Italienisches Essen assoziiere ich persönlich mit einem Stück Geborgenheit – neue italienische Spots zu entdecken, fühlt sich deshalb immer wie eine kleine Schatzsuche an. Seit 2024 gibt es die Locanda Bonaria, ruhig gelegen zwischen den lebendigen Shops und Cafés unweit des Bahnhofs Leinestraße. Authentische italienische Küche mit sardischem Twist? Schwer zu finden. Hier tritt man ein – und plötzlich ist Berlin ganz weit weg. Die Locanda überzeugt mit fein abgestimmten Aromen, ausgewählten Weinen, kreativen Drinks und alkoholfreien Optionen. Unser Highlight: der alkoholfreie Negroni. Jeder Aspekt des Restaurants wirkt bedacht – die Einrichtung ist intim und gemütlich; ein Ort, an dem man ankommt und sofort loslassen kann. Doch die Wärme steckt nicht nur in den Räumlichkeiten: Ermano, Inhaber und Küchenchef, hat das Restaurant nach seiner Mutter benannt – Familie ist hier Inspiration, Herzstück und Konzept zugleich. Vom Namen über die Gerichte bis zur Atmosphäre wird man empfangen wie jemand, die:der bei Ermano zu Hause zu Gast ist. Wir schlemmen uns durch Pasta di Mare, Casu Furriau und Culurgiones – Gerichte, die ideal zum Teilen sind. Frische Meeresaromen treffen auf ausgewogene Süße, dazu großzügige Portionen, die satt und glücklich machen. Auf der Karte stehen außerdem Grazing Boards, vegane Gerichte und eine sorgfältig kuratierte Weinauswahl. Fazit: Die Locanda Bonaria hat alles, was einen Besuch unvergesslich macht. Ich komme wieder. Für die Vibes, die Drinks und um mich durch den Rest der Karte zu probieren.
Text & Fotos: Ruby Watt
Locanda Bonaria, Hermannstr.178, 12051 Berlin–Neukölln; Stadtplan
@locanda.bonaria


