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NEUE GESPRÄCHE UND ABENDSONNE BEIM CEE CEE CITY WALK

NEUE GESPRÄCHE UND ABENDSONNE BEIM CEE CEE CITY WALK

Manche Ecken dieser Stadt entdeckst Du erst, wenn Du zu Fuß unterwegs bist – und das ist besonders gut, wenn die Abendsonne Berlin in warmes Licht taucht. Noch schöner wird es, wenn man diese Momente gemeinsam erlebt. Unser City Walk ist weder eine Sightseeing-Tour noch ein Run Club. Es geht um Gespräche, neue Begegnungen und darum, die Stadt gemeinsam aus einer anderen Perspektive zu erleben. Beim letzten City Walk saßen wir noch lange zusammen. Genau das macht diese Abende so besonders: Man entdeckt nicht nur neue Ecken der Stadt, sondern lernt auch Menschen kennen, denen man sonst vielleicht nie begegnet wäre. Am Donnerstag (23.07.2026) geht’s wieder los: Wir treffen uns um 18.30 Uhr bei Matchasome in der Torstraße. Dort kannst Du Dir vor dem Spaziergang einen Matcha holen, bevor wir gemeinsam durch den Kiez ziehen. Zum Abschluss lassen wir den Abend in der neu eröffneten Aperitivo-Bar von Remiausklingen. Dort kannst Du dann die Gespräche bei einem Drink fortsetzen und dank eines exklusiven 2-für-1-Deals mit alten und neuen Bekanntschaften anstoßen. Die Plätze sind begrenzt – also am besten direkt anmelden – es ist umsonst!

Text: Isabelle Marten / Fotos: Mohit Amlani

Cee Cee City Walk 23.07.2026 ab 18h30. RVSP hier.

@ceeceeberlin

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EINE SOMMERWANDERUNG VON SEE ZU SEE: DURCH DEN GRÜNEN GAMENGRUND NACH STRAUSBERG — EMPFOHLEN VON DANIELA BIALK

EINE SOMMERWANDERUNG VON SEE ZU SEE: DURCH DEN GRÜNEN GAMENGRUND NACH STRAUSBERG — EMPFOHLEN VON DANIELA BIALK

Einer der wenigen Busse bringt uns morgens früh nach Leuenberg, nordöstlich von Berlin. Während die Rücklichter des Busses immer kleiner werden, müssen wir uns, so plötzlich auf dem Land, erst mal sortieren. Zum Glück hat die leckere Landbäckerei Brot & Fein schon geöffnet. Eingereiht in die Warteschlange fühlen wir uns nicht mehr ganz so fremd. Ein Stück von dem frisch gebackenen Kuchen als Proviant eingepackt, und es kann losgehen. Wir wollen auf dem 66-Seen-Weg in Richtung Süden bis Strausberg wandern. Dafür folgen wir einfach der Markierung mit dem blauen Punkt – zweiundzwanzig Kilometer insgesamt. Direkt auf der anderen Straßenseite beginnt unser Weg, vorbei an den Schafen des Biobauern Behring. Zum Behringhof gehören auch große Streuobstwiesen mit unterschiedlichen alten Apfelsorten. Im Spätsommer gibt es hier Termine zum Selbstpflücken und Führungen zur nachhaltigen Landwirtschaft. Der Lange Haussee ist der erste von vielen Seen, die uns heute erwarten. Entstanden sind sie durch abfließendes Schmelzwasser in der Eiszeit, allesamt schmal und lang. Wir überqueren die Gleise der stillgelegten Wriezener Bahn und sehen durch die Bäume schon den Mittelsee glitzern. Auf einem kleinen Waldpfad laufen wir erhöht parallel zu seinem Ufer. Es ist ungewohnt hügelig hier und herrlich grün. Alte Eichen gemischt mit Buchen und Kiefern reichen bis ans Wasser heran. Nach diesem einsamen Stück kommen wir zum Campingplatz Waldkiez Tiefensee, der direkt am Gamensee liegt. Unser Weg führt quer über den Campingplatz mit offizieller Badestelle, Bootsverleih und Restaurant. Die Holzbank mit bestem Blick über den See ist noch frei, perfekt für unser erstes Picknick.

Weiter am Gamensee entlang, kurz über die Bundesstraße und wir wandern lange durch einen urwüchsigen Wald, umgestürzte Bäume werden extra liegen gelassen. Dazwischen mal ein Forst mit Kiefern, der Waldboden grün bedeckt mit Moos, zum Reinlegen schön. Berlin scheint unendlich weit weg. Neben einer sumpfigen Wiese sehen wir Bäume, die im Wasser stehen. Das Fredersdorfer Mühlenfließ hat hier sein Quellgebiet und begleitet von nun an unseren Weg. Es durchfließt den Paradiessee, Kesselsee, Fängersee und Bötzsee, also genau die Seen, an denen wir heute noch vorbeiwandern. Hinter dem malerischen Namen Paradiessee versteckt sich ein Paradies für Vögel und Fische. Der dunkle See, der wie der Kesselsee nebenan durch Torfstich entstanden ist, sieht mit seinen Bauminseln und abgestorbenen Bäumen ziemlich verwunschen aus. Am Fängersee entdecken wir die verlassene Wesendahler Mühle und erreichen schließlich die Spitzmühle und den wunderschönen Bötzsee. Nach achtzehn Kilometern Wanderweg, etwas müde und verschwitzt, freuen wir uns auf eine verdiente Badepause. Danach ist es zur Straussee-Fähre nicht mehr weit. Schon seit über 100 Jahren verbindet die Fähre über den Straussee die Waldseite „Jenseits des Sees“ mit Strausberg Stadt (Fährzeiten beachten). Ein paar Minuten weht uns ein erfrischender Wind ins Gesicht, dann ist die kurze Schiffsfahrt und gleichzeitig die schöne Sommerwanderung zu Ende. In Strausberg Stadt nehmen wir die S-Bahn zurück nach Berlin.

Text & Fotos: Daniela Bialk

Der Wanderführer „Von See zu See“ ist eine Einladung der Autorin Daniela Bialk, mal Pause vom Alltag zu machen und auf dem 66-Seen-Weg rund um Berlin wandern zu gehen. Das Buch bietet einen unerschöpflichen Fundus an Tagestouren, die alle bequem mit Bus & Bahn erreichbar sind. Erhältlich im lokalen Buchhandel oder online.

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60ER-JAHRE-CHARME UND VINYL SOUNDS BEIM MINIGOLF AM INSULANER

60ER-JAHRE-CHARME UND VINYL SOUNDS BEIM MINIGOLF AM INSULANER

Endlich Wochenende – ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber nach einer langen Arbeitswoche sehne ich mich einfach nach etwas Natur und viel Zeit mit meinen Freund:innen. Statt sich aber nur kurz auf ein Getränk zu treffen, wäre es doch mal wieder schön, wirklich etwas gemeinsam zu erleben. Eine Runde Minigolf könnte da genau das Richtige sein: Mitten im Grünen und trotzdem schnell mit der S25 aus Berlin-Mitte erreicht, liegt Minigolf am Insulaner. Schon seit 1964 gibt es Minigolf am Insulaner. Seit 2025 führt Frank Terhorst die Anlage, nachdem er bereits Hertzberg Golf und Minigolf am Stadtpark Steglitz übernommen hat. Alles neu machen? Kommt hier nicht infrage! Stattdessen setzt das Team bewusst auf den bestehenden 1960er-Jahre-Charme: rustikale Holzmöbel, ergänzt durch upgecycelte Elemente verleihen dem Ort einen eigenen Charakter. In jeder Ecke kannst Du Details entdecken: Bierkästen, die an Pfosten angebracht wurden, oder die charakteristischen roten Stühle, die überall für eine Pause bereitstehen. Projekte wie eine kleine Tribüne aus alten Saunamöbeln eines Berliner Stadtbads zeigen, dass das Team vom Minigolf am Insulaner gerne Nostalgie mit neuem Nutzen verbindet. Im Mittelpunkt steht natürlich Minigolf: schattige Bahnen, kleine Tunnel, verschiedene Ebenen und viel Grün ergeben eine eigene kleine Landschaft. Und wenn Du eine Auszeit brauchst, wartet der blaue Holzkiosk direkt am Eingang mit gegrillten Sandwiches, Kaffee und kühlen Getränken. Wenn Du nach der Minigolfrunde noch weiterziehen möchtest, kannst Du Deinen Besuch gut mit einem Spaziergang zur Sternwarte verbinden oder Dich im Sommerband am Insulaner um die Ecke abkühlen.

Und obwohl hier vieles der Nostalgie nach entworfen wurde, bedeutet das nicht, dass hier keine neuen Einflüsse Platz finden. Mit Events wie Soul in One, einem Vinyl-DJ-Format, bringt das Team regelmäßig Musik auf die Bahn. Geplant ist auch, aufstrebenden Bands eine Bühne zu bieten. Hauptsächlich auf das Wochenende ausgelegt, hat der Minigolfplatz von Donnerstag bis Sonntag geöffnet. Wenn Du aber doch mal unter der Woche hin willst, kannst Du den Platz mieten, um ganz ungestört beim Minigolf gegeneinander anzutreten. Wenn also mal wieder die Frage aufkommt, was Ihr am Wochenende machen wollt, könnte Minigolf am Insulaner die Antwort sein.

Text & Fotos: Isabelle Marten

Minigolf am Insulaner, Munsterdamm 92, 12169 Berlin–Steglitz; Stadtplan

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URLAUBSGEFÜHL NEBENAN: EIN SOMMERTAG AM HEILIGEN SEE IN POTSDAM

URLAUBSGEFÜHL NEBENAN: EIN SOMMERTAG AM HEILIGEN SEE IN POTSDAM

An heißen Sommertagen in Berlin gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder Du bleibst in der aufgeheizten Stadt – oder verbringst gefühlt den halben Tag in überfüllten Regios auf der Suche nach einem passenden See. Mein Tipp: einen Tagestrip nach Potsdam machen. Dort gibt’s nämlich auch ganz gute Optionen, der Hitze zu entkommen. Ziemlich simpel, aber auch ziemlich gut: der Heilige See. Mit seinen weitläufigen Liegewiesen und der Kulisse aus Schlössern und historischen Villen verbindet er Entspannung mit einer malerischen Aussicht – und das mitten in der Stadt. Der rund 34 Hektar große See gehört zum Neuen Garten und zählt zu den bekanntesten innerstädtischen Gewässern Potsdams. Wichtig: Gemeint ist der Heilige See in Potsdam – nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Heiligensee in Berlin. Am besten erreichst Du den See in Potsdam mit dem Fahrrad oder mit der Tram 93 bis zur Glienicker Brücke. Schon der Weg zum See mit seinen Altbau-gesäumten Straßen bringt eine Dosis Entspannung mit sich. Wer noch etwas mehr Zeit mitbringt, kann vom südlichen Eingang des Neuen Gartens über die Gotische Bibliothek zum Wasser laufen und wird dabei mit besonders schönen Blicken auf Park und See belohnt. Kaum die Schwanenbrücke überquert, hörst Du schon Stimmen und Musik vom Ufer, Trauerweiden hängen über dem Wasser, kleine Boote ziehen vorbei und es wird klar, warum die Potsdamer:innen ihren Heiligen See so schätzen. Mit einer maximalen Tiefe von knapp dreizehn Metern wirkt der Heilige See überraschend groß. Sein Wasser erhält der See größtenteils aus dem Grundwasser. Ein Grund dafür, dass es hier oft angenehm klar wirkt. Gebadet werden darf allerdings nur an der einzigen tolerierten Badestelle am Nordufer. Aber keine Sorge: Platz ist genug.

Der Heilige See gilt trotz seiner zentralen Lage als Gewässer mit vergleichsweise guter Wasserqualität. Wie bei allen Brandenburger Badeseen lohnt sich dennoch ein kurzer Blick auf aktuelle Hinweise zu Wasserqualität oder möglichen Blaualgenentwicklungen vor dem Sprung ins Kühle. Während Du im Wasser treibst, fällt der Blick auf das Marmorpalais, das direkt am Ufer des Sees liegt und unverputzten Backstein mit Marmor in seiner Fassade vereint. Wenn Du nach dem Schwimmen trotzdem noch Lust auf eine Stärkung hast, wirst Du vielleicht im Neuen Garten, nicht weit entfernt, fündig. Im Café Cecilie im Hof des Schlosses Cecilienhof oder  Biergarten der Meierei kannst Du ebenfalls eine Pause machen. Ein Tag am See und ein kühles Bier am Abend – ich kann mir kaum etwas Besseres vorstellen. 

Text: Isabelle Marten / Fotos: Mohit Amlani

Heiliger See, 14467 Potsdam; Stadtplan

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EIN BUCH WIE EIN WOCHENENDAUSFLUG: MIT „VON SEE ZU SEE“ BRANDENBURG ENTDECKEN

EIN BUCH WIE EIN WOCHENENDAUSFLUG: MIT „VON SEE ZU SEE“ BRANDENBURG ENTDECKEN

Es gibt Bücher, die auf dem Couchtisch landen. Und es gibt Bücher, die dafür sorgen, dass Du am nächsten freien Sonntag plötzlich um 08 Uhr am Bahnhof stehst. Genau so eines ist „Von See zu See“ von Daniela Bialk. Der Wanderführer führt entlang des 66-Seen-Wegs rund um Berlin und macht aus Brandenburg genau das, was man im Alltag manchmal vergisst: einen riesigen Naturspielplatz voller stiller Ufer, Waldwege und kleiner Fluchten aus der Stadt. Was mir besonders gefällt: Das Softcover Buch fühlt sich weniger wie ein klassischer Wanderführer an und mehr wie die Empfehlung eine:r guten Freund:in. Auf 202 Seiten führt Autorin Daniela Bialk durch achtzehn Etappen rund um Berlin. Die gebürtige Koblenzerin ist Grafikdesignerin und leidenschaftliche Wanderin und verbindet in diesem Buch ihre Liebe zu Wasser, Wald, Fotografie und Design. Statt nüchterner Wegbeschreibungen gibt es persönliche Eindrücke, atmosphärische Bilder und eine Gestaltung, die sofort Lust macht, die nächste Route zu planen. Die insgesamt 416 Kilometer lassen sich in einzelne Abschnitte aufteilen – perfekt, falls Du nicht gleich eine Fernwanderung machen, sondern zwischen zwei Arbeitstagen den Kopf frei bekommen willst.

Praktisch sind außerdem die GPX-Tracks zum Download und die Hinweise zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Besonders schön ist, dass hier nicht das sportliche Durchhalten im Vordergrund steht, sondern das bewusste Unterwegssein. Seen, Flüsse und Waldstücke werden nicht als Checkliste präsentiert, sondern als Einladung, langsamer zu werden. Falls Du also mit dem Gedanken spielst, Brandenburg neu zu entdecken, dann ist das Deine neue Lektüre. Vielleicht reicht am Ende schon eine einzige Etappe, um zu merken, wie viel Natur direkt vor der eigenen Haustür wartet.

Text: Meta Leschik / Fotos: Mohit Amlani

Von See zu See von Daniela Bialk, erschienen im GU Verlag auf Deutsch.

@gu.verlag

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