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GEDRUCKTE POESIE UND TYPOGRAFIE-EXPERIMENTE — HANSJÖRG MAYER IN DER KUNSTBIBLIOTHEK

GEDRUCKTE POESIE UND TYPOGRAFIE-EXPERIMENTE — HANSJÖRG MAYER IN DER KUNSTBIBLIOTHEK

Schon als Junge verbrachte Hansjörg Mayer viel Zeit in der Druckerei seiner Familie in Stuttgart: Zufallsprodukte und Fehldrucke faszinierten ihn so sehr, dass er begann, zu sammeln, was ansonsten im Abfall gelandet wäre. Seine Kindheitsfaszination übersetzte er später in eine experimentelle Ästhetik, die er mit seinen “Druckprozessbildern” zum Ausdruck brachte. Nicht nur seine eigenen Grafiken, auch die Gründung eines eigenen Verlags ließen ihn schließlich zu einem der wichtigsten Vertreter der Konkreten Poesieund Kunst der Sechzigerjahre werden. Viele der kreativsten Künstlerbücher von Größen wie Richard Hamilton, Dorothy Iannone und John Latham gingen durch seine Hände. Im Universal- und “Antikünstler” Dieter Roth fand er einen Partner, mit dem er die Grenzen des Druckbaren immer aufs Neue austestete. Die Ausstellung in der Kunstbibliothek versammelt nun neben Filmen und frühen Typografie-Experimenten wie “Das erste Alphabet” auch Mappenwerke, Schallplatten und natürlich Bücher zum Blättern. (Text: Laura Storfner / Fotos: Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin & Dietmar Katz)

Kunstbibliothek, Matthäikirchplatz; 10785 Berlin–Tiergarten; Stadtplan
Hansjörg Mayer – Typoems und Künstlerbücher, bis 12.1.2020
Di–Fr 10–18h, Sa & So 11–18h

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SOUNDS OF ICELAND IM KONZERTHAUS — VIER TAGE MUSIK JENSEITS VON GENRES

SOUNDS OF ICELAND IM KONZERTHAUS — VIER TAGE MUSIK JENSEITS VON GENRES

Isländische Musik funktioniert nicht nur über Genres, sondern auch über Landesgrenzen hinweg, wie das viertägige Festival “Sounds of Iceland” im Konzerthaus Berlin zeigt: Nächste Woche (14.–17.11.2019) werden im wunderschönen Konzertsaal am Gendarmenmarkt musikalische Talente der Vulkaninsel gefeiert – und das eklektische Line-Up der Künstler kann sich sehen lassen. Die Auftritte des Jazz Quartetts ADHD sind von Naturphänomenen inspiriert, die Multinstrumentalistin und Sängerin Jófríður Ákadóttir von JFDR gilt zu Recht als die “nächste Björk” und Artist in Residence Víkingur Ólafsson wird gemeinsam mit dem Iceland Symphony Orchestra den krönenden Abschluss des Festivals beschließen. Unser Tipp: Bei der Singer-Songwriter Nacht verraten Sóley, Ólöf Arnalds, Skúli Sverrisson, Snorri und ihre Gäste, wie Isländer die langen, dunklen Winternächte kreativ nutzen. (Text: Andreea Dragos / Fotos: Sebastian Runge, jfdr & Ari Magg)

Konzerthaus Berlin, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin–Mitte; Stadtplan
Sounds of Iceland“, 14-17.11.2019. Hier erhältst Du Tickets.
@konzerthausberlin

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SCHWIMMEN GEGEN DAS ANTHROPOZÄN: ANAÏS SENLI IN DER GALERIE IM TURM

SCHWIMMEN GEGEN DAS ANTHROPOZÄN: ANAÏS SENLI IN DER GALERIE IM TURM

Die Philosophin Donna Haraway hat in ihrem neuesten Buch das Chthuluzän ausgerufen – ein neues Erdzeitalter, das Anthropozän samt Umweltverschmutzung, Artensterben und Klimakrise ablösen soll. Während im Anthropozän der Mensch in die geologische Gestalt der Erde eingreift, beschäftigt sich das Chthuluzän mit einer Welt nach der Menschheit, wie wir sie kennen. In gewisser Weise knüpft die Künstlerin Anaïs Senli an diese Gedanken zwischen Science-Fiction, Gegenwartskritik und fantastischer Spekulation an. Mit der Ausstellung The Heavy Air That Surrounds Us stellt sie anhand von Mikroorganismen den Kreislauf des Lebens in Frage: Senli wählt als Metapher Phytoplankton – die dahintreibenden Kleinstlebewesen aus dem Meer, die einerseits Sauerstoff produzieren, andererseits den Ausgangsstoff für Erdöl bilden. In ihren Zeichnungen macht sie so nicht nur sichtbar, was für den Menschen nicht zu erkennen ist, sie spinnt auch aus den offensichtlichen Verbindungen zwischen Natur, Kultur und fossilem Kapitalismus neue Utopien. (Text: Laura Storfner / Fotos: Anaïs Senli, The Heavy Air That Surrounds Us, Ausstellungsansicht Galerie im Turm, 2019, Foto: Eric Tschernow, Courtesy die Künstlerin und Galerie im Turm)

Galerie im Turm, Frankfurter Tor 1, 10243 Berlin–Friedrichshain; Stadtplan
The Heavy Air That Surrounds Us, Anaïs Senli, bis 12.01.2020
21.11.19, 19–21h, No Matter Functions as a Border: Gespräch mit Regina de Miguel, María Morata und Anaïs Senli, moderiert von Lena Johanna Reisner
@galerie_im_turm

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BETTINA POUSTTCHI IN DER BERLINISCHEN GALERIE: SKULPTUR TRIFFT FOTOGRAFIE UND ARCHITEKTUR

BETTINA POUSTTCHI IN DER BERLINISCHEN GALERIE: SKULPTUR TRIFFT FOTOGRAFIE UND ARCHITEKTUR

Verdrehte, miteinander verwobene Leitplanken, Fahrradständer und Barrikaden – vertraut und verletzlich wirken die Installationen von Bettina Pousttchi. Ihrer eigentlichen Funktionen enthoben und im musealen Kontext in leuchtenden Farben zur Schau gestellt, verzerren die anthropomorphen Skulpturen Konzepte von Freiheit und Sicherheit im öffentlichen Raum. Fließend bewegt sich die in Berlin lebende Künstlerin zwischen Skulptur, Fotografie und Architektur – oft sind ihre Arbeiten ortsbezogen und greifen in die jeweilige Umgebung ein. So wurde für die Ausstellung “In Recent Years”, in der Berlinischen Galerie, auch das Museum selbst zum Objekt: Wie ein ornamentales Netz zieht sich eine aus Fotografien entstandene Installation über die gesamte Glasfassade des Gebäudes und erinnert an Elemente der vorderasiatischen Architektur. Immer wieder gelingt es Pousttchi spielerisch und mit einer gewissen Emotionalität, vermeintliche Kontraste – wie nationale und soziale Identitäten – durch subtile Interventionen miteinander zu verweben. Eine gelungene Ausstellung, die eine versöhnliche Perspektive auf Stadtarchitektur vermittelt. (Text: Hanna Komornitzyk / Fotos: Berlinische Galerie, Jens Ziehe, Noshe)

Berlinische Galerie, Alte Jakobstr.124–128, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Mi–Mo 10–18h
In Recent Years” von Bettina Pousttchi: bis zum 06.04.2020
@berlinischegalerie

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ROAD TRIPPING — EINE SURREALE REISE DURCH DIE FILMGESCHICHTE

ROAD TRIPPING — EINE SURREALE REISE DURCH DIE FILMGESCHICHTE

Schon Pläne für Halloween? Wir hätten da ansonsten einen Tipp, um Dich auf den düstersten Abend des Jahres einzustimmen: Die Berlin Film Society, Berlins wohl bekanntester Kultfilmclub, zeigt zum 25-jährigen Jubiläum des Klassikers, heute Oliver Stones “Natural Born Killers” mit Woody Harrelson und Juliette Lewis in den Hauptrollen, die als skrupelloses Duo quer durch die USA flüchten. Das ist aber noch nicht alles: Die Vorführung ist Teil einer Filmreihe mit dem Titel “Road Tripping: The Surreal Highway in Cinema”, die sich den skurrilsten Autoreisen der Filmgeschichte widmet – mit dabei sind unter anderem David Lynchs “Lost Highway” und Leos Caraxs “Holy Motors.” Mal lustig, mal psychedelisch, mal verstörend – eine Filmauswahl, die nicht nur Kinofans auf eine rasante Fahrt mitnimmt. Tickets gibt’s hier. (Text: Hanna Komornitzyk / Fotos: Berlin Film Society, Max Reibert, Factory Berlin)

Factory Berlin, Görlitzer Park, Lohmühlenstr.65, 12435 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Road Tripping: The Surreal Highway in Cinema” – eine Filmreihe der Berlin Film Society
Diverse Termine, Vorführung immer 18h30–21h
@berlinfilmsoc

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