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KAFFEEKULTUR, GASTFREUNDSCHAFT UND ZEREMONIEN VOM ÄTHIOPISCHEN HOCHLAND IN CHARLOTTENBURG — EMPFOHLEN VON ADAM BERRY

KAFFEEKULTUR, GASTFREUNDSCHAFT UND ZEREMONIEN VOM ÄTHIOPISCHEN HOCHLAND IN CHARLOTTENBURG — EMPFOHLEN VON ADAM BERRY

Der Legende nach – die vielleicht sogar wahr ist – bemerkte im neunten Jahrhundert ein äthiopischer Ziegenhirte namens Kaldi in der Region Kaffa, dass seine Ziegen ungewöhnlich energiegeladen waren und nicht schlafen konnten, nachdem sie die leuchtend roten Beeren eines lokalen Strauchs verzehrten. Nachdem er die Beeren selbst probierte und eine ähnliche Wirkung spürte, eilte Kaldi zu einem Mönch aus der Gegend, der die Früchte als Werk des Teufels verurteilte und sie ins Feuer warf. Doch der betörende Duft der röstenden Kaffeebohnen war unmöglich zu ignorieren. Historiker:innen sind sich uneinig darüber, was danach geschah – aber jemand kam auf die Idee, heißes Wasser über die neue Köstlichkeit zu gießen und so ein Getränk zu schaffen, das sich seither über die ganze Welt verbreitet hat. Heute gehört Kaffee zu den meistkonsumierten Getränken überhaupt und begleitet seit jeher große Ideen und frühe Morgenstunden. In Anerkennung seiner Bedeutung als Geburtsort des Kaffees pflegen Äthiopier:innen bis heute die traditionelle Kaffeezeremonie. Dafür werden die mukecha, ein hölzerner Mörser mit Stößel, und die jebena, eine traditionelle Tonkanne, verwendet. Auch hier spielen Düfte eine zentrale Rolle: das Aroma der Bohnen, die innerhalb von weniger als einer Stunde ihren Weg von grün über geröstet bis in die Tasse nehmen, ebenso wie der Duft von Räucherwerk. Der frisch zubereitete, heiße Kaffee wird in drei Runden serviert. Miheret Mindaye möchte diese Zeremonie und die äthiopische Gastfreundschaft nach Charlottenburg bringen. Dafür eröffnete sie Buna – benannt nach dem amharischen Wort für „Kaffee“, der Sprache Äthiopiens.

Ihre Kaffeebohnen, die sowohl für die traditionelle Zeremonie als auch für die klassischen Specialty-Coffee-Getränke verwendet werden, werden aus Äthiopien geliefert und in kleinen Chargen in Berlin geröstet. Die Kuchen sind ausschließlich in Bioqualität und wechseln regelmäßig. Aktuell stehen Zitronen-Cheesecake, Schokoladentrüffel und Aprikose auf der Karte – auch eine vegane Option ist dabei. „Als Kinder waren wir immer bei unseren Müttern und sie haben uns Kaffee gegeben“, erzählt Miheret. „Ich selbst habe mit elf Jahren angefangen, die Zeremonie zu halten. Wir denken in diesem Alter gar nicht darüber nach, Kindern Koffein zu geben – es ist einfach Teil der Kultur“, sagt sie. „In Äthiopien muss man, wenn man Kaffee zubereitet, die ganze Nachbarschaft einladen – man trinkt ihn niemals allein. Mein Ziel ist es, einen harmonischen Ort zu schaffen, an dem alle willkommen sind, schöne Erfahrung sammeln und ihre Erwartungen erfüllt werden. Und meine Kultur sowie meine Liebe zum Kaffee mit Berlin zu teilen.“ Was die Zeremonie selbst betrifft, verspricht sie eine wahre Meisterleistung.

Text: Adam Berry / Fotos: Adam Berry, Isabelle Marten

Adam Berry ist freiberuflicher Fotograf, Fotojournalist und Nachrichtenproduzent. Seit über zwei Jahrzehnten lebt er in derselben Wohnung im Prenzlauer Berg. Er trainiert für Marathons, perfektioniert seine eigene Kaffeetechnik und unterstützt die vielen Berliner Unternehmen, die köstliche, vegetarische Angebote anbieten.

Buna, Knesebeckstr.15, 10623 Berlin–Charlottenburg; Stadtplan

@buna.berlin

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LUZII: SAISONALE KÜCHE, VERTRAUTE AROMEN UND EIN NEUER BLICK AUF DEUTSCHE KÜCHE — EMPFOHLEN VON MARTA MIELCAREK

LUZII: SAISONALE KÜCHE, VERTRAUTE AROMEN UND EIN NEUER BLICK AUF DEUTSCHE KÜCHE — EMPFOHLEN VON MARTA MIELCAREK

Ich gehe nicht besonders häufig in Restaurants – aber wenn ich mich für einen Besuch entscheide, dann soll es besonders und dennoch unkompliziert sein. Genau dafür lohnt sich ein Besuch im Luzii. Schon beim ersten Betreten beeindruckt mich die Atmosphäre: ein lichtdurchfluteter Raum, in dem die Nachmittagssonne über die kunstvoll gestaltete Decke wandert. Überall entdeckst Du liebevolle Details, die Deinen Blick durch den Raum leiten. Doch je länger Du Dich umsiehst, desto deutlicher wird: Hinter der besonderen Ästhetik steckt vor allem eines – eine warme, vertraute Ruhe, die fast wie zu Hause wirkt. Die dunkelblauen Regale im hinteren Bereich sind mit selbstgemachten fermentierten Lebensmitteln gefüllt, während die Bar in der Mitte des Raumes wie ein verbindendes Element funktioniert – ein Ort, der Gäst:innen zusammenbringt und den gesamten Raum verbindet. Luzii ist perfekt für alle, die deutsche Küche neu entdecken möchten: vertraut, aber mit einer modernen und überraschenden Note. Jedes Gericht erinnert an bekannte Aromen und weckt Kindheitserinnerungen, bekommt aber durch kreative Details eine ganz eigene Handschrift. Den Auftakt machte bei uns eine Vorspeisenplatte mit eingelegtem Gemüse, Sauerkraut, Käse, Wurst und selbst gebackenem Knäckebrot. Komponenten, die dazu einladen, immer neue Kombinationen auszuprobieren. Danach folgte ein Klassiker der deutschen Küche: Kartoffelpuffer – hier in einer kompakten Waffelform serviert, begleitet von köstlichem Apfelmus und eingelegten Radieschen. Als Hauptgerichte überzeugten das Leipziger Allerlei und der Wildbrokkoli-Salat vor allem durch die Qualität und Intensität der einzelnen Zutaten. Mein persönliches Highlight war jedoch das Dessert – gerade weil es simpel war.

Erdbeeren mit Haselnuss und darüber dunkle Schokolade, wie ein kleiner Garten auf dem Teller präsentiert: schlicht, verspielt und perfekt aufeinander abgestimmt. Mit jedem Bissen schmeckst Du die Frische der saisonalen und regionalen Zutaten aus dem eigenen Garten des Restaurants in Brandenburg – ein Konzept, das für die Betreiber:innen von Luzii eine zentrale Rolle spielt. Hinter dem Restaurant stehen Jonas Jost aus Hamburg und Teresa Claessens, die gemeinsam ihre Leidenschaft für Gastronomie, Kultur, Gastfreundschaft und Einfachheit an einem eigenen Ort zusammengebracht haben. Jonas absolvierte seine Ausbildung im Fünf-Sterne-Hotel Le Méridien und studierte Hospitality Management in Den Haag, wo er auch Teresa kennenlernte. Das Restaurant ist das Ergebnis dieser gemeinsamen Vision: ein Ort für alle, die den Geschmack ihrer Kindheit wiederfinden möchten, aber auch für internationale Gäst:innen, die deutsche Küche neu kennenlernen wollen. Im September veranstaltet Luzii ein Pop-up in der Markthalle Pfefferberg, bei dem das Team ihr Signature-Gericht, das Cordon Bleu, in einer eigens kreierten Variante serviert. Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was Dich bei Luzii erwartet.

Text: Marta Mielcarek / Fotos: Mohit Amlani

Vor neun Jahren zog Marta nach Berlin – und ist der Stadt seitdem treu geblieben. Neben ihrem Masterstudium in Public Health und Ernährung widmet sie sich ihrer großen Leidenschaft: dem Schreiben und Performen eigener Musik.

Luzii, Rosa-Luxemburg-Str.9–13, 10178 Berlin–Mitte; Stadtplan

@luzii.berlin

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EINE SOMMERWANDERUNG VON SEE ZU SEE: DURCH DEN GRÜNEN GAMENGRUND NACH STRAUSBERG — EMPFOHLEN VON DANIELA BIALK

EINE SOMMERWANDERUNG VON SEE ZU SEE: DURCH DEN GRÜNEN GAMENGRUND NACH STRAUSBERG — EMPFOHLEN VON DANIELA BIALK

Einer der wenigen Busse bringt uns morgens früh nach Leuenberg, nordöstlich von Berlin. Während die Rücklichter des Busses immer kleiner werden, müssen wir uns, so plötzlich auf dem Land, erst mal sortieren. Zum Glück hat die leckere Landbäckerei Brot & Fein schon geöffnet. Eingereiht in die Warteschlange fühlen wir uns nicht mehr ganz so fremd. Ein Stück von dem frisch gebackenen Kuchen als Proviant eingepackt, und es kann losgehen. Wir wollen auf dem 66-Seen-Weg in Richtung Süden bis Strausberg wandern. Dafür folgen wir einfach der Markierung mit dem blauen Punkt – zweiundzwanzig Kilometer insgesamt. Direkt auf der anderen Straßenseite beginnt unser Weg, vorbei an den Schafen des Biobauern Behring. Zum Behringhof gehören auch große Streuobstwiesen mit unterschiedlichen alten Apfelsorten. Im Spätsommer gibt es hier Termine zum Selbstpflücken und Führungen zur nachhaltigen Landwirtschaft. Der Lange Haussee ist der erste von vielen Seen, die uns heute erwarten. Entstanden sind sie durch abfließendes Schmelzwasser in der Eiszeit, allesamt schmal und lang. Wir überqueren die Gleise der stillgelegten Wriezener Bahn und sehen durch die Bäume schon den Mittelsee glitzern. Auf einem kleinen Waldpfad laufen wir erhöht parallel zu seinem Ufer. Es ist ungewohnt hügelig hier und herrlich grün. Alte Eichen gemischt mit Buchen und Kiefern reichen bis ans Wasser heran. Nach diesem einsamen Stück kommen wir zum Campingplatz Waldkiez Tiefensee, der direkt am Gamensee liegt. Unser Weg führt quer über den Campingplatz mit offizieller Badestelle, Bootsverleih und Restaurant. Die Holzbank mit bestem Blick über den See ist noch frei, perfekt für unser erstes Picknick.

Weiter am Gamensee entlang, kurz über die Bundesstraße und wir wandern lange durch einen urwüchsigen Wald, umgestürzte Bäume werden extra liegen gelassen. Dazwischen mal ein Forst mit Kiefern, der Waldboden grün bedeckt mit Moos, zum Reinlegen schön. Berlin scheint unendlich weit weg. Neben einer sumpfigen Wiese sehen wir Bäume, die im Wasser stehen. Das Fredersdorfer Mühlenfließ hat hier sein Quellgebiet und begleitet von nun an unseren Weg. Es durchfließt den Paradiessee, Kesselsee, Fängersee und Bötzsee, also genau die Seen, an denen wir heute noch vorbeiwandern. Hinter dem malerischen Namen Paradiessee versteckt sich ein Paradies für Vögel und Fische. Der dunkle See, der wie der Kesselsee nebenan durch Torfstich entstanden ist, sieht mit seinen Bauminseln und abgestorbenen Bäumen ziemlich verwunschen aus. Am Fängersee entdecken wir die verlassene Wesendahler Mühle und erreichen schließlich die Spitzmühle und den wunderschönen Bötzsee. Nach achtzehn Kilometern Wanderweg, etwas müde und verschwitzt, freuen wir uns auf eine verdiente Badepause. Danach ist es zur Straussee-Fähre nicht mehr weit. Schon seit über 100 Jahren verbindet die Fähre über den Straussee die Waldseite „Jenseits des Sees“ mit Strausberg Stadt (Fährzeiten beachten). Ein paar Minuten weht uns ein erfrischender Wind ins Gesicht, dann ist die kurze Schiffsfahrt und gleichzeitig die schöne Sommerwanderung zu Ende. In Strausberg Stadt nehmen wir die S-Bahn zurück nach Berlin.

Text & Fotos: Daniela Bialk

Der Wanderführer „Von See zu See“ ist eine Einladung der Autorin Daniela Bialk, mal Pause vom Alltag zu machen und auf dem 66-Seen-Weg rund um Berlin wandern zu gehen. Das Buch bietet einen unerschöpflichen Fundus an Tagestouren, die alle bequem mit Bus & Bahn erreichbar sind. Erhältlich im lokalen Buchhandel oder online.

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BILDERBUCHGESCHICHTEN IM NOLLENDORFKIEZ: DIE BUCHHANDLUNG PFEIFE — EMPFOHLEN VON CHARLOTTE LANDWEHR

BILDERBUCHGESCHICHTEN IM NOLLENDORFKIEZ: DIE BUCHHANDLUNG PFEIFE — EMPFOHLEN VON CHARLOTTE LANDWEHR

Es gibt diese Buchhandlungen, die fühlen sich an, als könnten sie selbst Teil einer Geschichte sein. Die Pfeife in Schöneberg ist so ein Ort. Der kleine Buchladen im Nollendorfkiez, nahe dem Winterfeldplatz, ist Communitytreffpunkt und Inspirationsquelle zugleich: Man begegnet sich, entdeckt Neues und bleibt meist länger als geplant. Spezialisiert ist die Pfeife auf Bücher, die man ebenso gerne anschaut wie liest – von Bilderbüchern für Kinder bis zu Graphic Novels für Erwachsene – mit besonderem Augenmerk auf vielfältige Perspektiven. Die Auswahl wechselt ständig, Neuerscheinungen und Independent-Verlage treffen auf wiederentdeckte Klassiker, und zwischen den Büchern finden sich weitere Protagonist:innen: ausdrucksstarke Metalltiere aus Simbabwe, von Annie Akinyi-Jaeger ausgesucht und nach Berlin gebracht, stehen neben außergewöhnlichen Keramikarbeiten von Evelyn Klam, die seit 1976 in eigener Werkstatt in Berlin arbeitet. Farbenfrohe Risodrucke von Sarah Lauener und Johanna Schulte, Taschen von Hänska aus Charlottenburg und immer wieder neue Fundstücke von Künstler:innen und Designer:innen aus dem Kiez. Insgesamt wirkt die Pfeife eher wie ein kuratiertes Wohnzimmer als wie eine klassische Buchhandlung.

Dazu passt auch, dass sich Besucher:innen einen eigenen Leseausweis ausstellen lassen können, um Bücher aus dem Leihbuchregal mitzunehmen oder sie direkt auf dem Sofa und den Sitzobjekten der Künstlerin Raby Florence Fofana zu lesen. In regelmäßigen Abständen finden Lesungen, Workshops und Booklaunches statt. Und da die besten Geschichten immer noch nachts erzählt werden, schwebt über allem der Mond: in Form einer Sammlung runder 1970er-Jahre-Leuchten und im Dunkeln nachleuchtender Wand-Buchhalter in Mondform, von der Inhaberin entwickelt und auf Nachfrage ebenfalls im Laden erhältlich. Diese Bilderbuchgeschichte muss weitererzählt werden.

Text: Charlotte Landwehr / Fotos: Isabelle Marten, Pfeife

Charlotte Landwehr arbeitet seit fast zehn Jahren in der Berliner Kulturkommunikation, kommt aber ursprünglich aus der Literaturwissenschaft. Ihre liebsten Orte in der Stadt erkennt man daran, dass es dort Bücher gibt.

Buchhandlung Pfeife, Winterfeldtstr.54, 10781 Berlin–Schöneberg; Stadtplan

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VALENTINSWERDER: EIN AUSFLUG ZUR WOHL VERWUNSCHENSTEN INSEL IM TEGELER SEE — EMPFOHLEN VON WALKING ON THE WILD SIDE

VALENTINSWERDER: EIN AUSFLUG ZUR WOHL VERWUNSCHENSTEN INSEL IM TEGELER SEE — EMPFOHLEN VON WALKING ON THE WILD SIDE

Zeit für einen Hauch Großstadt-Eskapismus? Dann lohnt sich ein Ausflug nach Valentinswerder – eine kleine Insel im Tegeler See, die sich anfühlt wie ein gut gehütetes Geheimnis. Hier wirkt alles ein wenig entrückt, als hätte jemand die Uhr angehalten, um den wildromantischen Charakter des Ortes zu bewahren. Schon unsere Anreise wird Teil des Erlebnisses: Vom Anleger Havelspitze setzen wir mit der traditionsreichen Fähre Odin I über. Während das Wasser leise gegen den Bug schlägt und das Festland langsam in den Hintergrund rückt, lässt der Lärm der Hauptstadt bereits nach, noch bevor wir den ersten Fuß auf die Insel setzen. Die Überfahrt ist wie ein kleiner Prolog: Zeit genug für ein kurzes Gespräch mit dem Fährmann oder um den Blick übers Wasser schweifen zu lassen. Von ihrer besten Seite zeigt sich Valentinswerder an einem sonnigen Vormittag, wenn die Insel noch ruhig ist und man sie im eigenen Tempo erkunden kann. Einmal angelegt, lässt sich das Eiland in etwa einer Stunde bei einem entspannten Spaziergang umrunden. Dabei eröffnet sich die Vielfalt der Bebauung: Historische Villen aus der Kaiserzeit, moderne Wochenendhäuser und bunte Holzhütten stehen hier ganz selbstverständlich nebeneinander, eingerahmt von verwunschenen Gärten und altem Baumbestand.

Valentinswerder befindet sich bis heute überwiegend in privatem Besitz. Nur wenige Menschen leben hier dauerhaft, die meisten Grundstücke werden zeitweise genutzt. Seit dem 19. Jahrhundert in privater Hand wurde die Insel behutsam weiter gestaltet, unter anderem mit einem kleinen Parkabschnitt samt Rondell, durchzogen von Alleen und ergänzt durch einen efeubewachsenen Pavillon, der wie aus der Zeit gefallen wirkt. Ein idealer Fotospot oder Ort für ein Picknick. Da es hier keine Cafés gibt, gehört der eigene Proviant unbedingt in den Rucksack. Diese Abgeschiedenheit ist das eigentliche Privileg: Wer hierher kommt, genießt eine unverfälschte Ruhe. Ob beim Sprung ins klare Wasser des Tegeler Sees oder bei einer Brotzeit auf den hölzernen Stegen: Valentinswerder ist ein Ort für die Sinne. Füße ins Wasser, Blick in die Ferne; wer Romantik scheut, ist falsch an diesem Ort.*

Text: Flavia Lamprecht und Julia Spindelmann / Fotos: WALKING ON THE WILD SIDE

In „WALKING ON THE WILD SIDE – Streifzüge durch Berlin und Brandenburg“ präsentieren die Autorinnen Flavia Lamprecht und Julia Spindelmann 70 nachhaltige Routen für kleine Stadtfluchten und ausgedehnte Wochenendtouren. Erhältlich im lokalen Buchhandel und online.

Insel Valentinswerder

*Wir bitten alle Besucher:innen, die Privatsphäre der Anwohner:innen zu respektieren und sich rücksichtsvoll zu verhalten.

@walkingonthewildsideofberlin

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