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GENAZVALE: GEORGISCHE KÜCHE EMPFOHLEN VON NELE KRÖGER

GENAZVALE: GEORGISCHE KÜCHE EMPFOHLEN VON NELE KRÖGER

Georgien, das Land zwischen Kaukasus und Schwarzem Meer, noch nicht ganz Asien, aber irgendwie immer noch Europa, steht für Gastfreundlichkeit, reichlich Wein und vor allem: gutes Essen. Das gibt es in Berlin nirgendwo in so gekonnt authentisch-inszenierter Atmosphäre wie im Genazvale am Hohenzollerndamm. Beim Betreten überwältigen die verzierten Decken und hohen Wände, geschmückt mit georgischer Landschaftsmalerei, die vielen Weinflaschen, traditionellen Püppchen und Gewänder. Ein von Kronleuchtern beschienener, prachtvoller Kitsch, dessen Betrachtung die Wartezeit auf das Essen angenehm verkürzt. Satt gesehen, aber hungrig geht es an die Vorspeisen. Hier spielt die Walnuss als wichtige Zutat der georgischen Küche eine zentrale Rolle: so ist die Pchali-Vorspeisenplatte ein Muss; Pchali sind mit Walnuss durchsetzte Bällchen, die aus Spinat, Rote Bete und Aubergine bestehen. Dazu schmecken die Khinkali, traditionell gedrehte Nudelteigtaschen mit Käse oder Fleisch. Bei der Hauptspeise kann beispielsweise zwischen Kalbfleisch mit Kräutern und Trockenpflaumen oder Hähnchen in Knoblauchmilchsoße gewählt werden. Dass georgisch nichts für Vegetarier sei, kann aber widerlegt werden. Und zu allem natürlich Wein! Didi madloba (vielen Dank)! (Text: Nele Kröger / Fotos: Pamina Aichhorn)

Autorin und Redakteurin Nele Kröger lebt seit 2016 in Berlin und ist nach vielen Umzügen in Friedrichshain angekommen.

Genazvale, Hohenzollerndamm 33, 10713 Berlin–Wilmersdorf; Stadtplan
Mo–Fr 15-24h, Sa–So 14–24h

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YAFO: MULTIKULTI-KÜCHE AUS TEL AVIV EMPFOHLEN VON YASHA WALLIN

YAFO: MULTIKULTI-KÜCHE AUS TEL AVIV EMPFOHLEN VON YASHA WALLIN

Wenn Du Deinen Hummus mit einer Extraportion authentischer Atmosphäre genießen möchtest, bist Du bei Yafo genau richtig. Inspiriert von der 4000 Jahre alten Hafenstadt nahe Tel Aviv, wo Juden, Muslime und Christen Seite an Seite leben, steht auch hier – in einem der besten israelischen Restaurants in Mitte – diese Offenheit im Mittelpunkt. Dass es multikulturell zugeht, zeigt schon die Speisekarte: auf Arabisch, Hebräisch, Deutsch und Englisch. Und entgegen dem in Berlin weit verbreiteten eher flüchtigen Service, wirst Du bei Yafo herzlich und gastfreundlich empfangen. Vergleichbar ist das Gefühl vielleicht mit dem Besuch in einem belebten Wohnzimmer von Familienmitgliedern – vor allem, wenn sie zu der Sorte Verwandtschaft gehören, die großzügig Shots des aus dem Nahen Osten stammenden Schnapses Arak reicht. Zu Essen gibt es üppige Portionen mit cremigem Hummus, ganze, auf den Punkt geröstete Blumenkohlköpfe und wechselnde Lammvariationen – gehackt, gewürzt oder als Kebab serviert. Bei Yafo kannst Du lunchen oder, was ich persönlich am liebsten mag, abends an der Bar speisen. (Text: Yasha Wallin / Fotos: Mina Aichhorn & Yafo)

Seit 2013 nennt Yasha Wallin, gebürtig aus dem sonnigen Kalifornien, Berlin ihr Zuhause. Um ihre Hummus-Sucht zu befriedigen, arbeitet sie im Bereich Business Development bei H&M und als Redakteurin für A Hotel Life.

Yafo, Gormannstr.17b, 10119 Berlin-Mitte; Stadtplan
Täglich 12-3h

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WHITNEY WEI EMPFIEHLT: DA JIA LE

WHITNEY WEI EMPFIEHLT: DA JIA LE

Im Da Jia Le in Schöneberg kannst Du Dich in ausgefallenen Aromen regelrecht aalen. Die Besitzer Weili Pan und Jun Wu stammen aus Zhejiang, einer Provinz im Südwesten Chinas. Ihre Speisekarte wurde von der nordöstlichen Region Dongbei inspiriert. Ihr Geschenk an Berlin ist ein kulinarisches Lehrstück in Sachen Authentizität. Such’ Dir vorab ein paar kalte Speisen aus: ob Tofublätter-, Gurken- oder Fünf-Farben-Salat — sie sind alle knackig und werden mit einem großzügigen Spritzer Chiliöl verfeinert. Du magst es noch schärfer? Dann probiere das Hühnerfilet nach Sichuan-Art: Die knusprigen Happen hinterlassen durch kleingehackte, getrocknete Chilis und extrascharfe Pfefferkörner einen feurigen Geschmack. Du hast einen eher sensiblen Gaumen, dann sei Dir das gebratene Schweinefleisch nach Peking-Art mit Frühlingszwiebeln und dünnen Crêpes empfohlen. Runde Deine Bestellung mit zischend heißem Rindfleisch in Kreuzkümmel und einer Auswahl an Craft Beer ab (die leicht säuerliche Meerjungfrau aus der Inselbrauerei Rügen ist sehr empfehlenswert). Der jadegrüne Saal des Da Jia Le, der von einem Lüster gekrönt wird, eignet sich prima für ein chinesisches Neujahrsfest — Du kannst damit aber auch einfach den schnöden Alltag etwas verzieren. Drehteller auf den Tischen laden zum Teilen en famille ein — vielleicht entsteht dadurch auch die eine oder andere überraschende Begegnung. (Text: Whitney Wei / Fotos: Pamina Aichhorn).

Whitney Wei zog im Herbst 2017 aus Brooklyn nach Neukölln. Als Künstlerin und Autorin untersucht sie in ihren Arbeiten die Schnittstellen zwischen Nachtleben, Musik und urbaner Kultur.

Da Jia Le, Goebenstraße 23, 10783 Berlin-Schöneberg; Stadtplan
Täglich 12-23h

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CONSTANTIN LANGHOLZ-BAIKOUSIS EMPFIEHLT: LA LUPA E L’ORSO

CONSTANTIN LANGHOLZ-BAIKOUSIS EMPFIEHLT: LA LUPA E L’ORSO

In der Nähe des Arnimplatzes, zwischen einem malerischen Park und Cafés, liegt das La Lupa e L’Orso. Auf den ersten Blick fällt Dir die unscheinbare Pizzeria vielleicht nicht auf, aber ab dem ersten Bissen wirst Du verstehen, warum ich hier Stammgast bin. Der Laden ist wie seine Pizza — einfach, unkompliziert und unprätentiös. Das freundliche und herzliche Personal lädt zum Verweilen ein. Ein kurzer Blick auf die anderen Gäste verrät: Hier bist Du in Sachen Pizza sehr gut aufgehoben — viele Italiener kommen regelmäßig ins La Lupa e L’Orso. Dank des Steinofens ist die Pizza hauchdünn, knusprig und hat eine Kruste mit Suchtpotential. Das Menü wechselt wöchentlich, die beliebtesten Pizzen, wie die Variante mit Salsiccia e Taleggio, gibt es immer. Und wenn Du nicht so auf Tomatensoße stehst, probier doch eine Pizza Bianca. Und nach dem Essen solltest Du unbedingt den erstklassigen Espresso kosten: Buonissimo. (Text: Constantin Langholz-Baikousis / Fotos: Cee Cee Creative (Pamina Airchhorn))

La Lupa e L’Orso, Schönfließer Straße 14, 10439 Berlin-Prenzlauer Berg; Stadtplan
Mo-So 16-24h

Constantin Langholz-Baikousis wurde in Hamburg geboren und lebt seit 2011 in Berlin – in Mitte und Prenzlauer Berg und ist Mitbegründer und CEO des Berliner Damenschuhlabels Aeyde.

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CELL: GEHOBENES, ENTSPANNTES SPEISEVERGNÜGEN IN NEUN SCHRITTEN

CELL: GEHOBENES, ENTSPANNTES SPEISEVERGNÜGEN IN NEUN SCHRITTEN

Auster, Sanddorn, Spirulina, Buchweizen, Koji. Muscheln, Steckrübe, Buchweizen, Yuzu. Saibling, Steckrübe, Lardo, Senf. Das ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf die neun Gänge des jungen, russischen Küchenchefs Evgeny Vikentev. Das “Time Steps” Menü (oder die vegetarische Variante “Roots Religion”) klingt nicht nur wie ein Gedicht, es schmeckt auch so. Genießen kannst Du die sorgfältig komponierten, essbaren Kunstwerke im Cell in der Uhlandstraße — Dabei wirst Du die eine oder andere Überraschung erleben. Jeder Gang nimmt ein Element des vorhergehenden auf, ist wohl portioniert, perfekt getaktet und gekonnt angerichtet. Vikentev, der in St. Petersburg auch das Restaurant Hamlet & Jacks leitet, und sein internationales Küchenteam überwinden mühelos geografische Grenzen, um ihre kulinarische Kreativität und ihr Geschick unter Beweis zu stellen. Die Sommeliers Pascal Kunert und Henriette Dreger empfehlen als Begleitung des Abends sechs Weine von der umfangreichen und erlesenen Karte, die den Schwerpunkt auf deutsche und französische Winzer legt. Atmosphärisch geht es im Cell dank der hochwertigen Textilien in warmen Farbtönen elegant und entspannt zu — was durch den einwandfreien Service noch verstärkt wird. Wenn Du jemandem zu einem besonderen Anlass verwöhnen möchtest, bist Du hier goldrichtig: Fine Dining relaxt und verspielt. (Text: Anna Dorothea Ker / Fotos: Pamina Aichhorn)

Cell, Uhlandstr.172, 10719 Berlin-Charlottenburg; Stadtplan
Di-Sa 18-21.30h

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