Cee Cee Creative Newsletter Book Neighborhood Map Lessons
Stadtplan
Information
home temp
loop temp
CROISSANT SESSIONS: ART WEEK, FASHION CROWD, PARTY VIBES — UND DU?

CROISSANT SESSIONS: ART WEEK, FASHION CROWD, PARTY VIBES — UND DU?

September in Berlin ist, wenn es mehr Events gibt, als in Deinen Kalender passen. Aber bei der nächsten Croissant Session (12.09.2026) kannst Du alles verbinden, was den perfekten Samstag ausmacht. Dieses Mal findet die von Cee Cee initiierte Event-Reihe nämlich in Partnerschaft mit girocard in der Homebase des Fashion Hubs Platte Berlin statt – modische Inspo: check. Das Ganze ist Teil des offiziellen Rahmenprogramms der Berlin Art Week. Damit bist Du also gleich mittendrin im Kunstwochenende und praktischerweise auch mitten in Mitte, wo zahlreiche Galerien ums Eck liegen.

Dazu gibt’s wie immer alles, was zu einem perfekten Vormittag am Wochenende gehört: gute Brunch Vibes mit Matcha und Croissants (hat jemand free Mini Croissants für Early Birds gesagt?). Und wenn Du das Ausgehfeeling auch schon vormittags abhaken willst: DJ Daniel Wang ist vor Ort und sorgt für gute Beats. Daytime Party: check.

Und damit wir den Kreis schließen, zurück zur Mode: Du könntest das Event auch direkt in einem neuen Outfit verlassen, denn wie immer gibt’s das Limited Croissant Sessions T-Shirt vor Ort zu erwerben. Dieses Mal ist es schwarz – ist ja immerhin Berlin Art Week. Also pack die girocard ein. Zusätzlich zu dem Croissant Session T-Shirt kannst Du vor Ort Dein eigenes Shirt gestalten: Dank Spreadshirt gibt’s nämlich eine DIY-Station. Samstagshopping mit lokaler Mode: check.

Fehlt nur noch eine Sache, die Du jetzt schon tun musst: Das Event in Deinen Kalender eintragen und RSVP’en. Check?

Text: Nina Trippel / Fotos: Ben Mönks, Sebastian Navarro, Grafik: Cee Cee Creative

Platte, Memhardstr.8, 10178 Berlin–Mitte; Stadtplan

Croissant Session x Platte x girocard 12.09.2026 11–15h. Kostenloser Eintritt, RSVP hier.

@ceeceeberlin
@ceeceecreative
@platte.berlin
@girocard

cee_cee_logo
DIE WÄNDE HOCHGEHEN: TRISHA BROWNS TANZ IN DER NEUEN NATIONALGALERIE

DIE WÄNDE HOCHGEHEN: TRISHA BROWNS TANZ IN DER NEUEN NATIONALGALERIE

Sieben Tänzerinnen und Tänzer, eingespannt in Seile und Körpergurte, schreiten aufrecht eine Museumswand entlang, als wäre die Schwerkraft reine Verhandlungssache. Als Trisha Brown „Walking on the Wall“ 1971 im Whitney Museum uraufführte, drehte sie mit einer denkbar schlichten Geste die Gesetze des Tanzes um neunzig Grad: Was im klassischen Ballett als virtuose Überwindung der Vertikalen gefeiert wird, verlegte sie in die Horizontale. Sie zeigte, dass das Gehen als banalstes aller Bewegungsmuster weder Spitzentanz noch Sprünge braucht, um der Erdanziehung zu trotzen. 

Bewegung verstand die Choreografin, die mit über hundert Arbeiten zu einer der kreativsten Figuren des postmodernen Tanzes wurde, stets als Forschung: Wo hört Alltag auf, wo beginnt Performance? Bis heute zählt „Walking on the Wall“ zu den Schlüsselwerken, wenn es um die Beantwortung dieser Frage geht. Anlässlich des 250. Jahrestags der amerikanischen Unabhängigkeit und in enger Zusammenarbeit mit der Trisha Brown Dance Company findet die Arbeit nun, neun Jahre nach Browns Tod, an der Glasfassade der Neuen Nationalgalerie einen neuen Ausgangspunkt.

Zum Auftakt der Berlin Art Week zeigt das Museum vom 09. bis 13. September 2026 die fünfte Ausgabe seines Festivals „Perform!„, kuratiert von Klaus Biesenbach, Lisa Botti und Gregor Quack. Täglich um 17 Uhr wird „Walking on the Wall“ auf der Terrasse gezeigt, am Sonntag zusätzlich um 14 und 18:30 Uhr. Daneben präsentiert die in Berlin lebende Kianí Del Valle mit ihrer KDV Performance Group die ortsspezifische Arbeit „Instrucciones para existir“ als Hommage an Trisha Brown und Replik auf den ikonischen Bau von Mies van der Rohe. 

Am Festival-Sonntag (13.09.) sind Miriam Kongstad, Deva Schubert und Josh Johnson mit von der Partie und füllen das Programm mit eigenen Stücken. Der Eintritt zu den Performances ist frei, eine Anmeldung meist nicht nötig – bei Platzmangel zählt schlicht, wer zuerst da ist. Und auch, wenn man auf der Terrasse festen Boden unter den Füßen hat, fühlt es sich beim Zuschauen zumindest mental für einen Moment vollkommen losgelöst an.

Text: Laura Storfner / Foto: Ivan Erofeev, Credits: Instrucciones Para Existir (Instructions for Existing), KDV Performance Group, 2026, Direction, Concept & Choreography : Kianí Del Valle, Original Sound Score: Devonté Hynes; Miriam Kongstad, Hard Play, 2026, Foto: Andrej Lamut

Neue Nationalgalerie, Potsdamer Str.50, 10785 Berlin–Tiergarten; Stadtplan

Perform! 09.–13.09.2026
Walking on the Wall täglich 17h (So zusätzlich 14h & 18h30)

@neuenationalgalerie

cee_cee_logo
STIL AUF REZEPT: DER NEUE SHOP VON RICHERT BEIL

STIL AUF REZEPT: DER NEUE SHOP VON RICHERT BEIL

In dieser Apotheke gibt es Heilung. Zumindest für all diejenigen, die auf der Suche nach einem bestimmten Stil sind, der außerhalb dieser Stadt oft sinnbildlich für Berlin steht: all-black, edgy, genderneutral. 

Die Designer:innen Jale Richert und Michele Beil experimentieren mit ihrem Label Richert Beil seit 2014 mit Silhouetten und Materialien, dekonstruieren und schaffen neue Klassiker. Die Sakkos, Hemden, Mäntel, Jeans und Accessoires passen allen, die den freien Geist dieser Kollektionen spüren wollen. 

Im Sommer 2026 haben Richert Beil in einer ehemaligen Apotheke in Kreuzberg ihren ersten eigenen Store eröffnet. Der Laden ist auch Showroom, Atelier und Arbeitsplatz für das gesamte Team. Vor allem soll er aber ein interdisziplinärer Raum sein. Ein Ort der Begegnung, der auch anderen Kreativen eine Bühne bietet, sofern ihre Projekte zur Philosophie der Marke passen.

Auch Essen soll eine Rolle spielen, denn das sei ähnlich wie Mode aus vielen Zutaten zusammengestellt, die – wenn man es richtig macht – zu einem perfekten Ergebnis führen. Es gibt eine gut ausgestattete Küche und Pläne, regelmäßig glutenfreies Soulfood anzubieten, ganz unkompliziert vielleicht auch direkt aus dem Fenster heraus. Die Apotheke ist ein Projekt in Bewegung und ein Ort, der neue Möglichkeiten schafft… zum Beispiel, um sich den perfekten Mantel für den Winter zu besorgen.

Text: Olga Blumhardt / Fotos: Jihun Ko

Richert Beil, Muskauer Str.41, 10997 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan

@richertbeil

cee_cee_logo
EIS-CAFÉ SUPRISE: HERZLICHKEIT IN WEISSENSEE SEIT 1979— EMPFOHLEN VON VALERIJ STEFANISCHIN

EIS-CAFÉ SUPRISE: HERZLICHKEIT IN WEISSENSEE SEIT 1979— EMPFOHLEN VON VALERIJ STEFANISCHIN

Für Kaffee und Kuchen am Nachmittag ist das Eis-Café Surprise in Weißensee der perfekte Ort für mich. Ich staune immer wieder aufs Neue über die ungebrochene großmütterliche und warmherzige Aufmerksamkeit, mit der Michaela Greupner und ihre Servierer:innen dieses Café führen.

Michaela Greupner begann in den 1990er Jahren als Kellnerin und übernahm ein Jahrzehnt später als neue Inhaberin. Sie kennt daher sämtliche treuen Besucher:innen, die seit jeher vorbeikommen — und dann auch plötzlich nicht mehr. Schließlich findet auch in Weißensee ein Wandel statt. Das Café wirkt dabei als wichtiger Anker. An der Türschwelle ergreift mich sofort die Atmosphäre eines besonderen Ortes. Holzvertäfelter Tresen, roter Stoff auf Sitzbänken und Stühlen, Tischtücher mit Blumenmuster, echte Schnittblumen und obligatorische Zuckerstreuer, die sich zu einem eigenen Stillleben fügen. In mir tun sich nostalgische Gefühle auf. Orchideen auf der Fensterbank, wie bei meiner Oma, runden die Gemütlichkeit ab.

Die Kuchen- und Tortenvitrine ist mit Selbstgebackenem üppig bestückt. Mohnkuchen und Heidelbeersahnetorte. Schwarzwälder Kirsch oder Wiener Apfel. Schokokranz wie auch Eierschecke. Mir fällt die Entscheidung immer wieder aufs Neue schwer. Einfacher wird es mit Blick in die Karte nicht. Eine Vielfalt so prall wie die gefüllten Windbeutel, so bunt wie der Eisbecher Tropicana. Es finden sich die Klassiker Banana Split und Spaghetti-Eis, Heiße Feige oder Feuerkirsche. Ich bestelle zu meinem klassischen Filterkaffee einen Pfirsich Melba und beobachte, wie dieser, trotz voll besetzter Innen- und Außenplätze, präzise und mit Hingabe aufgetürmt wird. Vanilleeis, Pfirsich, Sahne, Sirup, Krokant, Waffel. Genauso hingebungsvoll mache ich mich darüber her.

Eis in Waffel und Becher gibt es selbstverständlich auch. Dieses ist genauso aus eigener Herstellung: Softeis, Milch-Sahneeis und Sorbets. Zu den Klassikern gesellte sich kürzlich Erdbeer Matcha. Bei aller Beständigkeit hat Michaela den Zahn der Zeit klar im Blick.

Ich sitze und beobachte das rege Treiben in der Kaffeestube. Verweile. Beobachte. Stammgäst:innen werden umarmt, es wird nach der Familie gefragt. So viel Zeit darf sein. Eilig hat man es hier als Gäst:in ohnehin nicht. Bestellt wird in mehreren Gängen. Die Auswahl ist schließlich so groß wie die Versuchung selbst, der man sich gewissenlos hingibt. Auch unter der Woche ist dies der perfekte Ort für eine Tasse Café Crema. Und Streuselkuchen. Oder lieber Palatschinken? Warum entscheiden? Für mich gibt es an diesem sonnigen Nachmittag zur Abkühlung noch einen Zitroneneis-Soda. Und Schwarzwälder Kirschtorte.

Text & Fotos: Valerij Stefanischin

Valerij Stefanischin ist Architekt und studiert seit 2026 Fotojournalismus an der Ostkreuzschule für Fotografie in Weißensee. Geboren in Kasachstan und in Schwarzwaldnähe aufgewachsen, führte ihn 2018 sein erster Job nach Berlin. Seitdem erkundet er seine neue Heimat am liebsten zu Fuß – immer auf der Suche nach authentischen Orten.

Eis-Café Surprise, Langhansstr.136, 13086 Berlin–Weißensee; Stadtplan

@eiscafe_surprise

cee_cee_logo
BERLINS VERLORENE VISIONEN — SECHS S-BAHN-TOUREN ZEIGEN PROJEKTE, DIE NIE WAHR WURDEN

BERLINS VERLORENE VISIONEN — SECHS S-BAHN-TOUREN ZEIGEN PROJEKTE, DIE NIE WAHR WURDEN

Olympia 2000? Eine Universität für Meditation? Neben all den Bauprojekten, die diese Stadt neu geformt haben, ist Berlin auch die Heimat unzähliger unrealisierter Entwicklungen – von tragisch gescheiterten Träumen bis zu Vorhaben, bei denen man sich fragt: „Was haben die sich bloß dabei gedacht?“

Zu Ehren dieser 27 verlorenen Zukunftsvisionen hat der japanische Künstler Akira Takayama ein Programm aus sechs Führungen entlang der Ringbahn entwickelt, die von den wegweisenden Projekten erzählen, die nie über den Schreibtisch der Architekt:innen hinauskamen. What if Berlin heißt die Reihe, die bis zum 20.09.2026 läuft und von den Berliner Festspielen anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Institution ausgerichtet wird. 

Die Touren schöpfen sowohl aus dem hauseigenen Archiv der Festspiele als auch aus jenen von Architekt:innen und Kulturinstitutionen und sind entlang von Themen wie den aufgegebenen sozialistischen Projekten Ost-Berlins und den Kulturprojekten organisiert, die einst die Wunden der Stadt heilen sollten. Jede der geführten Touren nimmt mit auf eine S-Bahn-Fahrt entlang einer Handvoll der 27 Stationen, aus denen sich die Ringbahn zusammensetzt, mit Start- und Endpunkten in Gesundbrunnen, Hohenzollerndamm und Sonnenallee. Nach dem Ausflug entlang des Rings kann man für bis zu drei der 27 Visionen abstimmen und so helfen, das Interesse an ihnen neu zu entfachen. Wird es „Radio Glasnost“, das „Haus der jungen Talente“ oder das „Denkmal für Freiheit und Einheit“? Die Entscheidung liegt bei dir, der S41 und der S42.

Text: Benji Haughton / Fotos: Camille Blake, Agit Trains S-Wedding

What if Berlin bis 20.09.2026. Tickets findest Du auf der Website.

@berlinerfestspiele

cee_cee_logo