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NINA BLEIBER EMPFIEHLT: KANTINE KOHLMANN

NINA BLEIBER EMPFIEHLT: KANTINE KOHLMANN

Da ist sie: Die Rückkehr der Berliner Küche. Doch mehlige Kartoffeln an trauriger Trockenpetersilie sucht man in der Kantine Kohlmann vergeblich. Stattdessen kommen Happen auf die Holztische. Modern zusammengestellt, gewürzt und abgeschmeckt. Inhaberin Ulrike Kabyl empfiehlt das Rote Beete-Koriander-Tartar. Überzeugt. Bestellt. Es kommt frisch und cremig und würzig daher. Das Konzept der Kantine: aus vielen kleinen Happen ein Gericht zusammenstellen. So bekommt man nicht nur jede Menge Geschmack auf den Teller, gesellig sind die kleinen Köstlichkeiten auch. Zum Dessert gibt‘s ein kunstvoll aufgetürmtes Pistazienparfait. Mit Schokotörtchen und Quittenkaramell wohl der beste Abschluss, den man sich vorstellen kann. Er ist heiß und kalt, pistazig-schokoladig, krokant und cremig, süß und salzig zugleich. Der Weg zum Absacker ist nicht weit. Durch einen dunklen Gang und eine schwere Ledertür betritt man die restauranteigene Bar. Schummrig ist sie. Mit ganz viel Wohnzimmer-Flair, loderndem Kamin und großen grünen Ledersesseln. Cocktails gibt es. Digestifs. Und Rauchen darf man auch. (Text: Nina Bleiber)

Kantine Kohlmann, Skalitzer Str.64, 10997 Berlin-Kreuzberg; Stadtplan

Mo-So 18h-Mitternacht

Nina Bleiber ist 1981 in Berlin geboren, lebt im Prenzlauer Berg und arbeitet als Journalistin und Stylistin.

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THE TREE — ODER DAS GLÜCK IN FORM EINER NUDELSUPPE

THE TREE — ODER DAS GLÜCK IN FORM EINER NUDELSUPPE

Ein Aufenthalt im chinesischen Restaurant The Tree ist wie ein Kurzurlaub: Die Sinne werden stimuliert und der Geist entspannt. Das liegt etwa am Speiseraum, der in harmonischen Farben gestaltet ist. Neben den Holztischen und -stühlen haben die Besitzer Ling Ma und Xiaoting Zhang Zweige und Trockenblumen arrangiert. Die Ast-Lampe erhellt den Raum und Vogelgezwitscher rundet das Gartenthema ab. Auf der Karte stehen Nudeln im Mittelpunkt: als saisonal wechselndes Tellergericht oder als Suppe. Die Speisen sind mit frischen und eingelegten Zutaten gespickt. Serviert werden sie in natürlich erdbraunen Tonschalen und beglücken alle Geschmacksnerven. Saisonale, regionale Zutaten werden ebenfalls, so weit möglich, verwendet und so krönt ein Feldsalat-Blättchen die „Ginkgo“-Suppe mit Okraschoten, chinesischen Morcheln und Erdnüssen. Zu empfehlen sind die kleinen Starter wie „Maackii“, ein Salat aus Kartoffeln und Lotuswurzeln, den man sich prima teilen kann. Das Dessert rundet das Sinneserlebnis ab, bevor der Trip nach Sichuan beendet ist und einem wieder die Berliner Luft um die Nase weht. (Text: Nina Trippel / Fotos: Sven Hausherr)

The Tree, Brunnenstr.167, 10119 Berlin-Mitte; Stadtplan
Mo-Fr 12-15h & 17.30-21.30h, Sa geschlossen, So 13-21.30h

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JASMIN TOMSCHI EMPFIEHLT: BEETS & ROOTS

JASMIN TOMSCHI EMPFIEHLT: BEETS & ROOTS

Ich arbeite schon länger nicht mehr in Mitte, zumindest nicht regelmäßig. Aber ich weiß noch, wie’s war, als ich dort mittags des öfteren nichts Gesundes zu essen finden konnte. Wenn’s mal wieder schnell gehen muss und leicht sein soll, kann man bei Beets & Roots nichts falsch machen. Auf halbem Weg zwischen stadtbekanntem Asia-Burger und deutsch-österreichischer Weinbar setzen Neu-Gastronom Maximilian Kochen und Andreas Tuffentsammer, einst Deutschlands jüngster Sternekoch, ihren Catering-Service im Casual-Eating-Rahmen fort. Das Zauberwort an der Theke der ersten B&R-Location? Bowls! Von italienisch bis orientalisch inspiriert. Aber auch Wraps, Salate und Suppen werden im Industrial-Ambiente nach einer Vision des Berliner Designstudios Gonzalez Haase AAS frisch zubereitet. Wer es wie ich japanisch mag, bekommt Sesam-Nudeln, Edamame, Miso-Aubergine und dazu die Möglichkeit, mit Toppings zu individualisieren. Der schnelle Lunch von der All-day-Foodbar schmeckt vor Ort, umgeben von freigelegtem Beton mit schwarz-rosa Fliesenmuster, Neonlicht-Installation an der Decke und 90ies-Hits aus den Lautsprechern, ebenso gut wie das nächste Mal to go. Für alle, die nicht bleiben können: Bestellhotline gibt es keine, aber bald eine Pre-order-App. (Text: Jasmin Tomschi)

Beets & Roots, Große Hamburger Str.38, 10115 Berlin-Mitte; map
Mo-Sa 11-21.30, So 12.30-21.30

Jasmin Tomschi wohnt seit 2012 nicht mehr in Wien, sondern in Berlin-Friedrichshain, wo sie freiberuflich als Redakteurin und Copywriter arbeitet.

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CODA — SÜSSE VERSUCHUNGEN & EXPERIMENTELLE COCKTAILS

CODA — SÜSSE VERSUCHUNGEN & EXPERIMENTELLE COCKTAILS

Ein Dessert als Fünf-Gänge Menü? Warum nicht?! Seit der Eröffnung 2016 lockt die Neuköllner Dessert-Bar namens CodaSüßmäuler mit raffiniert komponierten Desserts und Cocktails. Unter der Leitung von Spitzenpatissier René Frank und Restaurantdesigner Oliver Bischoff bietet das Coda Nachspeisen jeglicher Couleur an. Bestellen kannst Du à la Carte, wir empfehlen allerdings die 2-bis 5-Gänge-Menüs, die mit den passenden Cocktails serviert werden. Obwohl Zucker scheinbar den Ton angibt, spielt er nur indirekt eine Rolle. Die Süße der Gerichte wird aus natürlichen Zutaten gewonnen und trifft in einem Zusammenspiel verschiedener Konsistenzen auf herbe, salzige und saure Aromen: Mascarpone-Creme mit gelben Tomaten und Lebkuchen, dazu einen Haselnuss-, Pflaumen- und Koriandercocktail. Die mit viel Liebe zum Detail angerichteten Teller und die vornehm-zurückhaltende Atmosphäre tragen dazu bei, dass sich dieses unverschämt sündhafte Vergnügen plötzlich sehr erwachsen anfühlt. (Text: Victoria Pease / Photos: Ett la benn (links) / Maximilian Carlo Schmidt (Mitte) / Kunalum Lee (rechts))

Coda, Friedelstr.47, 12047 Berlin-Neukölln; Stadtplan
Di-Sa 19h-spät

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GEORG WEBER EMPFIEHLT: KANAAN

GEORG WEBER EMPFIEHLT: KANAAN

Ein Schild am Eingang verspricht: „Best Hummus in Town“ – und tatsächlich könnte das stimmen. Ich wüßte nicht, was man besser machen könnte! Ich bestelle einen Sabich Hummus Teller, der aus mit Kreuzkümmel gewürzten warmen Kichererbsen, wunderbar cremig-frischem Hummus und genau so frischer, aromatischer Tahini-Sauce besteht. Dazu gibt es Ei, gebratene Auberginenscheiben, sehr gutes sauer-scharfes Mango-Chutney sowie scharfes Pesto. Einer der Besitzer ist Palästinenser, der andere Israeli und auf der Speisekarte werden die verschiedenen Traditionen gemischt oder neu interpretiert. Zum Lunch gibt es ein täglich wechselndes Hummus-Special mit Salat und Getränk. Das Lokal selbst schaut ein bisschen wie eine große Gartenhütte aus, vor der man ein paar zufällig vorhandene Möbel aufgestellt hat. Doch jetzt, für die kalte Jahreszeit, wurde die warme Stube ausgebaut und der Balkon winterfest gemacht. (Text: Georg Weber / Fotos: Milena Zwerenz c/o Mit Vergnügen (links) Georg Weber (rechts))

Kanaan, Schliemannstr.15, 10437 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan
Di–Fri 18–0h
Sa–So 10–0h

Georg Weber, ursprünglich aus Österreich, seit Mai 2016 in der Stadt, photographiert und schreibt täglich auf sattundfroh.de übers Essengehen in Berlin. Derzeit findet man Einträge mit über 250 Lokalen auf seinem Blog und jeden Tag kommt ein neuer Eintrag hinzu.

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