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BERTIE — DAS NEUE BISTRO IM NYC-STYLE MIT BARKONZEPT UND SHARING PLATES

BERTIE — DAS NEUE BISTRO IM NYC-STYLE MIT BARKONZEPT UND SHARING PLATES

Wer sich in seiner freien Zeit mit Freund:innen regelmäßig für einen ausgiebigen Brunch trifft, ist bestimmt schon das ein oder andere Mal im Annelies oder Distrikt Coffee gelandet. Das Konzept im Annelies ist simpel: Gekocht wird mit saisonalen und regionalen Zutaten und neben Klassikern gibt es auf der Karte immer wieder ausgefallene Gerichte, die Du in der Kombination wohl an kaum einem anderen Spot findest. Mit ihrer neuen, und somit dritten Location, setzen Sophie Hardy, Hannes Haake und Matthew Maue auf das bewährte Küchenkonzept – nur eben als Abendvariante: Seit dem Soft Opening Anfang Mai 2024 kannst Du Dich dank des Bertie nun quasi zu jeder Tagesstunde durch die Gerichte von Koch und Mitbegründer Matthew probieren. Mit den großen, bodentiefen Fenstertüren bekommst Du schon beim Vorbeilaufen einen ersten Vorgeschmack auf das, was Dich drinnen erwartet: Die Holzbänke erinnern an klassisch amerikanische Diner Booths, der Bartresen am Eingang mit den Bistrohockern aus Stahl versetzt Dich direkt nach NYC – das Bertie spielt allerdings nicht nur mit der Inneneinrichtung auf die nordamerikanische Metropole an, sondern auch in der Karte spiegelt sie sich wieder. Kein Wunder, denn Matthew ist in den großen Städten der Vereinigten Staaten aufgewachsen und hat sich einmal quer durch New York, Chicago, Brooklyn, San Francisco & Co probiert. Seine Interpretationen kommen im Bertie zum größten Teil als Sharing Plates und Bar-Snacks auf die Teller und eignen sich so auch besonders gut für einen kurzen Abstecher an die Bar.

Deviled Eggs mit geräuchertem Eigelb und Schnittlauch, marinierte Champignons, Fladenbrot mit Bouillabaisse, Muscheln und Safran-Aioli oder ein Caesar Schnitzel mit Salat, Parmesan und Bratensauce – die Karte macht Spaß und lässt mit den unterschiedlichen Portionsgrößen und dem vielseitigen Angebot eigentlich kaum Wünsche übrig. Die frittierten Kartoffeln mit Bouillon Gewürz und Zitronenaioli und die Buffalo Wings mit Ranch und Sellerie haben sich bei mir übrigens schon als feste Lieblingsgerichte im Bertie manifestiert. Wer einen süßen Gaumen hat, kommt bei dem Banana Pudding mit gesalzenen Erdnüssen und Karamellsauce auf seine Kosten (versprochen!). Dazu gibt es Cocktail-Klassiker wie Negronis, Margaritas oder Pisco Sours, selbstverständlich Draft Beer und Naturweine, sowie ein feines Angebot an alkoholfreien Getränken. Aller guten Dinge sind bekanntlich drei – das beweisen Sophie, Hannes und Matthew mit ihrem Bistro Bertie aufs Neue. Reservierungen sind übrigens nicht möglich – das soll zukünftig auch so bleiben – also komm vorbei!

Text & Fotos: Robyn Steffen

Bertie, Schwedter Str.13, 10119 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan

@bertieberlin

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„EAT THE SEA“ IM MAI BEI UUU: HOLZMAKRELEN-DUMPLINGS, RHABARBERTARTE & CHINESISCHE COLD BREW TEES

„EAT THE SEA“ IM MAI BEI UUU: HOLZMAKRELEN-DUMPLINGS, RHABARBERTARTE & CHINESISCHE COLD BREW TEES

Am ersten Maiabend verschlug es mich gen Wedding, genauer gesagt ins UUU. Yuhang Wu und Jonas Borchers begrüßen ein Stammgäst:innen-Paar und mich an der Tür – hinter einem langen Vorhang scheinen Wand- und Bodenfliesen hervor, ein weiterer Raum mit gedeckter Tischtafel in U-Form öffnet sich, sobald Du einen ersten Blick um die Ecke wagst. Das UUU ist ein besonderer Ort: modern, elegant, zurückhaltend und intim. Acht Gäst:innen an einem Tisch, ein festes Acht-Gänge-Menü und Teebegleitung erwarten Dich hier seit September 2020, doch der Mai macht, wie wir wissen, alles neu – auch bei UUU. Allerdings nur temporär – nur im Mai! „Wer in den Bergen lebt, isst die Berge; wer am Meer lebt, isst das Meer“, sagt man in China. Gebündelt in dem neuen Menü „Eat the Sea“, möchte Dir Köchin Yuhang für einen Monat die kulinarische Vielfalt der 14.000 Kilometer langen chinesischen Meeresküste näher bringen. Das übliche Menü legt eine Pause ein, dafür darfst Du frei von der Karte wählen – diese wechselt je nach verfügbarem Fang und eignet sich besonders zum Teilen. Gedämpfte Austern mit Shenyang Dip, Jakobsmuscheln auf Glasnudeln mit fermentiertem Chili und Knoblauch, Holzmakrelen-Dumplings, Röstkartoffeln mit Minze und grünem Spargel: Wie gewohnt bietet die Karte den perfekten Mix aus neu interpretierten Klassikern und besonderen Kombinationen, die nirgendwo besser zueinander finden als bei Yuhangs Gerichten.

Comfort Food wie Dumplings und Glasnudeln werden elegant verfeinert, ohne prätentiös zu wirken und wenn Du mit asiatischer Küche aufgewachsen bist, möchtest Du genau das: Gerichte, die simpel und ehrlich schmecken. Das Ehrliche und Simple zieht sich hier übrigens durch den ganzen Abend: Trotz intimer Atmosphäre (die – sind wir ehrlich – manchmal eher abschreckend als einladend sein kann) fühle ich mich wohl, die Stammgäst:innen lachen herzlich über meine endlose Begeisterung und Jonas, der mir mit so viel Ruhe die Karte erklärt, Empfehlungen ausspricht und dabei alles andere als aufdringlich ist. Während des Pop-ups schenkt Jonas wie gewohnt chinesische Tees als Cold Brews aus, ausnahmsweise stehen im Mai aber auch Longdrinks mit oder ohne Alkohol auf der Karte. Und dann gibt es noch die Wowi-Desserts, die sich sehr, sehr tief in meinem Herzen eingefunden haben: Wenn Du das erste Mal in das Süßkartoffel Mille-Feuille und die Rhabarbertarte mit Zitronengras-Crème und einem weichen Soja-Baiser beißt, wirst Du Dich fragen, warum Du nicht früher auf diesen Geschmack gekommen bist.

Text: Robyn Steffen / Fotos: Robyn Steffen & UUU

UUU, Sprengelstr.15, 13353 Berlin–Wedding; Stadtplan

@uuuberlin

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ALTE TURNHALLE — WOCHENENDBRUNCH UND APERITIVO ZWISCHEN KRONLEUCHTERN, BÄUMEN UND DENKMALGESCHÜTZTEN FASSADEN

ALTE TURNHALLE — WOCHENENDBRUNCH UND APERITIVO ZWISCHEN KRONLEUCHTERN, BÄUMEN UND DENKMALGESCHÜTZTEN FASSADEN

Wie sehr freue ich mich, dass Du endlich vorbei bist, lieber April – Dein Besuch hat sich dieses Jahr mal wieder wie eine Ewigkeit angefühlt. Zeit, die Wintersachen endgültig in die hinterste Ecke des Schrankes zu packen und wieder so viel Zeit wie möglich draußen zu verbringen. Besonders gut kannst Du das seit letzter Woche (26.04.2024) wieder im Sommergarten der Alten Turnhalle. Zwischen Bäumen und Obststräuchern wird Dir hier jeden Tag ab 15h eine grüne Oase für einen ausgelassenen Nachmittag angeboten, ab 16h kannst Du Dich durch die Sommerkarte probieren: Klassische Brat- und Currywurst, Fish & Chips, kleine Starter wie Bruschetta oder gemischte Platten zum Teilen mit saisonalem Grillgemüse, Salate und Ofenkartoffeln – dazu ein Lillet Berry, Spritz oder eins der Biere vom Fass. Besonders eignet sich der Garten auch für Abende, an denen Du Dich mit einer größeren Freundesgruppe verabreden willst, und wir wissen alle: So einfach ist es in Berlin nicht immer, einen großen Tisch auf die Schnelle zu bekommen. Am Wochenende lohnt es sich, einen Blick nach Drinnen zu werfen, denn Brunch in einer alten Turnhalle zwischen Leitersprossen, originalem Parkettfußboden aus den 1950er und denkmalgeschützten Fassaden, klingt ganz schön ausgefallen, wenn Du mich fragst.

Seit 2017 wird die Alte Turnhalle als Restaurant und Eventlocation betrieben: Im 500 Quadratmeter großen Saal mit sieben Meter hohen Tonnengewölben und Kronleuchtern gibt es an jedem Wochenende ab 10h ein großes Buffet mit einer abwechslungsreichen, saisonalen Auswahl an warmen und kalten Speisen, und auch Vegetarier:innen und Veganer:innen kommen hier auf ihre Kosten. Neben Kaffee und Prosecco gibt es hauseigene „Botanical Latte“, wie zum Beispiel der „Blue Balance“ mit Lavendel, Cashews und Weihrauch, oder der „Purple Chai“ mit Lucuma, Süßkartoffel und Chai. Platz für den Nachtisch solltest Du trotz des großen herzhaften Angebots lassen, denn wer sich eine (oder zwei) Waffel(n) von der hauseigenen Waffelstation entgehen lässt, ist selbst Schuld!

Text & Fotos: Robyn Steffen 

Alte Turnhalle, Holteistr.6–9, 10245 Berlin–Friedrichshain; Stadtplan

@alteturnhalle

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TAPAS & PINTXOS FÜR ALLE: DAS EL COLMADO AM KU’DAMM SETZT AUF MEDITERRANE GASTFREUNDSCHAFT UND SPANISCHE KLASSIKER

TAPAS & PINTXOS FÜR ALLE: DAS EL COLMADO AM KU’DAMM SETZT AUF MEDITERRANE GASTFREUNDSCHAFT UND SPANISCHE KLASSIKER

Tempranillo – gehört haben das sicher die meisten schon einmal. Bisher waren meine Kenntnisse über die Herkunft dieser Traube aber begrenzt. Jetzt weiß ich: Sie ist im Herzen Spaniens zuhause, genau wie Queso Castellano und Leche Frita. Die Region im Landesinneren mit Städten wie Valladolid und Salamanca hat allerhand Spezialitäten zu bieten – für eine Kostprobe musst Du aber nur bis zum Ku’damm. Hier findest Du das El Colmado, was auf Deutsch so viel heißt wie Lebensmittelhändler:in. Aber das ist reichlich untertrieben: Neben Spezialitäten für daheim und zusammengestellten Präsentkörben bekommst Du hier netterweise auch frisch Zubereitetes. Tapas – und Pintxos! Pintxos, das sind quasi die kleinen Brüder der Tapas: Kleine Snacks, meist auf Brot oder auf einem Stick serviert – eine Spezialität aus dem Baskenland. Falls Du kleine Häppchen liebst, wirst Du hier in der Tapas Bar also garantiert glücklich. Aber auch wenn Du gerne mit vielen Freund:innen zusammensitzt und teilst, denn Paella darf bei einem echten spanischen Restaurantnatürlich nicht fehlen (mit Sepia eingefärbt); die gibt’s übrigens hier auch als Veggie-Version. Und das mit dem „echt spanisch“ muss Dir nicht spanisch vorkommen (ha ha), denn das ist hier sogar approved, per Gütesiegel – verliehen von der spanischen Wirtschafts- und Handelsabteilung.

Aber Du könntest den Genuss auch königlich nennen, denn wenn der spanische König mal in Berlin vorbeischaut, bekommt er mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Leckereien von El Colmado serviert; die Botschaft ist eine:r der Catering-Kund:innen des Unternehmer:innen-Paars. Noch bis Ende Mai (31.05.2024) hat das 2017 von Ubaldo Valverde González und Maria del Mar Reines eröffnete Restaurant auch eine Kooperation mit der spanischen Region Castilla y León am Start: Es gibt unter anderem „Croquetas rellenas de Cecina de León“ (mit Fleisch gefüllte Kroketten), „Chuletón de Ávila con pimientos del Bierzo“ (T-Bone Steak mit Paprika aus Bierzo) und „Carrillada de cerdo ibérico en vino tinto de Ribera del Duero“ (Schweinebäckchen in Rotweinsauce aus Ribera del Duero). Und ganz nebenbei geht für jeden Besuch bei El Colmado jeweils eine Mahlzeit an vier hungrige Kinder in Zusammenarbeit mit der NGO Mary’s Meals, die an jedem Schultag 2.429.182 Kinder in einigen der ärmsten Länder der Welt mit einer nahrhaften Mahlzeit in der Schule versorgen. Für Veganer:innen wird’s bei El Colmado auf den ersten Blick nicht leicht – mit Gerichten wie Pimientos de Padrón, Tortilla und der spanischen Käseauswahl kommst Du dann aber doch auf Deine Kosten. Also, passend zur Einstimmung auf Sommertemperaturen: Ein Glas Tempranillo und natürlich baskischen Käsekuchen als krönender Abschluss!

Text: Maria Mayer / Fotos: Robyn Steffen

El Colmado, Joachimsthaler Str.10–12, 10719 Berlin–Charlottenburg; Stadtplan

@el_colmado_berlin

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LÄSSIG ELEGANTES DINING IM PARS — AB JETZT AUCH À LA CARTE GENIESSEN

LÄSSIG ELEGANTES DINING IM PARS — AB JETZT AUCH À LA CARTE GENIESSEN

Wenn Du unsere Newsletter regelmäßig verfolgst, wird es Dich kaum überraschen, dass wir ausgesprochen große Fans von Pars sind. Bald lassen sich die Male, die wir bereits über Kristiane Kegelmanns Restaurant und Pralinen berichtet haben, nicht mehr an einer Hand abzählen. Hinter Pars stehen drei Frauen, die gemeinsam einen einzigartigen Ort für Casual Fine Dining geschaffen haben: Inhaberin und Gastgeberin Kristiane Kegelmann, Küchenchefin Alina Jakobsmeier und Sommelière Julia Giese verbinden hier anspruchsvolles Handwerk mit viel Feingefühl – dabei entstehen komplexe, vielschichtige Gerichte aus saisonalen Zutaten kleiner Produzent:innen. Neben dem saisonalen Menü bietet das Pars seit gestern (01.05.2024) auch Gerichte à la carte an: Verzichten musst Du dabei auf nichts – ganz im Gegenteil: Du entscheidest selbst, was bei Deinem Besuch an den Tisch gebracht wird. Angeboten werden zum Teil die gleichen feinen Speisen aus der festen Menüfolge, nur eben ohne Menü-Zwang. Dazu gibt es weitere größere Speisen, die speziell für das à la carte Angebot konzipiert wurden – natürlich wechselnd je nach Saison und besten Zutaten. Mit dem à la carte Konzept möchte Kristiane vor allem eines: mehr Menschen einen Zugang zu ihrer Küche ermöglichen – egal, wie groß der Hunger oder Geldbeutel ist. Zwischen Stuckreliefs an den Wänden, Würfelparkett und Kunstwerken von Berliner Künstler:innen lässt es sich hier mit einem Glas Wein und der ein oder anderen Speise besonders lässig – und doch fein und elegant – verweilen.

Text: Robyn Steffen / Fotos: Caroline Prange, Franz Grunewald, Pujan Shakupa

Pars, Grolmanstr.53–54, 10623 Berlin–Charlottenburg; map

@pars.berlin

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