JAMES TURRELL: AN DIE GRENZEN DER WAHRNEHMUNG UND ZURÜCK

JAMES TURRELL: AN DIE GRENZEN DER WAHRNEHMUNG UND ZURÜCK

Genug auf Deinen Computerbildschirm gestarrt? Lust auf eine tiefgründigere visuelle Erfahrung? Dann schau im Jüdischen Museum Berlin vorbei: James Turrell zeigt hier (bis zum 30.9.2018) “Aural“. Die Arbeit stammt aus seiner Werkserie “Ganzfeld Pieces” und wurde dem Museum vom Sammler-Ehepaar Dieter und Si Rosenkranz geschenkt. Der Künstler hat damit eine immersive Installation geschaffen, in der Licht, Raum und langsame Farbwechsel miteinander verschmelzen; dem Betrachter wird dabei jegliches Bezugssystem genommen. Das ist zunächst verwirrend, die Augen gewöhnen sich erst nach einer Weile daran. Lass Dir Zeit und Du wirst für die Geduld belohnt. Es erwartet Dich eine sinnliche Entdeckungsreise, wenn Blau ganz langsam in kühles Zartlila, kräftiges Pink und glühendes Weiß zerfließt. Turrell selbst sagt über seine Arbeit: “Ohne Objekt, ohne Bild und ohne Fokus, was siehst Du dann? Du betrachtest Dich selbst als Betrachter. Mir ist es wichtig, eine Erfahrung stummer Gedanken zu schaffen.” Eine Installation – perfekt um deine müden Augen mit neuen Sinneseindrücken zu verwöhnen. (Text: Anna Dorothea Ker / Kunstwerk: James Turrell (c) Jüdisches Museum / Foto: Florian Holzherr)

Jüdisches Museum Berlin, Lindenstr.9-14, 10969 Berlin-Kreuzberg; Stadtplan
James Turrell: Ganzfeld “Aural“, bis 30.9.2018

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