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THE GREAT ESCAPE — CODEKNACKEN IM FREIEN PLUS KUNST- UND ARCHITEKTURFÜHRUNGEN VON ART:BERLIN

THE GREAT ESCAPE — CODEKNACKEN IM FREIEN PLUS KUNST- UND ARCHITEKTURFÜHRUNGEN VON ART:BERLIN

Oft übersehen wird die Welt vor der eigenen Haustür – zumindest gilt das für Berlin, wo man fast überall einen kleinen Ausflug machen kann und alle möglichen Kleinode und Kuriositäten findet, von moderner Street Art über Häuser aus der Weimarer Zeit bis hin zu jahrhundertealten Gaslaternen. Falls Du dafür einen Wegweiser brauchst, lohnt es sich, einen der vielen Stadtführer in Betracht zu ziehen, wie zum Beispiel Art:berlin, deren Touren vom Alexanderplatz bis nach Zehlendorf reichen. Wie der Name bereits verrät, stehen Kunst und Architektur im Mittelpunkt der Ausflüge: Autor:innen und Maler:innen des 19. Jahrhunderts in Friedenau, Graffiti und Wandmalereien in Kreuzberg und, ja, Zehlendorfs modernistische Architektur. Neben den Touren erweitert das Unternehmen nun das Angebot um ein Outdoor Escape Game. Diese AR-gestützte Variante des Escape Rooms ist eine Mischung aus Geocaching und Codeknacken mit einer Story, die sich an verschiedenen Orten abspielt. Du und Deine Mitstreiter:innen laufen etwa zwei Stunden lang durch die Stadt und lösen Rätsel mit Hilfe eines iPads und Augmented Reality. Das Escape Game ist für Freund:innengruppen und Unternehmen konzipiert, erfordert mindestens ein Team von fünf bis sieben Personen und kann als privates Firmenevent gebucht werden. Die Art:berlin-Touren hingegen können mit einem Einzelticket oder als Privatausflug besucht werden. Für welches Abenteuer Du Dich auch entscheidest, am Ende wirst Du die Stadt mit anderen Augen sehen.

Text: Benji Haughton / Fotos: art:berlin, David Varnhold, neoquest

Art:berlin Führungen – Programm und Tickets gibt’s hier.
Outdoor escape game – mehr Infos findest Du auf der Webseite.

@artberlin_touren

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IDYLLE UND WEITBLICK IN DER VILLA AUGUSTE

IDYLLE UND WEITBLICK IN DER VILLA AUGUSTE

Ein Haus wie eine Pause: Zwischen Feldern, Wäldern und Stille, unweit von Prenzlau, liegt die Villa Auguste, frei in der Landschaft der Uckermark. Keine Nachbar:innen, kein Lärm, nur Weite. Wer hierher kommt, sucht eine Pause – und hat den richtigen Ort dafür gefunden. Das Haus selbst? Großzügig, lichtdurchflutet, mit viel Gespür für Material und Details eingerichtet. Ob kunstvolle Tapeten, Vintage-Möbel, oder andere handverlesene Stücke – alles hier wurde mit viel Feingefühl und Sinn für Ästhetik ausgesucht. Morgens scheint die Sonne in den Wintergarten, nachmittags in die offene Küche mit freistehender Insel. Abends trifft man sich am langen Esstisch oder vor dem Kamin. Mit vier Schlafzimmern ist Platz für bis zu zehn Gäst:innen – und trotzdem findet jede:r schnell einen Lieblingsplatz. Draußen lädt der weit angelegte Garten mit Blumen, Sträuchern und einer großen Wiese zum Faulenzen, Spielen und Entspannen ein. Und wenn man schon mal da ist, empfiehlt sich natürlich ein Besuch im zehn Fahrminuten entfernten „Großer Garten“ in Gerswalde. Inklusive Magasin Surpris und dem Eisladen. Villa Auguste ist ein Ort zum Runter-, dann zum Wiederkommen. Weil es nichts ablenkt, und weil alles da ist, was man braucht. Nur ein bisschen schöner als zu Hause.

Text & Fotos: Sven Hausherr

Villa Auguste, Otto-Bremer-Str.15, 17291 Nordwestuckermark; Stadtplan

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VON DER WOLLE ZUR KUNST — TUFTING LERNEN BEI CL STUDIOS

VON DER WOLLE ZUR KUNST — TUFTING LERNEN BEI CL STUDIOS

Vor dem Wochenende hatte ich nicht die leiseste Ahnung, was Tufting ist – geschweige denn, wie man das Wort ausspricht. Jetzt, dank CL Studios, kann man sagen, dass ich mich ein wenig auskenne und in diesem Handwerk schon ganz passabel bin. Ein Handwerk, das Maschinenbedienung, Koordination und – zumindest in meinem Anfängerfall – viel Wolle erfordert. Die Tufting-Pistole funktioniert ein bisschen wie eine Nähmaschine, die man mit beiden Händen hält: Sie sticht Wolle in eine senkrecht vor einem gespannte Leinwand – daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Beim Tuften entstehen meist Teppiche und Polsterstoffe, aber in Claire und Woneks Fall ist es eine Kunstform. Sie kreieren detailreiche Wandbehänge, gerahmte Arbeiten und „Glücksbringer“ aus leuchtender Wolle, Seide, Acrylgarn und Baumwolle. Ihre Kunstfertigkeit ist bekannt – und kann in ihren Wochenend-Workshops für Anfänger:innen erlebt werden. Dort lernt man schnell die Grundlagen und erstellt erste, teils detaillierte Tufts. Wer seine Berufung im Tuften entdeckt, kann Fortgeschrittenen-Workshops buchen und mit größeren Leinwänden, weiteren Materialien und mehr Details arbeiten. Und wenn Du Dich gerade nicht in einer Lebensphase befindest, in der das Erlernen einer neuen Fertigkeit auf Deiner Bingo-Karte steht: Das Atelier ist auch für alle offen, die einfach neugierig sind oder auf der Suche nach etwas Einzigartigem und Lebendigem, um das Zuhause aufzufrischen.

Das neue Atelier wurde 2024 eröffnet und ist der zweite Standort neben ihrem ersten Studio in Köpenick, das 2022 entstand – dort arbeiten die beiden eher an komplexeren Stücken. Der neue Berliner Raum bietet eine gemeinschaftlichere, workshop-freundliche Atmosphäre – ein Ort, an dem kreative Energie fließen kann. Wenn Du überlegst, an einem Workshop teilzunehmen, solltest Du nicht zu lange warten – die Plätze sind begrenzt. Claire und Wonek sind zwei vielseitige Künstler:innen, die im Laufe der Jahre mit verschiedenen Medien wie Fotografie, Bildhauerei und Holz gearbeitet haben – doch im Tufting haben sie ihre gemeinsame Ausdrucksform gefunden. Als sie sich in Hamburg kennenlernten und später nach Köpenick zogen, um ihr Atelier zu eröffnen, arbeiteten sie zunächst unabhängig, bis ihnen klar wurde, dass das Tuften sie verbindet. Einen Workshop mit dieser kleinen Familie zu erleben, ist eine wohltuende Erfahrung – man nimmt am Ende mehr mit nach Hause als nur das eigene Werk.

Text & Fotos: Ruby Watt

CL Studio, Schwedter Str.267, 10119 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan

@tufting_berlin

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KOPF ÜBER, BLICK NACH VORN — HANDSTAND MIT MILAN

KOPF ÜBER, BLICK NACH VORN — HANDSTAND MIT MILAN

In einer Welt, in der Schreibtischjobs dominieren und Bewegung oft zu kurz kommt, sehnt sich Dein Körper nach Balance. Hier kommt Milan ins Spiel – ein Bewegungsenthusiast, der Berliner:innen durch die Kunst des Handstands wieder in Verbindung mit ihrem Körper bringt. Milans Weg ist so dynamisch wie seine Kurse: Von Karate-Weltmeisterschaften über Capoeira, Parcours und zeitgenössischen Tanz führte ihn seine Reise von Wettkampfarenen hin zu ganzheitlichen Bewegungspraktiken. Als ein enger Freund ein Yogastudio eröffnete, lernte Milan eine Community kennen, die Bewegung als Mittel für nachhaltiges Wohlbefinden begreift. Er kündigte seinen Job im Bereich Nachhaltigkeit und Abfallwirtschaft, um sich fortan der Nachhaltigkeit von Körper und Geist zu widmen. In seinen Handstand-Kursen verbindet Milan wissenschaftliche Erkenntnisse mit körperlicher Praxis – doch es geht um mehr als darum, sich auf den Kopf zu stellen. Wie er sagt: „Menschen sind mehr als nur ein Knie, ein Ellbogen oder ein Gehirn.“ Seine Klassen spiegeln das wider: Jede Einheit folgt einem ganzheitlichen Ansatz, der Dein Bewusstsein für Körper und Geist schärft, Ängste abbaut und – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne – Deine Perspektive verändert.

Die Kurse folgen einem flexiblen Rahmen, der sich von Woche zu Woche weiterentwickelt und immer neue Impulse setzt. Vorkenntnisse brauchst Du keine – im Mittelpunkt stehen Konditionierung, Erkundung und persönliches Wachstum, nicht Perfektion oder Technik. Trainiert wird montags bei Yoga Futura in Kreuzberg und samstags in Neukölln. Und wenn Du noch tiefer in Bewegung eintauchen willst, bietet Milan auch „Evolutionary Movement“ an – einen Kurs, der den Körper wieder so nutzt, wie es die Natur einmal vorgesehen hat. Ob Dein inneres Kind endlich wieder ein Rad schlagen will oder Dein erwachsener Kopf dringend einen Reset braucht – Milans Kurse sind ein guter Anfang. Bonuspunkte für die Landung auf den Füßen.

Text & Fotos: Daniel Pecsi

Yoga Futura, Kreuzbergstr.30/Aufgang 2, 1. Stock, 10965 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan

Yoga Futura, Wiegandufer 18, 12059 Berlin–Neukölln; Stadtplan

@milan_on_the_move

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ATME TIEF EIN: DIE BERLIN BREATHWORK DAYS SIND WIEDER DA

ATME TIEF EIN: DIE BERLIN BREATHWORK DAYS SIND WIEDER DA

Das moderne Leben wird immer komplexer – und mit ihm auch die Belastung für Geist und Körper. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Menschen alten Praktiken zuwenden, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Eine davon rückt gerade besonders in den Fokus: Breathwork – die bewusste Steuerung des Atems, um den mentalen, emotionalen oder physischen Zustand zu beeinflussen. Von beruhigenden Techniken bis hin zu tiefer emotionaler Verarbeitung: Breathwork ist ein kraftvolles Tool, das meist im Stillen wirkt. Jetzt wird auch die Wissenschaft aufmerksam. Forschende der Humboldt-Universität untersuchen das Potenzial dieser Methode für die Behandlung von Traumata und Depressionen. Auch die zweite Ausgabe der Berlin Breathwork Days (13.–16.05.2025) widmet sich dem Thema. Unter dem Motto „Science meets Experience“ bringt das Festival theoretisches Wissen und praktische Anwendung zusammen – mit Abendveranstaltungen im The Lovers & Leaders Space in Mitte und einem ganztägigen Gathering im Eden in Pankow.

Das Herzstück des Festivals ist der 16. Mai: ein ganzer Tag im Zeichen des Atems – mit Learning Lab, zwei Practice Spaces und einem vielfältigen Line-up aus Vorträgen, Diskussionen und Hands-on-Sessions. Zu den Highlights gehören: Sukkadhas Auer, zertifizierter Ausbilder der Wim-Hof-Methode, wird die Teilnehmer:innen durch die physiologische Mechanik des Atems führen, gekrönt von einer Atemsitzung und einem optionalen Eisbad. Weitere Angebote sind „Spirit of Breath“ mit Sascha Zeilinger, „Connective Breath“ mit Anja Haberlandner und Paul Auls sowie „Lichtatmung“ unter der Leitung von Vidya und Klaus Ulbricht. Das Ziel: mehr Klarheit, Verbindung und Forschung über die Rolle des Atems bei Heilung und Resilienz. Egal, ob Du aus Neugier, schon mit Erfahrung oder klinischem Interesse kommst – die Berliner Breathwork Days bieten einen tiefen Einblick in die Kraft des Atems.

Text: Daniel Pecsi / Fotos: Janosch Förster, Sunny Seelen Herz, Dock 11 Eden

The Lovers and Leaders Space, Torstr.101, 10119 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan

@breathworkdays

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