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LAURA BOX EMPFIEHLT: HOME COFFEE & FOOD

LAURA BOX EMPFIEHLT: HOME COFFEE & FOOD

Die Berliner Kaffeewelt ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen – Home Coffee & Food zählt für mich zu dem Highlights der Szene. Das Café liegt in der ruhigen Jonasstraße in Neukölln und wurde von Neuseeländerin Sarah Flanagan eröffnet. Die Atmosphäre hier ist entspannt, die üppige Bepflanzung setzt Akzente auf den glänzenden Betonböden und vor den hohen, weißen Wänden. Der Star ist natürlich der Kaffee. Die Bohnen kommen aus der ganzen Welt: Entre Rios Bohnen aus Costa Rica von Barcelonas Nomad Coffee und die Sorte Gatare aus Ruanda von Goriffee aus Bratislava. Die Speisekarte harmoniert mit der erlesenen Kaffeeauswahl. Das kleine, saisonale Brunchmenü wartet mit wunderschön angerichteten Leckereien auf, wovon die meisten aus regionalen, fair gehandelten Zutaten hergestellt werden, mit einem Fokus auf Zero Waste und minimaler Umweltbelastung. Das Angebot umfasst hausgemachte Marmeladen, Kuchen wie auch fermentiertes und eingelegtes Gemüse — besonders freue ich mich über das Kimchi. Neben der sorgfältigen Zubereitung und der gekonnten Darbietung des Kaffees und der Speisen legen Sarah Flanagan und ihr Team aber vor allem Wert auf eine herzliches Ambiente – Home ist für mich daher letztlich vor allem ein Ort zum Wohlfühlen. (Text: Laura Box / Fotos: Laura Box / c/o Home Coffee & Food)

Home Coffee & Food, Jonasstr.23, 12053 Berlin-Neukölln; Stadtplan
Mo-Fr 9-18h, Sa-So 10-18h

Laura Box ist vor Kurzem aus Sydney, Australien, nach Neukölln gezogen. Sie arbeitet als freiberufliche Autorin und Content Creator und begeistert sich für Kaffee, Kunst und Design.

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CHARLOTTE RAUSCH EMPFIEHLT: NEUZWEI VINTAGE STORE

CHARLOTTE RAUSCH EMPFIEHLT: NEUZWEI VINTAGE STORE

Der Vintage-Shop Neuzwei im Herzen des Weserkiezes ist ein außergewöhnlich schöner Ort für Kleidung. Dahinter steckt die Inhaberin Barbara Molnar, die sich mit Neuzwei im Jahr 2016 selbstständig gemacht hat. Die Kleidung und Accessoires sind von sehr guter Qualität, der Zustand stets tadellos und die Auswahl zeugt von Barbaras stilsicherem Geschmack. Du findest Klassiker, die einfach zu kombinieren sind, wie beispielsweise eine Levis 501 oder eine weiße Seidenbluse. Der Fokus auf zeitlosen Teilen ist auch ein Beitrag zu nachhaltigem Konsum und bildet einen wichtigen Aspekt in Barbaras Konzept der Wertschätzung von Mode und Umwelt. Präsentiert wird die Selektion in einem Interieur aus selbst entworfenen Holzmöbeln; Barbaras Herzlichkeit und ihre Sensibilität kreieren die Wohlfühlatmosphäre dazu. Für mich ist jeder Besuch hier eine Bereicherung.  (Text: Charlotte Rausch / Fotos: Neuzwei)

Neuzwei Vintage Store, Weserstr.53, 12045 Berlin-Neukölln; Stadtplan
Di-Sa 13-19h

Charlotte Rausch ist gebürtige Berlinerin und wohnt in Neukölln. Gerade beendet sie ihren Master in Kunstgeschichte an der Freien Universität zu Berlin. Nebenbei schreibt sie Texte, geht gerne Essen und besucht Museen.

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BARBARA RUSS EMPFIEHLT: KIOSKO IL CALICE

BARBARA RUSS EMPFIEHLT: KIOSKO IL CALICE

Auf der Ostseite des Walter-Benjamin-Platzes steht eine Kastanie, darunter hat die Enoteca Il Calice ihren Kiosk aufgestellt. Das “Kiosko” sieht aus wie ein Pariser Pressestand, verkauft werden aber italienische Weine und Speisen. Darum herum gesellen sich Tische aus Weinkisten zu Klappstühlen. Der Blick schweift über den Platz und bleibt an der Westseite des Springbrunnens hängen. Nach dem Bau der Kolonnaden kritisierte Architekt Wolfgang Kil, dass “aus lebendigem Stein mit großem Aufwand nur “Platte” hervorgegangen” sei. Ich bin keine Fachfrau, aber finde, dass hier Raum für Gedanken gelassen worden ist. Deshalb komme ich gerne her, lese, trinke eine Glas Wein und genieße die Sonnenstrahlen, die abends noch lange auf den Platz fallen. Walter Benjamin selbst hat leider keinen geschichtlichen Bezug zum Platz, seine Familie lebte weiter südlich in Wilmersdorf. Ich denke aber, er würde ihn mögen. (Text: Barbara Russ / Fotos: Il Calice)

Kiosko Il Calice, Walter-Benjamin-Platz 4, 10629 Berlin-Charlottenburg; Stadtplan
Mo-Sa 12-1h

Barbara Russ ist freie Journalistin und Übersetzerin. Nach Aufenthalten in Paris, New York und zuletzt Düsseldorf lebt sie jetzt (endlich!) wieder in Berlin und erkundet ihre neue Nachbarschaft Charlottenburg-Wilmersdorf.

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MARIELLE KREIENBORG EMPFIEHLT: ŠLJIVA

MARIELLE KREIENBORG EMPFIEHLT: ŠLJIVA

Das Šljiva ["Schliwa"], vielversprechender Neuzugang der Arminius Markthalle in Moabit, hat das, was vielen (Berliner) Restaurants nach wie vor vermissen lassen: Frauenpower. Inhaberin und Chefköchin Cathleen Potter hat die Sicherheiten ihres Jobs als Projektleiterin an den Nagel gehangen, um sich ihrem Herzensprojekt zu widmen — einem Balkan-Bistro, das alle Länder des Balkans zumindest auf der Speisekarte wieder versöhnlich miteinander verbindet. Ein Gericht aus jedem Balkanland findet sich dort wieder – vom Karadjordjeva Schnitzel gefüllt mit Speck & Kajmak, das Mädchenträume optisch und geschmacklich wahr werden lässt über hausgemachte serbische Pasta (Miinci) bis hin zum Krempita Dessert, einer erfrischenden Mischung aus Baklava ähnlichem Blätterteig und Vanillecreme. Wer an Balkanküche denkt, dem kommen womöglich gleich Berge von Fleisch in den Sinn. Diese sucht man im Šljiva vergebens. Die Chefköchin möchte es anders machen — mehr genießen, weniger Bauch vollschlagen. Natürlich dürfen die legendären Ćevapčići auch auf ihrer Karte nicht fehlen, doch daneben findet man viel Gemüse, gegrillten Oktopus und mein persönliches Highlight: den eigens kreierten Sljiva-Salat mit Sellerie, Apfel, Walnüssen, getrockneten Pflaumen, Mayonnaise und dem absolut köstlichen Duvan Cvarci (Tabak Grieben). Den Šljivovica, Pflaumenbrand und Namensgeber dieser kulinarischen Reise durch den Balkan gab es zur Feier des Tages aufs Haus. (Text: Marielle Kreienborg / Fotos: Pamina Aichhorn)

Restaurant Šljiva, Arminiusmarkthalle, Arminiusstr.2-4 10551 Berlin-Moabit; Stadtplan
Mo 18-22h, Di-Fr 12-15h & 18-22h, Sa 12-23h

Nach einem Sprachenstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin, lebt und schreibt Marielle Kreienborg seit sechs Jahren von Neukölln aus als freie Autorin über Berlin und die Welt.

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MATHIAS WOLF EMPFIEHLT: BANJA LUKA

MATHIAS WOLF EMPFIEHLT: BANJA LUKA

Auf der Schlesischen Ecke Oberbaumbrücke ist rund um die Uhr Bambule – aber nicht im Banja Luka. Wer durch das kleine Tor neben der Fotokabine auf der Falckensteinstraße geht, betritt einen gemütlichen Biergarten mit ordentlich Hinterhof-Flair. Umgeben von alten Mauern kann man hier  ein Bier vom Fass genießen und sich ein paar handgeschnitzte Pommes gönnen. Wenn es draußen zu kühl wird, lässt es sich auch drinnen versacken – am Wochenende wird ab 22 Uhr entspannt an der Bar aufgelegt. Entspannt ist sowieso das Attribut, das den Ort und sein Personal am ehesten beschreibt und das gilt auch für das buntgemischte Publikum. Zur bosnischen Stadt Banja Luka gibt es übrigens keine Verbindung: Als Keyfo Temur den Laden 2012 eröffnete, stand am Eingang ein altes Schild mit dem Schriftzug “Station Banja Luka”. “Station” wurde gestrichen und der Name war gefunden. (Text: Mathias Wolf / Fotos: Banja Luka)

Banja Luka, Falckensteinstr.1, 10997 Berlin-Kreuzberg; map
Mo-Do ab 16h Fr-So ab 15h

Mathias Wolf, seit 2000 in Berlin, ist freier Texter, lebt in Kreuzberg und betreibt mit seinem Partner Elvir Osmanković das Designprojekt handsofgod.football.

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