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STADTRÄUME ERZÄHLT IN 50 GESCHICHTEN — LIVING THE CITY IM FLUGHAFEN TEMPELHOF

STADTRÄUME ERZÄHLT IN 50 GESCHICHTEN — LIVING THE CITY IM FLUGHAFEN TEMPELHOF

Die Lebensräume und -realitäten, die in Großstädten aufeinander treffen und ineinander greifen, sind vielschichtig und divers. Fass- und erlebbarer machen will sie die Ausstellung „Living the City“ im ehemaligen Flughafen Tempelhof: Ab morgen (25.09.2020) werden hier drei Monate lang 50 Geschichten über und aus urbanen Räumen erzählt. In ihren Projekten vermitteln 70 Teilnehmer aus 20 europäischen Ländern zu Themen wie Liebe, Leben und Bewegung spielerisch ihre ganz eigene Sicht auf die Stadt. Mit dabei sind unter anderem Tue Greenfort, dessen Installationen sich im Dreieck Mensch-Natur-Umwelt bewegen, das belgische Büro Alive Architecture und die Kanadierin Larissa Fassler, die sich mit urbaner Geographie befasst. In der ehemaligen Abfertigungshalle entsteht so über die Ausstellungsdauer eine wachsende Stadtcollage, die unsere Beziehung zu und unsere Handlungsmöglichkeiten in der Stadt, aber auch sozioökonomische und politische Dimensionen begehbar macht. Ein Begleitprogramm bringt zudem Musik, Workshops, Talks und Touren in den Flughafen: Während des Torhaus Workshops werden zukunftsweisende Souvenirs gebastelt, beim Vortrag der TU Berlin geht es um Methoden nachhaltiger Stadtgestaltung und nach der Performance des inklusiven DJ Kollektivs Supastar Soundsystem lernst Du etwas über Freestyle Rap. “Living the City” ist wie die Stadt selbst – an jedem Tag anders, aber niemals langweilig. (Text: Hanna Komornitzyk / Credit: Flughafen Berlin-Tempelhof © Membeth; Zones Urbaines Sensibles, Luchtsingel, Rotterdam, 2014 © Ossip van Duivenbode; S AM Swiss Architecture Museum, Swim-City © Lucia de Mosteyrin)

Living the City ist im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik entstanden.

25.09.–20.12.2020
Flughafen Tempelhof, Platz der Luftbrücke 5, 12101 Berlin–Tempelhof; Stadtplan
Di 10–20h, Mi–Fr & Sa–So 12–20h, Do 12–22h

Das komplette Programm zur Ausstellung gibt es online. Die Tickets sind während der gesamten Laufzeit kostenlos und können über die Website gebucht werden.
@livingthecity.eu

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JULIE FAVREAU „BONDS“: KÖRPERLICHKEIT IM DIGITALEN ZEITALTER — EMPFOHLEN VON JOHANNA YEATS

JULIE FAVREAU „BONDS“: KÖRPERLICHKEIT IM DIGITALEN ZEITALTER — EMPFOHLEN VON JOHANNA YEATS

Wenn kleine Ausstellungen gelingen, hinterlassen sie nicht selten einen schönen Nachhall. So auch „Bonds“ von Julie Favreau in der Schwartzschen Villa. Als Sommerresidenz erbaut, bietet das Haus in Steglitz heute Platz für ein Café und eine der Kommunalen Galerien Berlins. Präsentiert werden Einzelausstellungen internationaler Gegenwartskunst – 2020 liegt der Schwerpunkt auf „Human Textures“, menschlichen Strukturen. In der von Dr. Christine Nippe kuratierten Ausstellung werden aktuell eine Wandzeichnung, Fotografien, Skulpturen und zwei Videoinstallationen der kanadischen Künstlerin und Wahlberlinerin Favreau gezeigt. Aus feministischer Perspektive wird darin die Interaktion des menschlichen Körpers mit neuen technoid-organischen Objekten verhandelt. Besonderes Interesse gilt der Erforschung der Berührung, der Beziehung, dem Miteinander sowie der Spiritualität und Sinnlichkeit in der Begegnung von Technologie und Mensch. (Text: Johanna Yeats / Fotos: Johanna Yeats, Julie Favreau & Julie Favreau „Bonds“ Installationsansichten Schwartzsche Villa, fotografiert von Roman März)

Johanna ist Kunsthistorikerin aus Berlin und verliebt in Berlin. Sie arbeitet bei den Staatlichen Museen zu Berlin und seit dem 1. September in der Neuen Nationalgalerie.

Julie Favreau – Bonds, Schwartzsche Villa, Grunewaldstr.55, 12165 Berlin–Steglitz; Stadtplan
Bis 11.10.2020, Mo–So 10–18h
Eintritt ist kostenlos
@julie_favreau

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LESEN ALS ÜBERLEBENSMITTEL: DIE 20. AUSGABE DES INTERNATIONALEN LITERATUR–FESTIVALS

LESEN ALS ÜBERLEBENSMITTEL: DIE 20. AUSGABE DES INTERNATIONALEN LITERATUR–FESTIVALS

Lesungen traf es in den vergangenen Monaten schwer und so grenzt das, was das Internationale Literaturfestival Berlin(09.–19.09.2020) zum 20. Jubiläum bewerkstelligt hat, an ein Wunder: Noch bis Samstag finden unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen Diskussionen vor Publikum statt, nur ein Viertel des Programms musste ins Digitale verlegt werden. Im Silent Green Kulturquartier stellt der norwegische Schriftsteller Matias Faldbakken heute Abend (17.09.) über Videoschalte sein Buch „Wir sind fünf“ vor. In seinem surrealen Horrormärchen will ein Familienvater mit Hang zu Drogen den verschwundenen Haushund durch ein Wesen aus Lehm ersetzen – ein Versuch, der im Desaster endet. Auf eine Katastrophe läuft auch Ben Lerners brillanter Roman „Die Topeka Schule“ hinaus: Mit der Geschichte des jungen Debattierchampions Adam Gordon legt Lerner nicht nur ein Manifest über die Macht der Sprache und Krise der Männlichkeit vor, sondern zeichnet auch ein treffendes Stimmungsbild der tief gespaltenen amerikanischen Gegenwart. Das Festival liefert mit gefeierten Autoren wie Olga Tokarczuk, Sheila Heti und JJ Bola und dem reich gefüllten Online-Archiv neben neuem Lesestoff auch Antworten auf die Frage nach der Rolle von Literatur in Krisenzeiten: Denn wie kann Lesen helfen, wenn Flüchtlingslager in Flammen stehen, Oppositionelle in Belarus bedroht werden und die Welt im Lockdown verharrt? (Text: Laura Storfner / Fotos: Ali Ghandtschi, Sophie Döring & Cordia Schlegelmilch)

Internationales Literaturfestival Berlin
Verschiedene Veranstaltungsorte in der ganzen Stadt und digital. Das Festival läuft bis zum 19.09.2020.
@ilb_literaturfestival

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„EVERYTHING SO DEMOCRATIC AND COOL“ — BUCH UND BEGLEITENDE AUSSTELLUNG VON FOTOGRAF CHRISTIAN WERNER

„EVERYTHING SO DEMOCRATIC AND COOL“ — BUCH UND BEGLEITENDE AUSSTELLUNG VON FOTOGRAF CHRISTIAN WERNER

„Everything so democratic and cool“ – genau diese Zeile aus dem Song „Random Rules“ der New Yorker Indierocker Silver Jews blieb Christian Werner während einer Fahrt durch L.A. im Kopf hängen. Von dort aus hat sie es direkt auf das Cover seiner Retrospektive geschafft – als passender Titel zu Werners Œu­v­re der letzten 13 Jahre. Die Fotos – darunter Modeaufnahmen, Auftragsarbeiten für Magazine, private Portraits und andere eigene Projekte – füllen easy die 200 Seiten des Buches: Thematisch wie gestalterisch abwechslungsreich zeigen sie nüchterne Strommasten im schneebedeckten Feld bis hin zu akribisch inszenierten berühmten Gesichtern, wie beispielsweise das von Billie Eilish. Begleitend zum Buch führt die Ausstellung im Kreuzberger Kunstraum des Herausgebers Blake & Vargas durch eine Auswahl der Bilder aus den Jahren 2007 bis 2020. (Text: Benji Haughton / Fotos: Christian Werner, Blake & Vargas, Sophie Döring)

Everything so democratic and cool“ von Christian Werner (2020, Blake & Vargas, 200 Seiten)

Die begleitende Ausstellung läuft bis zum 30.09.2020 bei Blake & Vargas, Reichenberger Str.72, 10999 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan

Mo–Fr 11–18h
 @blakeandvargas

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DRAUSSEN, DIGITAL, DEZENTRAL — DIE BERLIN ART WEEK 2020

DRAUSSEN, DIGITAL, DEZENTRAL — DIE BERLIN ART WEEK 2020

Kunst und Kultur funktionieren in diesem Jahr anders – mittlerweile haben wir uns an Verhaltensregeln und Timeslots für Museumsbesuche gewöhnt. Großveranstaltungen sind zu Pandemiezeiten dennoch eine ziemliche Herausforderung und bedingen intelligente Lösungen. So geht auch die diesjährige Berlin Art Week (09.-13.09.) neue Wege: Viel mehr noch als in den Vorjahren setzt die Kunstwoche, organisiert von den Kulturprojekten Berlin, auf ein dezentrales Konzept und bringt Ausstellungen, Preisverleihungen und Touren an rund 60 Orte in der ganzen Stadt. Unter dem Motto „Move it“ wird der Project Space Award 2020 in Form einer Sternfahrt verliehen: Alle Preisträger – darunter The WatchOQBO und Kunstasphalt – starten per Rikscha von den zehn ausgezeichneten Projekträumen. Auf zwei Radtouren kannst Du die Orte selbst bereisen. Auch anderswo gibt es Kunst unter freiem Himmel: Am PalaisPopulaire wird eine temporäre Skulptur der Medienkünstlerin Valie Export gezeigt, vor dem HAU läuft unter anderem die Performance „Our Love Goes to the Absent Performers“ des politischen Theaterkollektivs Gintersdorfer/Klaßen. Die Online-Plattform Berlin Views bietet zu Fuß und auf dem Rad einen privaten Blick in die 40 teilnehmenden Galerien, wie Eigen + Art und Schwarz Contemporary. Obwohl aus einer Notsituation heraus entstanden, geht das Konzept der Art Week auf: Die Vielfalt von Berlins Kunstszene zeigt sich gerade in der hohen Dichte und den Besonderheiten seiner Kulturstätten – diese noch mehr einzubeziehen und Kunst im kleineren Rahmen erlebbar zu machen, klingt dabei nach einem ziemlich guten Deal. Übrigens: auch online ist mit dem Journal und der Playlist für ordentlich Programm gesorgt. (Text: Hanna Komornitzyk / Fotos: Positions Berlin Art Fair, Courtesy Mona Ardeleanu und Galerie Thomas Fuchs; Palais Populaire, Courtesy Tokihiro Sato; Positions Berlin Art Fair; Berlin Art Week)

Berlin Art Week 2020: 09.–13.09.2020
Das Programm findet an Orten in ganz Berlin statt. Deinen Besuch kannst Du vorab online planen.

@berlinartweek
@kulturprojekteberlin

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