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ZU GAST BEI UUU: NOSTALGIE & KULINARISCHE ERINNERUNGEN BEIM FAR FROM SEOUL POP-UP

ZU GAST BEI UUU: NOSTALGIE & KULINARISCHE ERINNERUNGEN BEIM FAR FROM SEOUL POP-UP

Ein Koch, der in Korea aufgewachsen ist und Gerichte aus eigenen nostalgischen Erinnerungen in nachhaltiges Fine Dining übersetzt – das kannst Du diesen März 2026 im Wedding bei UUU erleben. Das zeigt nämlich Moses Yoon, der eigentlich bei Nobelhart & Schmutzig in der Küche steht, nun mit seinem einmonatigen Pop-up. Far from Seoul ist für ihn ein neues, sehr persönliches Projekt, mit dem er zurück zu seinen Wurzeln will – und zu jener Küche, mit der er aufgewachsen ist. Moses lebt seit 2014 in Berlin. Und obwohl er die Stadt liebt, merkt er, wie sich seine Beziehung zur koreanischen Küche langsam verändert: „Wenn man weit weg von dem Ort lebt, an dem man aufgewachsen ist, werden Dinge, die sich sonst so familiär angefühlt haben, plötzlich fremd.“ Das Pop-up möchte er nutzen, um diese Distanz mit seinen Gerichten zu erkunden. Genau das beschreibt auch der Name: Koreanisch kochen – eben Far from Seoul. Dabei geht es ihm weniger darum, traditionelle Gerichte originalgetreu auf die Teller zu bringen. Stattdessen verbindet er koreanische Geschmäcker, Fermentiertes und seine kulinarischen Erinnerungen mit seinen Erfahrungen aus der Berliner Gastronomie – und mit lokal verfügbaren Produkten. Das UUU bietet dafür den perfekten Ort: intim, doch einladend, finden hier vierzehn Gäst:innen Platz. So entsteht eine fokussierte Atmosphäre, in der jede:r auf zugängliche Weise die Geschichten hinter seinen Gerichten entdecken kann.

Auch seine Erfahrungen bei Nobelhart & Schmutzig fließen hier mit ein: Die enge Zusammenarbeit mit lokalen Produzent:innen spielt sowohl dort als auch bei Far from Seoul eine zentrale Rolle. Viele Gerichte beginnen mit Erinnerungen an koreanisches Essen, werden jedoch mit Zutaten interpretiert, die hier in Deutschland wachsen. Unterstützung holt sich Moses von Freund:innen und Kolleg:innen – unter anderem von Taewoong von der Sojuhalle, der beim Pairing hilft, sowie von seinem Kollegen Choi, der ebenfalls als Koch tätig ist. Dich erwartet ein Gänge-Menü, das zahlreiche fermentierte Soßen und Pasten – auch „jang“ genannt – einbindet, viele davon von Moses selbst fermentiert. Kombiniert mit Fisch, Fleisch, Getreide und Gemüse entsteht ein Menü, das sich genau zwischen diesen beiden Kosmen bewegt. Das Pairing fokussiert sich auf Sool, koreanische alkoholische Getränke, die so kuratiert sind, dass sie die fermentierten Elemente im Menü ergänzen. Auch vegetarische Optionen werden angeboten, und auf Anfrage besteht die Möglichkeit eines veganen Gänge-Menüs. Mit Far from Seoul zeigt Moses seine Idee einer Neuinterpretation koreanischer Küche in Berlin. Wer neugierig ist, sollte also nicht allzu lange warten – denn ab April kehrt UUU mit seinem regulären Konzept in die Räume zurück.

Text: Robyn Steffen / Fotos: Far from Seoul, UUU

UUU, Sprengelstr.15, 13353 Berlin–Wedding; Stadtplan
Far from Seoul Pop-up 03.–28.03.2026. Hier kannst Du reservieren.

@far_from_seoul
@uuuberlin

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SPÄTI STORIES: BERLIN ERZÄHLT SICH SELBST

SPÄTI STORIES: BERLIN ERZÄHLT SICH SELBST

Wir sind nicht die einzigen Berlin-Fans, das ist klar. Und der einzige Newsletter, der das feiert, sowieso nicht. Stetig kommen neue Plattformen dazu, die eine Stadt zelebrieren, die nicht alles richtig macht, aber immerhin einiges ganz gut. Einer dieser Newsletter ist Späti Stories. Mit einem der ungeschriebenen Berliner Kulturerben als Namenspatron zelebriert und porträtiert der Newsletter unsere Stadt über ihre Stimmen. Das Konzept stellt Berliner:innen aus unterschiedlichsten Zusammenhängen vor und sammelt so eine vielstimmige, demokratische Momentaufnahme der Stadt. Gestartet im Oktober 2024 als monatlicher Newsletter mit zwei Porträts pro Mail, erscheint heute zweimal im Monat eine neue Folge – manchmal ergänzt durch einen Kiez-Guide oder einen Essay. Jede Ausgabe widmet sich einer Person und den Momenten, Entscheidungen oder Umwegen, die sie geprägt haben. Zu den bisherigen Gesprächspartner:innen gehören Künstler:innen wie Charlie Casanova, DJs, Akteur:innen aus Häusern wie der Yorck Kinogruppe, oder Local Legends wie Wolfgang Jäger, der seit Jahren ehrenamtlich Immigrant:innen mit der Sisyphusarbeit der deutschen Bürokratie hilft und Karaoke-Abende organisiert. Ganz toll auch: das Gespräch mit Filmemacher Karim Aïnouz. Die Guides stammen von Menschen, die ihre Kieze lieben und leben – persönliche Karten einer Stadt im Dauerwandel.

Ab 2026 sollen mehr redaktionelle Essays hinzukommen, die sich Fragen nach Zugehörigkeit, Einsamkeit und Gemeinschaft widmen – verankert in Berlin, anschlussfähig darüber hinaus. Gegründet wurde Späti Stories von Isabelle Bedê aus Brasilien und Luana Corujeira aus Spanien, die Berlin längst ihr Zuhause nennen. Beide kommen aus dem digitalen Erzählen – Isabelle mit journalistischem Hintergrund, Luana mit Erfahrung in Audio und Fotografie. Was sie verbindet, ist die Überzeugung, dass echte Nähe nur dort entsteht, wo Menschen einander zuhören. Wir sehen uns im Späti.

Text: Inga Krumme / Fotos: Späti Stories

Späti Stories

@spaetistories

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ZWISCHEN BETT, BROSCHE UND BILDERRAHMEN: DIE BRÜCKE ALS KUNSTHANDWERKER

ZWISCHEN BETT, BROSCHE UND BILDERRAHMEN: DIE BRÜCKE ALS KUNSTHANDWERKER

Wer die Brücke-Gruppe kennt, verbindet sie meist mit der Malerei. Die Gruppe, gegründet von den Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff, gilt heute als einer der Wegbereiter der Moderne und einer der wichtigeren Vertreter des Expressionismus. Weniger bekannt, aber nicht minder relevant, ist das Kunsthandwerk, was die Gruppe geschaffen hat. Das Brücke-Museum (wer sonst) will das wieder gut machen und hat letzte Woche (05.03.2026) die Ausstellung „Kunst Hand Werk Brücke“ eröffnet. Lange war ich in keiner Ausstellung, die so feinfühlig und rundum gestaltet ist. Das Brücke-Museum erzählt den Bezug der Künstler:innen zum Angewandten in drei Kapiteln, sortiert nach Material: Metall, Holz und Textil, mit kurzem Intro vorweg. Die Materialkapitel wurden von verschiedenen Kreativen gestaltet. Der Architekt Andrea Faraguna kuratiert die Metallarbeiten in papierenen Vitrinen und lud dafür den Künstler Vittorio ein, die Interieurs zu gestalten. Angesteckt an gefaltete Papierhemden, aufgebahrt auf abgetreppten Architekturen oder gebettet auf papierenen Kissen liegen die Schmuckstücke der Brücke darin. Ich bin mir nicht sicher, wo Kunst aufhört und Handwerk anfängt. Highlights in der Auslage: Ein Zigarettentöter für Hanna Bekker vom Rath nebst ungewohnt proportionierten Brieföffnern, und der Armreif aus gedrehten Silberstreifen von Karl Schmidt-Rottluff, den ich ganz gern selbst besitzen würde, genauso wie die sechs silbernen Teelöffel, die ihm gegenüber liegen. Weiter geht’s zum Holz, und aus den gelassenen Papierwelten stürzen Besucher:innen in eklektische Collagen von Jerszy Seymour, der dieses Ausstellungskapitel gestaltet hat – eine zeitgenössische Höhle, wie er sagt. Der in den Collagen auftretende Comic-Holzwurm ist roter Faden und Vorbote des Verfalls des Holzes und führt heiter durch die opulente Gestaltung. Man ist im besten Sinne reizüberflutet, spätestens von den Designs der Brücke: Ernst Ludwig Kirchners „Bett für Erna Schilling“ dominiert dabei den Raum, mit seinen geschnitzten Köpfen als Verbindungsstücken und all den anderen kleinen Wesen, die sich in Kopfteil und Füße schlingen und winden. Drumherum angeordnet: Gefäße, richtig gute Kästchen und natürlich Bilderrahmen.

Den abschließenden Abschnitt Textil gestaltete Künstlerin Kasia Fudakowski in Kollaboration mit dem Grafiker Santiago da Silva – und die beiden hängen die Arbeiten frei in den Raum. Centerpiece ist bestimmt die textile Gestaltung für Kirchners Atelier, gestickt von Erna Schilling nach Entwürfen des Künstlers. Autor:innenschaft, gerade an der Schnittstelle Kunst-Handwerk, ist ein großes Thema und wird von der Ausstellung auch als solches behandelt. Textilarbeiterinnen (hier muss in der Regel nicht gegendert werden) sind als Co-Autorinnen vermerkt. Die Farbpalette der Brücke ist überraschend zeitgenössisch und ihre Motive mitunter fast Camp – ich könnte stundenlang vor Erna Schillings „Sonntag in den Schweizer Bergen“ nach einem Entwurf von Ernst Ludwig Kirchner stehen und mir würde nie langweilig. Überhaupt wird in dieser Ausstellung niemandem langweilig, denke ich. Für die Schau und damit einhergehende Forschung haben sich die Kuratorinnen im vergangenen Jahr selbst als Kunsthandwerkerinnen erprobt: Eine von ihnen werkelte bei Schmuckdesignerin Elisabeth Schotte, eine beim Holzbildhauer Valentin José Kammel, und eine mit Textilkünstlerin Lisa Reichmann. Nur eines der vielen Details, die zeigen, wie viel Aufmerksamkeit in die Schau floss. Und weil im Brücke-Museum Kunst nicht ohne Handwerk gedacht wird, gibt es richtig viel Rahmenprogramm. Ab nach Dahlem zum Schnitzen, Schmelzen, Sticken. Die Brücke ruft.

Text: Inga Krumme / Fotos: Nick Ash / Credit: Karl Schmidt-Rottluff; Brücke-Museum; Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung; VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Brücke-Museum, Bussardsteig 9, 14195 Berlin–Dahlem; Stadtplan
Kunst Hand Werk Brücke bis 21.06.2026

@brueckemuseum

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ÜBERALL ZUHAUSE SEIN DANK WOHNUNGSTAUSCH VIA HOMEEXCHANGE

ÜBERALL ZUHAUSE SEIN DANK WOHNUNGSTAUSCH VIA HOMEEXCHANGE

Zuhause ist es doch am schönsten. Auf der heimischen Couch liegend, nach einem verregneten Sonntagnachmittag mit „The Holiday“, beschleichen mich jedoch die Zweifel an einem dauerhaften Glück ohne Ortswechsel: Warum also nicht mal die Wohnung tauschen? Noch nie gemacht? Dann kannst Du bei den HomeExchange Days zwischen dem 19. und 25. März 2026 mehr darüber erfahren. In einer blaugekachelten Küche frühstücken, durch englische Klassiker stöbern, eine gestreifte Katze kraulen? Daraus ist längst eine echte Bewegung geworden. Eine nachhaltige und kostengünstige wohlgemerkt. Bei HomeExchange öffnen Menschen ihre Wohnungen füreinander. Keine sterilen Ferienwohnungen, keine leeren Apartments, sondern ihr eigenes Zuhause. Das klappt mal gleichzeitig, mal zeitversetzt. Passen Eure Kalender nicht zusammen, springen sogenannte GuestPoints ein: Man übernachtet bei jemandem, sammelt Punkte und kann sie später nutzen, um selbst an einem anderen Ort zu wohnen. So entsteht ein lebendiges Netzwerk aus Küchen, Sofas und Balkonen, das inzwischen über 150 Länder verbindet. Wie sich das im Alltag anfühlt, erzählen die Mitglieder bei den HomeExchange Days. Sie berichten von neuen Nachbarschaften, kleinen Alltagsmomenten und beantworten Deine Fragen. Wer sich registriert und teilnimmt, bekommt außerdem 100 GuestPoints geschenkt – genug für eine zusätzliche Nacht irgendwo auf der Welt – oder den Tag auf der Couch mit ganz neuem Ausblick.

Text: Emma Zylla / Fotos: HomeExchange

HomeExchange
HomeExchange Days 19.–25.03.2026. Hier kannst Du ein Treffen in Deiner Nähe finden.

@homeexchangecom

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HEILUNG DURCH SELBSTERKENNTNIS: JAHRTAUSENDEALTES WISSEN BEI YUKTI HOUSE

HEILUNG DURCH SELBSTERKENNTNIS: JAHRTAUSENDEALTES WISSEN BEI YUKTI HOUSE

Ayurveda-Trends wie Ölziehen, Trockenbürsten und Ashwagandha begegnen mir in Berlin nicht selten – also beschloss ich, der Sache auf den Grund zu gehen und eine ganzheitliche Wellness-Beratung bei Yulia zu buchen. Die Gründerin von Yukti House ist zertifizierter Ayurveda-Gesundheitscoach. Eigentlich komme ich mit der Erwartung, über allgemeine Gesundheitsziele zu sprechen. Doch stattdessen entwickelt sich das Gespräch in eine unerwartete Richtung: Es geht um meine Verdauung, meinen Schlaf, meine lebenslangen emotionalen Muster. Yulia führt durch die fünf großen Elemente – Feuer, Luft, Wasser, Erde und Äther – sowie die Doshas. Sie sind die Kräfte, die den Körper regieren. Zunächst klingt das alles etwas abstrakt für mich, doch das ändert sich im Laufe der Beratung. Yulia dazu: „Ayurveda greift auf universelle Prinzipien zurück, die viele alte Kulturen bereits intuitiv verinnerlicht haben.“ Meine Körperhaltung, mein Gang, meine Hände, Nägel und Zunge werden genau betrachtet. Yulia studiert mein Gesicht und fragt nach meiner natürlichen Haarfarbe – eine Frage, die mich durchaus neugierig macht. „Ayurveda liefert seit 5.000 Jahren personalisierte Lösungen – dafür studiert man den Menschen, nicht die Symptome.“ Ohne es zu bemerken, vergehen neunzig Minuten.

Ein paar Tage später erhalte ich mein persönliches Protokoll: ein umfangreicher, strukturierter Leitfaden zu Lebensstil, täglichen Ritualen, Ernährung und Kräutern – alles speziell auf mich zugeschnitten. Beim Durchlesen fühle ich mich auf eine Weise gesehen, die nur schwer zu erklären ist. Um mir dabei zu helfen, den Plan in die Realität umzusetzen, setzt sich Yulia mit mir für ein Folgegespräch zusammen. Gemeinsam erarbeiten wir die ersten Schritte und das Gespräch verwandelt sich in einen aufregenden Neustart für mich. Mit einem letzten Hinweis verabschiedet Yulia mich an ihrer Tür: „Das Ziel ist es, einen Weg der Selbsterkenntnis zu ebnen, indem wir unseren eigenen Körper, Geist und unsere Seele studieren.“  

Text: Harmony Lévêque / Fotos: Mohit Amlani

Yukti House 
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@yuktihouse

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