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SMOOCHES IST FÜR VERLIEBTE: GOURMET-SANDWICHES MIT HERZ UND SEELE

SMOOCHES IST FÜR VERLIEBTE: GOURMET-SANDWICHES MIT HERZ UND SEELE

Ich habe zum ersten Mal in Paris von Smooches gehört. Zufällig kam ich dort mit einem Paar ins Gespräch, das mir erzählte, ein Freund von ihnen würde bald einen Sandwichladen in Berlin eröffnen — ausgerechnet direkt gegenüber von meinem Arbeitsplatz. Als ich kurz nach der Eröffnung vorbeischaute, hatten mich die lilafarbene Fassade und die türkisgrünen Fliesen sofort neugierig gemacht. Als gebürtiger New Yorker bin ich in einer Stadt aufgewachsen, in der es an gefühlt jeder Ecke großartige Sandwichläden gibt. Berlin hingegen hat Sandwiches trotz seiner vielfältigen Gastro-Szene erst in den letzten Jahren langsam für sich entdeckt — vielleicht auch, weil ihnen hier lange ein Fast-Food-Image anhaftete, das sie nie wirklich verdient haben. Ein wirklich gutes Sandwich ist seltener, als es sein sollte. Dabei wird oft unterschätzt, wie viel Handwerk dahintersteckt: das Gespür dafür, wie Zutaten zusammenspielen, sich ergänzen und gegenseitig besser machen. Genau darum geht es Joe, dem Besitzer von Smooches.

Joe zog vor 14 Jahren von San Francisco nach Berlin, nachdem er erste prägende Erfahrungen in Küchen wie dem legendären Zuni Cafe gesammelt hatte. Während seiner Zeit als Koch im Hallesches Haus begann er, die Idee für Smooches zu entwickeln. Als die Pandemie die Restaurantwelt zum Stillstand brachte, hatte er plötzlich die Zeit, diese Vision weiter auszuarbeiten. Einige Jahre später war Smooches Realität. Hier wird alles selbst gemacht — von der hauseigenen Focaccia, denn Brot ist bekanntlich die halbe Miete, bis zu den Saucen, die gleichzeitig kräftig und präzise abgeschmeckt sind. Die Portionen sind großzügig, und ganz im Sinne des gemeinschaftlichen Geists des Ladens achtet Joe darauf, die Preise bezahlbar zu halten. Für Abwechslung sorgen wöchentliche Specials, doch die festen Klassiker auf der Karte — der Tuna Melt und das Breakfast Sandwich auf Joes selbst gebackenen English Muffins — gehören zu den besten, die ich diesseits des Atlantiks gegessen habe. Bei meinem letzten Besuch hatte ich eine Pistazien-Mortadella auf frischer Focaccia, belegt mit getrockneten Tomaten, Kapern, Petersilie, Stracciatella und einem Knoblauch-Confit-Relish. Schon beim Gedanken daran läuft mir wieder das Wasser im Mund zusammen. Seid gewarnt: Ein Besuch genügt, und es wird schnell zur Gewohnheit.

Text: Michael Kugler / Fotos: Mohit Amlani

Smooches, Reichenberger Str.61a, 10999 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan

@smoochesinberlin

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ZWISCHENORT IM ZENTRUM — DAS AMANO MIT CAFÉ & DACHTERRASSE

ZWISCHENORT IM ZENTRUM — DAS AMANO MIT CAFÉ & DACHTERRASSE

Es gibt sie en masse: diese Zwischenorte. Plätze in Berlin, die irgendwie abschreckend wirken, weil sie sich nicht von selbst erklären. Kann ich hier einfach reingehen? Geht Co-Working auch ohne endloses Konsumieren? Ein Fleck, der sich sorglos betreten lässt, ist das Amano. Zwischen Hotellobby, Café und gemütlicher Dachterrasse verschwimmen in der Auguststraße die Grenzen. Nicht zuletzt wegen des Aperol Spritz, den es für fünf Euro auch durchs Fenster auf die Hand gibt. Neu dazugekommen ist nun das Café Amano im Erdgeschoss, direkt zur Straße hin geöffnet, mit Kaffeespezialitäten, unkomplizierten Drinks und erstaunlichen, unfassbaren, frechen 24 Stunden Öffnungszeit. Dazwischen sitzen Menschen mit Laptop im Coworking-Bereich, trinken complimentary Drip Coffee oder verschwinden kurz in den „Silent Garden“. Mit den ersten warmen Abenden hat außerdem die Rooftop-Saison begonnen. Die Dachterrasse wird dieses Jahr gemeinsam mit Whispering Angel, dem Château D’Esclans Rosé, bestückt und bespielt. Den Sommer über wird sie zum rosaroten Treffpunkt des Hauses, mit Drinks und DJ-Sets am Abend. Ein Ort ohne Schwelle, gemacht zum Betreten!

Text: Emma Zylla / Fotos: Amano Group, Jens Bösenberg

Amano Bar, Auguststr.43, 10119 Berlin–Mitte; Stadtplan 
Rooftop Saisonstart ab 30.04.2026 bei gutem Wetter.

@amano.berlin
@amanobar
@amanogroup

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CRISPY ON THE OUTSIDE, CHEWY ON THE INSIDE: UNSERE TIPPS FÜR DIE BESTEN BAGELS DER STADT

CRISPY ON THE OUTSIDE, CHEWY ON THE INSIDE: UNSERE TIPPS FÜR DIE BESTEN BAGELS DER STADT

Hattest Du in den letzten Tagen auch öfter Lust auf frische Bagels? Wir auf jeden Fall. Deshalb haben wir unsere liebsten Spots der Stadt zusammengestellt, von alten Klassikern bis zu spannenden Neuzugängen. Von Mitte über Kreuzberg bis nach Friedrichshain – hier geht’s lang. Wir starten in Mitte: Halo Bagels ist wahrscheinlich ohnehin schon in Deinem Algorithmus aufgetaucht – und ja, zu Recht. Gegründet von Clémentine und Luca, die ihre gemeinsame Liebe zu Bagels zusammengebracht hat, wird hier alles hausgemacht: Die Sauerteig-Bagels werden von Hand gerollt, der Teig über Nacht achtzehn Stunden gehen gelassen und täglich frisch gebacken. Teil ihres „Full Circle Moments“ ist dabei besonders die Miso-Aubergine (neben Pastrami und Räucherlachs). Wer es süß mag, findet außerdem Aufstriche wie Peanut Butter, Erdbeermarmelade oder Honig. Nur einen kurzen Spaziergang entfernt hält die NY Bagel Bar es eher klassisch. Die vier Freund:innen Laura, Pia, René und Johnny vermissten einen ganz bestimmten Bagel aus New York und so brachten sie ihn einfach 2021 selbst nach Hamburg, später nach Berlin. Unser absoluter Favorit: der Meatpacking Bagel mit Pastrami, Frischkäse, Cheddar, Gewürzgurke und Senf. Der Spot ist aber auch sehr „build-your-own“-freundlich. Weiter nach Kreuzberg, wo die echten Stammgäst:innen aufeinander treffen: Solé Bagel ist angenehm zurückhaltend im besten Sinne.

Der Signature Solé Bagel mit Dattel-Curry-Crème, Pastrami, Rucola und Pickles ist bei uns immer die erste Wahl. Wer es schlichter mag, ist beim Vintage-Bagel mit Frischkäse, Rührei, Cheddar, Schnittlauch und Avocado immer auf der sicheren Seite. Bagel Bro ist ein guter Ort, wenn Du in großer Gruppe nach einem Lunch-Spot suchst. Bacon, Egg & Cheese? Ein Klassiker, der immer schmeckt. Mit Bagel in der einen Hand, und Buch in der anderen? Dann bist Du bei Shakespeare & Sons richtig: Hier findest Du beides in gemütlichem Setting. Angefangen als kleines Bagel-Café mit angeschlossenem Bookstore, zaubert Laurel hier mithilfe von Familienrezepten genau die Bagels, die ihr in Berlin fehlten: im New-York-Style, langsam über Nacht gegangen, im Wasser gekocht und täglich frisch gebacken. Der Lox Everything Bagel zusammen mit Hooked von Asako Yuzuki ist für uns das perfekte Match. Wer das Thema Bagels wirklich ernst nimmt, sollte außerdem Taktil im Blick behalten. Dort gibt es die NY-Style-Bagels von Phil, der 2024 Bagel Oven gründete, bevor er dann Taktil übernahm. Seine Kreationen gibt es inzwischen täglich – und im Juli 2026 eröffnet sogar ein zweiter Standort, der sich komplett den Bagels widmet. Aber egal, wo Du landest: Das Warten lohnt sich.

Text: Stefania Basano / Fotos: Halo Bagels, Daniel Faro

Halo Bagels, Auguststr.29c, 10119 Berlin–Mitte; Stadtplan

NY Bagel Bar, Rosenthaler Str.72, 10119 Berlin–Mitte; Stadtplan

Solé Bagel, Falckensteinstr.47, 10997 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan

Bagel Bro, Reichenberger Str.104, 10999 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan

Shakespeare & Sons, Warschauer Str.74, 10243 Berlin–Friedrichshain; Stadtplan

Taktil, Nogatstr.38, 12051 Berlin–Neukölln; Stadtplan

@halobagels_
@sole.bagel
@bagelbro__berlin
@shakespeareandsons
@bagel.oven 
@taktilberlin

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GRÜNE IDYLLE MIT FRISCHEN PASTRIES, SAISONALEM LUNCH UND SPECIALTY COFFEE: DAS CAFE GARTEN MITTE

GRÜNE IDYLLE MIT FRISCHEN PASTRIES, SAISONALEM LUNCH UND SPECIALTY COFFEE: DAS CAFE GARTEN MITTE

Draußen ist es endlich grün und der Berliner Frühling scheint angekommen zu sein. Die perfekte Zeit, um das Café Garten Mitte zu entdecken, das an Ostern 2026 eröffnet hat. Mit einer grünen Idylle mitten in Mitte als Herzstück, bietet das Café hausgemachtes Sauerteigbrot, Kuchen, saisonaler Lunch und Specialty Coffee. Garten Mitte ist als Ort gedacht, an dem Du Dich zurückziehen kannst – nach einer Shopping- oder Galerie-Tour, zwischen Arbeitsstunden, oder einfach nur, um ein paar Stunden im Grünen zu verbringen. Obwohl der Garten und das Café den Gipsdreieck-Park angrenzen, wo sich besonders an warmen Wochenenden gerne mal große Menschengruppen treffen, findest Du hier einen ruhigen Rückzugsort. Zwischen wilden Hochbeeten, wo Gemüse, Kräuter und Obst angebaut wird, kannst Du Kaffee in der Sonne schlürfen und das, was Du vor Dir wachsen siehst, direkt auf dem eigenen Teller probieren. Auch die Innenräume imponieren: Das denkmalgeschützte Haus, in dem einst das erste Ballhaus der Stadt die Türen öffnete, bewahrt dieses Flair bis heute und wird gleichzeitig mit neuen modernen Elementen ergänzt. Die Möbel wurden von einem befreundeten Schreiner aus München gefertigt, Vintage Lautsprecher, ein Klavier und die originalen Fresken des Raumes laden zu Listening Sessions und Konzerten ein. Michael und Famke, die beiden Besitzer:innen des Cafés, haben gemeinsam mehrere Jahre eine renommierte Bäckerei direkt um die Ecke gemanagt und dabei gemerkt, dass sie sich im Arbeitsalltag gut ergänzen. So kam die Idee einer eigenen Location auf.

Die beiden sind in Bäckersfamilien aufgewachsen – später hat sich Michael einen Namen in der Berliner Specialty Coffee Szene gemacht und Famke hat in zahlreichen Bäckereien der Stadt gearbeitet. Für das Café Garten Mitte haben sich die beiden ein starkes Team an die Seite geholt, denn das Konzept steht vor allem für Community und Handwerk – jede:r bringt seine eigenen Erfahrungen mit. So entsteht der Großteil des Angebots vor Ort: Die Sauerteigbrote, Pastries, Kuchen und Cookies landen tagesfrisch in der Auslage, genau wie das saisonale Brunch- und Lunch-Menü. Hierfür werden Zutaten aus dem eigenen Garten verwendet und auch sonst wird auf regionale und Bio-Zutaten zurückgegriffen – immer mit Optionen für Vegetarier:innen und Veganer:innen. Beim Kaffee arbeiten Michael und Famke mit Röstereien aus ganz Europa zusammen, wie z.B. Manhattan, La Cabra, Dak oder Tanat. Ergänzt wird das Angebot mit Ceremonial Grade Matcha, Tee und saisonalen Drinks. Falls Dir jetzt schon die Finger kribbeln und Du Dir den Ort abspeichern möchtest (neben etlichen Pins, wo Du’s bisher noch nicht hin geschafft hast), dann leg das Handy einfach zur Seite, denn spätestens dieses Wochenende treibt es Dich fürs Gallery Weekend bestimmt Richtung Mitte – und kannst Dir Garten Mitte direkt als Lieblingsort erobern. 

Text & Fotos: Robyn Steffen

Garten Mitte, Joachimstr.20, 10119 Berlin–Mitte; Stadtplan

@gartenmitte

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ALL ABOUT THE BUNS IM CAFÉ LE BUNS

ALL ABOUT THE BUNS IM CAFÉ LE BUNS

Der Umzug in ein neues Viertel kann beides sein: aufregend und ein bisschen einschüchternd, besonders wenn man neu in der Stadt ist. Genau hier kommt Café Le Buns ins Spiel. Yesim und Azhario wollten mit dem Café einen Ort schaffen, bei dem man jederzeit vorbeikommen kann: für einen schnellen Kaffee genauso wie für einen langen Nachmittag mit Buch in der Hand und Sonne im Gesicht. Yesim beschreibt die Gestaltung von Le Buns ein bisschen so, als würde man die eigene Wohnung einrichten: Stück für Stück, mit Bildern, die ausgetauscht und Büchern, die immer wieder neu sortiert werden. Mit seiner sonnigen Terrasse und einer Karte, die sofort Lust macht, sich hinzusetzen, ist Le Buns genau die Art von Ort, an dem man gern verweilt. Das Konzept setzt auf eine wechselnde Auswahl an süßen und herzhaften Buns aus buttrigem Croissant-Teig. Probiert haben wir die Milk Tart, inspiriert von einem südafrikanischen Kindheitsdessert, mit dem Azhario aufgewachsen ist. Geschmacklich liegt sie irgendwo zwischen Custard und Milchreis mit Zimt und Zucker. Das Pistazien-Bun, außen blättrig und innen weich, bringt durch die Creme genau die richtige Süße mit. Der Cheese and Jalapeño Toastie war schnell von unseren Tellern verschwunden, und das saisonale Summer Beet Bun mit Roter Bete, Feta und Walnuss war frisch, würzig und knackig. Die buttrigen Buns sind nicht vegan, dafür gibt es aber eine kleine Auswahl an veganen Kuchen. Zu probieren gibt es also genug. Und wenn Du in der Nähe wohnst, findest Du hier vielleicht schon bald einen neuen Lieblingsort.

Text: Stefania Basano / Fotos: Sophie Doering

Café Le Buns, Sredzkistr.63, 10405 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan

@lebuns.berlin

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