„Common“ kann vieles bedeuten: gewöhnlich, gemeinsam, vertraut. Genau mit diesem Spannungsfeld spielt das neue Café auf der Karl-Marx-Straße. Denn das Common will beides sein – ein Ort für alle und einer mit Anspruch. Nach mehreren Stationen in Berlin und Kopenhagen eröffnete Maximilian Korrenz-Lemke im Juni 2025 den Laden und erfüllte sich damit den großen Traum, ein eigenes Projekt zu starten – ganz ohne Kompromisse. Serviert wird Specialty Coffee von August 63, gebacken wird täglich in der eigenen Backstube hinten im Café: Cardamom Buns, Cinnamon Swirls, Sauerteigbrioche, Bostocks, dazu herzhafte Optionen wie Rye-Sandwiches mit Nordseekäse oder saisonale Galettes. Im Hinterhof eröffnet nächste Woche auch offiziell das Pizza Window: Donnerstags bis sonntags wird dort abends den ganzen Sommer über Sauerteigpizza serviert. Starten kannst Du zum Beispiel mit der „Pizza No.1“ mit Knoblauch, Olivenöl und Petersilie, optional mit Pecorino aus dem Allgäu oder Anchovies, und Dich dann bis zur „Pizza No. 5“ hochsnacken. Common Spicy Sausage, Samson Kapern, Mozzarella aus Berlin, Black Pudding & Bacon von der Blutwurstmanufaktur: Du kannst nur ’ne gute Nummer ziehen. Die Pizza kannst Du im Café in aller Ruhe genießen, oder Dich mit ihr auf den Weg in den nahegelegenen Körnerpark machen. Bei dem Interior setzt Common ebenfalls auf Ruhe und Verbindlichkeit: Das Konzept wurde gemeinsam mit der Designerin Thalea Schmalenberg entwickelt. Es dominieren warme Rottöne, viel Holz und Designobjekte aus Deutschland und Dänemark.
Max möchte, dass man im Common dem Trubel der Karl-Marx-Straße – und des Alltags – entkommen kann. Das ist Thalea und ihm gelungen: Sitzt Du erst mal drinnen, hörst Du kaum noch etwas von der Straße. Die großen Fenstern bilden visuell immer noch die Brücke zum Außengeschehen, zu sehen gibt es immer was. Lehn Dich auf der gepolsterten Bank zurück, setz Dich an den großen Tisch oder nimm an einem der Stehtische Platz. Das Café lässt sich in zwei Räume mit unterschiedlicher Atmosphäre teilen: der eine eher zurückgezogen mit dunklen Holztönen, der andere hell, mit genug Platz für große Gruppen. Das Menü ist bewusst reduziert, mit saisonal wechselnden Angeboten. Vegane Optionen sind in Arbeit, allerdings mit dem Anspruch, nicht als Alternative zu funktionieren, sondern eigenständig zu überzeugen: Dafür nehmen sich Max und das ganze Team gerne Zeit. Common versteht sich als Anlaufstelle im Kiez – es wirkt unkompliziert, gleichzeitig bis ins kleinste Detail durchdacht. Ein Ort, der über den Tag hinweg offen bleibt für das, was Du aus Deiner freien Zeit machen möchtest.
Text: Robyn Steffen / Fotos: Sophie Doering
Common, Karl-Marx-Str.176, 12043 Berlin–Neukölln; Stadtplan
@common.berlin


