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JASEMIN UYSAL EMPFIEHLT: VOM EINFACHEN DAS GUTE

JASEMIN UYSAL EMPFIEHLT: VOM EINFACHEN DAS GUTE

Klein aber fein, so könnte man den Lebensmittelladen Vom Einfachen das Gute auch nennen. Der Fokus liegt ganz bewusst in der Qualität, die man in den verschiedenen Produkten – von Fleisch, Käse über Brot und Wein bis hin zu Kaffee und Aufstrichen – schmecken kann. Damit haben sich Manuela Rehn und Jörg Reuter 2013 einen langersehnten Traum erfüllt: Einen Laden, in dem sie gerne selber einkaufen würden. Da gibt es zum Beispiel den seltenen, 24 Monate gereiften Nero di Parma, den in Feigenblättern gewickelten italienischen Pecorino Käse oder auch Bier, produziert von der Kiezbrauerei Flessa Bräu. Ein besonderer Clou der Besitzer sind die “kulinarischen Abende“, an denen sie einmal im Monat auch nach Ladenschluss die Türen für Gäste öffnen, um während einer Verkostung die Produzenten und ihre Geschichten selbst kennenzulernen. Damit aber eine Ware auch in den Regalen des Ladens nähe Weinbergspark stehen darf, besuchen Manuela und Jörg die Höfe und Felder der Produzenten, um sich selbst von gerechter Herstellung und Tierhaltung zu überzeugen. So stehen die Ladenbesitzer hinter jedem ihrer Produkte sowie deren Erzeuger und unterstützen auch die harte Arbeit von jungen Herstellern oder kleinen Betrieben. (Text: Jasemin Uysal / Fotos: Vom Einfachen Das Gute)

Vom Einfachen das Gute, Invalidenstr.155, 10115 Berlin-Mitte; Stadtplan
Di-Sa 10-20h

Jasemin Uysal, noch vor Kurzem Cee Cee-Praktikantin, hat es wieder zurück nach Berlin gezogen. Nun möchte sie neben ihrem Master in Sprachwissenschaften ihre kulinarischen und kulturellen Kenntnisse über die Stadt erweitern.

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SEVERINE NAEVE EMPFIEHLT: DIE BAR

SEVERINE NAEVE EMPFIEHLT: DIE BAR

Manchmal muss man Dinge teilen, weil es schlicht unmenschlich wäre, sie für sich zu behalten: Direkt an der geschichtsträchtigen Gethsemanekirche, an einem der schönsten Plätze im Prenzlauer Berg und umgeben von fantastischen Stuckfassaden, befindet sich ein echtes Kleinod von einer Bar. So unprätentiös der Name – “Die Bar” – so umwerfend liebevoll das Interieur und die Gäste. Auch wenn sich hier immer wieder Schauspieler, Künstlerinnen, Unternehmer oder charmante Selbstdarstellerinnen die Klinke in die Hand geben: Am Ende einer Nacht sitzen die unterschiedlichsten Menschen gemeinsam an der Theke, besprechen das Leben und spielen sich ihre Lieblingssongs vor. Die bezaubernde Inhaberin Nina Traiser hat ein Händchen für Inneneinrichtung, was den wirklich besonderen Charme dieser kleinen Bar erklärt. Abgesehen vom einzigartigen Stil – und das ist in einer Stadt wie Berlin schon ausreichend bemerkenswert – gibt es eine sehr feine Auswahl an Cocktails und ein fantastisches Gin-Sortiment, das auch Kenner erfreuen wird. Hier steckt viel Liebe in allen Details – entsprechend großartig ist auch das Personal hinter der Theke. Hätte ich kein Zuhause – meins wäre hier. (Text: Severine Naeve / Fotos: Pamina Aichhorn)

Die Bar, Greifenhagener Str.54, 10437 Berlin-Prenzlauer Berg; Stadtplan
Mo-Fr ab 19h, Sa-So ab 20h

Severine Naeve ist freie Journalistin und seit 2012 glückliche Berlinerin. Sie arbeitet u.a. für den NDR- und den MDR-Hörfunk und liebt die Geräuschkulisse ihrer Wahlheimat, denn bessere Dialoge, als auf den Berliner Straßen aufschnappt, könnte man nicht erfinden.

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LAURA BOX EMPFIEHLT: HOME COFFEE & FOOD

LAURA BOX EMPFIEHLT: HOME COFFEE & FOOD

Die Berliner Kaffeewelt ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen – Home Coffee & Food zählt für mich zu dem Highlights der Szene. Das Café liegt in der ruhigen Jonasstraße in Neukölln und wurde von Neuseeländerin Sarah Flanagan eröffnet. Die Atmosphäre hier ist entspannt, die üppige Bepflanzung setzt Akzente auf den glänzenden Betonböden und vor den hohen, weißen Wänden. Der Star ist natürlich der Kaffee. Die Bohnen kommen aus der ganzen Welt: Entre Rios Bohnen aus Costa Rica von Barcelonas Nomad Coffee und die Sorte Gatare aus Ruanda von Goriffee aus Bratislava. Die Speisekarte harmoniert mit der erlesenen Kaffeeauswahl. Das kleine, saisonale Brunchmenü wartet mit wunderschön angerichteten Leckereien auf, wovon die meisten aus regionalen, fair gehandelten Zutaten hergestellt werden, mit einem Fokus auf Zero Waste und minimaler Umweltbelastung. Das Angebot umfasst hausgemachte Marmeladen, Kuchen wie auch fermentiertes und eingelegtes Gemüse — besonders freue ich mich über das Kimchi. Neben der sorgfältigen Zubereitung und der gekonnten Darbietung des Kaffees und der Speisen legen Sarah Flanagan und ihr Team aber vor allem Wert auf eine herzliches Ambiente – Home ist für mich daher letztlich vor allem ein Ort zum Wohlfühlen. (Text: Laura Box / Fotos: Laura Box / c/o Home Coffee & Food)

Home Coffee & Food, Jonasstr.23, 12053 Berlin-Neukölln; Stadtplan
Mo-Fr 9-18h, Sa-So 10-18h

Laura Box ist vor Kurzem aus Sydney, Australien, nach Neukölln gezogen. Sie arbeitet als freiberufliche Autorin und Content Creator und begeistert sich für Kaffee, Kunst und Design.

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CHARLOTTE RAUSCH EMPFIEHLT: NEUZWEI VINTAGE STORE

CHARLOTTE RAUSCH EMPFIEHLT: NEUZWEI VINTAGE STORE

Der Vintage-Shop Neuzwei im Herzen des Weserkiezes ist ein außergewöhnlich schöner Ort für Kleidung. Dahinter steckt die Inhaberin Barbara Molnar, die sich mit Neuzwei im Jahr 2016 selbstständig gemacht hat. Die Kleidung und Accessoires sind von sehr guter Qualität, der Zustand stets tadellos und die Auswahl zeugt von Barbaras stilsicherem Geschmack. Du findest Klassiker, die einfach zu kombinieren sind, wie beispielsweise eine Levis 501 oder eine weiße Seidenbluse. Der Fokus auf zeitlosen Teilen ist auch ein Beitrag zu nachhaltigem Konsum und bildet einen wichtigen Aspekt in Barbaras Konzept der Wertschätzung von Mode und Umwelt. Präsentiert wird die Selektion in einem Interieur aus selbst entworfenen Holzmöbeln; Barbaras Herzlichkeit und ihre Sensibilität kreieren die Wohlfühlatmosphäre dazu. Für mich ist jeder Besuch hier eine Bereicherung.  (Text: Charlotte Rausch / Fotos: Neuzwei)

Neuzwei Vintage Store, Weserstr.53, 12045 Berlin-Neukölln; Stadtplan
Di-Sa 13-19h

Charlotte Rausch ist gebürtige Berlinerin und wohnt in Neukölln. Gerade beendet sie ihren Master in Kunstgeschichte an der Freien Universität zu Berlin. Nebenbei schreibt sie Texte, geht gerne Essen und besucht Museen.

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BARBARA RUSS EMPFIEHLT: KIOSKO IL CALICE

BARBARA RUSS EMPFIEHLT: KIOSKO IL CALICE

Auf der Ostseite des Walter-Benjamin-Platzes steht eine Kastanie, darunter hat die Enoteca Il Calice ihren Kiosk aufgestellt. Das “Kiosko” sieht aus wie ein Pariser Pressestand, verkauft werden aber italienische Weine und Speisen. Darum herum gesellen sich Tische aus Weinkisten zu Klappstühlen. Der Blick schweift über den Platz und bleibt an der Westseite des Springbrunnens hängen. Nach dem Bau der Kolonnaden kritisierte Architekt Wolfgang Kil, dass “aus lebendigem Stein mit großem Aufwand nur “Platte” hervorgegangen” sei. Ich bin keine Fachfrau, aber finde, dass hier Raum für Gedanken gelassen worden ist. Deshalb komme ich gerne her, lese, trinke eine Glas Wein und genieße die Sonnenstrahlen, die abends noch lange auf den Platz fallen. Walter Benjamin selbst hat leider keinen geschichtlichen Bezug zum Platz, seine Familie lebte weiter südlich in Wilmersdorf. Ich denke aber, er würde ihn mögen. (Text: Barbara Russ / Fotos: Il Calice)

Kiosko Il Calice, Walter-Benjamin-Platz 4, 10629 Berlin-Charlottenburg; Stadtplan
Mo-Sa 12-1h

Barbara Russ ist freie Journalistin und Übersetzerin. Nach Aufenthalten in Paris, New York und zuletzt Düsseldorf lebt sie jetzt (endlich!) wieder in Berlin und erkundet ihre neue Nachbarschaft Charlottenburg-Wilmersdorf.

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