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TUMO — ZUKUNFTSORIENTIERTES LERNEN FÜR TEENAGER RUND UM DIGITALE KREATIVITÄT UND TECHNOLOGIE

TUMO — ZUKUNFTSORIENTIERTES LERNEN FÜR TEENAGER RUND UM DIGITALE KREATIVITÄT UND TECHNOLOGIE

Es kann eine Herausforderung sein, Teenager zu inspirieren und zu beschäftigen. Für ein kreatives Ventil lohnt sich der Blick auf Tumo, einem High-Tech-Lernzentrum, wo Teenager ihre Talente entfalten können. Das „Center for Creative Technologies“ in Charlottenburg bietet ein außerschulisches Programm mit zehn Fachbereichen, das unterhaltsam und zukunftssicher ist: Unterrichtet werden unter anderem 3D-Animation, Film, Robotik, Programmieren und Musik. Das Konzept stammt ursprünglich aus Armenien, wo dem Nachwuchs Skills für Zukunftsbranchen vermittelt werden. Diese Horizonterweiterung hat es nun auch nach Berlin geschafft und gibt Jugendlichen Raum zum Experimentieren. Nach erfolgter Anmeldung können sie zwei zweistündige Kurse pro Woche absolvieren, in denen sie sowohl eigenständig als auch mit Hilfe von Coaches den gewählten Fachbereich vertiefen können. Und wenn sie statt zu zeichnen dann lieber einen Roboter bauen möchten, kann das Programm einfach gewechselt werden. Alle Kurse finden im Tumo-Center statt, dessen schickes Interieur aus Beton und Glas das genaue Gegenteil eines langweiligen Klassenzimmers ist. Wenn das nach einer guten Idee klingt, melde Dich bzw. Deinen Teenager gleich online an. Das Beste? Die Teilnahme ist kostenlos!
 
Text: Benji Haughton / Fotos: Timotheus Theisen & Tumo

Tumo, Wilmersdorfer Str.59, 10627 Berlin–Charlottenburg; Stadtplan
Mo–Fr 16–20h, Sa 10–18h

@tumoberlin

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HAGIUS — KÖRPER UND GEIST IM EINKLANG TRAINIEREN IM FITNESSSTUDIO FÜR DESIGN-FANS

HAGIUS — KÖRPER UND GEIST IM EINKLANG TRAINIEREN IM FITNESSSTUDIO FÜR DESIGN-FANS

Man muss Hagius noch nicht mal betreten haben, um zu sehen, das hier ist alles andere als ein gewöhnliches Fitnessstudio. Bereits durch die Glasfront des ehemaligen Postamtes sieht man das beeindruckende und stilvolle Interieur. Grelle Fernsehbildschirme und fluoreszierende Lichtstreifen, wie man sie in einem Studio vermuten könnte, gibt’s hier nicht. Materialien wie Stein, Metall, Holz und fließende Stoffe dominieren. All das sorgt für eine Atmosphäre, die eher an ein luxuriöses Loft erinnern. Das im September 2021 eröffnete Studio ist das Werk von Timothy und Nicolas Hagius. Das Ziel der Brüder: nicht nur die Muskeln der Kund:innen trainieren, sondern auch deren körperliches und geistiges Wohlbefinden zu fördern. Ein angenehmes Raumgefühl war ihnen dabei besonders wichtig und so wurden die Berliner Architekt:innen Pierre Jorge Gonzalez und Judith Haase engagiert, um genau das zu erschaffen. Dazu gibt’s State of the Art-Tech: intelligente Licht- und Soundsysteme bis hin zu den innovativen Haartrocknern.

Soweit zum Look und Raum. Am Ende geht’s aber natürlich darum, aktiv zu werden. Inhaltlich bietet Hagius einiges an. Spannend klingt der Kurs „Körperbewusstsein“, der Bewegung, Mobilität und Spiel kombiniert. Die in Kürze startenden „Wake Up“-Klassen, die auf den zirkadianen Rhythmus abgestimmt sind, werden wir auf jeden Fall testen. Auch Boxen, Zirkeltraining oder Pilates stehen auf dem Programm. Hier kannst Du via Drop-in unkompliziert teilnehmen. Die Klassen bei Hagius werden übrigens bewusst klein gehalten, sodass eine persönliche Betreuung garantiert ist. Wir durften das Studio im Rahmen einer privaten Runde Katonah-Yoga testen. Die war nicht weniger als eine Offenbarung für uns. Der innovative, verträumte Hatha-Stil – ursprünglich aus New York – wird von der ermutigenden, geduldigen Antonia geleitet, die als eine von wenigen Personen in Deutschland dafür qualifiziert ist. Nach einer langen Dusche im schönen Umkleidebereich und einem Ginger-Shot haben wir das Hagius erfrischt und mit neuer Energie verlassen.

Text: Benji Haughton / Fotos: Robert Rieger

Hagius, Torstr.105, 10119 Berlin–Mitte; Stadtplan
Hier kannst Du Dir die Übersicht zu den Kursen angucken und online einen Spot buchen.

@hagius

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TÖPFERN IM BLUMENPARADIES: HAND-BUILDING-KURSE IM WUNDERSCHÖNEN AMBIENTE BEI MARSANO

TÖPFERN IM BLUMENPARADIES: HAND-BUILDING-KURSE IM WUNDERSCHÖNEN AMBIENTE BEI MARSANO

Ich hatte schon immer eine Vorliebe für handgetöpferte Keramikobjekte. Mein Respekt vor dem Material hat mich bisher allerdings davon abgehalten, selbst Hand anzulegen. Marsano, bekannt für expressive Blumengebinde und handverlesene Vintage-Objekte, bietet jetzt auch Töpferkurse an. Geleitet werden sie von Keramik-Expertin Katrin Tettenborn. In inspirierender Atmosphäre – umgeben von Pflanzen, Möbeln und einem Himmel aus Trockenblumen – steht die Werkbank, an der bis zu acht Kursteilnehmer:innen Platz finden. In kleiner Runde wird uns das Material im ersten Schritt mithilfe der sogenannten „Aufbautechnik“ näher gebracht. Ohne Hilfsmittel forme ich aus einem faustgroßen Lehmklumpen mein erstes Objekt und kann alle Berührungsängste sofort ad acta legen. Obwohl alle mit dem gleichen Material und nur mit ihren Händen arbeiten, liegen am Ende acht ganz unterschiedliche Objekte vor uns. Gleich danach beginnen wir mit Gipsformen unsere Wunschstücke in diversen Größen und Formen zu fertigen, sodass mithilfe der Vorlage auch wirklich Stücke in Serie dabei heraus kommen; am Ende vielleicht ein ganzes Service. Von gigantischen Salatschüsseln bis Teeschalen ist alles dabei.

Spannend wird es nach dem ersten Workshop-Tag beim sogenannten Schrühbrand: Katrin feuert für uns in der Zeit bis zum zweiten Termin unsere guten Stücke im Ofen bei 600° und wir werden sehen, wie viele Teile den hohen Temperaturen standhalten. In der Folgewoche treffen wir uns in vertrauter Runde wieder und nehmen unsere Objekte zum Glasieren in Empfang. Verschiedene Farbtöne und Lasurtechniken geben unseren Entwürfen den letzten individuellen Schliff und auch hierbei gilt: einfach loslegen! Sicher ist, dass keines der Stücke wie das andere aussehen wird. In entspannter Atmosphäre, in der sich manche in inspirierende Gespräche verstricken, andere sich fast meditativ dem Material hingeben, kommen unfassbar vielgestaltige, wunderschöne und brauchbare Keramikobjekte heraus – bei mir neue Lieblingsstücke für den Alltag. Und weil ich mit dem Töpfern am liebsten immer weiter machen möchte, freue ich mich, dass Marsano jeweils am dritten und vierten Dienstag im Monat eine offene Werkstatt für all diejenigen anbietet, die die Grundlagen schon kennen. Wenn Du auch Lust auf kreatives Schaffen bekommen hast, erkundige Dich hier nach neuen Kursterminen (im Dezember gibt es noch freie Plätze).

Text: Nicola Sifrin / Fotos: Sophie Döring

Marsano, Charlottenstraße 75, 10117 Berlin–Mitte; Stadtplan
Hier kannst Du nach neuen Kursterminen gucken (im Dezember gibt es noch freie Plätze).

@marsanoberlin

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OFFSITES, WORKSHOPS, SEMINARE UND COACHING: THE VIELD IN VIELITZSEE BIETET RAUM FÜR TEAMAKTIVITÄTEN, ÜBERNACHTUNG INKLUSIVE

OFFSITES, WORKSHOPS, SEMINARE UND COACHING: THE VIELD IN VIELITZSEE BIETET RAUM FÜR TEAMAKTIVITÄTEN, ÜBERNACHTUNG INKLUSIVE

Raum und Zeit, um sich in die Zukunft zu denken – im Arbeitsalltag fehlt das manchmal. Zwischen Video-Meeting und Jour Fixe, im Großraumbüro oder stillen Kämmerlein. Du möchtest Deiner Kreativität mal wieder freien Lauf lassen, aber weißt nicht wo? Dann nichts wie los zu The Vield in der schönen Prignitz: In einer ehemaligen Scheune haben Louisa Löwenstein und Caspar Schmick ein ganzes Haus mit viel Platz für „die Arbeit“ geschaffen. „Offsite Innovation Space“ nennen die beiden ihr Projekt. Dafür sind sie nicht nur Initiator:innen, sondern sie stehen auch mit ihrer eigenen Agentur samt Coaches, Moderator:innen und Ideen zur Seite. Buzz-Themen wie New Work und Innovation sind dabei die Kernfelder. Für strategische Themen arbeitest Du am besten gleich mit Louisa selbst zusammen. Unternehmen und Gruppen, die ihr eigenes Programm gestalten möchten oder ihre eigenen Workshop-Hosts und Expert:innen mitbringen, sind natürlich ebenso willkommen. Herzstück von The Vield ist der ebenerdige Raum mit offener Küche. Hier stehen Whiteboards, Beamer und Sitzmöglichkeiten zur Verfügung – alles ist flexibel bespielbar. Ein wunderschöner Hof in einer Ruine des Ensembles bietet windgeschützt einen charmanten Ort für Lunch oder Dinner.

Bei unserem Teamtrip haben wir zunächst selbst zwei Pizzaöfen gebaut (auf Instagram kannst Du uns dabei zuschauen) und die Pizza anschließend gemeinsam zubereitet – und natürlich verspeist. Platz für Experimente ist also auch hier vorhanden. Verpflegung buchst Du am besten gleich mit: Desiree, die gute Seele vor Ort, bewirtet mit moderner Hausmannskost – frisch gebackene Brötchen am Morgen inklusive. Unseren ersten Kaffee des Tages haben wir dann zum Brötchenduft in der Sonne auf der großen Open Air-Tribüne eingenommen, bevor es bei uns mit einem Hands-on-Töpferworkshop in der offenen Stallung weiterging. Denken, Reden, Machen – dafür ist mehr als genug Raum. Wer danach dennoch überschüssige Energie hat, macht einen Ausflug zum nahegelegenen See oder einen Streifzug durch die Felder von Vielitzsee. Am Abend geht’s dann in die obere Etage, wo Schlafplätze für bis zu 20 Personen (ca. 10 weitere gibt es im Ort) vorhanden sind. Kleine Kabinen schaffen Privatsphäre, aber der Teamspirit steht auch hier im Vordergrund. Bei unserem Besuch im The Vield haben wir das Gelände mit all seinen Möglichkeiten kennen und schätzen gelernt, ihn für Austausch und gemeinsame Zeit intensiv genutzt – und sind mit neuen Ideen zurück nach Berlin gekommen.

Text: Nina Trippel / Fotos: Savannah van der Niet und Nina Trippel

The Vield, Kirchstr.40, 16835 Vielitzsee; Stadtplan

@the_vield

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HERBSTWANDERN, PILZE SAMMELN, DAMPFER FAHREN: EIN AUSFLUG UM DEN WERBELLINSEE — EMPFOHLEN VON LAURA IRIONDO

HERBSTWANDERN, PILZE SAMMELN, DAMPFER FAHREN: EIN AUSFLUG UM DEN WERBELLINSEE — EMPFOHLEN VON LAURA IRIONDO

Der Oktober ist da und mit ihm steigt die Lust auf gemütliche Wanderungen, kalte Fingerspitzen, Körbe voller Pilze und Kastanien in den Jackentaschen. Eine Destination, um all das zu erleben, liegt nördlich von Barnim: der Werbellinsee. Dort wirst Du nicht nur durch eine atemberaubende Aussicht entlang von Buchen und Erlen bewachsenen Ufern belohnt – der See, mit seinem glasklaren Wasser, bietet auch einen kleinen historischen Einblick zurück ins deutsche Kaiserreich. Mit der Regionalbahn ab Gesundbrunnen sind wir am idyllischen Kaiserbahnhof Joachimsthal angekommen. Das 1898 errichtete Gebäudeensemble fällt durch sein rotes Fachwerk auf und steht unter Denkmalschutz. Von hier aus sind es nur wenige Gehminuten durch enges Dickicht bis Du am Ufer Joachimsthal angekommen bist. Links entlang des Ufers kannst Du von hier aus rund fünf Kilometer auf verlassenen Wegen bis zur nächsten Siedlung wandern. In Altenhof angekommen, wirst Du mit Filterkaffee und süßen Waffeln belohnt. Wir empfehlen bis zum Ortskern und dessen Anlegestelle zu laufen, um sich dort wärmende Snacks mit zu nehmen, um diese dann, wenige Schritte weiter wieder in der einsamen Natur am Ufer, gemütlich zu verpeisen. Weiter entlang des Seeufers erreichst Du die Südspitze des Sees, die auch „Süßer Winkel“ genannt wird. Der Name macht dem Ort alle Ehre: Mittlerweile sind unsere Taschen reichlich mit Pilzen gefüllt. Eine idyllische Holzbrücke führt auf die andere Seite und von hier aus sind es weitere anderthalb Kilometer bis zur Anlegestelle „Spring“.

Zugegeben, 30 Kilometer Rundwanderweg ist eine beachtliche Strecke und das Pilze sammeln hat ebenfalls Zeit verschlungen. Umso größer war die Überraschung, als wir an der Anlegestelle lediglich zehn Minuten warten mussten, um das historische, 1935 erbaute Personenschiff der Reederei Wiederhöft zu besteigen. In bunte Decken eingewickelt geht’s von hier aus zurück nach Joachimsthal. Die Schiffsfahrt war definitiv das Highlight unseres Ausfluges. Im Oktober fährt das Schiff noch seine Runden am Werbellinsee, ehe es in die Winterpause geht. Wir empfehlen unbedingt diesem Ort vorher noch einen Besuch abzustatten. Theodor Fontane hat mal gesagt, es sei der schönste See Brandenburgs und vielleicht geben wir ihm da recht.

Text & Fotos: Laura Iriondo

Laura Iriondo lebt seit 12 Jahren in Berlin und erkundet regelmäßig das grüne und vielseitige Umland der Hauptstadt. Mit Fortuna Forest lädt sie mit ihrer Partnerin Yulia Roth zu akustischen Picknicks im Wald ein. Außerdem ist sie Gründerin des Berliner Catering-Unternehmens Taube Grau.

Den Werbellinsee kann man mit der RB63 nach Joachimsthal Kaiserbahnhof erreichen; Stadtplan

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