Tarama löffeln, Tsipouro nippen, die Zeit vergessen – ein Besuch bei File Ásto fühlt sich wie ein Kurzurlaub in Griechenland an. Das haben Solomon Papadopoulos und Alex Vezakiadis in Berlin vermisst und so entstand ein Ort im Kollwitzkiez, an dem man ganz ohne Druck ankommt und sich durch kleine Teller probiert – mit der Leichtigkeit, wie man sie eben nur aus dem Urlaub kennt. Inspiration zieht das File Ásto aus der griechischen Kafenio-Kultur: Treffpunkte für Meze, Gespräche und ein Glas Wein zwischendurch. Auf den Tellern landet, was sie selbst gerne essen und teilen wollen: klassische Dips wie Tarama und Tyrokafteri, Tuna Sashimi, saisonale Gemüsegerichte, Fava und griechische Käse- und Wurstspezialitäten. Gekocht wird von Alex selbst, gemeinsam mit Köchin Amalia. Beide bringen Erfahrung aus London, Berlin und den griechischen Inseln von Anafi bis Samothraki mit. Die Zutaten? Fast ausschließlich direkt aus Griechenland, von kleinen Produzent:innen. Dazu gibt’s frisches Brot von Keit und griechische Weine, die von Alexis Fallias, der zuletzt im Remi arbeitete, sorgfältig ausgewählt werden. Wer den Abend lieber alkoholfrei verbringt, findet ebenfalls passende Optionen – mit Plänen, das Angebot noch weiter auszubauen. Bald steht auch ein griechischer Negroni auf der Getränkekarte, ich freue mich drauf. Innen erinnert File Ásto an die Kafenia ihrer Kindheit: Edelstahl trifft auf Holz, die Möbel wurden aus Griechenland mitgebracht oder speziell für die Weinbar angefertigt. Die Wände sind mit Familienfotos früherer Generationen geschmückt. Wer draußen sitzt, schaut auf die Straße, isst an kleinen runden Bistrotischen, trinkt auch bei alleinigem Besuch in großer Gesellschaft – und vergisst für einen Moment, dass man in Berlin ist.
Text & Fotos: Robyn Steffen
File Ásto, Kollwitzstr.26, 10405 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan
@file_asto


