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AUF HISTORISCHER ERKUNDUNGSTOUR: EIN AUSFLUG ZUM PARK SACROW UND ZUR HEILANDSKIRCHE

AUF HISTORISCHER ERKUNDUNGSTOUR: EIN AUSFLUG ZUM PARK SACROW UND ZUR HEILANDSKIRCHE

Schnell mal raus aus der Großstadt? Potsdam kommt Dir dabei wahrscheinlich als eine der Möglichkeiten als Erstes in den Sinn. Aber wie wäre es mit einem etwas unbekannteren Ziel, das vier Kilometer vor der brandenburgischen Hauptstadt liegt? Als eine regelrechte Perle in Sachen weitläufiger Parklandschaft mit historischer Kirche ist Sacrow zu bezeichnen. Seit 1990 gehört der Ort zum UNESCO-Weltkulturerbe. Verdientermaßen, denn die 26 Hektar mit Bäumen gesäumten Wege und wunderschöne Gärten mit Blick auf die Havel kommen einer Oase schon recht nahe. Der Park gehört offiziell zum Schloss Sacrow, einem eleganten, aber eher unauffälligen Herrenhaus, das von Kaiser Friedrich Wilhelm IV von einem schwedischen Adligen 1840 erworben wurde. Der Kaiser beauftragte seinen Architekten Ludwig Persius damit, das heutige Aushängeschild von Sacrow im italienischen Stil zu errichten: Die Heilandskirche thront nun hier am Havelufer und wirkt fast wie ein riesiges Schiff am Kai.

Der markante Glockenturm der Kirche – ein Campanile – bringt einen Hauch Toskana in die brandenburgische Kulisse. Gelbe Ziegelsteine und blaue Kacheln verleihen dem Bauwerk ein unverkennbares Aussehen. Zur Wasserseite kannst Du Dich entspannt an diese Wand anlehnen und den Blick auf Segelboote, Wassertaxis und Natur genießen. So beschaulich ging es hier nicht immer zu. Zwischen 1961 und 1989 lag der Ort im Niemandsland zwischen DDR und West-Berlin auf der anderen Seite der Havel. Der Campanile wurde Bestandteil der Sperrmauer, die Kirche trug erhebliche Schäden davon. Nach dem Mauerfall wurde das verfallene Bauwerk restauriert und erstrahlte wieder in seinem ursprünglichen Glanz – was heute auch im Innenraum noch wunderbar zu erleben ist. Nach dem Erkunden des historischen Denkmals kannst Du Deinen Besuch zu Fuß oder mit dem Rad fortsetzen und die Gartenanlage auskundschaften. Unzählige Stellen laden zum Picknick mit Blick auf den Fluss ein. Auch empfehlenswert: Ein kleiner Halt bei der riesigen Englischen Eiche, die etwa 150 Meter vom Schloss entfernt steht und über 1000 Jahre alt sein soll.

Text: Benji Haughton / Fotos: Savannah van der Niet

Park Sacrow, Krampnitzer Str.34, 14470 Potsdam; Stadtplan
Sacrow erreichst Du mit dem Auto (hier kannst Du umsonst parken) oder mit dem Bus 697 (eingeschränkter Service).

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SOUL Y LUNA — GEMEINSAM MIT DEM/DER PARTNER*IN YOGA (ONLINE) PRAKTIZIEREN

SOUL Y LUNA — GEMEINSAM MIT DEM/DER PARTNER*IN YOGA (ONLINE) PRAKTIZIEREN

Wann hast Du Dich das letzte Mal 1-on-1 auf die Menschen in Deinem Leben konzentriert, die Dir wichtig sind? Genau hier setzt das Konzept von Soul Y Luna an: Die Partner*innen-Yoga-Sessions wollen eine echte Verbindungen schaffen – alles, was Ihr braucht, ist eine Matte und etwa eine Stunde Zeit. Mit sanften Berührungen und Bewegungen könnt ihr dann gemeinsam Asanas praktizieren, die ganz allmählich Nähe schaffen. Dabei seid Ihr natürlich nicht alleine – es begleiten Euch Yogalehrerin Flor aus San Francisco und ihr Freund Yazan aus Damaskus, seinerseits Tänzer und Massageexperte. Selbst über Zoom ist spürbar, wie vertraut die beiden miteinander sind: Gemeinsam mit ihnen, bewegt Ihr euch durch die Wohnung – wenn vorerst auch nur virtuell. Auch wenn Yoga nicht zielorientiert sein sollte, so gibt es eine einfach und klar formulierte Intention: „Spüre Deinen Körper, befreie Deinen Geist.“ Bei einer der Übungen blickst Du Deiner*m Partner*in sehr lange in die Augen – eine irgendwie seltsame, lustige und gleichzeitig sehr emotionale Erfahrung.

Flor und Yazan haben das Projekt Anfang 2021 ins Leben gerufen, um Menschen einander wieder körperlich näher zu bringen. „Es ist eine echte Herausforderung, Intimität zu schaffen, wenn beide pausenlos mit ihrem Alltag und Arbeit beschäftigt sind“, erzählt Flor. Für sie ist Yoga kein Sport, sondern ein Instrument, um sich selbst besser kennenzulernen – ganz gleich, ob es um Stärken oder Traumata geht. Sobald es die Umstände wieder zulassen, plant das Duo auch persönliche Sessions. Um die Wartezeit bis dahin zu überbrücken, kannst Du ab April immer samstags um 11h digital vorbeischauen. Du brauchst dazu natürlich keine Beziehung im klassischen Sinne: Partner*innen-Yoga lässt sich auch wunderbar mit guten Freund*innen oder Mitbewohner*innen praktizieren. Also egal wer sich mit Dir auf die Matte begibt: Ihr werdet danach beide mehr Ruhe, Achtsamkeit und Neugier füreinander und aufeinander verspüren – und was könnte schöner sein?

Text: Benji Haughton / Fotos: Rhys Anderson Media & Artem Podrez

Soul Y Luna

Yazaan und Flor bieten im April samstags von 11–12h15 Online-Sessions an. Wenn Du teilnehmen möchtest, schicke eine E-Mail an: soulylunayoga@gmail.com.

@soulyluna_living

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MEHR ALS FITNESS: GANZHEITLICHES TRAINING ABGESTIMMT AUF DEINE BEDÜRFNISSE (AUCH UNTER FREIEM HIMMEL) — MIT PERSONAL TRAINER MICHAEL SCHALLER

MEHR ALS FITNESS: GANZHEITLICHES TRAINING ABGESTIMMT AUF DEINE BEDÜRFNISSE (AUCH UNTER FREIEM HIMMEL) — MIT PERSONAL TRAINER MICHAEL SCHALLER

Denkst Du auch immer daran „endlich was für Deine Fitness zu tun“, wenn der Körper mal wieder nicht so mitmacht, wie er sollte? Na dann fühlst Du ja mit mir. Um Fitness geht’s in dem Moment dann eigentlich gar nicht mehr, sondern darum, „sich möglichst uneingeschränkt und unbeschwert bewegen zu können.“ So sieht es jedenfalls Michael Schaller. Der Wahl-Berliner hat Sport an der TU München studiert und eine Zeit lang Basketball-Nachwuchstalente im Bereich Athletiktraining betreut. Aus dieser Erfahrung und stetigen Weiterbildungen heraus entstand der Fokus auf ein umfangreiches Bewegungsrepertoire im Alltag für jeden. Seit 2013 arbeitet Michael als Personal Trainer in Berlin. Der Begriff Personal Trainer hatte für mich früher immer ein bisschen was von „Hollywood-Leben“ – und ergo nichts mit meinem zu tun. Aber seitdem ich auf einer Wiese im Prenzlauer Berg stehen – auf einem Bein wohlgemerkt – und dabei versuchen musste, einem baumelnden Tennisball auszuweichen, weiß ich: Nope, Hollywood-Leben ist das nicht. Gut so!

Inzwischen habe ich gelernt: Radfahren trainiert längst nicht alle Beinmuskeln, ich neige zu Ausweichbewegungen (hier und im Alltag) und: Ich habe Muskeln an Stellen, von denen ich gar nichts wusste (hello, Muskelkater!). Kurzum: Ich lerne meinen Körper neu kennen und verstehe, dass ich noch einen langen Weg vor mir habe, um mir ein adäquates Bewegungsvokabular zu erarbeiten. Aber das Gute ist: Es macht wirklich Spaß! Und falls auch Du Klischeebilder von Personal Training-Sessions im Kopf hast, dann lass Dir Folgendes gesagt sein: Michael steht nicht neben Dir und drillt Dich bis zum Umfallen und Du musst auch keine Kniebeugen im Akkord machen. Dafür aber potenziell intensives Kneewashing oder auch mal eine meditative Übung, die an Qi Gong erinnert. Zwischen diesen beiden Polen wird nicht nur Dein Körper gefordert, sondern auch Dein Geist. Vielleicht bemerkst Du, in welchen Momenten Du verbissen wirst, wann Du aufgeben willst und wann der kleine Kontrollfreak in Dir herauskommt. Am Ende einer jeden Session weißt Du aber ganz sicher, was Du getan hast. Das Ziel ist dabei, dass Du einige der Übungen in Deine tägliche Routine integrierst und lernst, stetig an einem persönlichen Bewegungsvokabular zu arbeiten und Freude an Bewegung hast. Oder wie Michael es sagt: „Der Drang nach Bewegung begleitet uns ein Leben lang und ein Leben ohne Bewegung existiert nicht“.

Text: Nina Trippel / Fotos: Savannah van der Niet

Personal Trainer Michael Schaller

Das Personal Training mit Michael findet normalerweise in Räumlichkeiten eines Fitness Studios in Berlin-Mitte statt, aber jetzt, aufgrund der aktuellen Situation (ggf. auch fortlaufend), draußen unter freiem Himmel mit entsprechendem Abstand. Zusätzlich bietet er aktuell auch online Kurse via Zoom an.

@michael.schaller

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KURZ MAL AUS DER STADT RAUS: EIN SPAZIERGANG DURCH WALD UND WIESE IM BUCHER FORST

KURZ MAL AUS DER STADT RAUS: EIN SPAZIERGANG DURCH WALD UND WIESE IM BUCHER FORST

Idyllische Waldstücke, Wiesen, Seen und Sümpfe – auf rund 1.000 Hektar erwartet Dich im Bucher Forst eine grüne Oase, die Du über gut gepflegte, hundefreundliche Wanderwege erreichst. Ausgangspunkt für den Spaziergang ist die Stadt Buch, nur 14 km von Berlins Zentrum entfernt. Bekannt ist dieser Teil von Pankow nicht nur für seine Natur, sondern auch für seine historischen Heilanstalten aus den Jahren 1900 und 1920, die früher zu den größten Medizinstandorten Europas zählten. Entwickelt vom berühmten Stadtplaner Ludwig Hoffmann sind die historischen Krankenhäuser bis heute erhalten geblieben. Vom Bahnhof Berlin Buch sind es rund 20 Minuten Fußweg bis zum Forst – von hier aus kannst Du einen kürzeren Spaziergang unternehmen oder eine Tageswanderung durch das ausgedehnte Waldgebiet planen, das sich bis weit nach Brandenburg hinein erstreckt.

Als Teil des Naturparks Barnim beherbergt der Bucher Forst 360 Farn- und 66 Brutvogelarten. Wenn Du Glück hast, kannst Du sogar einige Hochlandrinder und Konikpferde beim Grasen auf den Wiesen beobachten. Zu Fuß rund 30 Minuten von Buch entfernt liegt ein alternativer Ausgangspunkt: Der Bogensee besteht aus drei verbundenen Gewässern, an denen sich Wasservögel, Graureiher und an Sommerabenden sogar Fledermäuse einfinden. Von der Aussichtsplattform aus kannst Du – dank einer Infotafel zur lokalen Flora und Fauna – ganz in Ruhe die verschiedenen Vogelarten beobachten. Anschließend geht es in einem kurzen Bogen um die Seen weiter in den nördlichen Teil des Waldes, wo Dich endlose grüne Wanderwege erwarten. Oh, und bevor Du zurück in die Stadt fährst, mache auf jeden Fall einen Schlenker zu den ehemaligen Klinikgebäuden, um einen Blick auf Hoffmanns majestätische Pavillons und Säulen zu werfen. Eine ideale letzte Station, um einen wunderschönen Tag an der frischen Luft ausklingen zu lassen.

Text: Benji Haughton / Fotos: Savannah van der Niet

Der Bucher Forst ist mit dem Auto oder mit der S2 nach Berlin Buch zu erreichen.

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ARCHITEKTURLABOR KREUZBERG — MIT AUDIOWALKS DER BERLINISCHEN GALERIE BAUIKONEN ENTDECKEN

ARCHITEKTURLABOR KREUZBERG — MIT AUDIOWALKS DER BERLINISCHEN GALERIE BAUIKONEN ENTDECKEN

Eines der verspieltesten Häuser der Stadt ist Teil der neuen Hörspaziergänge, die soeben von der Berlinischen Galerie veröffentlicht wurden: Die Fassade zu John Hejduks Gebäudekomplex an der Charlottenstraße wirkt dank grüner Balkone und Markisen, als wäre hier ein menschliches Gesicht zu sehen. Für seinen Entwurf, der Ende der 1980er zur Internationalen Bauausstellung entstand, inspirierte den New Yorker Architekten der venezianische Karneval. Zur selben Zeit ließen auch andere Baumeister*innen ihrer Fantasie freien Lauf: So entwickelte sich in den Jahren vor dem Mauerfall in Ost- und West-Berlin eine Formensprache, die alles andere als seelenlos und langweilig war. Bevor die Ausstellung „Anything Goes? Berliner Architekturen der 1980er-Jahre“ die wichtigsten Vertreter*innen vorstellt, kannst Du Dich von der kreativen, oftmals ironischen, Stilvielfalt schon jetzt bei Streifzügen durch Kreuzberg überzeugen: Die etwa einstündigen Audio-Touren halten auch für Kenner*innen Neuentdeckungen bereit. Eine Route führt von der Admiralbrücke bis zum Görlitzer Park – vorbei am sogenannten „Wohnregal“ von Peter Stürzebecher, das gemeinsam mit den späteren Bewohnenden geplant wurde. Was die Wohnvisionen der einst geteilten Stadt gemeinsam haben, zeigt der Spaziergang entlang der Friedrichstraße, der Bauten der DDR und BRD verbindet.

Text: Laura Storfner / Fotos: Merle Büttner

Berlinische Galerie, Audiowalks zur Ausstellung “Anything goes? Berliner Architekturen der 1980er Jahre”, Frühjahr 2021 bis 16.08.2021

Route 1, “IBA Neu – Rund um die Berlinische Galerie“, Start: Alte Jakobstraße 124–128, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan

Route 2, „IBA Alt – Behutsame Stadterneuerung in Kreuzberg“, Start: Admiralbrücke, 10967 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan

Route 3, “Friedrichstraße. Neuer Glanz für den geteilten Boulevard“, Start: Mehringplatz, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan

@berlinischegalerie

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