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DIE MODERNE BEGEHEN, AUF KLEINSTEM RAUM — EILEEN GRAY IN DER AKADEMIE DER KÜNSTE

DIE MODERNE BEGEHEN, AUF KLEINSTEM RAUM — EILEEN GRAY IN DER AKADEMIE DER KÜNSTE

Lange Zeit ein Geheimtipp, wird die Architektin Eileen Gray heute als Pionierin der Moderne gefeiert. In der Akademie der Künste kannst Du nun aus nächster Nähe erleben, wie zeitlos ihr erstes Haus E.1027 auch 90 Jahre nach seiner Entstehung ist. Professor Wilfried Wang rekonstruierte gemeinsam mit Studierenden eines der Schlafzimmer und begeht in einstündigen Führungen den winzigen Raum, in dem kein Quadratmeter ungenutzt bleibt. Gray selbst entwarf die Einrichtung – Sonderanfertigungen, die perfekt auf ihre Umgebung angepasst sind. Selten war die Moderne so funktional und charmant zugleich. (Text: Hanna Komornitzyk / Fotos: Andreas FranzXaver Süß, Akademie der Künste & © WikiCommons 1910)

Akademie der Künste, Pariser Platz 4 10117 Berlin–Mitte; Stadtplan

Eileen Gray – E.1027 Master Bedroom, Mo–So 10–20h
Führungen mit Kurator Wilfried Wang noch bis Mitte Juni online buchen: So 26.5.2019 12h, Mi 29.5.2019 16.30h, Fr 7.6.2019 18h, So 9.6.2019 12h

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FLUENTUM — EINE NEUE SAMMLUNG FÜR VIDEOKUNST IN DENKMALGESCHÜTZTER KULISSE

FLUENTUM — EINE NEUE SAMMLUNG FÜR VIDEOKUNST IN DENKMALGESCHÜTZTER KULISSE

Auf der Suche nach einem Ort für seine Videokunstsammlung zog es den Software-Unternehmer Markus Hannebauer nach Dahlem. Gemeinsam mit dem Architekturbüro Sauerbruch Hutton machte er sich dort an den Umbau eines Gebäudes mit belasteter, wie bewegter Geschichte. Was während des NS-Regimes als Kaserne für die Luftwaffe errichtet wurde, nutzten die Amerikaner nach dem Krieg als Hauptquartier. Während heute auf dem Areal gewohnt wird, stand der repräsentative Trakt des Gebäudes lange leer. Niemand traute sich heran an die dunklen, denkmalgeschützten Räume – lediglich in Filmen wie “Inglourious Basterds” dienten sie als Kulissen. Nun werden hier keine Filme mehr gedreht, sondern gezeigt: Hannebauer widmet die steinernen Zeugnisse der Nazi-Zeit zur Ausstellungsarchitektur um. In der aktuellen Schau des Künstlers Guido van der Werve wirkt der schwarze Marmor als natürliche Blackbox – künftig werden auch andere Sammlungsarbeiten von Künstlern wie Hito Steyerl oder Hiwa K zu sehen sein. (Text: Laura Storfner / Fotos: © Guido van der Werve & © Moritz Hirsch – Courtesy of Fluentum, Berlin)

Fluentum, Clayallee 174, 14195 Berlin–Dahlem; Stadtplan
Sa 11–14h
Ausstellung bis 22.06.2019: “Guido van der Werve. Number eight, nine, twelve, thirteen, fourteen, seventeen”

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KUNST IM PFÖRTNERHÄUSCHEN: DAS PFÜTZENARCHIV VON MIRJA BUSCH

KUNST IM PFÖRTNERHÄUSCHEN: DAS PFÜTZENARCHIV VON MIRJA BUSCH

Nein, im Pförtnerhaus auf dem ehemaligen Güterbahnhof Neukölln hat kein Laden für biodynamische Weine eröffnet. Die Flaschen in den Regalen sind mit Pfützenwasser gefüllt, das die Künstlerin Mirja Busch2014 in Berlin gesammelt hat. Es ist nur ein Teil ihres Archivs aus mehr als 2200 Pfützen, manche sind in New York oder Buenos Aires fotografisch festgehalten, andere bis auf den letzten Tropfen vom Berliner Boden aufgesogen. So konserviert sie, was andernfalls verschwinden würde und macht zugleich sichtbar, was in der Luft und auf der Straße liegt. Das Regenwasser erscheint durch Teer, Nikotin und Sand mal trüb, mal kristallklar. Mal füllt es die Gläser nur halb, mal braucht Busch ein ganzes Flaschenarsenal, um eine einzige Regenlache zu transportieren. Auf diese Weise dokumentiert sie auch Wandlungsprozesse, die das Leben in Großstädten begleiten. Die Ausstellung könnte damit kaum besser in das Backsteinhäuschen jenseits des S-Bahn-Rings passen, das Christof Zwiener mit “when the image is new, the world is new” temporär zum Kunstraum umfunktioniert hat. Auf seine Einladung bespielen Künstler den historischen Ort, der bald einem Neubauprojekt weichen wird. (Text: Laura Storfner / Fotos: Christof Zwiener (when the image is new, the world is new), 2019 & Courtesy Mirja Busch)

When the image is new, the world is new, Ringbahn Str.2, 12051 Berlin–Neukölln; Stadtplan
#2: (Fragmente | ruins), Mirja Busch, bis 20.05.2019
#3: Verena Issel, Eröffnung: 29.05.2019, 19-22h
Öffnungszeiten auf Anfrage: info@whentheimageisnew.de

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DREI TAGE WACH! UNSERE EMPFEHLUNGEN FÜR DAS PERFEKTE GALLERY WEEKEND

DREI TAGE WACH! UNSERE EMPFEHLUNGEN FÜR DAS PERFEKTE GALLERY WEEKEND

Ab Freitag 26.04.2019 verwandelt das Gallery Weekend die Stadt wieder in einen riesigen Ausstellungsparcours. Neben 45 Galerien, die auf der offiziellen Teilnehmerliste stehen, laden zahlreiche Museen und Off-Spaces zur Vernissage. Die Berlinische Galerie wirft ein Schlaglicht auf das Architekturstudio realities:united, während in der Alten Münze Nachwuchskünstler bei the show ausstellen. Den ersten Stopp unseres Galerienrundgangs legen wir in Kreuzberg bei ChertLüdde ein, wo Sol Calero die künstlerische Praxis ihrer Großmutter zum Ausgangspunkt ihres eigenen Werks macht. Ein paar Straßen weiter dekonstruiert die Malerin Frieda Toranzo Jaeger in der Galerie Barbara Weiss das Motiv des Autos als männliche Machtfantasie. Fabian Knecht beschäftigt sich bei Alexander Levy mit Momenten des Bruchs: Seine performativen Installationen wirken nicht nur unmittelbar, sie führen die Instabilität unserer Weltordnung vor Augen. Ein ganz eigenes Bildsystem kann man bei Tanya Leighton in den Gemälden von Math Bass entziffern: Cartoonartige Krokodile und glimmende Zigaretten bilden abstrakte Piktogramme. In unmittelbarer Nachbarschaft nähert sich Ryan Gander bei Esther Schipper in Skulpturen, Installationen und Videos dem Konzept der Erleuchtung. (Text: Laura Storfner / Fotos: Fabian Knecht, Mauer auf Eis, Courtesy Alexander Levy; Math Bass, Newz!, Courtesy the Artist and Tanya Leighton; Ryan Gander, Monkey See, Monkey Do, Courtesy the artist and Esther Schipper, Photo by Studio Gander)

Gallery Weekend Berlin, an diversen Orten in der ganzen Stadt
26.04.2019, 18–21h, 27–28.04.2019, 11–19h; Programm

Berlinische Galerie, Alte Jakob Str.124–128, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Mi–Mo, 10–18h
Realities:united 27.04.–19.08.2019
Eröffnung, 26.04, ab 19h

Alte Münze, Molkenmarkt 2, 10179 Berlin–Mitte; Stadtplan
The Show, 26.04.–28.04.2019; Programm

ChertLüdde, Ritter Str.2A, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Di–Sa, 12–18h
Archivos Olvidados, Eröffnung 26.04.2019, 18–21h

Galerie Barbara Weiss, Kohlfurter Str.41–43, 10999 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Während des Gallery Weekends 11–19h, danach Di–Sa 11–18h
Deep Adaptation, 27.04.–15.06.2019
Eröffnung, 26.04.2019, 18–21h

Alexander Levy, Rudi-Dutschke Str.26, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Während des Gallery Weekends 11–19h, danach Di–Sa 11–18h
Bruch, 26.04.–22.06.2019
Eröffnung, 26.04.2019, 18–21h

Tanya Leighton, Kurfürsten Str.25, 10785 Berlin–Charlottenburg; Stadtplan
Di–Sa 11–18h
To Name A Few, 27.04.–22.06.2019
Eröffnung, 26.04.2019, 19–21h

Esther Schipper Potsdamer Str.81e, 10785 Berlin–Tiergarten; Stadtplan
Während des Gallery Weekends 27.–28.04.2019 11–19h, danach Di–Sa 11–18h
Some Other Life, 26.04.–15.06.2019
Eröffnung, 26.04.2019, 18–21h

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VILLA HEIKE — OFFENE KÜNSTLERSTUDIOS IM EHEMALIGEN STASI-GEHEIMLAGER

VILLA HEIKE — OFFENE KÜNSTLERSTUDIOS IM EHEMALIGEN STASI-GEHEIMLAGER

Aufgrund ihrer rätselhaften Geschichte ist die Villa Heike in Berlin kaum bekannt. Gebaut wurde sie einst als Privatwohnung des deutschen Industriellen Richard Heike und Firmensitz seines Fleischereibetriebs. Nach seiner Ermordung 1945 und der Übernahme des Gebäudes durch die DDR 1951 machte die Stasi sie zu einem Geheimlager, in dem über 11 km Akten gesammelt wurden. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 wurde sie geschlossen und blieb 25 Jahre lang ungenutzt, bis Architekt Christof Schubert ihr Potenzial erkannte. Er ließ die gesamte Villa – unter Beibehaltung der ursprünglichen architektonischen Elemente – renovieren und in Künstlerateliers samt Galerie umbauen. Zwei der ersten Mieter, das französisch-deutsche Künstlerpaar Johanna Dumet und Manuel Wroblewski, haben das Penthouse für das Gallery Weekend Berlin 2019 in ein fesselndes Spielhaus verwandelt. Sie ist Malerin, er Bildhauer – ihren Ausstellungsraum haben sie mit großformatigen, bunten Kunstobjekten gefüllt. Die offene Atelierausstellung “Feuer” ist die beste Gelegenheit für einen Ausflug nach Lichtenberg. (Text: Michael Rice / Fotos: Johanna Dumet, Manuel Wroblewski & Christof Schubert)

Villa Heike, Freienwalder Str. 17, 13055 Berlin–Lichtenberg; Stadtplan
Öffnungszeiten der Ausstellung “Feuer“: Fr 26.04.2019, 18–21h, Sa & So 27–28.04.2019, 15–19h
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