UND PLOETZLICH WAR ES DA: HAUSGEBACKENE BABKAS, CHALLAH-ZÖPFE UND BIO LEBERKÄSE-BUNS IM CAFÉ PLOETZ

UND PLOETZLICH WAR ES DA: HAUSGEBACKENE BABKAS, CHALLAH-ZÖPFE UND BIO LEBERKÄSE-BUNS IM CAFÉ PLOETZ

Ploetz ist der Mädchenname der Mutter und Großmutter von Elke und Eni Löscher, der beiden Besitzerinnen des gleichnamigen Cafés in Schöneberg. Geboren in Berlin, ist Ploetz in ihren späteren Jahren nach Amman gezogen. Zwei Städte, die unterschiedlicher kaum sein könnten, und doch haben beide sie angezogen: hier das Raue, Kreative, Urbane; dort die Wärme, die Küche und die Herzlichkeit. Genau dieses Spannungsfeld übersetzt das familiengeführte Café seit April 2025 direkt an der Julius-Leber-Brücke. Nachdem Elke und Eni über mehrere Jahre Erfahrung mit ihrem Wasserhäuschen Fein und Café Momi in Frankfurt gesammelt haben, haben sich die beiden im letzten Jahr ihren Traum erfüllt: ein eigenes Café in Berlin. Das Ploetz dient als großräumiger Nachbarschafts-Spot, wo Specialty-Coffee, internationale Küche und Backstube aufeinander treffen. Alles entsteht hier aus eigener Hand: Es wird gebacken, gekocht und fermentiert – das Resultat ist eine täglich volle Küchenvitrine mit frischem Gebäck und eine üppige Menükarte. Jeden Morgen zieht der Duft von handlaminierten Croissants, auf die die beiden besonders stolz sind, durch die Räume einer ehemaligen Fleischerei, deren denkmalgeschützten grün-weiße Wandkacheln heute Altberliner Charme versprühen. Neben Croissants zählen Babkas und goldglänzende Challah-Zöpfe zu den Klassikern, dazu kommen Fensterkuchen, die fast täglich wechseln – je nach Saison und spontanen Ideen aus der Backstube. In der Küche treffen levantinische Gewürze auf Sauerteigbrot, Sabich-Plate auf Shakshuka, Grilled Sandwiches auf Smashed Potatoes mit Frankfurter Grüner Soße.

Viele Zutaten stammen von ausgewählten Biohöfen – Käse vom Hofgut Heggelbach, Wurstwaren vom Biohof May – der Kaffee kommt von Populus. Die Kernkarte bleibt, saisonale Specials und neue Pastries sorgen regelmäßig für Abwechslung. Vegane Optionen gibt’s selbstverständlich auch: von der Sabich Plate bis zu veganen Brioche-Sandwiches oder French-Toast-Varianten. Dazu gibt’s Specialty Coffee, Salted Hot Chocolate, Matcha, Chai, hausgemachte Limonaden oder Spritz-Drinks. Seit neustem findest Du Ploetz auch eine Hausnummer weiter mit neuen Räumlichkeiten. Und obwohl etwas anders dekoriert ist, herrscht ein fließender Übergang zum Café. Hier werden abends Sharing-Dinner, Pasta-Abende am Freitag, Hochzeiten und Workshops angeboten. Das Ploetz fühlt sich vom ersten Besuch wie ein fester Treffpunkt im Kiez an – eine herzlich warme Atmosphäre, wie man sie sich an einem familiengeführten Ort erhofft. 

Text: Robyn Steffen / Fotos: Mohit Amlani

Ploetz, Czeminskistr.4, 10829 Berlin–Schöneberg; Stadtplan

@ploetz.berlin

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