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RACHAEL JENNINGS EMPFIEHLT: COMMONGROUND

RACHAEL JENNINGS EMPFIEHLT: COMMONGROUND

Brunchen in Berlin? Nichts leichter als das. Verantwortlich dafür sind unter anderem jene Aussies, die qualitativ hochwertigen Kaffee und eine interessante Brunchkultur aus Down Under mitgebracht haben. Zwei dieser kulinarischen Botschafter sind Morgan Love und James Maguire – die Begründer von Commonground. Die Cousins begannen 2013 mit Silo Coffee in Friedrichshain, einige Jahre später erweiterten sie ihren Radius bis ins lebhafte Circus Hotel am Rosenthaler Platz und versorgen dort Bar, Restaurant und Lobby mit ihren Kaffeespezialitäten. Aber zurück zum Brunch: Commonground interpretiert Comfort Food erfrischend neu. Räucherlachs auf wunderbar knusprigem Toast von der Bäckerei Sironi wird mit einer leichten, cremigen Eiermousse mit Raucharoma serviert. Der Avocadotoast kommt mit dünnen, knackigen Apfelschnitzen und einem Hauch Wasabi. Ganz besonders mag ich den Blumenkohl-Linsen-Salat mit würzigem Radicchio und einem originellen Dressing aus Sonnenblumenkernen. All das lässt sich vorzüglich mit einer der besten Bloody Marys der Stadt kombinieren, deren Zitrusnote schön ausgewogen ist. Beim Brunchen sitzt Du in modernem, schlichtem Ambiente, das dennoch äußerst einladend daher kommt. Danach locken die begrünten Ecken zum Verweilen bei einem Jungle Bird Cocktail – einem Gläschen tropischer, bitter-süßer Perfektion. Falls Du das nächste Mal verkatert an einem regnerischen Tag am Rosenthaler Platz sein solltest: Tritt ein und tanke auf… (Text: Rachael Jennings / Fotos: Commonground)

Rachael Jennings ist Architektin/Designerin sowie Gründerin von Cohort Design. Nach einer Auszeit in New York ist die Irin wieder in Berlin, wo sie gerne radelnd unterwegs ist – auf der Suche nach leckerem Essen, Drinks und Abenteuern an der frischen Luft.

Commonground, Rosenthalerstr.1, 10119 Berlin–Mitte; Stadtplan
Mo–Do 7.30-24h, Fr 7.30–2h, Sa 8.30–2h, So 8.30–24h
@commonground.bln

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ZEYNEP LOKMANOGLU EMPFIEHLT: LIU CHUAN CHUAN XIANG UND NUDELHAUS

ZEYNEP LOKMANOGLU EMPFIEHLT: LIU CHUAN CHUAN XIANG UND NUDELHAUS

Gerade als ich mich von dem Gedanken verabschieden wollte, dass meine Geschmacksnerven jemals das brennend-sedierende Gefühl von Szechuanpfeffer in Berlin erleben würden, entdeckte ich Liu 成都味道 Chuan Chuan Xiang und das Nudelhaus. Der Nudelladen im Chengdu–Stil wird von Liu Linqian und ihrem Mann Bernhard Sroka betrieben und liegt unweit an der U-Bahnhaltestelle “Stadtmitte”. Alles fing damit an, dass die in Chengdu geborene Profibäckerin in Berlin keine Nudeln finden konnte, die ihr schmeckten. Sie begann daraufhin in der Küche zu experimentieren und wurde schnell in den chinesischen Expatkreisen der Stadt bekannt. Der Laden ist vollkommen schnörkellos: Du bestellst an der Theke, nimmst Platz und genießt die hervorragenden Nudeln. Dabei umgeben Dich eine Horde verspielter Pandas: Sie halten Strohhalme, weisen den Weg zur Toilette und tollen sich neckisch auf der Getränkekarte. Wenn Du wie ich pikantes Essen liebst, bestelle Dir am besten die schärfste Variante – und etwas Kokosmilch als Safeword. Für alle, die es nicht so würzig mögen, gibt es milde Alternativen. Alle Gerichte sind äußerst köstlich – mein persönlicher Favorit sind die Sichuan Zhajiang Nudeln. Am Wochenende kannst Du Dich auf köstlichen Hot Pot freuen: mit sagenhaften zweiundzwanzig Gewürzen aus Südwestchina. (Text: Zeynep Lokmanoglu / Fotos: Mina Aichhorn)

Zeynep Lokmanoglu ist 2018 nach Berlin gezogen, nachdem sie den lange in New York gewohnt hat. Sie arbeitet aktuell an einem Kurzgeschichtenband und liebt den “Kaffee und Kuchen”- Lifestyle.

Liu 成都味道 Chuan Chuan Xiang und Nudelhaus, Kronenstr.72, 10117 Berlin–Mitte; Stadtplan
Nudeln: täglich 11.30–15h
Chuan Chuan Hot Pot: Fr-So 16.30–22h
@liuchengduweidao

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OTTO: DEUTSCHES COMFORT FOOD UND NATURWEINE VON VADIM OTTO URSUS UND JAN HUGEL IM MRS ROBINSON’S

OTTO: DEUTSCHES COMFORT FOOD UND NATURWEINE VON VADIM OTTO URSUS UND JAN HUGEL IM MRS ROBINSON’S

Vadim und Jan haben etwas gemeinsam: die Wertschätzung für hochwertige Produkte – und seit Kurzem auch ein Pop-up-Restaurant. Und das heißt Otto, weil Vadim und Jan auch diesen Vornamen teilen. Bestellt wird hier à la Carte und die Portionen sind passend zum Teilen mit Freunden. Pflicht ist das Beutebrot der Bäckerei Domberger mit Koji-Butter und Pickles, dazu auf Wunsch ein Solei. Weiter geht es mit Wildschwein-Tatar und geräuchertem, in Spitzkohl eingewickeltem Stör, dazu ein Dip aus gebeiztem Eigelb – das ist deutsches Comfort Food in Vollendung. Ebenso die Rote Bete mit Schlehe, Oxalis und Rahmjoghurt, die nicht nur aussieht wie abstrakte Kunst, sondern auch formvollendet schmeckt. Durch alle Gerichte zieht sich Vadims Herzensthema Fermentation – im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin experimentiert der 27-Jährige mit dem, was Brandenburg liefert. Unbedingt Platz lassen sollte man auch für das Dessert, etwa für den Dörrpflaumen-Kuchen mit schwarzer Walnuss. Der temporär vom Wagner Cocktail Bistro freigestellte Jan Hugel versorgt uns dazu mit grandiosen deutschen Naturweinen. Regionalität hat selten besser geschmeckt. (Text: Eva Biringer / Fotos: Jason Fasco, Cate Gowers, Marianne Rennella, Vadim Otto Ursus & Mrs Robinson)

Otto x Mrs Robinson’s, Pappelallee 29, 10437 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan
14.02.–11.03.2019; Do–Mo, 18–23.30h
@mrsrobinsonsberlin
@otto_berlin

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GENAZVALE: GEORGISCHE KÜCHE EMPFOHLEN VON NELE KRÖGER

GENAZVALE: GEORGISCHE KÜCHE EMPFOHLEN VON NELE KRÖGER

Georgien, das Land zwischen Kaukasus und Schwarzem Meer, noch nicht ganz Asien, aber irgendwie immer noch Europa, steht für Gastfreundlichkeit, reichlich Wein und vor allem: gutes Essen. Das gibt es in Berlin nirgendwo in so gekonnt authentisch-inszenierter Atmosphäre wie im Genazvale am Hohenzollerndamm. Beim Betreten überwältigen die verzierten Decken und hohen Wände, geschmückt mit georgischer Landschaftsmalerei, die vielen Weinflaschen, traditionellen Püppchen und Gewänder. Ein von Kronleuchtern beschienener, prachtvoller Kitsch, dessen Betrachtung die Wartezeit auf das Essen angenehm verkürzt. Satt gesehen, aber hungrig geht es an die Vorspeisen. Hier spielt die Walnuss als wichtige Zutat der georgischen Küche eine zentrale Rolle: so ist die Pchali-Vorspeisenplatte ein Muss; Pchali sind mit Walnuss durchsetzte Bällchen, die aus Spinat, Rote Bete und Aubergine bestehen. Dazu schmecken die Khinkali, traditionell gedrehte Nudelteigtaschen mit Käse oder Fleisch. Bei der Hauptspeise kann beispielsweise zwischen Kalbfleisch mit Kräutern und Trockenpflaumen oder Hähnchen in Knoblauchmilchsoße gewählt werden. Dass georgisch nichts für Vegetarier sei, kann aber widerlegt werden. Und zu allem natürlich Wein! Didi madloba (vielen Dank)! (Text: Nele Kröger / Fotos: Pamina Aichhorn)

Autorin und Redakteurin Nele Kröger lebt seit 2016 in Berlin und ist nach vielen Umzügen in Friedrichshain angekommen.

Genazvale, Hohenzollerndamm 33, 10713 Berlin–Wilmersdorf; Stadtplan
Mo–Fr 15-24h, Sa–So 14–24h

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YAFO: MULTIKULTI-KÜCHE AUS TEL AVIV EMPFOHLEN VON YASHA WALLIN

YAFO: MULTIKULTI-KÜCHE AUS TEL AVIV EMPFOHLEN VON YASHA WALLIN

Wenn Du Deinen Hummus mit einer Extraportion authentischer Atmosphäre genießen möchtest, bist Du bei Yafo genau richtig. Inspiriert von der 4000 Jahre alten Hafenstadt nahe Tel Aviv, wo Juden, Muslime und Christen Seite an Seite leben, steht auch hier – in einem der besten israelischen Restaurants in Mitte – diese Offenheit im Mittelpunkt. Dass es multikulturell zugeht, zeigt schon die Speisekarte: auf Arabisch, Hebräisch, Deutsch und Englisch. Und entgegen dem in Berlin weit verbreiteten eher flüchtigen Service, wirst Du bei Yafo herzlich und gastfreundlich empfangen. Vergleichbar ist das Gefühl vielleicht mit dem Besuch in einem belebten Wohnzimmer von Familienmitgliedern – vor allem, wenn sie zu der Sorte Verwandtschaft gehören, die großzügig Shots des aus dem Nahen Osten stammenden Schnapses Arak reicht. Zu Essen gibt es üppige Portionen mit cremigem Hummus, ganze, auf den Punkt geröstete Blumenkohlköpfe und wechselnde Lammvariationen – gehackt, gewürzt oder als Kebab serviert. Bei Yafo kannst Du lunchen oder, was ich persönlich am liebsten mag, abends an der Bar speisen. (Text: Yasha Wallin / Fotos: Mina Aichhorn & Yafo)

Seit 2013 nennt Yasha Wallin, gebürtig aus dem sonnigen Kalifornien, Berlin ihr Zuhause. Um ihre Hummus-Sucht zu befriedigen, arbeitet sie im Bereich Business Development bei H&M und als Redakteurin für A Hotel Life.

Yafo, Gormannstr.17b, 10119 Berlin-Mitte; Stadtplan
Täglich 12-3h

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