VIDEOKUNST IM WOHNZIMMER — DIE IMMERSIVE SAMMLUNG DER JSC ÜBER DIE MEDIATHEK ANSCHAUEN

VIDEOKUNST IM WOHNZIMMER — DIE IMMERSIVE SAMMLUNG DER JSC ÜBER DIE MEDIATHEK ANSCHAUEN

Wir vermissen unsere Berliner Kulturinstitutionen jetzt schon – immerhin gibt’s seit kurzem eine wunderbare neue Möglichkeit, Kunst online zu erleben. Die Julia Stoschek Collection, Berlins erste Anlaufstelle für Videokunst, hat Rundgänge, Dokumentationen und Diskussionen vergangener Ausstellungen in der eigenen Mediathek bereitgestellt. Wie etwa den kurzen Film zu Arthur Jafas „A Series of Utterly Improbable, Yet Extraordinary Renditions„, der die großen Themen des amerikanischen Cinematografen – Identität und Rassismus – eindringlich zusammenfasst. Das Künstlergespräch hierzu mit Kunsthistoriker Jörg Heiser von der UdK ist ebenfalls sehr lohnenswert. In seiner Performance von 2012 erforscht Johannes Paul Raether gemeinsam mit Ute Waldhausen anhand diverser fiktionaler Charaktere Zusammenhänge zwischen Kapitalismus und der Zukunft der Menschheit. Die in Berlin lebende Künstlerin A.K. Burns berichtet im Ausstellungsgespräch von ihrer vierteiligen Serie „Negative Space“, die über sieben Jahre entstanden ist und negativen Raum mit weltlichen Themen auflädt. Wer die Julia Stoschek Collection in Berlin schon einmal besucht hat, weiß die räumliche Eindringlichkeit des Ortes zu schätzen. Die Mediathek bietet jedoch die Möglichkeit, Arbeiten für sich über eine weitere filmische Ebene zu betrachten – eine fast meditative Beschäftigung für die Tage daheim. (Text: Hanna Komornitzyk / Fotos: ‚Living Room‘ (2017) by A.K. Burns, ‚A Smeary Spot‘ (2015) by A.K. Burns & JSC On view: Lutz Bacher, Barbara Hammer, Carolee Schneemann)

Julia Stoschek Collection: Mediathek
@juliastoschekcollection

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