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AKKURAT CAFÉ: LOKALE LECKEREIEN UND KREUZBERGER KAFFEEKUNST

AKKURAT CAFÉ: LOKALE LECKEREIEN UND KREUZBERGER KAFFEEKUNST

In einem Industriehallenkomplex aus den 1960ern, unweit des Jüdischen Museums, entsteht gerade ein neuer kreativer Kosmos. Galerien sind hier schon länger ansässig, mit Pool gibt’s nun auch einen Showroom für Männermode und seit Juli 2021 ein neues Café: das Akkurat. Eigentlich ist Akkurat als Produktionsfirma für Werbefilme und Musikvideos bekannt – das Café ist das neueste Nebenprojekt von Gründer-Duo Rocco Kopecny und Andreas Roth. Neben verschiedenen Tees und Kaffee der Kreuzberger Fairtrade-Rösterei Nano Kaffee bekommst Du hier u.a. köstliche Cheese & Onion Sandwiches, Croissants und Brioches, entweder hausgemacht oder von der französischen Bäckerei La Maison. Die Räume erinnern an eine Galerie, das Interieur ist puristisch und die große Fensterfront lässt den Raum bei Sonnenschein wie eine Filmkulisse wirken – für mich der perfekte Ort für eine kleine Auszeit. Während Du das große Gemälde von Monja Gentschow betrachtest, kannst Du hier entspannt von vergangenen Sommertagen träumen.

Das Herzstück des Cafés ist die Theke mit zwei mattschwarzen Mühlen für die Bohnen und der großen Kaffeemaschine. Dem ein oder anderen Kaffee-Nerd mag dieses Ensemble bekannt vorkommen, da es bis zum Oktober 2020 noch im Hamburger Schanzenviertel im Café Tørnqvist stand. Leiter des Akkurat Cafés ist der in Kreuzberg aufgewachsene Core (gesprochen: Kore). Bis vor kurzem hatte der noch gar nichts mit Kaffee am Hut, wohl aber mit der Gastrowelt: Zuvor leitete Core das Restaurant in der Neuköllner Beuster Bar. Mit dem Akkurat Café hat er jetzt einiges vor: Ein Ausbau der Terrasse ist geplant, außerdem soll es regelmäßig Pop-ups geben. Also, falls Dir im Homeoffice die Decke mal wieder auf den Kopf fällt oder Du einfach eine kleine Kaffeepause brauchst, schnapp Dir Deinen Laptop und tausche Schreibtisch gegen die anregende Atmosphäre des Eckcafés. Oder noch besser: Lass die Arbeit zu Hause liegen. Denn dieses Café ist eigentlich zu schön, um im Bildschirm Deines Laptops zu versinken.

Text & Fotos: Jonas Michel

Akkurat Café, Besselstr.13, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Mo–Fr 8h30–18h

@akkurat.cafe

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TAKTIL BÄCKEREI: DAS PERFEKTE BAGUETTE, HIMMLISCHE BRIOCHE UND BROT AUS DEM HOLZOFEN

TAKTIL BÄCKEREI: DAS PERFEKTE BAGUETTE, HIMMLISCHE BRIOCHE UND BROT AUS DEM HOLZOFEN

In meiner Vorstellung muss das perfekte Baguette schmal und leicht sein, außen knusprig, ohne harte Kruste, innen leicht und fluffig. Gut, was weiß ich schon von französischen Backwaren könntest Du sagen. Stimmt. Mehr als zu Frankreich-Urlauben hat’s bei mir jedenfalls nicht gereicht bisher. Aber Moment: Seitdem ich weiß, dass Katharina und Lennert bei einem Bäcker in der Provence eine Art „Baguette-Praktikum“ gemacht haben, um die Kunst dieses tollen Brotes zu erlernen, bin ich mir doch recht sicher: ich liege richtig! Das Taktil-Baguette ist unübertroffen. Und deswegen schaue ich am Wochenende in der unscheinbaren Nogatstraße, unweit vom Körnerpark, vorbei. Und auch wegen der Brioches, denn die machen süchtig. Sie sind herrlich schwer und buttrig. Aber auch das Brot ist toll: das feste Roggenbrot, ein runder, schwerer Laib mit Kardamom ist, wie Katharina erklärt, eher an österreichische Backtraditionen angelehnt und schmeckt herrlich mit frischer Butter und einem Stück Käse. Neben den Backwaren mag ich aber auch einfach den Laden und die Leute: In der Mitte steht der große Holzofen (!) und man blickt direkt in die Backstube. Wer seine Brioche gleich vor Ort verzehren will nimmt auf den roten Stühlen neben dem Plattenspieler Platz oder draußen. Das Betreiber-Bäcker:innen Duo – beide mit Architektur-Background übrigens, spricht gerne über die Leidenschaft und ihr Tun. Momentan steht noch „Bakery in Progress“ auf der Scheibe und ich bin mir sicher, hier wird sich noch viel tun. Aber gerade das aktuell sehr überschaubare Sortiment ist eigentlich eine gute Sache: Ich weiß genau, wofür ich hierherkomme und gehe glücklich mit meinen Packpapierbeuteln nach Hause. Das Baguette wird auf dem Heimweg natürlich schon angebrochen – Taktil heißt der Laden schließlich – also meine Hände sind ganz schnell am Brot. 

Text: Nina Trippel / Fotos: Savannah van der Niet

Taktil, Nogatstr.38, 12051 Berlin–Neukölln; Stadtplan
Mi–Sa 9h30–17h, So 9h30–15h

@taktilberlin

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KLASSISCHE ITALIENISCHE KAFFEEKULTUR MIT MODERNEM AUSTRALISCHEN TOUCH: ZACHARIAS KAFFEEBAR

KLASSISCHE ITALIENISCHE KAFFEEKULTUR MIT MODERNEM AUSTRALISCHEN TOUCH: ZACHARIAS KAFFEEBAR

Berlin ist für viele Australier:innen zum zweiten Zuhause geworden. Überall in der Hauptstadt begegnet Dir der australische Akzent – oft in Cafés, wo die sogenannte „dritte Welle der Kaffeekultur“ gefeiert wird. Du möchtest ohne Abstecher nach Down Under? Dann schließ die Augen und begib Dich für eine warme, frisch geröstete Scheibe Walnuss-Birnen-Bananenbrot in die Zacharias Kaffeebar. Mit einem Hauch Butter bestrichen wird sie Dich sofort in Tagträume ans andere Ende der Welt versetzen. In Australien wird warmes oder getoastetes Gebäck zelebriert – als die Zacharias-Gründer Johannes und Mario 2017 Melbourne besuchten, ward die Idee für ihre Kaffeebar geboren. 2021 konnten sie ihren gemeinsamen Traum endlich in die Tat umsetzten: Im Kollwitzkiez im Prenzlauer Berg werden nun unter dem Mädchennamen von Johannes’ Großmutter kulinarische Leckerbissen serviert. Das Interieur, konzipiert von Maria Martinez von Kim Wang Architects, ist eine gelungene Mischung aus klassischem italienischen und modernen Melbourner Design. Ziemlich passend, denn das Zacharias hat mit seinem schnellen Service sowohl etwas von italienischen Kaffeebars als auch von den gediegenen Cafés in Melbourne.

Kaffee – auch für den lohnt sich ein Besuch im Zacharias: Die Rungeto-Mischung wird auf Vulkangestein in Kenia angebaut und auf Eis oder als dampfender Pour-Over serviert. So können sich die leicht säuerlichen Noten von Schwarzer Johannisbeere und Rhabarber besonders gut entfalten. Lust auf ein Abenteuer? Dann probiere die rauchige Soarez-Mischung, die an Whiskey denken lässt. Und erkundige Dich auf jeden Fall nach den Mokka- oder Affogato-Specials. Dazu passen die italienischen und französischen Backwaren von Jean De Pierre aus Neukölln: Das vegane Aktivkohle-Croissant erinnert in seiner Konsistenz an Zuckerwatte und zergeht im Mund. Kurzen Trip nach Neapel gefällig? Einfach eine frisch gebackene, mit Ricotta-Orangen-Creme gefüllte Sfogliatella Napoletana bestellen. Übrigens steht das oben erwähnte Bananenbrot ganz im Zeichen von Zero-Waste: Es wird ausschließlich mit überreifen Bananen gebacken, die für den Verkauf nicht mehr geeignet sind. Sorgloser Genuss vom Feinsten!

Text: Claire Mouchemore / Fotos: Zacharias Kaffeebar

Zacharias Kaffeebar, Kollwitzstr.44, 10405 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan
Di–Fr 8–16h, Sa–So 9–17h

@zacharias.kaffeebar

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MIDDLE: EIN BISTRO FÜR DEN GANZEN TAG — VON KAFFEE AM MORGEN ÜBER LEVANTINISCHES ZUM LUNCH, TAPAS UND DRINKS AM ABEND

MIDDLE: EIN BISTRO FÜR DEN GANZEN TAG — VON KAFFEE AM MORGEN ÜBER LEVANTINISCHES ZUM LUNCH, TAPAS UND DRINKS AM ABEND

Freude in den kleinen Dingen des Lebens zu suchen – darum ging es mir im vergangenen Jahr mehr denn je. Was mir sehr große Freude bereitet? Die letzten Sonnenstrahlen des Tages mit einem bittersüßen Campari Spritz im Middle zu genießen. Dazu Tapas aus der modernen levantinischen Küche – und der Abend ist perfekt. Das Middle in Neukölln liegt etwas versteckt in der Mainzer Straße. Inhaber Itamar Lanner nennt es liebevoll Mini-Bistro, aber eigentlich ist der entspannte Kiezspot ein echter Allrounder: Hier ist den ganzen Tag lang geöffnet – ob Du nun für Deinen Kaffee am Morgen, ein Mittagessen, Abendessen und einige erfrischende Getränke herkommst. Das Menü ähnelt dem des Kreuzköllner Partners Kitten: knackiges Grün, das perfekt mit weichem Labneh-Käse harmoniert, würzige fermentierte Zucchini, cremig-zarter Hummus, erdiger gerösteter Blumenkohl und Kohlrabi sowie fluffiges Pitabrot, um nur einige Speisen von der Karte zu nennen. Was mir seit meinem Besuch nicht mehr aus dem Kopf geht: das hausgemachte Harissa. Wenn Du die scharfe Gewürzpaste wie ich zu einfach allem liebst, kannst Du sie und eine ganze Reihe anderer Spezialitäten gleich im Glas mit nach Hause nehmen. Fazit: Ein entspannter Morgenkaffee mit einem Stück Baklava, ein langes Mittagessen oder ein abendlicher Drink zusammen mit Freund:innen – das Middle kann alles!

Text: Chloe Galea / Fotos: Kateryna Firsova

Middle, Mainzer Str.39, 12053 Berlin–Neukölln; Stadtplan
Mo–Fr 9–22h, Sa & So 10–22h, mittwochs geschlossen

@middleberlin

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BAYERN IN BERLIN — EDAMAME-SONNE UND ANDERE NATURSAUERTEIGBROTE DER HOFPFISTEREI KOSTEN

BAYERN IN BERLIN — EDAMAME-SONNE UND ANDERE NATURSAUERTEIGBROTE DER HOFPFISTEREI KOSTEN

„Einmal ‘Edamame Sonne’, bitte“ – wenn Du Dich das sagen hörst, dann bist Du quasi fast in Bayern. Gut, immer noch in Berlin, aber jedenfalls nicht im japanischen Restaurant, sondern am Tresen der Hofpfisterei. Das Münchner Unternehmen hat ein Herz für die Berliner:innen und ist deswegen seit über zehn Jahren auch in der Hauptstadt vertreten; inzwischen mit ganzen 12 Filialen! Dort findest Du Vinschgauer, Dinkel-Seelen, knusprige Butterbrezeln und natürlich die Natursauerteigbrote mit dreistufiger Teigführung, deren Herstellung fast 24 Stunden dauert. Also Brote, die aussehen und schmecken wie aus dem Bilderbuch: große, runde, schwere Laibe. Sie sind mild, aber saftig – und wie gemacht für das klassische Abendbrot oder die Stulle unterwegs. Aber auch in Traditionsunternehmen steht die Zeit natürlich niemals still: Die Hofpfisterei tüftelt fortlaufend an neuen Rezepten, die den Zeitgeist treffen sollen – und unseren Geschmack. Die „Pfister Öko-Edamame-Sonne“ ist der jüngste Zuwachs im Sortiment, der hier auf Dich wartet. Das neue Brot besteht in der Basis aus Roggen- und Weizenmehl und kommt, wie der Name schon verrät, mit einem hohen Anteil Edamame-Bohnen daher. Die stammen wie alle anderen Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft. Apropos Öko: Die Hofpfisterei arbeitet an der Reduktion von Verpackungsmüll, unter anderem durch eine Kooperation mit Umtüüt, und bietet wiederverwendbare Umweltbeutel statt Tüten an. Edamame finden sich in der neuen Brot-Kreation übrigens nicht ohne Grund: Neben dem Geschmack geht’s der Bäckerei um Proteine aus pflanzlichen Quellen. Und weil man sich bei einem runden Laib früher oder später im Kreis dreht, bleibt zum Schluss nur die Frage: Wie kommt die Sonne ins Brot? Wie sie zu Dir nach Hause kommt, ist dafür aber ganz einfach: Auf der Website findest Du die Filiale in Deiner Nähe.

Text: Nina Trippel / Fotos: Sophie Doering

Hofpfisterei, Oranienburger Str.5, 10178 Berlin–Mitte; Stadtplan
Mo–Fr 8–18h, Sa 8h30–14h

@hofpfisterei

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