Wie ich gelernt habe, meine Kurzsichtigkeit zu lieben? Meine Brille ist für mich ein ästhetisches Statement, nicht bloß eine Sehhilfe. Wenn der Kauf einer neuen notwendig wird, steht entsprechend viel auf dem Spiel. Einer, der das besser versteht als die meisten, ist Yutaro Fujiyama – Optiker und Inhaber von Optik Fujiyama in Moabit. Der in Japan geborene Experte trägt selbst Brille und eröffnete sein Brillengeschäft im Oktober 2025, nachdem er in Düsseldorf seinen Optikermeister gemacht hatte. Sein kleines Geschäft ist dezent hochwertig eingerichtet – mit Teakholzschränken und klaren weißen Wänden. Aber was wirklich ins Auge fällt, sind die Fassungen. Die meisten stammen aus Japan, allerdings nicht, wie Yutaro betont, weil er selbst Japaner ist, sondern weil das Land einfach die besten Brillenfassungen herstellt. Yutaro zeigt Dir gern die besonderen Details: etwa die Modelle Titanika und Taylor with Respect, die aus einem einzigen Titanblech geschnitten sind. Oder die Matsuda-Fassungen, deren Bügel mit winzigen Verzierungen und Mikroperforationen versehen sind, was ihnen ein filigranes, präzises Aussehen verleiht. Viele dieser Brillen sind federleicht, aber es gibt auch einige Acetatmodelle für alle, die es auffälliger mögen.
Sobald Du Deine Wahl getroffen hast, testet Yutaro Deine Augen und hilft Dir dabei, Deine Zeiss-Gläser zu konfigurieren – mit jeder erdenklichen Beschichtung, Tönung, Stärke und Oberfläche. Für mich ist das der beste Teil: Fassungen und Tönungen so zu kombinieren, dass eine Brille entsteht, die den Leuten auffällt. Das ist mein Deal mit der Kurzsichtigkeit: Wenn ich dafür so eine prägnante Brille tragen kann, nehme ich schwache Augen gern in Kauf.
Text: Benji Haughton / Photos: Sophie Doering
Optik Fujiyama, Emdener Str.3, 10551 Berlin–Moabit; Stadtplan
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