Gehört für Dich zu einem perfekten Essen auch ein kleiner, süßer Nachtisch? Leider kann die Auswahl in vielen Restaurants manchmal ganz schön enttäuschend sein. Trotzdem bestelle ich mir eins, denn vor allem abends sind die meisten Cafés bereits zu, die Eisdielen stecken noch mitten in der Winterpause, und ein Abstecher in ein anderes Lokal für etwas Süßes lohnt sich nicht. So erging es auch Xiu Jan, Tuan Anh und My: Ihnen fehlte ein Ort, an dem man bis spät abends hochwertige Desserts bekommt und den Abend in Ruhe – und süß – ausklingen lassen kann. So kam die Idee des AO Pop-ups auf, den die drei im November 2025 eröffnet haben. Das AO Café bietet japanisch inspirierte Desserts und Drinks mitten im Simon-Dach-Kiez – und das Ganze nur einen Katzensprung vom Shōdo Udon Lab entfernt, Mys japanischen Lokal, das sich auf hausgemachte Udon im Sanuki-Stil und Tempura spezialisiert. Das AO ist ein separates Konzept, auch wenn sich der Ort hervorragend als Follow-up-Spot anbietet: Erst Udon schlürfen, dann im AO einen Matcha trinken und als krönenden Abschluss einen fluffigen Kuchen teilen. Im Mittelpunkt stehen klassische japanische Kreationen wie Strawberry Shortcake, Matcha Mille-Crêpe und Rollcakes – alle sind sie leicht und fluffig, eben so, wie man sie aus Japan kennt.
Dafür sorgt unter anderem das Mehl, das von dem Team direkt aus Japan importiert wird – so erreichen sie die gewünschte Textur, die die Short- und Rollcakes ins fluffigste Gaumenerlebnis verwandeln. Die Getränkekarte kombiniert Klassiker mit eigenen, experimentellen Kreationen: Neben Matcha- und Hōjicha Latte gibt es etwa den Kinako Dango Latte – ein Milchgetränk mit Sojabohnenpulver und handgemachten Dangos. Zu den Bestsellern zählt außerdem der Hazelnut Hōjicha Latte (lecker!) sowie der Kinako Dango Latte. Alle Milchgetränke können ohne Aufpreis mit Hafer- oder Kokosmilch zubereitet und als vegane Option gewählt werden; Yuzu- und Matcha-Cheesecake werden mit veganem Frischkäse zubereitet – und das Chocolate Mille-Crêpe kommt ebenfalls ganz ohne tierische Produkte aus. Die Karte soll sich saisonal ändern: Für den Frühling ist bereits ein neues Angebot geplant. Und auch langfristig denken die drei bereits weiter: Aus der Location soll irgendwann die Bluen Bar werden, in der japanisch inspirierte Cocktails und Drinks im Vordergrund stehen. Eigentlich sollte der Pop-up nur bis Ende Januar 2026 bestehen bleiben – dank positiver Resonanz plant das Trio nun voraussichtlich bis Mai 2026 das aktuelle Konzept zu erhalten. Und ich gebe zu: Manchmal überspringe ich den Restaurantbesuch davor und treffe mich einfach direkt mit meinen Freund:innen hier auf etwas Süßes.
Text: Robyn Steffen / Fotos: Robyn Steffen & David Frank
AO, Wühlischstr.34, 10245 Berlin–Friedrichshain; Stadtplan
@ao.cafeberlin


