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EIGENGRAU — FARBENFROHE DRINKS UND UND ZEITGENÖSSISCHES BARFOOD

EIGENGRAU — FARBENFROHE DRINKS UND UND ZEITGENÖSSISCHES BARFOOD

Trinken macht hungrig. Zum Glück gibt es Barfood, all jene kleinen oder großen Kleinigkeiten, die man am besten mit netten Menschen teilt. Ein Ort dafür ist das Eigengrau, benannt nach jener Farbe, die man in völliger Dunkelheit sieht. Zugleich ist dies der Name des Signature-Drinks, bestehend aus Sloe Gin, Zitrone, Eiweiß, Soda und Aktivkohle. Überhaupt sind viele Getränke der Bartenderin Jenny Klama – vormals tätig in der Bar am Steinplatz – nach ihren Farben benannt: Ingwer-Ocker etwa, bestehend aus Whiskey, Bratapfel, Zitrone und Ginger Beer, oder Bernstein-Braun mit Rum, Malzbier, Schokolade und Absinth. Mindestens so wichtig ist den Betreibern Eva Wenger und Mo Binto das, was aus der Küche kommt. Die Karte wechselt regelmäßig, bei unserem Besuch gab es unter anderem Garnelensalat, gerösteten Kürbis mit Zitronenjoghurt, grünem Curry wie auch gegrillten Oktopus mit Kartoffeln, Gurken, Joghurt und geräucherter Chili. Farbenfroh ist auch das Interieur, bestehend aus flamingopinken Barhockern und dimmbaren Leuchtstoffröhren. In Kombination mit der in Richtung Samstagnacht abzielenden Musik kommt Ausgehstimmung auf. Weil auf den Rausch ja leider der Kater folgt, soll es in Zukunft einen Sonntagsbrunch geben. Denn auch für den Tag danach gilt: Trinken macht hungrig. (Text: Eva Biringer / Fotos: Mina Aichhorn)

Eigengrau, Skalitzer Str.45, 10997 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Di–Do 17.30–1h, Fr–Sa 17.30–5h, So 17.30–1h
@eigengrau.bar

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MYTHENBEWÄLTIGUNG IM BRÖHAN-MUSEUM — PASSEND ZUM BAUHAUSJAHR

MYTHENBEWÄLTIGUNG IM BRÖHAN-MUSEUM — PASSEND ZUM BAUHAUSJAHR

Direkt am Charlottenburger Schlossgarten gelegen ist das Bröhan-Museum vor allem für seine umfangreiche Sammlung des Jugendstils, Art Décos und Funktionalismus bekannt. Doch das aus dem ehemaligen Privatbestand des Kunstsammlers Karl H. Bröhan entstandene Museum hat sich über die Jahre übergreifend auf Kulturepochen spezialisiert. So will aktuell eine Ausstellung mit Mythen rund um das Bauhaus aufräumen: “Kunst und Design – eine neue Einheit!”, so der Untertitel, setzt das oft als Einzelphänomen hervorgehobene Bauhaus in einen größeren design- und kunsthistorischen Kontext und beleuchtet seine Vorgeschichte – angefangen bei der Arts and Crafts Bewegung. Anhand von 300 Exponaten – darunter Möbel, Grafikdesign, Metallkunst, Keramik und Gemälde – wird unter anderem deutlich, dass die oft zitierte Formensprache des Bauhaus sich stark an ihren Vorgängern orientierte und nicht als Ausgangs- oder gar Höhepunkt der Moderne zu sehen ist. Passend zum 100. Gründungsjubiläum fordert das Bröhan-Museum zu einem wichtigen Diskurs auf, der das Bauhaus kritisch betrachtet, ohne ihm seinen Charme zu nehmen. Stimm Dich ein fürs Bauhausjahr 2019 – die Ausstellung läuft noch bis zum 5. Mai! (Text: Hanna Komornitzyk / Fotos: Martin Adam, Thomas Goldschmidt & Katleen Arthen)

Bröhan-Museum, Schloßstr.1a, 14059 Berlin-Charlottenburg; Stadtplan
Von Arts and Crafts zum Bauhaus, 24.01–05.05.2019, Di–So 10–18h
@broehan_musuem

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ZEYNEP LOKMANOGLU EMPFIEHLT: LIU CHUAN CHUAN XIANG UND NUDELHAUS

ZEYNEP LOKMANOGLU EMPFIEHLT: LIU CHUAN CHUAN XIANG UND NUDELHAUS

Gerade als ich mich von dem Gedanken verabschieden wollte, dass meine Geschmacksnerven jemals das brennend-sedierende Gefühl von Szechuanpfeffer in Berlin erleben würden, entdeckte ich Liu 成都味道 Chuan Chuan Xiang und das Nudelhaus. Der Nudelladen im Chengdu–Stil wird von Liu Linqian und ihrem Mann Bernhard Sroka betrieben und liegt unweit an der U-Bahnhaltestelle “Stadtmitte”. Alles fing damit an, dass die in Chengdu geborene Profibäckerin in Berlin keine Nudeln finden konnte, die ihr schmeckten. Sie begann daraufhin in der Küche zu experimentieren und wurde schnell in den chinesischen Expatkreisen der Stadt bekannt. Der Laden ist vollkommen schnörkellos: Du bestellst an der Theke, nimmst Platz und genießt die hervorragenden Nudeln. Dabei umgeben Dich eine Horde verspielter Pandas: Sie halten Strohhalme, weisen den Weg zur Toilette und tollen sich neckisch auf der Getränkekarte. Wenn Du wie ich pikantes Essen liebst, bestelle Dir am besten die schärfste Variante – und etwas Kokosmilch als Safeword. Für alle, die es nicht so würzig mögen, gibt es milde Alternativen. Alle Gerichte sind äußerst köstlich – mein persönlicher Favorit sind die Sichuan Zhajiang Nudeln. Am Wochenende kannst Du Dich auf köstlichen Hot Pot freuen: mit sagenhaften zweiundzwanzig Gewürzen aus Südwestchina. (Text: Zeynep Lokmanoglu / Fotos: Mina Aichhorn)

Zeynep Lokmanoglu ist 2018 nach Berlin gezogen, nachdem sie den lange in New York gewohnt hat. Sie arbeitet aktuell an einem Kurzgeschichtenband und liebt den “Kaffee und Kuchen”- Lifestyle.

Liu 成都味道 Chuan Chuan Xiang und Nudelhaus, Kronenstr.72, 10117 Berlin–Mitte; Stadtplan
Nudeln: täglich 11.30–15h
Chuan Chuan Hot Pot: Fr-So 16.30–22h
@liuchengduweidao

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THE CONSCIOUS CLUB — LOKALE KOSTBARKEITEN IM KREATIV-HUB

THE CONSCIOUS CLUB — LOKALE KOSTBARKEITEN IM KREATIV-HUB

Ein kleiner Tipp vorweg: Wer Kontraste mag, wird dieses Konzept lieben. Das beginnt schon bei deiner Location. Während an der Neuköllner Sonnenallee der ganz normale Wahnsinn herrscht, wartet in einer ihrer Querstraßen ein wunderbarer Zufluchtsort für alle, die im Alltag gerne mal einen Gang zurückschalten wollen. Auf den ersten Blick sieht The Conscious Clubaus wie eine kleine Boutique, in der Handgemachtes verkauft wird – nichts Ungewöhnliches für Berlin also. Bei genauerem Hinsehen verschwimmen aber plötzlich die Grenzen zwischen Store, Studio und Workshop-Hub. Etwas Besonderes für Freunde – von lokal produzierten Wohnaccessoires, individuellen Handstickereien auf Stoffen und Kleidungsstücken oder Illustrationen, die mit zarten Wasserfarben zu Papier gebracht werden. Hinter dieser Oase für die Sinne stecken Stefanija Pejchinovka (Damaja), Denise Zimmer (Kunstzimmer Berlin), Larissa Reuter (Hetti.) und Kristina Hellhake (Compose Relations). Sie nutzen TCC nicht nur als Arbeitsplatz und Verkaufsort, sondern auch als Plattform, um Gleichgesinnte mit ihrem Metier und ähnlich nachhaltigen Projekten vertraut zu machen. Es zahlt sich also aus, regelmäßig in den TCC Event-Kalenderzu schauen. (Text: Jasmin Tomschi / Fotos: Jenny Peñas)

The Conscious Club, Reuterstr.62, 12047 Berlin-Neukölln; Stadtplan

Di–Fr 12–19h, Sa 12–17h

@theconsciousclub_berlin

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GESCHICHTE ERFORSCHEN! BEI DER FÜNFTEN AUSGABE VON MAERZMUSIK — FESTIVAL FÜR ZEITFRAGEN

GESCHICHTE ERFORSCHEN! BEI DER FÜNFTEN AUSGABE VON MAERZMUSIK — FESTIVAL FÜR ZEITFRAGEN

Musik kann uns helfen, das Durcheinander der heutigen Welt besser zu verstehen. Umso erfreulicher, dass die Berliner Festspiele mit MaerzMusik ab dem 22.03.2019 erneut ein zehntägiges Programm musikalischer Investigationen auffahren. Das Festival hat sich stets mit dem Begriff der Zeit befasst, in diesem Jahr wagt der Künstlerische Leiter Berno Odo Polzer den mutigen Schritt, in die Vergangenheit zurückzublicken – das Konzept: Geschichte erforschen, um die Gegenwart zu verarbeiten. Das Eröffnungskonzert mit Frederic Rzewski und Horațiu Rădulescu wird von der Botschaft “Das vereinte Volk wird niemals besiegt werden”, einer Hymne der chilenischen Widerstandsbewegung (Nueva Canción Chilena) der 1970er Jahre, begleitet. Wie in den vergangenen Jahren auch legt das Festival Wert auf Vielfalt in der Präsentation: So wird die Vokalistin Elaine Mitchener die Geschichte in die Gegenwart transportieren – durch eine Performance, bei der sie Musik, Improvisation und Bewegung miteinander verbindet. Neben Musik besteht das Programm aus Filmen, Installationen, Diskussionen, Lesungen und sogar einer Übernachtung – Useless Land – bei der Festivalbesucher eine Nacht lang im Liegen Texte anhören können, die von der Welt vor der industriellen Revolution erzählen. Die meisten MaerzMusik Veranstaltungen sind kostenlos, Tickets für die restlichen Events erhältst Du online. (Text: Benji Haughton / Fotos: Berliner Festspiele, Guido Mencari, Burkhard Peter)

Haus der Berliner Festspiele, Schaperstr.24, 10719 Berlin–Wilmersdorf; Stadtplan

MaerzMusik Festivallocations: Haus der Berliner Festspiele, Silent Green Kulturquartier, Radialsystem, Konzerthaus Berlin.

Das Programm und weitere Informationen findest Du online.

@berlinerfestspiele

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