerksam. Französische Weinkultur steht hier im Mittelpunkt, aber ohne steife Förmlichkeit. Das Team hat eine durchdachte Weinkarte kuratiert und stellt diese in zugänglichen, lebendigen Gesprächen den Gäst:innen vor. Egal, ob man einfach ein Glas Wein trinken will oder gern tief in Terroir-Themen eintaucht – hier findet jede:r den passenden Einstieg. Die Auswahl folgt Charakter statt Trends. Dazu gesellen sich kleine Gerichte, die mühelos mithalten: frisch aufgeschnittene Charcuterie, sorgfältig ausgewählte Käse, Sardinen aus der Dose – Pairings, die ergänzen, statt zu konkurrieren. Alles lädt zum langsamen Nippen, Teilen und zum längeren Bleiben ein. Das Besondere hier ist die Stimmung: Der Kleine August wirkt lebendig, ist aber gleichzeitig entspannt; intim, ohne sich abzuschotten. Ein Ort für erste Dates, die im Hintergrundrauschen verschwinden, für Freund:innenrunden um kleine Tische und für Solo-Gäst:innen, die mühelos in den Rhythmus des Raums eintauchen. Wer am Tresen Platz nimmt, wird genauso gut beherbergt wie bewirtet. Alle, die in Mitte eine neue Weinbar suchen, die Qualität und Zugänglichkeit verbindet, sind beim Kleinen August genau richtig. Eine frische Bereicherung für die Nachbarschaft – und eine, die sich jetzt schon wie ein fester Bestandteil anfühlt.

Text: Fiona Laughton / Fotos: Marie Staggat

Fiona Laughton ist Strategin, Autorin und Gründerin von Present For The Future. Ursprünglich aus Melbourne, Australien, lebt sie seit 2013 in Berlin.

Der Kleine August, Auguststr.23, 10117 Berlin–Mitte; Stadtplan

@derkleineaugust

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MEHR ODER WENIGER GEKNICKTES BLECH: DIE STÄHLERNE STRENGE VON STAINLESS STUDIOS

MEHR ODER WENIGER GEKNICKTES BLECH: DIE STÄHLERNE STRENGE VON STAINLESS STUDIOS

Wie weit lässt sich Einfachheit im Produktdesign durchspielen? Ein Berliner Büro nimmt sich Stahlblech vor und startet einen Versuch. Wie könnten sie besser heißen als: Stainless Studios. Gegründet wurde Stainless Studios 2024 von Melissa und Nils, einem Geschwisterpaar, das seine geteilte Liebe für Minimalismus und Interior in Form bringen wollte. Ein bis vier Knicke stecken in ihren Designs, sonst nicht viel mehr als ein Schraubloch oder eine Schweißnaht. Mit Namen wie Kollwitz, Flora, Graefe und Bötzow geben die beiden Hommage an ihre Stadt, deren DNA sie sowieso in ihren Designs sehen. Bisher gibt es einen Nachttisch, ein Regal und Vasen, die Produktpalette wächst kontinuierlich. Alle Stücke entstehen in Deutschland, vom Entwurf bis zur Produktion. Die Geschwister arbeiten mit Handwerksbetrieben aus der Heimat rund um den Schwarzwald zusammen und setzen auf kurze Wege, faire Arbeitsbedingungen und einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck. Die Möbel werden mit einer Oberflächenveredelung versehen, die ihnen einen weicheren Look verleihen und die Objekte im Alltag besser altern lassen soll. Ob einem geknickten Edelstahlblech wirklich ein softerer Look verliehen werden kann, sei dahingestellt. Dahinstellen kann man aber auch ganz wunderbar die Möbel von Stainless Studios. Denn die passen durch ihre kühle Strenge in jeden Kontext. Eine Ode an den Stahl.

Text: Inga Krumme / Fotos: Mariana Cerrillo, Sigurd Grünberger

Stainless Studios

@stainlessstudiosberlin

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MIT HOCHSPANNUNG ERWARTET: DIE DEUTSCHE KINEMATHEK FEIERT NEUERÖFFNUNG IM E-WERK

MIT HOCHSPANNUNG ERWARTET: DIE DEUTSCHE KINEMATHEK FEIERT NEUERÖFFNUNG IM E-WERK

Die Deutsche Kinemathek gehört zu den Museen, die auch nach Jahren in Berlin noch immer ein Geheimtipp sind. Denn wer hätte geahnt, dass der Filmarchitekt hinter James Bond seinen Nachlass nach Berlin gegeben hat? In den Archiven der Kinemathek kann man in Ken Adams Denken und Zeichnen, seine Skizzen, Storyboards und Konzeptideen eintauchen. Der gebürtige Berliner, der im Teenageralter mit seiner Familie nach Großbritannien emigrieren musste, stieg im London der 1960er als Production Designer schnell auf. Für 007 entwarf er die verspielten Geheimagentengadgets, die heute ganze Kapitel der Filmgeschichte füllen. Während die Arbeiten von Ken Adam weiterhin im Archiv in Marienfelde zu sehen sind, bekommen andere eine neue filmreife Kulisse – denn die Deutsche Kinemathek ist umgezogen: vom Potsdamer Platz ins E-Werk nach Mitte. Das markante Backsteinareal entstand in den 1920ern, wurde einst als Umspannwerk genutzt und erlebte später, in den 1990ern, als Technoclub eine Renaissance. Nun wird mit Szenen, Stimmen, Ikonen und Objekten der Filmgeschichte eine neue Ära eingeläutet. Zur Eröffnung lädt die Kinemathek bis Sonntag (25.01.2026) zu eintrittsfreien Tagen mit Sonderveranstaltungen ein.

Besucher:innen können in der historischen Halle des E-Werks in die Installation „Screentime“ eintauchen. 130 Jahre Bewegtbildgeschichte werden als Parcours räumlich erlebbar. Dass es in der Kinemathek um mehr als bloßes Zuschauen geht, zeigt auch das Kinderprogramm: In Workshops vor dem Green Screen filmen Kinder und Jugendliche selbst, experimentieren mit Techniken und gestalten ihre eigenen Filmplakate. Am Eröffnungswochenende führt das Museumsteam aber auch in die Nachbarschaft zum Checkpoint Charlie, wo Filme wie „Octopussy“, „Funeral in Berlin“ gedreht wurden. In diesen Stadtspaziergängen durch die Nachbarschaft rund um das E-Werk werden Drehorte, Produktionsstätten und Orte der Berliner Filmvergangenheit vorgestellt. Der Umzug ist damit mehr als nur ein Tapetenwechsel – er ist ein Statement: Film- und Fernsehgeschichte gehört mitten ins Leben. Im E-Werk wird sie ab morgen (23.01.) für die ganze Familie erfahrbar – und in einen neuen, zeitgemäßen Kontext gestellt. Im Februar 2026 geht es, pünktlich zum Berliner Filmmonat, weiter mit der Berlinale Retrospektive zur Berlinale. Im Mittelpunkt steht dann Berlins Aufbruchsjahrzehnt: die 1990er. Die perfekte Gelegenheit, in Filme wie „Lola rennt“ und „Slacker“ abzutauchen. Oder, um es mit dem Titel der Retrospektive zu sagen: sich fühlen wie „Lost in the 90s“.

Text: Laura Storfner / Fotos: Deutsche Kinemathek

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Mauerstr.79, 10117 Berlin–Mitte; Stadtplan

23.–25.01.2026 10–18h (freier Eintritt und Programm), 26.01.–06.02.2026 10–18h. Hier findest Du das vollständige Programm. 

@deutschekinemathek

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ALMOST WEEKLY: EIN NEWSLETTER VON KAY KAZEMI FÜR ALLE, DIE SICH FÜR DIGITALES DESIGN INTERESSIEREN

ALMOST WEEKLY: EIN NEWSLETTER VON KAY KAZEMI FÜR ALLE, DIE SICH FÜR DIGITALES DESIGN INTERESSIEREN

Wir lieben Newsletter – klar, wir machen ja selbst einen. Umso schöner ist es, einen zu empfehlen, der eine ganz eigene Nische bedient: Almost Weekly, der Newsletter des Digital Designers Kay Kazemi. Entstanden ist das Format des Newsletters „Almost Weekly“ aus dem Wunsch nach mehr Tiefe. „Ich wollte nicht mehr nur Überschriften lesen, sondern Inhalte wirklich durchdenken und für mich sortieren“, so Kay. Ein Jahr lang lief Almost Weekly als interner Team-Newsletter im Rahmen seiner Tätigkeit in einer großen Agentur – Anfang 2025 hat der gebürtige Berliner ihn dann öffentlich gemacht. Das Format ist seitdem fester Bestandteil seines kreativen Alltags. Kein Marketingkanal, sondern ein Denkraum. Der Name ist dabei bewusst gewählt als eine Art „Strategie gegen den Regelmäßigkeitswahnsinn.“ Zwar erscheint der Newsletter meist im Zwei-Wochen-Rhythmus, doch wichtiger als Taktung ist Relevanz. Mal kommt eine Ausgabe früher, mal später – abhängig von Themen, Zeit und Energie. Inhaltlich bewegt sich Almost Weekly zwischen Design, Technologie und gesellschaftlicher Verantwortung. Aktuell beschäftigt Kay, der auch als Dozent an den Hochschulen SRH und HTW tätig ist, besonders digitale Barrierefreiheit – „kein glamouröses Thema, aber ein extrem wichtiges, weil sie entscheidet, wer digitale Produkte überhaupt nutzen kann. Außerdem denke ich gerade viel über den Design-Nachwuchs nach. Durch den zunehmenden Einsatz von AI stellen viele Unternehmen spürbar weniger Junior-Positionen ein. Kurzfristig wirkt das pragmatisch, langfristig fühlt es sich riskant an. Wenn heute weniger Raum zum Lernen entsteht, könnte uns in ein paar Jahren genau diese Erfahrungsebene fehlen.“

Was den Newsletter besonders macht, ist die Haltung dahinter. Gestaltung wird hier nicht als Oberfläche verstanden, sondern als Einladung: „Gute Gestaltung lädt dazu ein, Dinge erleben zu wollen – nicht nur zu können.“ Genau dieses Gefühl tragen die Ausgaben in sich. Newsletter wirken für Kay auch 2026 fast überraschend frisch und sind „eine wohltuende Alternative zum Social-Media-Doomscrolling“. Almost Weekly ist für mich auch genau das: eine kleine, kluge Pause – und eine Empfehlung für alle, die nicht stehenbleiben wollen. Und Design bestimmt unser aller Leben. Zeit für neuen Input – also jetzt abonnieren

Text: Nina Trippel / Fotos: Almost Weekly, Nina Trippel

Almost Weekly

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