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UNTERIRDISCHE TANZFLÄCHEN, MEXIKANISCHER BRUNCH & OFFENE ATELIERS — BERLIN PUR MIT DEN CC CALENDAR TIPPS

UNTERIRDISCHE TANZFLÄCHEN, MEXIKANISCHER BRUNCH & OFFENE ATELIERS — BERLIN PUR MIT DEN CC CALENDAR TIPPS

Dieses Wochenende ist eine Ode an das pure Berlin. Eine Anleitung, wie man vom Museum in den Untergrund, vom Club zur Kunst, dann in den Innenhof und mit internationaler Küche im Mundwinkel bis an den Landwehrkanal kommt. Und warum Designklassiker in der Rennbahn zu finden sind. Hier sind die CC Calendar Tipps für einen berlinischen Oktober.

Heute (01.10.) lädt der Gropius Bau zur Spätschicht rund um Gabriele Stötzers Ausstellung „Dabei sein und nicht schweigen„. Gespräche und Performances kreisen um Gerechtigkeit, Selbstbehauptung und unbeugsame Geister. Mit dabei sind unter anderem Heike Geißler, Julia Grosse und Minh Duc Pham. Stötzer selbst verbindet schon seit ihrem Engagement gegen das DDR-Regime künstlerische Arbeit mit politischem Widerstand. Schweigsames, aber schönes findest Du ab Freitag (02.–04.10.) in Karlshorsts Trabrennbahn: Bei der Design Börse Berlin dreht sich wieder mal alles um Designklassiker. Mid-Century, Bauhaus und andere Stücke mit einer prunkvollen Vergangenheit warten darauf, entdeckt zu werden. Der perfekte Ort also für alle, die in ihrem Zuhause doch immer noch Platz schaffen können.

Ab Freitag (02.–12.10.) feiert „Tag der Clubkultur“ mit rund 130 Veranstaltungen die Berliner Clubszene. Unter dem Motto „Stay Core“ geht es darum, was Clubkultur zusammenhält, wenn Räume verschwinden und Kosten steigen. Ein paar Vorgeschmäcker: Zum Auftakt spürt „Borderscapes“ den Verbindungen von Mauer, Techno und globalen Grenzregimen nach. Bei „Heels & Lashes“ treffen Performances, Zeichnen und persönliche Geschichten von Sexarbeiter:innen aufeinander. Und im Beate Uwe verbinden und verbünden sich Dj-Workshops für FLINTA*, Panels und Paradeprojekte von Femquency. Eine besonderer Tanzgedenkmoment eröffnet dann am Samstag (03.10.) im Kraftwerk mit „Tanzflächen der Wiedervereinigung„. Die Ausstellung blickt in den unterirdischen Räumen auf Berliner Clubkultur rund um die Wiedervereinigung und ist bis Ende November öffentlich zugänglich.

Und weil jeder Clubbesuch hungrig macht, solltest Du danach sofort ans Maybachufer tänzeln: Am Wochenende (03.–04.10.) übernimmt dort Elotl die Küche des Freunde für Immer für einen Mexican Brunch. Auf den Tisch kommen Chilaquiles con Mole, Enchiladas und Panuchos und natürlich dürfen Specialty Coffee, Matcha und andere alkoholfreie Drinks nicht fehlen. Bekannt dafür, dass sie besonders laut beim Hineinbeißen sind: die Croques von Kroque Berlin. Beim Grand Opening am Samstag (03.10.) eröffnet der neue Standort in der Senefelder Straße mit Sandwiches, Cocktails und Musik von Gigi Gonzalez und Divadorable. Ein weiterer DJ bleibt vorerst geheim. Nur zur Info: Fotografiert und gefilmt wird auch, falls das was mit Deinem Outfit macht. Ein Grund, am Sonntag (04.10.) Richtung Gendarmenmarkt zu ziehen, ist das Konzerthaus und sein kostenloser Tag der offenen Tür. Im Großen Saal spielt das Konzerthausorchester unter Oscar Jockel Auszüge aus „Fidelio“, später gibt es Schubert und neue Werke für die Konzerthaus-Hyperorgel. Draußen auf der Bühne treffen unterdessen Ney, Santur und Trompete auf Hip-Hop-Beats, dazu gibt’s Future-Pop von Madanii. Für Kinder warten Instrumente zum Ausprobieren, ein Klangmemory und noch viel mehr. 

Genauso willkommen bist Du am Sonntag (04.10.) im Wedding: Bei den Open Studios öffnen mehr als 50 Künstler:innen und Designer:innen ihre Ateliers und Werkstätten in den historischen Gerichtshöfen. Gemälde, Skulpturen, Fotografie, digitale Arbeiten und Performances gibt’s dort samt Künstler:innen zu erleben. Außerdem führen sie durch das Areal! Zwischendurch lohnt sich ein Abstecher zum Verweilen in den großen Innenhof. Wo verweilst Du am liebsten in Berlin?

Text: Emma Zylla / Fotos: Katharin Ahrend, Cashmere, Jascha Müller-Guthof, Andrea Rojas, Gropius Bau

Gropius Bau, Niederkirchnerstr.7, 10963 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Spätschicht x Gabriele Stötzer 01.10.2026 20–22h

@gropiusbau

Trabrennbahn, Treskowallee 159, 10318 Berlin–Karlshorst; Stadtplan
Design Börse Berlin 02.–04.10.2026 

@designboerseberlin

Tag der Clubkultur
02.–12.10.2026. Das Programm findest Du hier.

@tagderclubkultur

Kraftwerk, Köpenicker Str.70, 10179 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan 
Tanzflächen der Wiedervereinigung 03.10.–09.11.2026 

@dancefloors_after_89
@tresorberlin
@tresorfoundation
@kraftwerkofficial
@ohmberlin
@clubcommission

Freunde für Immer, Maybachufer 8, 12047 Berlin–Neukölln; Stadtplan 
Mexican Brunch 03.–04.10.2026 10–16h

@_elotl_
@freundefuerimmerberlin

Kroque, Senefelder Str.4, 10437 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan 
Grand Opening 03.10.2026 11–21h

@kroque_berlin
@josuekshl
@gigigonzalez8_
@divadorable_

Konzerthaus Berlin, Gendarmenmarkt 2, 10117 Berlin–Mitte; Stadtplan
Tag der offenen Tür 04.10.2026 11–17h. Das Programm findest Du hier.

@konzerthausberlin

Gerichtshöfe, Gerichtstr.12–13, 13347 Berlin–Wedding; Stadtplan
Open Studios 04.10.2026 12–20h

@gerichtshoefe

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BOMA — ZUSAMMENKOMMEN FÜR KUNST, LUNCH KREATIONEN UND SPECIALTY COFFEE

BOMA — ZUSAMMENKOMMEN FÜR KUNST, LUNCH KREATIONEN UND SPECIALTY COFFEE

In einer Zeit, in der sich in Berlin eine Neueröffnung an die nächste reiht, lässt sich wohl die Frage stellen, was einen Ort noch aufregend und besonders für uns macht. Vielleicht ist es der erste Eindruck beim Betreten eines Lokals – dieses „Ah, hierbei wurde sich etwas gedacht“-, die Offenbarung eines Konzepts und einer Intention, die von Speisekarte bis Interior ihre Stringenz halten. Das Boma in Prenzlauer Berg erzeugt genau diesen Moment. Mehr noch: durch die Verbindung von Essen, Erinnerung, Herkunft, Kultur und Kunst ist hier ein Ort mit Seele entstanden.

Traditionell bezeichnet eine „Boma“ im südlichen Afrika einen Ort des Zusammenkommens. Das Boma als lebendiges Nachbarschaftswohnzimmer ist eine moderne, urbane Interpretation dieses Konzepts. 

Dahinter steckt Tracey Jane Harker, Boma-Gründerin mit südafrikanischer Herkunft und seit drei Jahren in Berlin beheimatet. Als Köchin auf Superyachten hat sie die letzten zehn Jahren die außergewöhnlichsten Orte der Welt bereist und es sich zur Aufgabe gemacht, die kulturelle und kulinarische Vielfalt, die sie kennenlernen durfte, auf ihrer Speisekarte zu repräsentieren. Das Interior ist inspiriert von der kargen Landschaft der südafrikanischen Karoo, wo Tracey eine autarke Farm mit Oliven- und Zitrusbäumen besaß – einen ihrer liebsten Orte, dessen Atmosphäre sie gemeinsam mit dem Berliner Circular-Design-Studio Materialista ins Boma übersetzt hat. Entstanden ist ein Raum, in dem die Zeit ein wenig langsamer vergehen darf und Gäst:innen am liebsten für Stunden bleiben.

Das Menü wird je nach frischem Angebot auf dem Markt zusammengestellt und ist unkompliziert, kombiniert bewusst Komponenten aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt: koreanische Gochugaru Beurre Noisette trifft auf ägyptisches Dukkah und Parmigiano Reggiano, alles auf einem Teller. Dazu erwartet Dich Specialty Coffee, Matcha von Kyo Atelier und der einzige Rooibos Latte der Stadt, als Spezialität des Hauses.

Auch in Bomas Philosophie des „Ubuntu“ findet sich das kulturelle Erbe der jungen Gründerin wieder: das südafrikanische Konzept von Empathie und kollektiver Verantwortung bildet das Fundament des Boma und zeigt sich darin, wie Gäst:innen empfangen werden und wie mit lokalen Kreativen und unabhängigen Produzent:innen zusammengearbeitet wird. Neben handgefertigten südafrikanischen Spezialitäten kannst Du hier Olivenöl von Signor Oil, Produkte von 7000 Islands und Weine von Sotamesa und A Taste of Opera erwerben sowie wechselnde Arbeiten lokaler Künstler:innen direkt von der Wand wegkaufen! Berliner Gründer:innen und Kreative im unterstützenden Miteinander, denn die Idee ist so einfach wie schön: Dem Einzelnen kann es nur gut gehen, wenn es auch der Gemeinschaft gut geht – und umgekehrt.

Jeden ersten Donnerstag im Monat erwartet Dich im Boma eine aus Kapstadt inspirierte Eventreihe mit lokalen Künstler:innen, südafrikanischen Snacks und Live-Musik. Updates zu Pop-Ups und Kollaborationen findest Du auf Bomas Instagram und in Zukunft kannst Du Dich auch auf den kommenden Boma Supper Club freuen!  

Text: Jessica Röhr / Fotos: Adi Christian

Boma, Winsstr.9, 10405 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan

@boma_berlin

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HIGH PROTEIN STORE — JUIT BRINGT GESUNDE TIEFKÜHLKOST NACH MITTE

HIGH PROTEIN STORE — JUIT BRINGT GESUNDE TIEFKÜHLKOST NACH MITTE

Es wird Zeit, uns einzugestehen, dass wir uns in all dem Selfcare-Wahn selbst unrealistische Standards gesetzt haben. Denn wer hat eigentlich neben Vollzeitjob oder Studium, Gym, Yoga, Freund:innen treffen, Wohnung sauber halten und acht Stunden Schlaf noch Zeit, sich selbst täglich frisches Essen zu kochen, das gut tut und den Körper nährt? Eigentlich niemand – und das ist nun offiziell kein Problem mehr. Das Berliner Start-Up Juit knüpft genau hier an und bietet Dir eine Alternative zu teuren Lieferdienstbestellungen und hoch verarbeiteter Tiefkühlkost. 

Gerichte wie Honig-Limettenhuhn, Wagyu-Meatballs mit Sesam Teriyaki sowie Linguine mit Avocado & Limette bekommst Du hier aus besten Zutaten frisch zubereitet, dann kommen sie schockgefroren in Dein Tiefkühlfach und sind innerhalb von acht Minuten fertig aus der Mikrowelle. Wer bei den Begriffen „Tiefkühl“ und „Mikrowelle“ noch immer Schnappatmung bekommt, der sei beruhigt: Vitamine, Nährwerte und Geschmack der Zutaten bleiben durch das Schockfrieren optimal erhalten. Über vierzig Ready-to-Heat Gerichte kannst Du je nach Präferenz filtern: Vegan, Vegetarisch, Fleisch, Fisch, High Protein, Low Calorie, was auch immer Du und Dein Körper gerade brauchen.  

Neben bequemer Onlinebestellung für Dein Zuhause gibt’s nun auch die Möglichkeit, dem Juit Store in Mitte einen Besuch abzustatten. Ob in Deiner Mittagspause, zwischen Verabredungen oder als After-Gym Kraftstoff: Du suchst das Gericht Deiner Wahl in einem der passenden Kühlschränke aus (auch hier wurde schon nach Zutaten, Kalorien und Protein für Dich vorgefiltert) und nutzt die Mikrowellen vor Ort, um Dein Essen sofort zu genießen. 

Von Köch:innen und Ernährungsexpert:innen aus natürlichen regionalen Zutaten entwickelt, entsteht ein Produkt, für das Du weder Zeit noch Geschmack opfern musst. Juit bietet bis zu 62g Protein pro Portion, hochwertiges Wagyu aus deutscher Weidehaltung, kreative Zusammenstellungen mit idealer Makronährstoffbalance und einfachste Zubereitung. Selfcare kann auch heißen, Unterstützung anzunehmen – Juit hat gekocht, damit Du Zeit für alles Andere hast, was die Woche noch ansteht.

Vielleicht ist das bei Dir diese Woche der Berliner Marathon? Auch hier steht Juit Dir zur Seite. Vom 25.–28. September wird der Store in der Zimmerstraße zur Juit x Therabody Recovery Lounge mit JetBoots, Theragun und SmartGoggles für die Regeneration nach dem Lauf. Am Montag (28.09.) kannst Du mit Deiner hart verdienten Marathon-Medaille im Store vorbeischauen und ein vergünstigtes Juit Meal plus Dryll Elektrolyt-Drink aufs Haus bekommen!

Text: Jessica Röhr / Fotos: Robyn Steffen

Juit, Zimmerstr.69, 10117 Berlin–Mitte; Stadtplan
Hier kannst Du online bestellen.

@juit

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ES IST WIEDER MUBI FEST

ES IST WIEDER MUBI FEST

Vom 02. bis 04. Oktober 2026 ist wieder Mubi Fest. Wie schon letztes Jahr ist der Treffpunkt das Silent Green, diesmal ergänzt durch das Kino Arsenal. Das Programm holt ein, ab und rein ins Kino. 

Wir starten stark mit der Berlin Premiere von „Coward„, einem queeren Mubi Release. Protagonist Pierre sucht erpicht seinen Platz zwischen den Schützengräben und Fronten des Ersten Weltkriegs. An der Front trifft er Francis, der dort ein Theaterstück inszeniert. Während um sie herum die Welt untergeht, entwickelt sich zwischen den beiden eine zärtliche Liebesgeschichte.

„Hale County, Tag für Tag“ ist eine Kollaboration mit dem C/O Berlin: Inspiriert von der aktuellen Ausstellung „The Heart of the Matter“ zeigen Mubi und das Ausstellungshaus den Film von RaMell Ross. Das Thema bleibt dabei gleich: Wie wird schwarzes Leben in Foto und Film dargestellt, und wer hat hier Deutungshoheit? Ross schuf einen poetischen Dokumentationsfilm, in dem er über fünf Jahre hinweg die Schwarze Gemeinschaft im ländlichen Alabama begleitete.

Mittags knüpfen wir an den Vorabend an beim Mubi Live Podcast im Gespräch mit Regisseur Lukas Dhont. Seine Produktionen sind geprägt durch sein feines Gespür für Themen wie Gender, Sexualität und Empathie. So auch Coward. Mit Mubi-Podcast-Host Rico Gagliano spricht er über überraschende Inspirationen und seine bisherige Karriere.

Für alle Fans von Mode und Maßlosigkeit geht es weiter mit „Making Marie Antoinette„, der Dokumentation zu Sofia Coppolas ikonischen Film. Regie führte niemand anderes als ihre Mutter Eleanor. Beim Talk „When Artwork and Trailers Become Iconic“ spricht zuerst Mubis Creative Studio darüber, wie ein guter Trailer geht. Was braucht es, um mit einer Sequenz von wenigen Minuten zu fesseln? Im Anschluss tauschen sich Schauspieler Langston Uibel und Matthijs Wouter Knol (Direktor der Europäischen Filmakademie) über ihre Lieblingstrailer aus.

Wem das am Samstag (03.10.) noch nicht genug war, der gehe in die wahrscheinlich beste sapphische Produktion des Jahres. „Teenage Sex and Death at Camp Miasma“ ist Ekstase, viel Kunstblut auf Pastell und gewitzte Arbeit mit Klischees. Der zeitgenössische Take auf die 80er Jahre Slasher Horror Ästhetik bietet massenweise Meta-Ebenen, Dyke Drama, eine richtig gute Szene mit Kentucky Fried Chicken und natürlich gay icon Gillian Anderson neben Hannah Einbinder mit wunderbar schräger Chemie. 

Den Sonntag (04.10.) starten wir im Schnee: „Nuisance Bear“ ist eine Dokumentation über die Probleme im Leben des Eisbären. Dabei wird er zum Protagonisten gemacht und die geltenden Konventionen des Naturdokumentarfilms nebenbei ausgehebelt. Durch den Film und die Frage, wem geteilte Landschaften eigentlich gehören, führt ein Inuit. Klare Antworten gibt es dabei keine.

Den Abschluss macht Animationsfilm „Bouchra„. Die prada-tragende lesbische Filmemacherin und Kojotin Bouchra macht sich in New York an einen Film über ihr eigenes Leben. Dabei stellt sie sich den verzwickten Dynamiken vergangener Beziehungen und sucht dafür den Kontakt zu ihrer Mutter, die noch in Casablanca lebt. Zwischen Live-Action und 3D Animation verabschiedet der Film die immergleichen Vorstellungen und Repräsentationen von queeren Identitäts- und Generationskrisen, ohne sie dabei zu übergehen. 

Soweit aber nur der Serviervorschlag, auf der Webseite gibt es das gesamte Programm zur Einsicht. Also: Reinschauen, Tickets buchen, ab ins Kino. Es wird ein Fest.

Text: Inga Krumme / Credits: Mubi, Sofia Coppola

Mubi Fest
02.–04.10.2026. Das komplette Programm findest Du hier.

@mubideutschland

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RRAM: NOSTALGISCHE THAI-KÜCHE — EMPFOHLEN VON GRETA BUSCHHAUS

RRAM: NOSTALGISCHE THAI-KÜCHE — EMPFOHLEN VON GRETA BUSCHHAUS

Wer hier nach Tom Kha Ga und Mango Sticky Rice sucht, sucht vergebens. Keine Enttäuschung, es ist viel besser: Thai-Home-Cooking. Das Rram ist das Ergebnis langer Recherche in Thailand, von 3-Sterne-Restaurants bis zu Straßenständen über Rezepte aus vorherigen Generationen, und dem Ausprobieren und Verfeinern authentischer thailändischer Küche.

Man schmeckt und erlebt die Nostalgie, auf der dieses Restaurantkonzept aufgebaut ist. Wenn man alles richtig macht (mehrere Gerichte bestellt), ist der kleine Tisch bald prallvoll mit Köstlichkeiten: Von gehacktem Schweinefleisch mit Thai-Basilikum über gegrillten Mais mit Datteltomaten.

Das Rram versteht seine Küche nicht als Ansammlung einzelner Gerichte, sondern als Zusammenspiel. Für mich funktionieren sie auch einzeln hervorragend, aber sicher: the more, the merrier! Das Prinzip des Zusammenspiels zieht sich auch durch das ganze Restaurant: Gedeckt wird auf Vintage-anmutenden Tellern mit floralen ornamentalen Mustern. Es läuft Deutschrap und an den Wänden hängen thailändische Plakate.

Fleischesser:innen dürfen dieses Restaurant nicht verlassen, ohne Panaeng Moo (geräuchertes Panaeng-Curry mit Schweinebacke, Chili und Thai-Basilikum) zu bestellen. Auch die pflanzliche Küche kommt nicht zu kurz: 33,3 Prozent der Karte sind vegan – sogar die Fischsauce wurde „vegan repliziert“. 

Das Rram ist gelungen, nicht zuletzt dank der Kreativität des Chefs Don Santanaviboon, der mit 31 Jahren somit bereits sein drittes Restaurant eröffnet hat. Als Fan seiner vorherigen Restaurants Tossakan und Maiyarap würde ich wagen zu behaupten: Mit dem Rram hat er sich selbst übertroffen. Das spricht sich herum: Wer hin will, sollte direkt reservieren. Und für alle, die die vermeintlichen Thai-Klassiker immer noch vermissen: Man kann Mango Sticky Rice und Tom Kha Ga als Cocktail bestellen. Cream & Mamuang und Tom Kha Sour.

Text: Greta Buschhaus / Fotos: Rram

Vor sechs Jahren zog Greta Buschhaus von London nach Berlin und wohnt seitdem in Mitte. Hauptberuflich ist sie als Journalistin unterwegs, wo sie sich meist mit politischen Themen beschäftigt; privat treiben sie auch Restaurants quer durch die Stadt.

Rram, Torstr.173, 10115 Berlin–Mitte; Stadtplan

@rram.berlin

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