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KEKSE NASCHEN WIE IN NEW YORK CITY: ROUND & EDGY BRINGT DAS COOKIE-ERLEBNIS NACH MITTE

KEKSE NASCHEN WIE IN NEW YORK CITY: ROUND & EDGY BRINGT DAS COOKIE-ERLEBNIS NACH MITTE

Süß geht für Dich immer? Perfekt, denn Berlin hat eine Anlaufstelle für Dessert-Ethusiast:innen: Bei Round & Edgy gibt’s vegane NYC Style Cookies – zu 100 Prozent aus Berlin. Egal, ob Du schon längst einmal vorbeischauen wolltest oder Dich der betörende Duft von frisch Gebackenem ins Innere gelockt hat – es lohnt sich, vorbeizuschauen. Hier ist süß nicht einfach süß: Die Cookie-Variationen reichen von extravagantem Crumblebee (Vanille, weiße Schokolade, frische Aprikosen & Crumble) über Blueberry Cheesecake oder White Choc Burned Macadamia bis hin zum Klassiker Chocolate Chip. Jede Woche gibt’s eine neue Sorte – alles rein pflanzlich, versteht sich. Viele von uns haben über die Pandemie an den häuslichen Backkünsten gearbeitet – die Inhaber:innen Armando Mayr und Martina Scherer gingen noch einen Schritt weiter. So entstand das Geschäftskonzept von Round & Edgy.

Auf Reisen verliebten sich die beiden in die klebrig-weiche, kuchenartige Textur der New Yorker Cookies. Dieses Erlebnis wollten sie auch Berliner:innen nicht vorenthalten. Space Design, blaues Licht und Techno-Beats lassen eigentlich erst einmal nicht vermuten, dass es sich hier um einen Keksverkauf handelt: Die frischen Backwaren sehen aus wie kleine Kunstwerke und liegen auf einer einzigartigen Marmortheke aus. Von hier hast Du freien Blick in das offene „Cookie Atelier“, wo alle Kekse hergestellt werden. Ganz gleich, ob Du einen kleinen Kick fürs nachmittagliche Kaffeetrinken brauchst oder einen anstrengenden Tag entspannt ausklingen lassen möchtest – bei Round & Edgy findest Du die perfekte süße Leckerei. Aber auf eigene Gefahr: hohes Suchtpotential!

Text: Theresa Garwing / Fotos: Luna Schaffron & Round & Edgy

Round & Edgy, Rochstr.3, 10178 Berlin–Mitte; Stadtplan
Mo–Sa 12–18h

@roundedgy

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FÜR FANS VON GUTER GESTALTUNG: OTL AICHER IM BRÖHAN MUSEUM ENTDECKEN

FÜR FANS VON GUTER GESTALTUNG: OTL AICHER IM BRÖHAN MUSEUM ENTDECKEN

Otl Aicher gilt als einer der bekanntesten deutschen Gestalter und Designer des 20. Jahrhunderts – nun widmet das Bröhan Museum seinen ikonischen Arbeiten für die Olympischen Spiele 1972 eine ganze Ausstellung. Aicher lebte im ländlichen Rotis im Allgäu, rebellierte damit bewusst gegen die glatte, elegante Urbanität und versuchte schon damals, Leben und Arbeiten an einem Ort zu vereinen. Seine gleichnamige Schriftart Rotis findet man auf Verpackungen in jeder deutschen Apotheke und jedem Supermarkt. Sie ist bis heute Gegenstand erhitzter Diskussionen unter Typograf:innen. Als einer der ersten großen Generalisten geht Aichers Bedeutung über die zweifelsfrei hohe Qualität seiner Arbeiten hinaus. In ihnen besetzt er bewusst Frei- und Leerräume, die ihm in der Nachkriegszeit zu Teil wurden. Er war enger Freund und Schwager Hans und Sophie Scholl – im Juni 1942 begründeten die Geschwister mit anderen die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ – und schlug sich als entschiedener Gegner des Nationalsozialismus deutlich auf eine Seite der Geschichte. Für Otl Aicher war Gestaltung immer auch Haltung. Mit der Gründung der Hochschule für Gestaltung in Ulm gilt er als Wegbereiter der visuellen Kommunikation.

Ein entscheidender Moment in Aichers Wirken waren die Olympischen Spiele, die 1972 in München abgehalten wurden. Es waren nach Hitlers Olympiade von 1936 die zweiten Sommerspiele in Deutschland: In jeder Hinsicht sollten die Spiele eine Reaktion darauf sein. Nicht nur seiner schon damals hohen Bekanntheit, sondern sicherlich auch seiner politischen Haltung, die ihm vorauseilte, war ist zu verdanken, dass Aicher den Auftrag zur Gestaltung der visuellen Identität erhielt. Im Bröhan Museum in Charlottenburg ist der visuellen Identität der Olympischen Spiele 1972 nun eine ganze Ausstellung gewidmet. Neben Originalen, detailreichen Erklärungen und Auszügen aus dem Erscheinungsbild sind 17 der insgesamt 21 ikonischen Plakate zu sehen, deren leuchtende Siebdruckfarben in den Räumen des Museums besonders gut zur Geltung kommen. Wie eine Zeitreise in die Gegenwart von damals fühlt sich das Betreten des Hauptraums an: Es ist spannend, wie sehr die politische Haltung sich in jeder gestalterischen Entscheidung wiederfindet. Die Ausstellung belegt mit vielen Ausstellungsstücken, wie ganzheitlich das Team um Aicher die Gestaltung der Olympischen Spiele begriff.

Text: Jan Husstedt / Foto: Jan Husstedt / Credit: Florian Aicher, Rotis; HfG-Archiv, Museum Ulm

Bröhan Museum, Schloßstr.1A, 14059 Berlin–Charlottenburg; Stadtplan
Otl Aicher – Olympia 72, Blackbox #11, Di–So 10–18h

@broehan_museum

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HANSI’S BROT: DIE GLÄSERNE BÄCKEREI IM SPRENGELKIEZ — EMPFOHLEN VON LIOBA LEICKEL

HANSI’S BROT: DIE GLÄSERNE BÄCKEREI IM SPRENGELKIEZ — EMPFOHLEN VON LIOBA LEICKEL

Johannes Jungnickel ist 31 Jahre jung und gebürtiger Berliner. Vor knapp einem Jahr hat er seine eigene Bäckerei im Sprengelkiez eröffnet – Hansi’s Brot. Hier bietet er ein sehr bodenständiges Backhandwerk an – wie man es von früher kennt: Sauerteigbrote und klassisches Kleingebäck. Morgens duftet es nach frischem Brot, Schrippen, Laugenbrezeln, Dinkelseelen und Schusterjungen. Das Mehl in Bio-Qualität bezieht die Bäckerei dabei direkt aus dem Spreewald. Johannes ist ein handwerklich begabter Typ, der eigentlich Jazzgitarre in Amsterdam studierte. Weil ihm dort leckeres Brot fehlte, begann er schließlich eine Ausbildung zum Bäcker bei Beumer & Lutum, arbeitete zwei Jahre bei der Albatross Bakery und machte schließlich seinen Meister, um den Traum des eigenen Ladens verwirklichen zu können. Der Wedding ist dabei für Johannes als Standort ideal: Hier fühlt er sich an das Berlin seiner Kindheit erinnert. Mittlerweile ist Hansis Brot übrigens auch ein Ausbildungsbetrieb. Johannes liegt es sehr am Herzen, sein Wissen weiterzugeben. Mein absoluter Favorit: Die Himbeer-Kringel. Alleine für den lohnt es sich, einen Ausflug in den Wedding zu machen.

Lioba Leickel eröffnete im Februar 2021 gemeinsam mit Miriam Buholzer den kleinen Kiezladen Kiosk Sardelle direkt neben Hansis Brot. Die beiden freuen sich über die gute Nachbarschaft und Zusammenarbeit.

Text: Lioba Leickel / Fotos: Luna Schaffron

Hansi’s Brot, Kiautschoustr.1, 13353 Berlin–Wedding; Stadtplan
Mi–Fr 9–19h & Sa 9–14h

@kiosksardelle
@hansisbrot

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WEINPROBE, WANDERUNG & DINNER IM GEWÄCHSHAUS — HERBSTLICHE AKTIVITÄTEN MIT DREAM LOCAL

WEINPROBE, WANDERUNG & DINNER IM GEWÄCHSHAUS — HERBSTLICHE AKTIVITÄTEN MIT DREAM LOCAL

Der Herbst ist da! Die beste Gelegenheit, das goldene Oktoberwetter mit neuen Events der Onlineplattform Dream Local zu genießen. Wer schon immer mal ein Abendessen in einem Gewächshaus erleben wollte, ist beim Herbst-Dinner auf der Blumenfarm (22.10.2022) in Pankow richtig. Los geht’s allerdings mit einem Workshop am Nachmittag, bei dem Du das idyllische Blumenfeld erkunden und selbst Blumen für ein Arrangement pflücken kannst. Danach wird gemeinsam nachhaltig-saisonal gekocht und gespeist. Wenn Dir eher nach einer Weinverkostung (auch am 22.10.) ist – Dream Local bietet auch für Weinlieberhaber:innen die passenden Aktivitäten: Im brandenburgischen Dobbrikow wanderst Du entlang von drei Seen in hügeliger Landschaft. Bei den wohlverdienten Pausen kannst Du regionale Naturweine und weitere Köstlichkeiten testen. Ziel ist das Haus am Bauernsee: Dort erwartet Dich am Abend ein gemütliches Essen – und natürlich noch mehr Wein. Eine Fassverkostung sowie eine Besichtigung der Kelterei in Dobbrikow stehen auch noch auf dem Programm. Wir sagen Prost und guten Appetit!

Text: Maike Schliemann / Fotos: Savannah van der Niet & Dream Local

Dream Local

Herbst-Dinner auf der Blumenfarm & Herbstliche Weinprobe, Wanderung und Abendessen

Mit dem Code CeeCeeFall30 erhältst Du 30 Prozent Rabatt.

@dream.local

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GIMBRIMEISTER, POLNISCHER JAZZ UND EKLEKTISCHE FEUERLÖSCHER — DAS JAZZFEST BERLIN GEHT IN DIE NÄCHSTE RUNDE

GIMBRIMEISTER, POLNISCHER JAZZ UND EKLEKTISCHE FEUERLÖSCHER — DAS JAZZFEST BERLIN GEHT IN DIE NÄCHSTE RUNDE

Es ist eines der ältesten und renommiertesten seiner Art: das Jazzfest Berlin (03–06.11.2022). Und es ist zurück. Zum 59. Mal nach zwei Jahren pandemisch bedingter Hybridformate und der Renovierung des Hauses der Berliner Festspiele vereint das Festival wieder junge Positionen mit Genre-Ikonen, den großen Konzertsaal mit diversen kleineren Spielstätten, Konzerte mit Artist Talks und einer Filmvorführung sowie das Berliner Publikum mit Künstler:innen aus aller Welt. Und es wird wild! Zum Beispiel beim schwedischen Experimentalkünstler und Komponisten Sven-Åke Johansson, dessen „MM schäumend – Ouvertüre für 15 Handfeuerlöscher“ in der Tat von 15 Perfomer:innen mit 15, nun ja, Feuerlöschern aufgeführt wird oder wenn am Freitag bei „Playing the Haus“ Nebenschauplätze des Festspielhauses zum Zentrum des Geschehens werden und Musiker:innen und Künstler:innenkollektive wie Die Hochstapler, die Umlaut Big Band, Shadows of Forgotten Ancestors, Camille Émaille und Otto das Publikum auf der Bühne tanzen lassen. Das Lebenswerk Johanssons und innovative Stimmen aus den USA und Europa bilden zwei der diesjährigen Highlights des Festivals, welches am 30.10.2022 vom britischen Pianisten und Komponisten Alexander Hawkins im Pierre Boulez Saal eröffnet wird.

Auch wenn der musikalische Fokus im Einklang mit der Festivaltradition schon lange auf europäischem Jazz liegt, der unter anderem vom Trio Lumpeks mit der folkloristischen Musiktradition Polens in Verbindung gesetzt wird, gibt es natürlich wie immer Beiträge von Musiker:innen aus anderen Erdteilen, beispielsweise vom stilistisch vielseitigen Ensemble The Brother Moves On aus Johannesburg, dem New Yorker Borderlands Trio oder des Chicagoer Kornettisten Ben LaMar Gay. Anknüpfend an vorpandemische Rituale wird auch in diesem Jahr endlich wieder das Globale lokal: Die liebenswerte Tradition der Kiezkonzerte wird reaktiviert. Künstler:innen des Programms tragen den Jazz in den Fassanenkiez rund ums Festspielhaus. Und so klingen und hallen, schallen und wispern, kriechen, wummern und klettern all die Klänge in einen Buchladen, in Galerien und eine Weinhandlung, in die Straßen, Häuser und Plätze und breiten sich aus in Ohren, Körper, Herzen – alle können es fühlen: Das Jazzfest Berlin – es ist wieder da.

Text: Hilka Dirks / Fotos: Rog Walker, Sonny Dayes & Def-image

Jazzfest Berlin
03.–06.11.2022, verschiedene Orte. Programm, Tickets und Details gibt’s hier.

@berlinerfestspiele

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