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YSY: EINE BAR ZUM ENTSPANNEN — FÜR COCKTAILS, JAZZ UND LANGE NÄCHTE

YSY: EINE BAR ZUM ENTSPANNEN — FÜR COCKTAILS, JAZZ UND LANGE NÄCHTE

Normalerweise ist die Frankfurter Allee für mich eher ein Durchgangsweg, aber an diesem Mittwoch stand im YSY ein Jazzabend auf der Agenda. Beim Betreten der Listening Bar wirst Du von gedämpftem roten Licht und Musik in angenehmer Lautstärke empfangen. Musik steht hier – natürlich – im Zentrum, ohne sich aufzudrängen. Sie trägt den Raum. Die Drinks passen dazu. Ein Whiskey Sour, ausgewogen, schön serviert, eine glatte 10 von 10. Der Weird Angel mit Pisco, Campari, Limette, Passionsfrucht und Amargo Chunco: verspielt, leicht kokett, genau der Drink, der Lust auf den nächsten macht. Die Karte bewegt sich zwischen Klassikern und eigenen Ideen, geprägt von Erinnerungen und Tradition. Dazwischen: subtile persische Einflüsse, spürbar in hausgemachtem Sirup und Zutaten. Alles entsteht vor Ort, von den Basics bis zu komplexen alkoholfreien Drinks und Eistees. Gegründet und gestaltet wurde YSY von Nico Mohammadi. Musiker, Kulturproduzent, nach Stationen in Graz und Brüssel in Berlin angekommen. Als DJ Durbin bekannt, prägt seine Arbeit im Sound den Ort spürbar. Musik wird hier mit derselben Aufmerksamkeit behandelt wie Drinks und Design. Mittwochs gehört die Bühne dem Jazz. Die Musiker:innen bekommen Raum, Gespräche aber auch. Am Wochenende übernimmt eine andere Stimmung: das Soundsystem, dieselbe Anlage, aber plötzlich Club. Intim, nah, spät. Ein Ort, der sich mit dem Abend verändert. Von ruhig zu lebendig. YSY ist auf den Punkt, aber unaufgeregt. Für einen schnellen Drink nach der Arbeit, für gemütliche Gespräche oder für Nächte, in denen man einfach bleibt.

Text: Stefania Basano / Fotos: Ruby Watt

YSY, Frankfurter Allee 23, 10247 Berlin–Friedrichshain; Stadtplan

@ysy.berlin
@dj_durbin

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RING, RING, RING: TACO TUESDAYS & COCKTAILS SERVIERT IN DER RINGBAR

RING, RING, RING: TACO TUESDAYS & COCKTAILS SERVIERT IN DER RINGBAR

Und wenn es etwas gibt, das einen Cocktail noch besser macht, dann sind es knusprige Snacks nebenbei. Genau dafür ist die Ringbar gemacht. Ein Ort, an dem man hängen bleibt. Für einen Drink, für zwei Tacos und plötzlich für den ganzen Abend. Langweilig wird es hier garantiert nicht. Statt altbekanntem Barfood gibt es mexikanisches Fingerfood mit überraschenden Kombinationen: gegrillter Kaktus mit karamellisierten Zwiebeln und Halloumi oder Tacos mit Hibiskusblüte und Bohnenpaste. Dazu hausgemachte Guacamole und würzige Salsas zum Dippen und Teilen. Während man es sich auf den Sofas gemütlich macht, werden hinter der großen roten Bar Drinks gemixt. Espresso Martini, Klassiker und wechselnde Kreationen. Alles entspannt, alles ohne Attitüde. Genau die Art von Bar, in der man sich sofort wohlfühlt. Zwischen Kerzenlicht, rauen Wänden und wechselnden Kunstausstellungen vergeht die Zeit fast unbemerkt. Und dann ist da noch der Dienstag. Taco Tuesday. Der perfekte Vorwand, um unter der Woche vorbeizuschauen. Wenn danach noch Platz ist, warten knusprige Churros als süßer Abschluss. Ob mit Freund:innen, für einen schnellen Snack oder einen langen Abend mit Drinks – die Ringbar ist einer dieser Orte, an denen man eigentlich nur kurz vorbeischauen wollte und dann doch bleibt.

Text & Fotos: Elisabeth Rogov

Ringbar, Schwarzastr.1, 12055 Berlin–Neukölln; Stadtplan

@ringbarberlin

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DER KLEINE AUGUST: EIN NEUER, BELEBTER ORT FÜR FRANZÖSISCHE WEINE IN MITTE — EMPFOHLEN VON FIONA LAUGHTON

DER KLEINE AUGUST: EIN NEUER, BELEBTER ORT FÜR FRANZÖSISCHE WEINE IN MITTE — EMPFOHLEN VON FIONA LAUGHTON

Manche Entdeckungen fühlen sich ganz und gar nach Berlin an: eine ruhige, von Galerien gesäumte Straße, ein sanftes Leuchten hinter den Fenstern der Auguststraße in Mitte – hier hat man sofort das Gefühl von Ankommen. Warm, unprätentiös und voller Energie ist Der Kleine August genau die Art von Bar, die einen hineinzieht: Das Interieur bleibt bewusst zurückhaltend – strukturierte Oberflächen, weiches Licht, Regale gefüllt mit französischen Flaschen. Das Team in seinen bleu de travail-Jacken gibt den Ton schnell vor – herzlich und aufmerksam. Französische Weinkultur steht hier im Mittelpunkt, aber ohne steife Förmlichkeit. Das Team hat eine durchdachte Weinkarte kuratiert und stellt diese in zugänglichen, lebendigen Gesprächen den Gäst:innen vor. Egal, ob man einfach ein Glas Wein trinken will oder gern tief in Terroir-Themen eintaucht – hier findet jede:r den passenden Einstieg. Die Auswahl folgt Charakter statt Trends. Dazu gesellen sich kleine Gerichte, die mühelos mithalten: frisch aufgeschnittene Charcuterie, sorgfältig ausgewählte Käse, Sardinen aus der Dose – Pairings, die ergänzen, statt zu konkurrieren. Alles lädt zum langsamen Nippen, Teilen und zum längeren Bleiben ein. Das Besondere hier ist die Stimmung: Der Kleine August wirkt lebendig, ist aber gleichzeitig entspannt; intim, ohne sich abzuschotten. Ein Ort für erste Dates, die im Hintergrundrauschen verschwinden, für Freund:innenrunden um kleine Tische und für Solo-Gäst:innen, die mühelos in den Rhythmus des Raums eintauchen. Wer am Tresen Platz nimmt, wird genauso gut beherbergt wie bewirtet. Alle, die in Mitte eine neue Weinbar suchen, die Qualität und Zugänglichkeit verbindet, sind beim Kleinen August genau richtig. Eine frische Bereicherung für die Nachbarschaft – und eine, die sich jetzt schon wie ein fester Bestandteil anfühlt.

Text: Fiona Laughton / Fotos: Marie Staggat

Fiona Laughton ist Strategin, Autorin und Gründerin von Present For The Future. Ursprünglich aus Melbourne, Australien, lebt sie seit 2013 in Berlin.

Der Kleine August, Auguststr.23, 10117 Berlin–Mitte; Stadtplan

@derkleineaugust

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EIN WOHNZIMMER FERN VOM WOHNZIMMER — GARDINE VERBINDET NOSTALGIE, WÄRME & GESCHMACK

EIN WOHNZIMMER FERN VOM WOHNZIMMER — GARDINE VERBINDET NOSTALGIE, WÄRME & GESCHMACK

Gemütlichkeit ist es, wonach ich dieser Tage suche, wenn ich neue Lieblingsorte in Berlin entdecke. Gute Weine? Immer. Köstlicher Kaffee? Ja, bitte. Snacks? Auf jeden Fall. Gardine ist einer dieser Orte, die all diese Cozy-Noten treffen und sich sofort vertraut anfühlen. Was heute zählt, ist Persönlichkeit: Räume, die nicht durchgestylt wirken, mit kleinen Eigenheiten und Details – diesen perfekten Unperfektheiten, die Nähe schaffen, zu Orten wie zu Menschen. Schon vor der Tür, spätestens zwischen warmen Farbtönen und Mosaiktischen, zeigt sich, was Gardine besonders macht. Der eigentliche Überraschungsmoment wartet drinnen: Es gibt keine Bar. Ganz bewusst – und genau deshalb wirkt der Raum offen, weich, fast wie ein Wohnzimmer. Das Café und Weinlokal vereint nostalgische Elemente der 1920er, 1970er und 1980er-Jahre, jeder Winkel mit eigenem Charme, als hätte jemand liebevoll Erinnerungen kuratiert.

Gegründet wurde Gardine von Audrey Davis aus Ohio und Dan Khan aus London. Kennengelernt an Silvester 2020, verbunden durch die gemeinsame Lust aufs Gastgeber:innensein – inspiriert von ihren Großmüttern. Freundschaft, Familie, Ehrlichkeit und Abenteuer bilden ihren Kern, der sich köstlich im Menü widerspiegelt. Serviert wird eine kleine, saisonale Auswahl an Kaffee, Snacks und Wein – alles selbstverständlich sorgfältig ausgewählt. Die Küche dreht sich um Sauerteig und andere Teiggerichte, perfekt für Frühstück und Lunch. Besondere Empfehlungen: der Rosmarin-Cookie, das Pastrami-Sandwich und die Pasta mit Sesamsauce. Die Getränkekarte verbindet Comfort Coffee, Matcha und eine Auswahl an Naturweinen, die Dan als „halb funky, halb klassisch“ beschreibt. Bald kommen – auf vielfachen Wunsch – kleine Gerichte als Weinbegleitung dazu. Audrey und Dan sind echte Community-Menschen im Kiez: offen für Künstler:innen, Florist:innen, Winzer:innen, Stylist:innen und viele andere, für die sie regelmäßig ihre Gardinen öffnen.

Text: Ruby Watt / Fotos: Lisa Rogov

Gardine, Knaackstr.8, 10405 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan

@gardineberlin

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KOMM VORBEI, BLEIB EIN BISSCHEN — WILLKOMMEN BEI MONU IN KREUZBERG

KOMM VORBEI, BLEIB EIN BISSCHEN — WILLKOMMEN BEI MONU IN KREUZBERG

Kaffee, Wein, Snacks – manche würden sagen, das ist die heilige Dreifaltigkeit der Gastlichkeit. Monu vereint genau das mit einem intimen Menü- und Raumkonzept. Nach fünf Jahren mit ihrem mobilen Cocktail-Business namens Phoebe and Gang, beschlossen Ine Haesaert und Vivian Kuper, sesshaft zu werden und schufen mit Monu einen Ort, an dem Gäste den Moment genießen können: Tagsüber bei Kaffeehausstimmung, abends bei Wein oder Cocktails mit Freund:innen. Der Gastraum ist modern und zugleich gemütlich, geprägt von natürlichen Materialien, einer neutralen Farbpalette mit roten Akzenten und einer handverlesenen  Auswahl an Weinen. Die Raumgestaltung stammt von Vivian selbst – ihre persönliche Handschrift zeigt sich in jedem Detail, von geliebten Objekten bis zu individuellen Möbelstücken. Die Karte ist, wie zu Beginn erwähnt, in drei Bereiche unterteilt: Cocktails, Snacks sowie Kaffee und Gebäck.

Abends kommen Cocktail- und Naturweinliebhaber:innen auf ihre Kosten: leicht und erfrischend, abgestimmt auf die Snacks. Zu den Signature Drinks gehören der Monu Sour mit Jasmin und Kaffirlimette und der Margarita Chile Poblano mit einer würzigen Note. Begleitet wird das Ganze von Gerichten, wie  Kartoffelgnocchi, Rote Bete mit geschlagenem Ziegenkäse und Brioche mit spanischen Sardellen und hausgemachtem Chimichurri. Monu veranstaltet auch regelmäßig besondere Events. Am 31.10.2025 ist etwa die südafrikanische Köchin Tracey Jane Harker zu Gast – weitere Details folgen.

Text & Fotos: Ruby Watt

Monu, Monumentenstr.27, 10965, Berlin–Kreuzberg; Stadtplan

@monu.berlin

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