Cee Cee Creative Newsletter Book Neighborhood Map Lessons
Stadtplan
Information
archive temp
loop temp
DEIN RAD IN DEN HÄNDEN EINES PROFIS: OLIVER GRABOWSKI BRINGT 18 JAHRE RADSPORT-EXPERTISE NACH PANKOW

DEIN RAD IN DEN HÄNDEN EINES PROFIS: OLIVER GRABOWSKI BRINGT 18 JAHRE RADSPORT-EXPERTISE NACH PANKOW

Dein Rennrad oder Gravelbike hat Dir schon unzählige Kilometer gedient, aber so langsam quietscht irgendwas, die Schaltung hakt oder die Kette läuft nicht mehr rund? Für Dein Rad, in das Du vermutlich ordentlich investiert hast, wünschst Du Dir jemanden, der es wirklich in- und auswendig kennt. Zumindest geht es uns so. Genau diese Expertise findest Du in Pankow, in den Heynhöfen bei Grabowski Pro Radsport. Kaum biegt man auf die Heynhöfe ein, merkt man, dass die Uhr hier etwas langsamer tickt. Auf der linken Seite findest Du, ein bisschen außerhalb der Stadt, eine Radwerkstatt, in der Du Dein Rad in wortwörtlich beste Hände gibst. Die von Oliver Grabowski. Wer ihn trifft, merkt schnell, wieso man ihm sein Rad ohne zu zögern anvertrauen kann. Er wirkt gelassen, herzlich und offen, mit einer Begeisterung fürs Handwerk, die kaum zu übersehen ist. Kein Wunder, immerhin war er achtzehn Jahre lang als Mechaniker im Profiradsport unterwegs und schraubte für verschiedene Teams bei den größten Rennen der Welt. Unter anderem bei der Tour de France, dem Giro d’Italia und der Vuelta a España. Dazu kommen zwei Olympische Spiele und sieben Weltmeisterschaften. Insgesamt über 1.200 UCI-World-Tour-Rennen (der Weltverband des Radsports, vergleichbar mit der FIFA beim Fußball) in 35 Ländern auf fünf Kontinenten. Du merkst schon: Dein Rad ist bei Oliver gut aufgehoben. Einen Teil seiner Ausweise und Lizenzen aus dieser Zeit kann man sich übrigens direkt in der Werkstatt anschauen.

Auch sonst gibt es auf den Heynhöfen viel zu entdecken: eine Tapas-Bar lädt zum Verweilen ein, hin und wieder gibt es einen Flohmarkt, im Winter einen kleinen Weihnachtsmarkt, und ab und zu schaut man hier gemeinsam ein großes Radrennen. Nach achtzehn Jahren zwischen Rennen und Flughäfen wollte Oliver irgendwann zurück in die Heimat, zu seiner Familie, und hat sich diesen Wunsch mit seiner eigenen Werkstatt erfüllt. Wie Oliver arbeitet, haben wir selbst gesehen: Er hat uns gezeigt, wie er eine Kette wachst statt sie zu ölen – eine Technik, die die klassische Kettenpflege zunehmend ablöst und für spürbar mehr Laufruhe sorgt. Am meisten beeindruckt hat uns dabei seine absolute Gelassenheit bei offensichtlichem Können. Das Kettenwachsen ist dabei nur ein Ausschnitt aus seinem Angebot: Fahrrad-Check & Einstellen, Reinigung & Pflege, Aufbauen & Veredeln – von Umbauten über Vintage-Projekte bis zu Upgrades – sowie Bike Fitting. Das Credo dahinter ist klar: Teure Profi-Räder verdienen eben auch Profi-Betreuung. Am Ende machen Olivers Erfahrung, die individuelle Beratung und das Gefühl, Dein Rad wirklich in den Händen eines Profis zu lassen, den Unterschied. Wenn Dein Rad also mal wieder einen Check-Up braucht, schau bei Oliver in Pankow vorbei. Und wenn Du schon mal auf den Heynhöfen bist: Nebenan gibt’s Kaffee und ein paar Tapas!

Text: Johann Busch / Fotos: Aditya Christian

Grabowski Pro Radsport, Heynstr.15, 13187 Berlin–Pankow; Stadtplan

@grabowskiproradsport

cee_cee_logo
GÜNSTIGE PREISE FINDEN FÜR DEINE ROUTE MIT DEM BAHNSCANNER

GÜNSTIGE PREISE FINDEN FÜR DEINE ROUTE MIT DEM BAHNSCANNER

Wenn das keine Buzzword-Headline ist, dann weiß ich es auch nicht. Du denkst jetzt vielleicht: Das ist doch kein Cee Cee Tipp?! Aber mal ehrlich: Wer will nicht günstig Bahn fahren? (Also auch gerne pünktlicher, aber dabei können wir leider nicht helfen). Diese user:innenfreundliche Innovation namens bahnscanner.de kam netterweise direkt von einem Wahl-Berliner in unser Postfach und wurde – wie alle Tipps – von uns getestet. Und jetzt freue ich mich auf meine Bahnfahrt nach Frankfurt am Main. Nicht nur wegen der Menschen, die ich dort sehe, sondern weil sie weniger als einen Zehner gekostet hat. Danke, Naman, dass Du den weiten Weg von Nordindien, genauer gesagt Jaipur, der Hauptstadt Rajasthans, nach Berlin gekommen bist. Einen Kulturschock erlitt er bei seiner Ankunft hier zum Glück nicht, dafür aber einen Wetterschock, wie er sagt. Ja, der Berliner Winter… kein Vergleich mit den langen Sonnenstunden in Jaipur. Bahnscanner ist also seine Escape-Strategie, denn Naman gefiel die „Travel anytime, anywhere“-Funktion bei Skyscanner, aber Bahnfahren mag er lieber auch wegen der Nachhaltigkeit. Da er die Funktion bei der Buchung der Deutschen Bahn vermisste, hat er das Feature kurzerhand selbst gebaut. Bahnscanner hilft nun dabei, günstige Bahntickets zu finden – und eben auch eine günstige Reise, wenn das Reiseziel noch gar nicht unbedingt feststeht. Das Projekt Bahnscanner ist Namans kleines Side Project, an dem er seit einigen Monaten arbeitet und für das er aktiv User:innen-Feedback umsetzt. Zu sehen, wie die Nutzer:innenzahlen steigen und die Live-Logs mitzuverfolgen, gibt ihm dabei durchaus einen kleinen Dopamin-Kick. Verkaufen will er Bahnscanner übrigens aktuell nicht. Lieber würde er eine Kooperation mit der Deutschen Bahn eingehen, insbesondere beim API-Zugang. Auf die Frage, ob KI ihm bei der Entwicklung geholfen hat, verriet er, dass Künstliche Intelligenz die Entwicklung ziemlich beschleunigt hat und es gab auch einige Bereiche, die für ihn neu waren.

Aber zurück von der Technik zum schönen Teil: der Reise. Weil Naman inzwischen schon fast zum Deutschlandreiseexperten geworden ist, hier noch eine seiner Lieblingsstrecken: von Dresden nach Schmilka. Die Fahrt entlang der Elbe mit Blick auf die Sächsische Schweiz findet er wunderschön. Ebenfalls auf seiner Liste: der Ort mit dem klangvollen Namen Bingen. Von dort würde es dann weiter Richtung Koblenz gehen – am liebsten zu Fuß durchs Obere Mittelrheintal. So viel zum schönen Deutschland. Aber ich konnte es natürlich nicht lassen, auch noch nach einer Empfehlung für richtig gutes Essen aus seiner Heimat zu fragen. Namans Antwort: Food Haus Berlin im Dong Xuan Center. Das kleine, unprätentiöse, pakistanische Restaurant hat das beste Aloo Paratha, das er bisher in Berlin gefunden hat. Für einen Ausflug ins Dong Xuan Center brauchst Du den Bahnscanner zwar nicht. Aber Namans Idee, das Reiseziel einfach mal dem Ticketpreis zu überlassen, gefällt mir ziemlich gut. Vielleicht muss man schließlich nicht immer wissen, wohin die Reise geht – meistens reicht es einfach mal loszukommen.

Text: Nina Trippel / Fotos: Anna Nekrashevich, Domjant, Matt Mutlu

Bahnscanner

cee_cee_logo
EIN BISSCHEN LONDON IM SCHILLERKIEZ: HAIR SALON CHARLES EDWARD

EIN BISSCHEN LONDON IM SCHILLERKIEZ: HAIR SALON CHARLES EDWARD

 

Haareschneiden – das oszilliert für mich irgendwo zwischen dringend nötig und kleiner Luxus. Wenn es nach Charles Edward geht, ist es aber eine Art Grundrecht und wir alle verdienen ihn: einen guten Haarschnitt. Genau dafür ist er seit Juni 2026 als Friseur mit eigenem Salon angetreten, mitten in Neukölln. Du bist hier wahrscheinlich normalerweise unterwegs auf dem Weg zum Tempelhofer Feld oder vielleicht mit Hunger Richtung Café Pilz – übrigens ein Lieblingsspot von Charles in der Hood. Charles Edward stammt aus UK, wie sein klassischer Name schon verrät, genauer gesagt aus London. Während sein Name einigermaßen gediegen klingt und der geräumige Laden edel mit seinen Midcentury-Möbeln, den sanft abgetönten Wänden und Holzregalen, erinnert mich Charles‘ eigener Look eher an den jungen Alexander McQueen: In Neon-Shorts und sporty Sneakern bringt er Londoner Lässigkeit rüber. Warum er in Berlin wohnt und nicht in London? In Berlin kann man immer noch recht entspannt leben, findet er. Wir Berliner:innen klagen zwar (zurecht) gerne mal über die gestiegenen Lebenshaltungskosten, aber die sind immer noch kein Vergleich mit seiner Heimat. Dort aus eigenen finanziellen Mitteln einen Friseursalon eröffnen? – fast unmöglich. Aber hier geht das! Also lebt Charles seit mehr als zwölf Jahren in Berlin und war u.a. bei ESHK tätig, bevor er in einer Seitenstraße im Schillerkiez als Friseur einen großzügigen Space fand, der vorher länger leer stand. Im Hairsalon Charles Edward gibt es Platz für drei Friseurstühle und hinten viel Raum fürs Haarewaschen – Mini-Spa mit Vogelgezwitscher inklusive.

Bedeutet: Du darfst mal kurz runterkommen, um dann ganz relaxed dem Neuen auf dem Kopf entgegen zuschauen. Solltest Du nach einem Haarschnitt aus Hipsterhausen suchen oder exzentrische Momente auf dem Kopf tragen wollen, bin ich vielleicht nicht die beste Ratgeberin, kann aber sagen: Angesagte Mullet Frisur-Styles gehen hier ein und aus – all genders welcome. Klassisches, sehr gut geschnitten aber auch – ganz klar – ein Haarsalon mit Anspruch. Wichtig ist: Am Ende muss es passen und dafür schaut man sich ehrlich in die Augen. Und diese Art der bodenständigen Realness finde ich noch entspannender als das Vogelgezwitscher, Haarewaschen und Kopfmassage zusammen – oder die Tatsache, dass die Musik vorne ziemlich gut ist. Guter Musikgeschmack kommt nicht von irgendwo: könnte sein, dass Du Charles statt mit Kamm und Schere auch mal in seiner Side-Hustle-Tätigkeit als DJ siehst – und ja, deswegen wohnt man ja auch in Berlin am Ende des Tages. Falls Du also jetzt spürst, dass auch Du es verdient hast, let’s do this. P.S.: Leider noch nicht ausprobiert, aber steht auf der Liste: Die Skills von Agathe, der zweiten im Bunde hier, zu testen, die Spezialistin für Coloring ist. Falls Du schon da warst, lass es uns wissen.

Text: Nina Trippel / Fotos: Mirko Meister

Charles Edward, Weisestr.12, 12049 Berlin–Neukölln; Stadtplan

@charlesedwardhairsalon

cee_cee_logo
BERLIN FASHION WEEK: MODE, WORKSHOPS UND VOGUE CAFÉ FÜR ALLE

BERLIN FASHION WEEK: MODE, WORKSHOPS UND VOGUE CAFÉ FÜR ALLE

Schon klar, Berlin ist keine klassische Modemetropole wie Paris oder Mailand. Aber das Gute an der Berlin Fashion Week (02.-05.07.) ist, dass sie auch so viel zu bieten hat für Leute, die nicht auf den V.I.P.-Listen der Agenturen und Labels stehen. Mode ist und bleibt in dieser Stadt nah an den Menschen, die dafür brennen. Auch ohne Budget und Gästeliste. Hier sind die besten Events, Pop-ups und Workshops, die ohne exklusive Einladung auskommen. Einen guten Überblick bietet der vom Fashion Council Germany initiierte Raum.Berlin. Vom 2. bis 5. Juli zeigen sechzehn ausgewählte Labels – darunter Natascha von HirschhausenVladimir Karaleev oder Anne Bernecker – ihre aktuellen Kollektionen. Wer sich kostenlos registriert, kommt rein. Im gleichen Zeitraum lädt die Deutsche Vogue zum Vogue Café in die Rosenthaler Straße. Es gibt Kaffee und Eiscreme bei Networking, Workshops und Talks mit der Vogue-Redaktion. Anmelden kannst Du Dich hier. Wer danach Lust auf avantgardistische Einzelstücke hat: Das Berliner Label Lou de Bètoly gehört zu den besten der Stadt und öffnet seine Pop-up Gallery, in der die handgemachten Textilien ausgestellt und vereinzelt auch gekauft werden können. Die beste Anlaufstelle für junges Design ist die Platte Berlin. Neben wechselnden Showcases gibt es hier echtes Handwerk zum Mitmachen: Am Freitag (03.07.) veranstaltet der Designer Marlon Ferryeinen Latex-Couture-Workshop. Auch am Freitag präsentieren sich bei der Ljubljana Fashion Week: On Board Berlinslowenische Designer:innen, die den Abend mit einer Warm-up-Party beginnen lassen.

Herrlich berlintypisch dürfte es zwischen 20 und 21 Uhr in Kreuzberg werden. Das Label Hulfe zeigt eine 180 Days of Kotti Runway Performance in der Adalbertstraße 96. In der Villa Griesbach läuft noch bis zum 16. Juli die Ausstellung „Angelica Blechschmidt – In the Archives„. Blechschmidt war zwischen 1979 und 2003 Chefredakteurin der deutschen Vogue und hat in dieser prägenden Zeit viele Schnappschüsse vor und hinter den Kulissen der High-Fashion-Industrie gemacht. Der kleine Einblick in ihr umfangreiches Archiv lohnt sich auch wegen der schönen Location mit Garten. Am Samstag (04.07.) zeigen die Absolvent:innen der Universität der Künste (UdK) ihre Abschlusskollektionen. Umsonst und draußen: Unter dem Titel „Silver Lining: Mode als Protest“ verlegen die Studierenden ihre traditionelle Modeschau dieses Jahr komplett als Open-Air-Performance auf die Bleibtreustraße. Am gleichen Tag feiert das Berliner Kollektiv Richert Beil die offizielle Eröffnung seines neuen Stores in der Muskauer Straße 41. Schau vorbei, trink ein Kaltgetränk und supporte lokales Design.

Text: Olga Blumhardt / Fotos: Lealabob, Panos Gotsis, Jan Reiser

Berlin Fashion Week
02.–05.07.2026. Das komplette Programm findest Du hier.

@berlinfashionwe

cee_cee_logo