BERLINS VERLORENE VISIONEN — SECHS S-BAHN-TOUREN ZEIGEN PROJEKTE, DIE NIE WAHR WURDEN

BERLINS VERLORENE VISIONEN — SECHS S-BAHN-TOUREN ZEIGEN PROJEKTE, DIE NIE WAHR WURDEN

Olympia 2000? Eine Universität für Meditation? Neben all den Bauprojekten, die diese Stadt neu geformt haben, ist Berlin auch die Heimat unzähliger unrealisierter Entwicklungen – von tragisch gescheiterten Träumen bis zu Vorhaben, bei denen man sich fragt: „Was haben die sich bloß dabei gedacht?“

Zu Ehren dieser 27 verlorenen Zukunftsvisionen hat der japanische Künstler Akira Takayama ein Programm aus sechs Führungen entlang der Ringbahn entwickelt, die von den wegweisenden Projekten erzählen, die nie über den Schreibtisch der Architekt:innen hinauskamen. What if Berlin heißt die Reihe, die bis zum 20.09.2026 läuft und von den Berliner Festspielen anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Institution ausgerichtet wird. 

Die Touren schöpfen sowohl aus dem hauseigenen Archiv der Festspiele als auch aus jenen von Architekt:innen und Kulturinstitutionen und sind entlang von Themen wie den aufgegebenen sozialistischen Projekten Ost-Berlins und den Kulturprojekten organisiert, die einst die Wunden der Stadt heilen sollten. Jede der geführten Touren nimmt mit auf eine S-Bahn-Fahrt entlang einer Handvoll der 27 Stationen, aus denen sich die Ringbahn zusammensetzt, mit Start- und Endpunkten in Gesundbrunnen, Hohenzollerndamm und Sonnenallee. Nach dem Ausflug entlang des Rings kann man für bis zu drei der 27 Visionen abstimmen und so helfen, das Interesse an ihnen neu zu entfachen. Wird es „Radio Glasnost“, das „Haus der jungen Talente“ oder das „Denkmal für Freiheit und Einheit“? Die Entscheidung liegt bei dir, der S41 und der S42.

Text: Benji Haughton / Fotos: Camille Blake, Agit Trains S-Wedding

What if Berlin bis 20.09.2026. Tickets findest Du auf der Website.

@berlinerfestspiele

cee_cee_logo