Wir sind nicht die einzigen Berlin-Fans, das ist klar. Und der einzige Newsletter, der das feiert, sowieso nicht. Stetig kommen neue Plattformen dazu, die eine Stadt zelebrieren, die nicht alles richtig macht, aber immerhin einiges ganz gut. Einer dieser Newsletter ist Späti Stories. Mit einem der ungeschriebenen Berliner Kulturerben als Namenspatron zelebriert und porträtiert der Newsletter unsere Stadt über ihre Stimmen. Das Konzept stellt Berliner:innen aus unterschiedlichsten Zusammenhängen vor und sammelt so eine vielstimmige, demokratische Momentaufnahme der Stadt. Gestartet im Oktober 2024 als monatlicher Newsletter mit zwei Porträts pro Mail, erscheint heute zweimal im Monat eine neue Folge – manchmal ergänzt durch einen Kiez-Guide oder einen Essay. Jede Ausgabe widmet sich einer Person und den Momenten, Entscheidungen oder Umwegen, die sie geprägt haben. Zu den bisherigen Gesprächspartner:innen gehören Künstler:innen wie Charlie Casanova, DJs, Akteur:innen aus Häusern wie der Yorck Kinogruppe, oder Local Legends wie Wolfgang Jäger, der seit Jahren ehrenamtlich Immigrant:innen mit der Sisyphusarbeit der deutschen Bürokratie hilft und Karaoke-Abende organisiert. Ganz toll auch: das Gespräch mit Filmemacher Karim Aïnouz. Die Guides stammen von Menschen, die ihre Kieze lieben und leben – persönliche Karten einer Stadt im Dauerwandel.
Ab 2026 sollen mehr redaktionelle Essays hinzukommen, die sich Fragen nach Zugehörigkeit, Einsamkeit und Gemeinschaft widmen – verankert in Berlin, anschlussfähig darüber hinaus. Gegründet wurde Späti Stories von Isabelle Bedê aus Brasilien und Luana Corujeira aus Spanien, die Berlin längst ihr Zuhause nennen. Beide kommen aus dem digitalen Erzählen – Isabelle mit journalistischem Hintergrund, Luana mit Erfahrung in Audio und Fotografie. Was sie verbindet, ist die Überzeugung, dass echte Nähe nur dort entsteht, wo Menschen einander zuhören. Wir sehen uns im Späti.
Text: Inga Krumme / Fotos: Späti Stories
Späti Stories
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