Cee Cee Creative Newsletter Book Neighborhood Map Lessons
Stadtplan
Information
archive temp
loop temp
ZEYNEP LOKMANOGLU EMPFIEHLT: CHILI & PAPRIKA

ZEYNEP LOKMANOGLU EMPFIEHLT: CHILI & PAPRIKA

Auf einem eher kargen Abschnitt der Danziger Straße im Prenzlauer Berg befindet sich das schlichte Gewürzparadies — der mexikanisch-lateinamerikanische Lebensmittelladen Chili & Paprika. Beim Betreten tauchst Du in eine Produktwelt ein, die selten in Berlin zu finden ist. Wunderschöne Mezcal- und Tequilaflaschen säumen die Regale. Unterschiedliche Chilisorten bedecken eine komplette Wand: Serranos, Jalapenos, Chipotles — in Adobo Sauce oder natur — was immer Dein Herz oder Dein Rezept begehrt. Es gibt einen Bereich für Süßigkeiten, einen für Tortillas und sogar einen Altar für den Día de los Muertos (Tag der Toten). Der Besitzer Mathias Jung ist Berliner und hat eigentlich keine besondere Beziehung zu Mexiko oder dem restlichen Lateinamerika. Er erzählt mir sogar, dass er noch nie dort war. Seine Verbindung zu den Ländern kommt von seiner Liebe zu Chilis. Ursprünglich war Chili & Paprika ein Laden, in dem es nur Chilis gab. Das Sortiment wuchs dann durch Anfragen der Kundschaft weiter — vor allem von in Berlin lebenden Lateinamerikanern. Mittlerweile gibt es hier 600 einzigartige Produkte, darunter Spezialitäten wie frischer Queso aus Oaxaca und frische Poblano- und Serranoschoten. Hier bist Du genau richtig, wenn Du auf der Suche nach Farbe und Feuer bist. (Text & Fotos: Zeynep Lokmanoglu)

Chili & Paprika, Danziger Str.118, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg; Stadtplan
Mo-Fr 12-.30-19.30h, Sa 11-18h

Zeynep Lokmanoglu ist vor Kurzem nach Berlin gezogen, nachdem sie den Großteil ihrer 20er in New York verbracht hat. Sie arbeitet an einem Kurzgeschichtenband und genießt den “Kaffee und Kuchen”-Lifestyle.

cee_cee_logo
THI PHAM EMPFIEHLT: JUWEL

THI PHAM EMPFIEHLT: JUWEL

Wenn ich aus London nach Berlin zu Besuch komme, fällt mir immer wieder auf, dass viele Läden modische, aber nicht sehr hochwertige Klamotten und Taschen verkaufen. Der Trend geht aber eigentlich in die andere Richtung: Die Leute wollen bewusster leben und konsumieren. Deswegen begeistert mich das Taschenlabel Lamari Berlin, das sich gute Materialien und faire Herstellungsbedingungen zum Prinzip gemacht hat. Man findet die Taschen in dem hellen Laden Juwel im Prenzlauer Berg, einer Mischung aus Atelier und Concept Store. Ein Geheimtipp, der etwas versteckt am Wasserturm liegt. Die Berliner Designerin Marijana Jähnke verkauft hier seit 2015 neben ihren Ledertaschen auch Schmuck und Lifestyle-Accessoires, die sie von anderen Designern ausgewählt hat. Die Einrichtung ist ebenfalls liebevoll – alle Möbel sind selbst gebaut. Sie entwirft und stellt alle Ledertaschen in ihrem Atelier im hinteren Bereich selber her und benutzt dabei nur feinstes italienisches Leder. Ich habe beim letzten Besuch zwei Handtaschen und zwei Portemonnaies gekauft — eines für mich, eines zum Verschenken. (Text: Thi Pham / Fotos: Juwel, Lamari Berlin)

Juwel, Diedenhofer Str.4, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg; Stadtplan
Di-Fri 11-19h, Sa 11-18h

Thi Pham ist Berlinerin und hat in Zürich und Tokio studiert. Seit 2015 ist sie Architektin bei make und lebt in London. Ihre Lieblingsstadt besucht sie häufig: Berlin.

cee_cee_logo
BRITTA SMYRAK EMPFIEHLT: PASTIFICIO TOSATTI

BRITTA SMYRAK EMPFIEHLT: PASTIFICIO TOSATTI

Die perfekte Pasta gibt es nur in Italien? Irrtum, das kleine italienische Restaurant Pastificio Tosatti am Prenzlauer Berg beweist das Gegenteil. “Pastificio, Nudelmanufaktur” steht auf dem großen Schaufenster, durch das man Matteo zuschauen kann, während er den Teig gekonnt mit einem langen Nudelholz millimeterdünn ausrollt und zu Tagliatelle, Ravioli oder Spaghetti frisch verarbeitet. In das hübsche, schlichte Restaurant passen gerade mal vier Tische, ein Tresen, dahinter die kleine Küche. Matteo schwört auf Handarbeit und die klassischen Rezepte, wie er sie von seiner Oma kennt. Das Tosatti bietet eine wöchentlich wechselnde Karte mit sechs Pastagerichten. Immer dabei ist der Klassiker Tagliatelle alla Bolognese. Die ausgesuchten Weine kommen von einem befreundeten Weinhändler. Sehr empfehlen kann ich auch das Tiramisu im Glas, hausgemacht natürlich. Ein Must ist auch ein Espresso zum Abschluss, nicht aus der Maschine, sondern im typisch italienischen Espressokocher serviert. Wie könnte es auch anders sein bei Matteo? (Text: Britta Smyrak / Fotos: Pastificio Tosatti)

Pastificio Tosatti, Schliemannstr.14a, 10437 Berlin-Prenzlauer Berg; Stadtplan
Di-Sa 17-22.30

Wenn sie nicht gerade unterwegs ist, lebt und schreibt Britta Smyrak am Prenzlauer Berg für ihren Reiseblog Looping über Berlin und ihre Reisen um die Welt.

cee_cee_logo
TITO FRITZI EMPFIEHLT: TEE·SALON·IKI

TITO FRITZI EMPFIEHLT: TEE·SALON·IKI

Kaffee, Kaffee, Kaffee. First, Second, Third Wave. Hör mir auf. Kaffee wird überwertet. Wenn ich mich mit meinen Leuten auf einen Kaffee treffe, dann ist der nach zwei Minuten ausgetrunken. Soll ich dann direkt wieder gehen, oder was? Überhaupt ist das Lass-Mal-Kaffeetrinken-Ding nichts weiter als ein Chiffre, seinem Gegenüber sämtliche Agentur-Internas auszuplaudern zu dürfen. Noch schlimmer diese Nomaden, die sich einen ganzen Tag an einem großen Cappuccino festhalten. Da lobe ich mir den Teesalon im Allgemeinen, vor allem aber den Tee·Salon·Iki. Ja gut, Wortspiele sollten ausschließlich Friseurläden vorbehalten bleiben. Ansonsten ist das aber eine absolute Empfehlung, was hier angeboten wird. Tee-Expertise, eingeschlossen einer ausgiebigen Beratung (auf Wunsch), mit einer beachtlichen Auswahl an gesundheitsfördernden Teematerialien und Kräutern. Überhaupt lässt es sich hier sehr gut gesund werden und vor allem bleiben. Der Teesalon legt wenig Wert auf chic, bleibt in seiner Gesamtstimmung zurückhaltend sympathisch und komplett unaufgeregt. Und das Personal! Das Personal ist sensationell freundlich und extrem bewandert was wann gegen was hilft (meistens Tee aus der Region Makedonien). Empfehlung ist der griechische Bergtee, der angeblich gegen Alzheimer, ADHS und andere degenerative Störungen helfen soll. Das Beste am Tee jedoch, er lässt sich fast beliebig oft wieder mit Wasser auffüllen (also wie gemacht für die sparsame Laptop-Workforce). (Text: Tito Fritzi / Fotos: Pamina Aichhorn)

Tee·Salon·Iki, Böckhstr.50, 10967 Berlin-Kreuzberg; Stadtplan
Di-So 11-19h

Tito Fritzi ist Herausgeber des wöchentlichen Newsletters Dingsi–Dongsi, einer Quelle für Allesmögliche und Unterhaltsame. Er lebt direkt neben dem Teesalon, und das ist Gold wert.

cee_cee_logo
JASEMIN UYSAL EMPFIEHLT: VOM EINFACHEN DAS GUTE

JASEMIN UYSAL EMPFIEHLT: VOM EINFACHEN DAS GUTE

Klein aber fein, so könnte man den Lebensmittelladen Vom Einfachen das Gute auch nennen. Der Fokus liegt ganz bewusst in der Qualität, die man in den verschiedenen Produkten – von Fleisch, Käse über Brot und Wein bis hin zu Kaffee und Aufstrichen – schmecken kann. Damit haben sich Manuela Rehn und Jörg Reuter 2013 einen langersehnten Traum erfüllt: Einen Laden, in dem sie gerne selber einkaufen würden. Da gibt es zum Beispiel den seltenen, 24 Monate gereiften Nero di Parma, den in Feigenblättern gewickelten italienischen Pecorino Käse oder auch Bier, produziert von der Kiezbrauerei Flessa Bräu. Ein besonderer Clou der Besitzer sind die “kulinarischen Abende“, an denen sie einmal im Monat auch nach Ladenschluss die Türen für Gäste öffnen, um während einer Verkostung die Produzenten und ihre Geschichten selbst kennenzulernen. Damit aber eine Ware auch in den Regalen des Ladens nähe Weinbergspark stehen darf, besuchen Manuela und Jörg die Höfe und Felder der Produzenten, um sich selbst von gerechter Herstellung und Tierhaltung zu überzeugen. So stehen die Ladenbesitzer hinter jedem ihrer Produkte sowie deren Erzeuger und unterstützen auch die harte Arbeit von jungen Herstellern oder kleinen Betrieben. (Text: Jasemin Uysal / Fotos: Vom Einfachen Das Gute)

Vom Einfachen das Gute, Invalidenstr.155, 10115 Berlin-Mitte; Stadtplan
Di-Sa 10-20h

Jasemin Uysal, noch vor Kurzem Cee Cee-Praktikantin, hat es wieder zurück nach Berlin gezogen. Nun möchte sie neben ihrem Master in Sprachwissenschaften ihre kulinarischen und kulturellen Kenntnisse über die Stadt erweitern.

cee_cee_logo