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REMI — MODERN LUNCHEN ODER LÄSSIG DINIEREN IN DER FEINSCHMECKER-KANTINE IM SUHRKAMP-HAUS

REMI — MODERN LUNCHEN ODER LÄSSIG DINIEREN IN DER FEINSCHMECKER-KANTINE IM SUHRKAMP-HAUS

An kaum einem Ort in Berlin ist Literatur so lebendig wie in der neuen Suhrkamp-Haus-Kantine. In einem wenig belebten Abschnitt der Torstraße wurde von der Architektin Ester Bruzkus ein großzügiges, elegant in die Umgebung eingebettetes Erdgeschosslokal gestaltet. Für die Verpflegung ist hier Stijn Remi verantwortlich. Was er gemeinsam mit Lode van Zuylen im Kreuzberger Lokal Lode & Stijn vollbringt, kennen und lieben wir bereits. Im Remi geht es nun etwas entspannter zu. Hier kommt das Sauerteigbrot von Albatross, der Kombucha vom Fass. Beinahe fleischig ist die gebackene Rote Bete mit Haselnuss, Brombeere und gefrorenem Feta, sommerlich leicht der gebeizte Glattbutt mit Edelpflaumen, Gurke und Chili. Als Zwischengang überzeugen die perfekt gegarten Miesmuscheltagliolini ebenso wie die Makrele, die schlicht mit in Joghurt marinierten Kohlrabi-Noodles serviert wird. Die als Hauptgang servierten Gnocchi mit Edelpilzen, Spinat und Molkesauce, stimmen mit ihrer beruhigenden Erdigkeit schon mal ein auf den Herbst. Unbedingt das Dessert Choux à la Crème bestellen: Kardamomeis, Sahne und marinierte Pflaumen, eingebettet zwischen zwei Brandteighälften. Was für ein lebendiger, weltgewandter Ort – und schon jetzt Fixpunkt der belesenen Stadt. (Text: Eva Biringer / Fotos: Robert Rieger & Ramona Razaghmanesh)

Remi, Torstr.48, 10119 Berlin–Mitte; Stadtplan
Di–Sa 12–22h

@restaurant_remi

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OSTERBERGER RESTAURANT: EINE KLASSE FÜR SICH — EMPFOHLEN VON ANGIE ZIEHMANN

OSTERBERGER RESTAURANT: EINE KLASSE FÜR SICH — EMPFOHLEN VON ANGIE ZIEHMANN

Erst vor kurzem eröffnete das Osterberger Restaurant direkt neben Schinkels St. Elisabethkirche in Mitte – dennoch hat es sich unter Kreativen bereits jetzt als neuer Lieblingstreffpunkt etabliert. Klassisch gedeckte Tische auf dem Trottoir und eine komplett zu öffnende Fensterfassade wirken einladend und lassen den lässigen Anspruch erkennen, der sich wie eine rote Linie durch das Restaurant zieht. Die bewusst gewählte Materialität und Raffinesse, mit der das Interieur zusammengestellt wurde, sind sowohl elegant als auch zeitlos. Genau das zeigt sich auch auf der saisonal wechselnden Karte: Gebackene Aubergine mit fein zubereitetem Tomatensugo, gebratener Kabeljau mit Weißweinschaum, Erbsenpüree und Limetten und dazu ein köstlicher, französischer Rosé. Und zum Abschluss? Wie wäre es mit einer Mousse au Chocolat mit Himbeeren und kandiertem Ingwer? Wie auch immer Du Dich entscheidest, das Osterberger ist Bistroküche auf höchstem Niveau. (Text: Angie Ziehmann / Fotos: Nina Trippel, Osterberger Restaurant & Jules Villbrandt)

Angie Ziehmann ist Architektin und Kreativdirektorin (Pink Action). Sie lebt in Berlin und Paris und arbeitet an Projekten auf der ganzen Welt.

Osterberger, Elisabethkirchstr.2, 10115 Berlin–Mitte; Stadtplan
Mi–So ab 18h, Küche von 18–23h
@osterberger_mitte

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SHED — WEINBAR FÜR NATURWEINE UND FEINKOST ZUM MITNEHMEN

SHED — WEINBAR FÜR NATURWEINE UND FEINKOST ZUM MITNEHMEN

Bescheiden sind Darius Suski und Łukasz Sołowiej — denn wie eine Holzhütte mutet das im Januar 2020 eröffnete Shed wirklich nicht an. Lediglich die asymmetrische Schräge an der Decke wirkt hier rustikal. Ansonsten hat das Duo ihrem zweiten Streich (nach der Pizzeria W) mit Marmortischen, Blumenarrangements von Maggie Coker aus dem Hause Rag and Bone Man und verzierten Fliesen eine sehr aparte, aber wohnliche Atmosphäre verliehen. Und wenn erstmal ein Wein aus der umfangreichen Karte auf dem Tisch steht, wird’s wirklich gemütlich. Auf keinen Fall verpassen solltest Du die Schaumweine aus Tschechien. Aber alle Naturweine sind Geschmackserlebnisse, stammen sie doch von kleinen Winzern, die ihre Tropfen hier zum Teil exklusiv anbieten. Als Begleitung zum Rebensaft gibt es eine kleine, feine Auswahl an Speisen: Vorzüglich und perfekt zum Teilen ist die Charcuterie- und Käseplatte, dazu die geräucherte Rinderbrust mit frittierten Kapern und frischem Sauerteigbrot. In Eile oder im Heimgeh-Modus? Dann nimm‘ Dir eine Flasche oder italienische Feinkost mit – das Shed ist gleichzeitig auch Deli! (Text: Scarlett Peeters / Fotos: Savannah van der Niet & Sophie Döring)

Shed, Pannierstr.24 12047 Berlin–Neukölln; Stadtplan
Di–Fr 18–0h, Sa 16–0h
Menü und Tischreservierungen findest Du online.
@shed_berlin

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MÖLLERS KÖTTBULLAR: KUGELRUNDE SCHWEDISCHE HAPPEN IN KREUZBERG

MÖLLERS KÖTTBULLAR: KUGELRUNDE SCHWEDISCHE HAPPEN IN KREUZBERG

Lust auf schwedische Fleischbällchen, aber gerade keinen Bedarf an Möbeln aus einschlägigen Einrichtungshäusern, wo Du Dir die Leckereien normalerweise gönnen kannst? Dann auf in die Köpenicker Straße zu Möllers Köttbullar, der berlinweit ersten Adresse für die nordischen Klopse. Ursprünglich wollte Henrik Möller mit seinen Kochkünsten lediglich seine schwedische Freundin beeindrucken – 2017 entstand daraus die Idee zu einem Foodtruck für Festivals, im Sommer 2020 eröffnete er schließlich gemeinsam mit Michael Hubert das eigene Restaurant im Wrangelkiez. In Windeseile werden hier die köstlichen Köttbullar aus hochwertigen Zutaten serviert, bei denen Nachhaltigkeit oberste Priorität hat. Neben der klassischen Variante aus Rindfleisch, von der Erzeugergemeinschaft der Bauern Schwäbisch Hall, gibt es auch veganen Kartoffelstampf mit brauner Sauce und pflanzliche „Vegibullar“, die gemeinsam mit dem benachbarten Restaurant Maria entstanden sind. Als Beilage zu den Fleischbällchen kannst Du entweder Pommes oder Kartoffelbrei, Gurkensalat und braune Sauce wählen – als Topping gibt es ganz traditionell Preiselbeeren. Möllers Köttbullar ist ein echter Gewinn für die Nachbarschaft – und für alle anderen die Reise an die Spree wert. (Text: Christopher Burrows / Fotos: Ramona Razaghmanesh, Jamil Yassine)

Möllers Köttbullar, Köpenicker Str.190, 10997 Berlin–Kreuzberg, Stadtplan
Mo–Fr 12–20h, Sa 13–21h
@moellerskoettbullar

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HINTERLAND: KÖSTLICHKEITEN VOM HOF DIREKT AUF DEN TISCH

HINTERLAND: KÖSTLICHKEITEN VOM HOF DIREKT AUF DEN TISCH

Im Berliner Umland gibt’s Unmengen frischer Erzeugnisse zu entdecken: Milchprodukte von glücklichen Kühen, farbenfrohes Wurzelgemüse und für den Supermarkt unzulänglich gekrümmte Gurken. Für Hinterland sind diese regionalen Kostbarkeiten Dreh- und Angelpunkt, denn das Bistrokonzept bringt sie alle nach Berlin, wie schon die Einrichtung zeigt: Das Lokal von Madeline McLean aus Colorado erinnert an ein gemütliches Landhaus, in dem rustikale Küchenstühle auf holzvertäfelte Wände treffen. Gestrichen wurde mit wunderschönen matten Farben. Das Dinner kommt auf kleinen „Picknick“-Tellern daher – besonders der zarte, salzig eingelegte Hecht ist ein Gedicht. Der Fisch stammt aus dem Stechlinsee, der für sein kristallklares Wasser bekannt ist, und wird mit Gartenkräutern, Roggenbrot und Butter serviert. Für den etwas größeren Hunger gibt es Erbsen mit pochiertem Ei, Muscheln und braunem Miso-Schaum – eine gelungen cremige Mischung, die salzig, süß und herzhaft zugleich schmeckt. Dazu kannst Du aus mehr als 90 Weinen wählen, darunter auch viele maischvergorene Weißweine in Orange, oder Dir von Barchef Martin einen selbstgemachten Kiefernzapfengin einschenken lassen. Ähnlich wie bei den Speisen waren wir nach bereits einem Schluck verzaubert. (Text: Benji Haughton / Fotos: Ramona Razaghmanesh, Savannah van der Niet & Hinterland)

Hinterland, Gneisenaustr.67, 10961 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Di–Fr 12–15h & 18–23h, Sa 11–15h & 18–23h
@hinterland_berlin

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