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ARS ELECTRONICA UNTERSUCHT DIE KUNST DER UNVOLLKOMMENHEIT

ARS ELECTRONICA UNTERSUCHT DIE KUNST DER UNVOLLKOMMENHEIT

“Wenn Du denkst, dass Du alle Möglichkeiten ausgeschöpft hast, bedenke, es gibt noch weitere.” Das sind die motivierenden Worte von Thomas A. Edison, dessen kluge Gedanken zum Scheitern die bald stattfindende Ausstellung digitaler Medienkunst “Error — The Art of Imperfection“ der Ars Electronica maßgeblich inspiriert haben. Die Ars Electronica ist ein weltweit einzigartiges Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft, das seit 1979 nach Verbindungen und Überschneidungen, nach Ursachen und Auswirkungen sucht. Ab dem 17.11.2018 ist die Gruppenausstellung im Drive. Volkswagen Group Forum zu sehen — sie ist Teil einer fortlaufenden Zusammenarbeit zwischen den beiden Innovatoren. Zu sehen sind hochmoderne interaktive Maschinen, Videoarbeiten und innovative Soundinstallationen. Jede Arbeit erforscht die Abweichung von der Norm und fasst das Konzept des “Scheiterns” weiter als dies normalerweise unsere Assoziationen tun. Dabei wird hinterfragt, wie wertfreie Ansätze im Hinblick auf “Error” unsere Welt sowohl auf persönlicher als auch globaler Ebene verbessern können. Von visueller Forensik und künstlicher Intelligenz bis hin zu Bitcoin-Miners und Robotertechnik bietet die Ausstellung einen längst überfälligen positiven Ausblick auf die Zukunft — eine vorläufige Wiederholung nach der anderen. (Text: Anna Dorothea Ker / Fotos (im Uhrzeigersinn): Waltz Binaire, César Escudero Andaluz & Martín Nadal, Anna Ridler)

Drive. Volkswagen Group Forum, Friedrichstr.84/Ecke Unter den Linden, 10117 Berlin-Mitte; Stadtplan
Mo-So 10-20h
Ars Electronica präsentiert “Error — The Art of Imperfection“, 17.11.2018-17.2.2019

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FACING NORTH KOREA: VIER KÜNSTLER STELLEN SICH DEN MYTHEN

FACING NORTH KOREA: VIER KÜNSTLER STELLEN SICH DEN MYTHEN

Der Westen ist nach wie vor fasziniert von der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK)— gleichzeitig lehnt er den Staat aber auch ab. Die tatsächlichen Lebensumstände in Nordkorea bleiben undurchsichtig, die mit dem Land verbundenen Klischees werden aufrechterhalten. Eine neue Gruppenausstellung im Meinblau Projektraum möchte diese Tatsache mit den Arbeiten von vier Künstlern thematisieren; sie alle haben sich mit der Geschichte, Politik und Kultur Nordkoreas auseinandergesetzt, um ein besseres Verständnis zu ermöglichen. Byungjun Kwons Soundscape “Forest of Subtle Truth 3″ (2017) erforscht die düstere Geschichte von Gyodong — einer Insel, die sich direkt unterhalb der militärischen Demarkationslinie befindet. Chan Sook Chois Installation “Yangjiri” (2018) untersucht die Architektur eines südkoreanischen “Propagandadorfes”, wo sich nordkoreanische Kriegsflüchtlinge zwangsweise ansiedeln mussten. Bernhard Draz besuchte 2017 die DVRK und unternahm den Versuch einer radikalen Anteilnahme: Er integrierte sich in modifizierte Propagandaplakate, die er nun als Serie großformatiger Acrylgemälde zeigt. Georg Klein de- und rekonstruiert mit “The Sound before Silence – Souvenirs from North Korea” (2018) ein traditionelles nordkoreanisches Lied, indem er es in einen Dialog mit der südkoreanischen Gayageum-Spielerin Youjin Sung setzt. Die Arbeiten regen sowohl für sich betrachtet als auch gemeinsam zum Nachdenken über das isolierte Land an und ermöglichen so aufschlussreiche Perspektiven. (Text: Anna Dorothea Ker / Fotos: Bernhard Draz, Meinblau)

Meinblau Projektraum, Pfefferberg Haus 5, Christinenstr.18-19, 10119 Berlin-Prenzlauer Berg; Stadtplan
Mo-So 11-19h
Chan Sook Choi, Byungjun Kwon, Bernhard Draz, Georg Klein: Facing North Korea, bis 3.12.2018

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HINTER DEN BILDSCHIRMEN: JAMES BRIDLE KURATIERT “AGENCY” IN DER NOME GALLERY

HINTER DEN BILDSCHIRMEN: JAMES BRIDLE KURATIERT “AGENCY” IN DER NOME GALLERY

Inmitten von Massenüberwachung, Informationsüberflutung und ungebremstem Kapitalismus scheinen wir mit zunehmendem Wissen immer handlungsunfähiger zu werden. Wie kann jeder Einzelne die Kontrolle behalten und wiedererlangen, um unsere neue globale Realität mit Sinn zu füllen? Ab diesem Freitag (27.10.) werden in der Nome Gallery genau diese Art von Fragen gestellt. Die Galerie wurde 2015 gegründet und bewegt sich zwischen Technologie, Kunst und Politik, um auf die wesentlichen Themen unserer Zeit aufmerksam zu machen. James Bridle, Künstler und Autor des Buches “New Dark Age: Technology and the End of the Future” (Verso, 2018), hat die Gruppenausstellung “Agency” kuratiert. Jede Arbeit in der Ausstellung setzt sich mit komplexen technologischen Zusammenhängen und politischen Widersprüchen auseinander und hinterfragt gegenwärtige digitale Wirklichkeiten: angefangen bei 3D-Scannertechnologie (Morehshin Allahyari), über das Durchforsten geleakter Archive (Anna Ridler) bis hin zur Dekonstruktion technischer Apparate (Ingrid Burrington). Klingt spannend? Vielleicht kommst Du am Freitag vorbei und beginnst das Wochenende ein wenig nachdenklich. (Text: Anna Dorothea Ker / Fotos (im Uhrzeigersinn): Nome Gallery, c/o British Council, Anna Ridler)

Nome Gallery, Glogauer Str.17, 10999 Berlin-Kreuzberg; Stadtplan
Di-Sa 15-19h
Agency” kuratiert von James Bridle: Eröffnung 26.10.2018, 18-21h. Ausstellung läuft 27.10.-7.12-2018

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DEKONSTRUKTION GEGENWÄRTIGER MACHTVERHÄLTNISSE: 3HD 2018

DEKONSTRUKTION GEGENWÄRTIGER MACHTVERHÄLTNISSE: 3HD 2018

Das Programm des Festivals für Musik und Kunst 3hd besteht aus queeren, spielerischen und kritischen Widerstandsformen. Das Ganze wird durch Creamcake, die damit “einflussreiche Systeme, die unsere Welt dominieren” hinterfragen möchten. Vom 23.-27.10.2018 kannst Du Installationen, Performances und Workshops im HAU, OHM, im Studio 1 des Kunstquartiers Bethanien, in der Säule und im Internet erleben. Die vierte Ausgabe trägt das Festivalthema “System.Lure” und erkundet das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine, Nationalstaat und Recht sowie die Bewegungen von Geld und Menschen im Kapitalismus. Zwei Highlights haben wir uns vorgemerkt: Am 24.10. wird sich das von Yony Leyser kuratierte Filmscreening auf Lücken in gesellschaftlich dominanten Erzählungen konzentrieren und sie dabei mit persönlichen Gender-, Sex-, Rassen- und Identitätsperspektiven vermischen. Am 25.10. findet dann Energy Exchange in der Säule statt — mit Performances von Bob Vylan, Casey MQ, Golin und Dis Fig, die zwischen melancholischem Soul, mit Hip-Hop gekreuztem Punk und verzerrter Clubmusik angesiedelt sind. Scroll Dich durch das umfangreiche Programm und verkürze Dir die Wartezeit mit der Online-Auftragsarbeit Public School von Simone C. Niquille. Sie zeigt eine Sammlung von “how to”-YouTube-Videos mit niedrigen Klickzahlen und untergräbt damit den Algorithmus, der die Clips zuvor verschüttet hatte. (Text: Anna Dorothea Ker / Fotos: Golin, Kikelomo / Kunstwerk: Salim Bayri)

3hd 2018: System.Lure, 23.-27.10.2018, verschiedene Veranstaltungstage & Locations: Programm, Facebook Event.

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ZUKUNFT NEU DENKEN — FORECAST FESTIVAL IM HKW

ZUKUNFT NEU DENKEN — FORECAST FESTIVAL IM HKW

Ein Soundtrack für die posthumane Zukunft, ein experimentelles Science Fiction-Radiohörspiel, eine kritische Alternative zur traditionellen Präsentation im Museum: Wenn sechs aufstrebende, junge Künstler von sechs namhaften Mentoren der jeweiligen Disziplinen betreut werden, ist ein beeindruckendes Ergebnis garantiert. Im Mai 2018 wählten die Museumsdirektorin Tulga Beyerle, der Kurator David Elliott, der Videokünstler Omer Fast, die Musikerin Holly Herndon, die Künstlerin Laura Lima und der Kurator und Produzent Peter Meanwell im Rahmen des Forecast Forums je einen herausragenden Mentee aus. Jeder betreute dann je einen der Nachwuchskünstler in den Bereichen Film, Sound, Radio, Ausstellungsdesign und künstlerische Intervention und begleitete die Realisierung des Projektes. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit werden an diesem Freitag und Samstag (12.-13.10.2018) beim Forecast Festival im Haus der Kulturen der Welt gezeigt. Darüber hinaus präsentiert das Festival am 13.10. um 18h das neue transnationale Projekt Housing the Human — mit Präsentationen von Prototypen für eine neue soziale Geografie und Diskussionen über zukünftige Gestaltungsmöglichkeiten in Architektur, Stadtentwicklung und Design. Eine vielversprechende Zukunft liegt vor uns — optisch und klanglich. (Text: Anna Dorothea Ker / Fotos: (im Uhrzeigersinn): Omer Fast, Chayanit Mathong (Werk von Alisa Chunchue), Frank Paul)

HKW – Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin-Tiergarten; Stadtplan
Forecast Festival: 12.10.2018, ab 18h, 13.10.2018, ab 14h
Housing the Human: 13.10.2018, 18h

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