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THE GREENS — EINE OASE FÜR KAFFEEFANS UND PFLANZENFREUNDE

THE GREENS — EINE OASE FÜR KAFFEEFANS UND PFLANZENFREUNDE

Der Winter meint es langsam ernst und Du bist auf der Suche nach ein bisschen Farbe und Erfrischung? Dann mach’ es Dir doch im The Greens gemütlich. Das begrünte Café ist gleichzeitig ein Pflanzenladen und gehört zum Kunst- und Eventspace der Alten Münze, einem ehemaligen Münzprägewerk. Inmitten von Kakteen und Farnen kannst Du im The Greens eine täglich frische Mittagskarte genießen, mit hausgemachten Suppen und Drinks. Das Interieur ist liebevoll mit reichlich rustikalem Holz zusammengestellt, das ideal zur lebendigen Flora passt. Deinen cremigen Cappuccino kannst Du beispielsweise an einem Tisch in der Nähe des leicht schiefen Feigenbaumes genießen oder gönn Dir einen Rote Beete-Latte im Loft über dem Tresen. Kräuter, wie Salbei, Pfefferminz und Rosmarin, werden für die Tees im Garten direkt vor der Tür selbst angebaut. Genau wie die essbaren Blumen, die Teller mit frischem Gebäck und luftig-lockerem Bananenbrot zieren. The Greens gehört zur riesigen Gemeinschaft um die Alte Münze, die regelmäßig Events wie beispielsweise das Drink and Draw Berlin veranstaltet. Landschaftsarchitektin Marie, die hier arbeitet, begutachtet die gelb gestreiften Blätter einer Alocasia Zebrina (Elefantenohr) während wir uns unterhalten. “Wir sind wie eine große Familie,” erklärt sie, “hier gibt es viele Künstler”. Will sagen: Inspiration und spannende Gesprächspartner sind im The Greens also quasi inklusive – und ansonsten sind Pflanzen natürlich auch dankbare Zuhörer…  (Text: Eric Bain / Fotos: The Greens)

The Greens Coffee and Plants, Am Krögel 2, 10179 Berlin-Mitte; Stadtplan
Mo–Fr 10-18h, Sa & So 12–18h

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SERGE ROMPZA EMPFIEHLT: NANUM

SERGE ROMPZA EMPFIEHLT: NANUM

Kaum vorstellbar, dass die koreanische Küche vor einigen Jahren in Berlin noch recht unbekannt war. Jetzt hat die Szene wieder Zuwachs bekommen: Das im Sommer eröffnete NaNumlohnt definitiv einen Abstecher in die Gegend um das Jüdischen Museum, wo sich in der nahen Zukunft einige neue Lokale ansiedeln werden. Nach ihrer erfolgreichen Karriere als Altistin hat die leidenschaftliche Köchin Jinok mit ihrem tollen Team im frisch gekachelten Baugruppenneubau am ehemaligen Blumengroßmarkt einen Ort mit familiärer Atmosphäre geschaffen, der südkoreanische Küche auf hohem Niveau bietet. An den Wochenenden begeistern die originalgetreuen, saisonal wechselnden Gerichte (kalte Buchweizennudeln, raffinierte Suppen, traditionelles Bibimbap) genauso wie die überraschend experimentellen und schön anzusehenden Desserts “FlowerPop” und “Man Dzu.” Hier ist alles hausgemacht und wird in eigens für das Restaurant hergestellter Keramik serviert, die vor Ort angefertigt, gebrannt und ausgestellt wird. Es lohnt sich, regelmäßig vorbeizuschauen und etwas Zeit mitzubringen, um nach und nach etwas mehr über Jinok’s drei Leidenschaften zu erfahren: Kochen, Keramik und Gesang. (Text: Serge Rompza / Photos: Pamina Aichhorn)

NaNum
, Lindenstr.90, 10969 Berlin-Kreuzberg; Stadtplan

Café und Keramik Galerie: Mo-Fr 12h-19h, Sa 15-18h
Restaurant: Fr 12-22.30h, Sa 15-22.30h

Serge Rompza lebt seit 2003 in Berlin. Er ist Mitbegründer des Design Studios Node Berlin Oslo.

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TAIWANESISCHE KÖSTLICHKEITEN IM SPRENGELKIEZ — COZYMAZU

TAIWANESISCHE KÖSTLICHKEITEN IM SPRENGELKIEZ — COZYMAZU

Eines der wohl bestgehüteten Geheimnisse der winzigen taiwanesischen Foodszene Berlins befindet sich im Sprengelkiez. Das lichtdurchflutete, nach Räucherstäbchen duftende Interieur von Cozymazu mit vergitterten Holzlaternen, traditioneller Kunst aus Taiwan und Korbstühlen lockt Dich mit sinnlich-kulinarischen Erlebnissen. Die sympathische Besitzerin und Küchenchefin Wei-En Chan schöpfte für das Konzept des Restaurants aus ihrer Liebe zur abwechslungsreichen taiwanesischen Esskultur und der Kochkunst ihrer Großeltern. Mit ziemlich überzeugendem Ergebnis – und nebenbei gesagt: Viel ist bio und natürlich ohne Glutamat. Das Menü ist ein Hochgenuss für Vegetarier und besteht aus kleinen Gerichten, die Streetfood und taiwanesische Klassiker neu interpretieren. Zum Beispiel Taro-Tapioka-Dumplings, die mit gerösteten Shiitakepilzen, Koriander, knusprigen Zwiebeln und dunkler Essig-Knoblauch-Glasur serviert werden. Falls Du es herzhaft magst, bestell doch ”Cha Pao Fan”: Gedämpfter Reis in Brühe mit Matcha, Lachsfilet, Edamame und Lotuswurzel. Am Wochenende kannst Du den wunderbaren Brunch genießen. Das Highlight sind die hausgemachte Erdnussmilch, würzige Tee-Eier und gedämpfter Kuchen. Alle Speisen sind liebevoll zubereitet und angerichtet. Sorgfalt und vollste Aufmerksamkeit stehen hier im Mittelpunkt. Am besten schmeckt der Brunch natürlich in Kombination mit einem Oolong- oder Pu’er-Tee dazu. Als kulinarische Botschafterin macht Wei-En ihrem Heimatland alle Ehre. (Text: Anna Dorothea Ker / Fotos: Mina Aichhorn)

Cozymazu, Sprengelstr.39, 13353 Berlin-Wedding; Stadtplan
Di-Fr 12-22h, Sa-So 10-22h

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21GRAMM — GANZTAGS IN BESEELTER UMGEBUNG SCHLEMMEN

21GRAMM — GANZTAGS IN BESEELTER UMGEBUNG SCHLEMMEN

Ein Friedhof ist vielleicht nicht gerade der Ort, an dem Du ein belebtes, gemütliches Restaurant vermuten würdest. 21gramm aber macht’s möglich und serviert morgendlichen Kaffee, Brunch am Wochenende oder einen Absacker vor Mitternacht. Hunger und Durst werden hier von früh bis spät auf konstantem Niveau gestillt, das bei ganztags geöffneten Pendants selten zu finden ist. Als wir das 21gramm an einem Abend im Frühherbst besuchten, fiel schon die Auswahl unseres Sitzplatzes nicht leicht: im charmanten Innenhof zwischen Backsteinwänden und Lichterketten, eingehüllt in eine Decke, oder doch lieber im Inneren des historischen Kapellengebäudes unter der Gewölbedecke? Die befreundeten Besitzer Jeremias, Daniel und Tilmann haben den Raum sorgfältig renoviert und dabei einige gotische Schriftzüge an den Wänden erhalten, um den ursprünglichen Zweck des Ortes zu würdigen. Ganz gleich zu welcher Tageszeit Du hier speist — das Essen wird auf Metalltabletts serviert. Sie sind der rote Faden, der das Menü zusammenhält. Die klassischen Käse- und Wurstplatten werden darauf beim Brunch kreativ variiert. Von 18-22h kannst Du zu einem Glas Wein ein einfaches Gericht von der Abendkarte genießen: Unser Salat mit flambiertem Ziegenkäse und karamellisierten Walnüssen war ausgesprochen köstlich und harmonierte perfekt mit dem Glas 2017er Grauburgunder vom Weingut Jülg. Und was bedeutet 21gramm gleich noch gleich? So viel wiegt angeblich die Seele… (Text: Anna Dorothea Ker / Fotos: Pamina Aichhorn)

21gramm, Hermannstr.179, 12049 Berlin-Neukölln; Stadtplan
Mo-Fr 8-24h, Sa-So 10-24h

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TITO FRITZI EMPFIEHLT: TEE·SALON·IKI

TITO FRITZI EMPFIEHLT: TEE·SALON·IKI

Kaffee, Kaffee, Kaffee. First, Second, Third Wave. Hör mir auf. Kaffee wird überwertet. Wenn ich mich mit meinen Leuten auf einen Kaffee treffe, dann ist der nach zwei Minuten ausgetrunken. Soll ich dann direkt wieder gehen, oder was? Überhaupt ist das Lass-Mal-Kaffeetrinken-Ding nichts weiter als ein Chiffre, seinem Gegenüber sämtliche Agentur-Internas auszuplaudern zu dürfen. Noch schlimmer diese Nomaden, die sich einen ganzen Tag an einem großen Cappuccino festhalten. Da lobe ich mir den Teesalon im Allgemeinen, vor allem aber den Tee·Salon·Iki. Ja gut, Wortspiele sollten ausschließlich Friseurläden vorbehalten bleiben. Ansonsten ist das aber eine absolute Empfehlung, was hier angeboten wird. Tee-Expertise, eingeschlossen einer ausgiebigen Beratung (auf Wunsch), mit einer beachtlichen Auswahl an gesundheitsfördernden Teematerialien und Kräutern. Überhaupt lässt es sich hier sehr gut gesund werden und vor allem bleiben. Der Teesalon legt wenig Wert auf chic, bleibt in seiner Gesamtstimmung zurückhaltend sympathisch und komplett unaufgeregt. Und das Personal! Das Personal ist sensationell freundlich und extrem bewandert was wann gegen was hilft (meistens Tee aus der Region Makedonien). Empfehlung ist der griechische Bergtee, der angeblich gegen Alzheimer, ADHS und andere degenerative Störungen helfen soll. Das Beste am Tee jedoch, er lässt sich fast beliebig oft wieder mit Wasser auffüllen (also wie gemacht für die sparsame Laptop-Workforce). (Text: Tito Fritzi / Fotos: Pamina Aichhorn)

Tee·Salon·Iki, Böckhstr.50, 10967 Berlin-Kreuzberg; Stadtplan
Di-So 11-19h

Tito Fritzi ist Herausgeber des wöchentlichen Newsletters Dingsi–Dongsi, einer Quelle für Allesmögliche und Unterhaltsame. Er lebt direkt neben dem Teesalon, und das ist Gold wert.

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