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ZWISCHEN COMFORT FOOD UND DAYTIME DRINKS — BARI BEIM MAYBACHUFER

ZWISCHEN COMFORT FOOD UND DAYTIME DRINKS — BARI BEIM MAYBACHUFER

Nach über zwanzig Jahren Gastro-Erfahrung, vor allem über Events und Pop-up-Bars, hatte Eva Drohner irgendwann Lust auf einen festen Ort. Aus diesem Wunsch heraus ist Bari entstanden: ein Treffpunkt für Daytime Drinks und ein paar entspannte Stunden am Maybachufer in Kreuzberg. Das lebendige Lokal verbindet italienisch-amerikanische Küche mit einer Portion Nostalgie – klassische Comfort-Food-Gerichte werden hier neu interpretiert. Auf der Karte stehen etwa Schnitzel mit Tomatensauce und geschmolzenem Käse, am besten bestellst Du dazu einen Cocktail (oder zwei). Dass italienisch-amerikanisches Essen in Berlin bisher kaum vertreten war, wollten Eva und ihr Team ändern. Lucas Klemm hat dafür ein kreatives Menü entwickelt, das amerikanische Classics mit traditionellen italienischen Rezepten verbindet, unterstützt von Virginia Vallesi beim Feinschliff der Gerichte. Das Ergebnis: hausgemachtes Essen mit modernem Spin – darunter Parmigiana und Rigatoni Ragu Bianci, ein Familienrezept, das Klemm von seiner Mutter hat. Ein echtes Highlight ist der Baby Gem Salad: ein überraschend simples, aber geschmacklich starkes Zusammenspiel aus Salat, karamellisierten Cashews und Radieschen, getoppt mit dem beliebten Ranch-Dressing. Ein Gericht, das vermutlich schnell zum Bestseller wird. Weil Bari vor allem ein Ort für lange Nachmittage und Daydrinking sein möchte, spielt auch die Bar eine zentrale Rolle. Klassiker mit italienischen Spirituosen wie Campari, Amaro und Vermouth werden neu gedacht – etwa im Negroni, Americano oder dem Fluffy Garibaldi.

Wer es leichter mag, findet mit Margarita oder der kreativen Muddy Paloma passende Drinks für den Tag. Und falls Du gerade nicht in Cocktail-Stimmung bist, warten Meckatzer Bier, Shots und eine Auswahl alkoholfreier Alternativen auf Dich. In Zukunft soll das Bar-Erlebnis noch weiter wachsen – mit eigenen Signature Drinks und hausgemachten Infusionen. Aber bis dahin heißt es: Platz nehmen (draußen oder drinnen!), einen Drink bestellen und sich durch die Comfort-Food-Karte probieren. Bari ist gemacht für entspannte Nachmittage, gute Gespräche und genau die Art von Treffen, die gerne mal länger dauern als vorhergesehen.

Text: Yolanda Evans / Fotos: Mohit Amlani

Bari, Friedelstr.37, 12047 Berlin–Neukölln; Stadtplan

@bari.berlin

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FUSIONSKÜCHE, DRINKS UND ITALO-DISCO IM BUSSI & AMORE IN POTSDAM

FUSIONSKÜCHE, DRINKS UND ITALO-DISCO IM BUSSI & AMORE IN POTSDAM

Potsdam? Viele verbinden die Stadt in erster Linie mit Schlössern und historischen Fassaden. Dabei lohnt sich ein Blick abseits der bekannten Architektur. Im Holländischen Viertel, zwischen roten Backsteinhäusern, kleinen unabhängigen Läden und Cafés, kannst Du eine andere Seite der Stadt entdecken. Genau hier, in der Benkertstraße, reiht sich das Bussi & Amore ganz selbstverständlich ins Straßenbild ein. Und ähnlich wie Potsdam selbst verbindet das Lokal Vertrautes mit neuen Einflüssen. Von morgens bis abends gibt’s österreichisch inspirierte Gerichte von Brunch bis Dinner, begleitet von Aperitifs und Wein. 2024 von Julia Gockeln und Andreas Hauke als zweites Lokal neben dem Österelli gegründet, steht bei beiden Projekten vor allem eines im Mittelpunkt: gutes Essen und eine entspannte Atmosphäre. Sowohl drinnen als auch draußen findet man schnell seinen Platz. Innen treffen schwarz marmorierte Tische auf farbenfrohe Gemälde, einen grün gefliesten Bartresen und kleine Details wie eine Discokugel, die dem Raum etwas Spielerisches verleihen. Draußen sitzt man mitten im Holländischen Viertel, umgeben von kleinen Läden und Cafés, vor einer Kulisse aus den charakteristischen Backsteinfassaden. Hier entsteht fast von selbst ein Gefühl von Urlaub – auch weil Tourist:innen und Potsdamer:innen gleichermaßen durch die Gassen spazieren und sich bekannte und neue Gesichter begegnen.

Spannend ist, wie sich das Bussi & Amore über den Tag hinweg verändert: Die Kombination aus historischer Kulisse und zeitgenössischer Atmosphäre spiegelt sich auch auf der Speisekarte wider. Wer morgens in Potsdam in den Tag startet: Die Karte bietet Klassiker wie Eggs Benedict mit Avocado oder eine Acai Bowl mit Obst und Erdnussbutter. Mein Favorit für warme Tage: ein entspannter Brunch mit kalten Mimosas. Mittags erwarten Dich Gerichte wie das Backhendl-Sandwich mit Brioche, Coleslaw und Pommes, das durch Sriracha und Pesto eine andere Richtung einschlägt. Bekannte Geschmäcker werden hier dezent mit etwas anderen Noten kombiniert. Noch etwas experimenteller wird es bei Burrata mit Rhabarber, Tomatensorbet und Kräuteröl, die besonders an heißen Tagen gut funktioniert. Die Grammelknödel mit Kraut -oder der Avocado- und Burrata-Toast mit Crispy Chili spielen ebenfalls mit dieser Mischung aus Vertrautem und Neuem. Mein Favorit bleibt der karamellisierte Kaiserschmarrn mit Apfelkompott, Mandeln und Rosinen. Neben kuratiertem Essen kann das Bussi & Amore aber auch noch mehr. Wer gerne schlemmt und tanzt, findet bei Events wie „Urlaub im Glas“ vielleicht genau das Richtige: Abende mit Aperitifs, Wein und einem Live-DJ, der Italo-Disco auflegt. Klar wird: Je nachdem, wann man vorbeikommt, zeigt sich das Bussi & Amore immer wieder von einer anderen Seite. Vielleicht ist es genau die Art von Ort, die aus einem kurzen Potsdam-Besuch plötzlich einen längeren macht.

Text & Fotos: Isabelle Marten

Bussi & Amore, Benkertstr.19, 14467 Potsdam; Stadtplan

@bussi_und_amore

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EIN FANG IN MITTE: AUSTERN, CEVICHE & YUZU HIGHLIGHTS BEI FAT HENRY

EIN FANG IN MITTE: AUSTERN, CEVICHE & YUZU HIGHLIGHTS BEI FAT HENRY

Vor einigen Jahren machte sich Fabi Eberlein auf Weltreise, um neue Abenteuer zu erleben. Stattdessen kam er mit der Idee eines neuen Restaurants zurück nach Berlin. Inspiriert von seiner Zeit in Asien, seiner Leidenschaft fürs Hochseefischen und der Frage, was ein wirklich besonderes Restauranterlebnis ausmacht, gründete er Fat Henry – ein Restaurant, das sich auf Seafood fokussiert, in einer ruhigen Ecke in Mitte. Hier wird man zum entspannten, ungezwungenen Genießen eingeladen. Seinen Anfang nahm Fat Henry als Austernstand auf dem Markt. Auf diesem Weg lernte Fabi Menschen kennen, die bis heute zum festen Kern des Teams gehören – darunter auch die Küchenchefs von Fat Henry. Zwar orientiert sich die Speisekarte an der japanisch-peruanischen Fusionsküche, doch Chef Hai und Milan lassen sich weder von einer bestimmten Küche noch von traditionellen Konzepten einschränken. Stattdessen verfolgt das Küchenteam einen kreativen Ansatz und entwickelt die Gerichte kontinuierlich weiter – inspiriert von saisonalen Zutaten, neuen Produkten und frischen Ideen. Für uns begann der Abend natürlich mit einer Austern-Variation: klassisch mit Mignonette, mit Wasabi-Salsa, Yuzu-Salz und Fat Henrys eigener Kimchi-Gewürzmischung. Danach folgte das White Fish Ceviche mit Yuzu und Kokosmilch, das mit seiner frischen Zitrusnote und angenehmen Leichtigkeit überzeugte – und dank seiner leuchtenden Farben auch optisch einiges hermachte.

Der fettige Balfegó Bluefin Tuna mit Ponzu zerging dagegen förmlich auf der Zunge. Passend zur wiederkehrenden Yuzu-Note kombinierten wir ihn mit dem Yuzu Sour auf Basis von Roku Gin sowie dem Shiso Smash, einem neuen Cocktail auf der Karte, den wir jederzeit nochmal bestellen würden. Auch wenn Fisch klar im Mittelpunkt steht – nicht zuletzt ist er das Logo des Restaurants – gibt es ebenso vegetarische und vegane Optionen. Wir probierten die Sriracha Rice Bowl mit Avocado und Erdbeeren: ein Gericht, das zunächst überraschend schlicht wirkt, geschmacklich jedoch mit viel Tiefe und Intensität punktet. Das Interieur von Fat Henry wirkt, als wäre es direkt einem unserer Pinterest-Boards entsprungen. Inspiriert von Mid-Century-Modern-Architektur und -Design schafft der Raum eine warme, intime Atmosphäre, ohne dabei an Charakter einzubüßen. Überall gibt es Details zu entdecken. Verantwortlich dafür ist unter anderem Fabis jüngere Schwester Franzi, die gemeinsam mit Lily und Jessica von Kore Projects das Konzept zum Leben erweckte. Zusammen mit Felix Klein Design entstanden außerdem die maßgefertigten Holzarbeiten und Möbelstücke, die den Charakter des Raums entscheidend prägen. Die Hocker wiederum wurden von Valentin Lilgenau entworfen. Ob für Austern, Thunfisch oder einfach einen gelungenen Abend: Fat Henry ist einer dieser Orte, die von Kreativität, Neugier und einem Team leben, das sichtbar Freude an dem hat, was es tut.

Text: Stefania Basano / Fotos: Isabelle Marten

Fat Henry, Joachimstr.7, 10119 Berlin–Mitte; Stadtplan

@fathenryberlin

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IN DREI GÄNGEN DURCH BERLIN — DIE RESTAURANTWEEK BERLIN 2026

IN DREI GÄNGEN DURCH BERLIN — DIE RESTAURANTWEEK BERLIN 2026

„Da wollte ich schon ewig hin.“ ist vermutlich einer der am häufigsten ausgesprochenen Sätze in Berlin. Meistens fällt er im Gespräch über Restaurants. Und meistens sitze ich ihn aus – in einem meiner drei Lieblingslokale. Die RestaurantWeek Berlin (03.–28.06.2026) ist da, um ein paar dieser Pläne endlich einzulösen, bevor ich wieder das Gleiche bestelle. Für knapp vier Wochen im Juni wird die Stadt selbst zur gemeinsamen Karte: Rund 50 Restaurants in Berlin nehmen an der RestaurantWeek teil und öffnen ihre Küchen mit eigens entwickelten Drei-Gänge-Menüs: Kreationen, die speziell für das Festival konzipiert wurden, aber trotzdem einen kleinen Einblick in das geben, was sonst den ganzen Abend ausmacht. Und so kommen sie auf den Tisch: in drei Steps, in zwei festen Preisstufen, jeweils mittags oder abends. Unter den Teilnehmenden sind vertraute Adressen, neue Konzepte, Fine Dining und Orte, die noch ganz am Anfang stehen, wie zum Beispiel Zum Heiligen Teufel, Heimlich Treu, Crackers oder Klinke – neben vielen weiteren, die sich erst kurz vor Festivalstart vollständig zeigen. Dann werden auch alle Menüs und Reservierungen online veröffentlicht. Die RestaurantWeek hat in anderen europäischen Städten längst ihren Platz gefunden, in diesem Jahr findet sie erstmals ausschließlich in Berlin statt. Bis dahin bleibt genug Zeit, über die Frage nachzudenken, warum wir eigentlich immer wieder das Gleiche bestellen.

Text: Emma Zylla / Fotos: RestaurantWeek

RestaurantWeek Berlin 2026, 03.–28.06.2026. Tickets gibt’s hier.

@restaurantweek_de

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ZWISCHEN ALGARVE UND URAL — MODERNE EUROPÄISCHE KÜCHE IM ALMI BISTRO

ZWISCHEN ALGARVE UND URAL — MODERNE EUROPÄISCHE KÜCHE IM ALMI BISTRO

An einem lauen Frühlingsabend fand sich ein Teil des Cee Cee und Cee Cee Creative Teams zusammen, um gemeinsam zu essen, zu lauschen, anzustoßen und den Tag ausklingen zu lassen. Mit dem Almi Bistro zwischen Mitte und Prenzlauer Berg hatten wir dafür genau den richtigen Spot gefunden. Roséfarbene Steintische, rot lackierte Regale und Barfronten, cremefarbene Wände, schwere Vorhänge und warmes Licht geben dem Almi eine besondere Ruhe. Das Interieur entstand in Zusammenarbeit mit dem georgischen Designbüro NWDS und versteht sich als zeitgenössische Hommage an das Berliner Nachbarschaftslokal. Im Sommer kommen noch zahlreiche Plätze rund um das Restaurant dazu. Wir haben uns einmal quer durch die raffinierte Bistro-Küche von Almaz Iskakov probiert; die Karte ist saisonal gedacht und bewusst auf ein entspanntes À-la-carte-Format ausgelegt. Auf unserem Tisch landeten unter anderem kantabrische Sardellen mit gebackenem Lauch, geröstete Artischocken mit weißem Miso-Sabayon und Seebarsch-Tatar mit Yuzu-Kosho, fluffiges Brot von Cena, ein butterzartes Steak und zum Abschluss Meringue mit Kokosmousse und Zitronensorbet. Besonders hängen geblieben sind uns auch die eingelegten Oliven.

Die Weinkarte setzt auf europäische Kleinproduzent:innen, dazu kommen saisonale Cocktails sowie Schnäpse und Liköre deutscher Manufakturen mit Schwerpunkt auf dem Schwarzwald und Berlin. Wenn es etwas Besonderes sein soll, probier doch Cocktails wie den „Perfect Blue“ oder den „Normandie Apple Spritz“. Das Almi Bistro hat sich an dem Abend für uns wie eine Kurzreise mit guten Freund:innen durch Europas Küchen angefühlt: warm, entspannt und einladend. Umso mehr freue ich mich auf laue Sommerabende in der Schwedter Straße vor dem Restaurant, mit einem Glas Wein in der Hand und guten Gesprächen. Der Sommer kann kommen!

Text: Nicole Meckel / Fotos: Sabīne Zoltnere

Almi Bistro, Schwedter Str.18, 10119 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan

@almi.bistro

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