Cee Cee Creative Newsletter Book Neighborhood Map Lessons
Stadtplan
Information
archive temp
loop temp
MADE IN CHINA: IM DIM SUM LAND

MADE IN CHINA: IM DIM SUM LAND

Lust auf Xiao Long Bao, Thunfisch in Szechuanpfeffer-Sauce, Chili Wontons oder Reisnudelklöße mit BBQ-Schweinefleisch? Dann brauchst Du Dich nicht mehr in den Westen der Stadt aufzumachen, um Deinen Dim Sum-Hunger Dim zu stillen. Made in China, das dritte Restaurant von Xiaofen Fan (nach Akemi und Ramen x Ramen) hat im August an der Grenze zwischen Mitte und Prenzlauer Berg eröffnet; die Inhaberin erfüllt sich damit ihren langjährigen Traum nach einem Ort, an dem traditionelle chinesische Küche in ihrer ganzen Vielfalt zelebriert wird. Auf dem umfangreichen Dim Sum-Menü stehen zahlreiche vegetarische Variationen, wie Aubergine mit gedämpften Buns und Basilikum, oder fermentierte Eier mit Seidentofu. Auch verlockend sind die Tagesmenüs und die frischen, hausgemachten Drinks, wie Lychee- oder Jasminlimonade. Am besten Du bringst gleich noch hungrige Begleiter mit. Draußen stehen einige Tische mit Blick auf den unteren Abschnitt der Schönhauser Allee — der perfekte Ort, um einen goldenen Herbstmittag zu verbringen. Alternativ geht es auch gemütlich im Innenraum, wo altes und neues chinesisches Design zu einem gelungenen, farbenfrohen Stilmix verschmelzen. Essen und Atmosphäre bei Made in China sind voller harmonischer Kontraste und hinterlassen ein wohlig warmes Gefühl. (Text & Fotos: Anna Dorothea Ker)

Made in China, Schönhauser Allee 10-11, 10119 Berlin-Prenzlauer Berg; Stadtplan
täglich 12-23h

cee_cee_logo
PAHR: ESSEN IN BRUTALISTISCHER OASE IM WEDDINGER LOBE BLOCK

PAHR: ESSEN IN BRUTALISTISCHER OASE IM WEDDINGER LOBE BLOCK

Seit der Eröffnung des von Arno Brandlhuber entworfenen Hauses namens Lobe Block, einer Art offenem Kreativzentrum, ist der Wedding ein wenig mehr zum Publikumsmagneten geworden. Das Betongebäude befindet sich in einer ruhigen Gegend des Humboldthains und bietet Raum für Ateliers, Studios, Agenturen und Wohnungen — und für das Pahr. Pahr ist Restaurant und “Plattform für kreative Erfahrungen” zugleich. Gründerinnen Jessica-Joyce Sidon und Caecilia Baldszus (die in der Küche von Forsthaus Strelitz gelernt hat), servieren wochentags ein einfaches Lunchmenü mit vegetarischem Schwerpunkt; Kaffee gibt es zu jeder Tageszeit. Auf der Mittagskarte stehen unter anderem Sauerteigbrot von Albatross mit hausgemachtem Obatzda, Zwetschgen, Koriander und Chili, Karotten-Galette mit Feta, Melone und Za’atar oder eine Bowl mit Kürbis, salzige Pflaume und Spinat. Viele Zutaten und Objekte im Pahr kommen aus der Umgebung: die Kaffeebohnen beispielsweise von Coffee Circle; der lichtdurchflutete Innenraum ist mit schlichten Tischen von Tatkraft aus Reinickendorf ausgestattet; an den hohen Wänden hängen zwei großformatige Kunstwerke von Peter Klare, der sein Atelier in den Uferhallen hat. Wir freuen uns jetzt schon auf die Abendkarte, Workshops und viele weitere Überraschungen. (Text: Anna Dorothea Ker / Fotos: Pamina Aichhorn)

Pahr, Lobe Block, Böttgerstr.16, 13357 Berlin-Wedding; Stadtplan
Mo-Fr 9-17h, weiterer Infos & Updates auf Instagram.

cee_cee_logo
BARBARA RUSS EMPFIEHLT: KIOSKO IL CALICE

BARBARA RUSS EMPFIEHLT: KIOSKO IL CALICE

Auf der Ostseite des Walter-Benjamin-Platzes steht eine Kastanie, darunter hat die Enoteca Il Calice ihren Kiosk aufgestellt. Das “Kiosko” sieht aus wie ein Pariser Pressestand, verkauft werden aber italienische Weine und Speisen. Darum herum gesellen sich Tische aus Weinkisten zu Klappstühlen. Der Blick schweift über den Platz und bleibt an der Westseite des Springbrunnens hängen. Nach dem Bau der Kolonnaden kritisierte Architekt Wolfgang Kil, dass “aus lebendigem Stein mit großem Aufwand nur “Platte” hervorgegangen” sei. Ich bin keine Fachfrau, aber finde, dass hier Raum für Gedanken gelassen worden ist. Deshalb komme ich gerne her, lese, trinke eine Glas Wein und genieße die Sonnenstrahlen, die abends noch lange auf den Platz fallen. Walter Benjamin selbst hat leider keinen geschichtlichen Bezug zum Platz, seine Familie lebte weiter südlich in Wilmersdorf. Ich denke aber, er würde ihn mögen. (Text: Barbara Russ / Fotos: Il Calice)

Kiosko Il Calice, Walter-Benjamin-Platz 4, 10629 Berlin-Charlottenburg; Stadtplan
Mo-Sa 12-1h

Barbara Russ ist freie Journalistin und Übersetzerin. Nach Aufenthalten in Paris, New York und zuletzt Düsseldorf lebt sie jetzt (endlich!) wieder in Berlin und erkundet ihre neue Nachbarschaft Charlottenburg-Wilmersdorf.

cee_cee_logo
PALSTA: NORDISCHE SPEISEN UND NATURWEINE IM SCHILLERKIEZ

PALSTA: NORDISCHE SPEISEN UND NATURWEINE IM SCHILLERKIEZ

Auf dem Tempelhofer Feld erlebst Du garantiert immer den perfekten Sonnenuntergang: das Abendrot wirft Schatten auf den Asphalt während Dein Blick in die unendliche Ferne schweift. Seit August 2018 treffen diese Sonnenstrahlen auch die Holztische des Palsta, wo Du kleine Tellergerichte von Küchenchef Filip Sondergaard genießen kannst. Unser Abend beginnt mit einem leichten, tiefgoldenem Glas Els Bassotets (2016) aus Spanien; dazu gibt es ein dezent süßes Shrimp-Tatar, das mit gepfefferter Mayo, Dill, Zitrusfrüchten und einem Klecks würziger Buttermilch garniert ist. Danach lassen wir uns knusprig frittierte Sardellen mit Salatherzen und grünen Tomaten schmecken, gefolgt von frischem isländischen Kabeljau, der mit geschmortem Weißkohl und kräftiger Petersiliensoße serviert wird. Als die letzten pfirsichfarbenen Sonnenstrahlen über die Tische wandern, schließen wir den wunderbaren Abend mit einem letzten Glas ab: Der italienische Rotwein hat leichte Noten von Mouschus, ist im Eichenfass gereift und stammt vom Weingut Le Coste di Gradoli. Wie alle Weine bei Palsta gibt es ihn in der Flasche zum Genießen vor Ort oder für unterwegs. (Text: Devan Grimsrud / Fotos: Luke Marshall Johnson)

Palsta, Oderstr.52, 12049 Berlin-Neukölln; Stadtplan
Mi-So 15-24h, Küche 18-22.30h

cee_cee_logo
MARIELLE KREIENBORG EMPFIEHLT: ŠLJIVA

MARIELLE KREIENBORG EMPFIEHLT: ŠLJIVA

Das Šljiva ["Schliwa"], vielversprechender Neuzugang der Arminius Markthalle in Moabit, hat das, was vielen (Berliner) Restaurants nach wie vor vermissen lassen: Frauenpower. Inhaberin und Chefköchin Cathleen Potter hat die Sicherheiten ihres Jobs als Projektleiterin an den Nagel gehangen, um sich ihrem Herzensprojekt zu widmen — einem Balkan-Bistro, das alle Länder des Balkans zumindest auf der Speisekarte wieder versöhnlich miteinander verbindet. Ein Gericht aus jedem Balkanland findet sich dort wieder – vom Karadjordjeva Schnitzel gefüllt mit Speck & Kajmak, das Mädchenträume optisch und geschmacklich wahr werden lässt über hausgemachte serbische Pasta (Miinci) bis hin zum Krempita Dessert, einer erfrischenden Mischung aus Baklava ähnlichem Blätterteig und Vanillecreme. Wer an Balkanküche denkt, dem kommen womöglich gleich Berge von Fleisch in den Sinn. Diese sucht man im Šljiva vergebens. Die Chefköchin möchte es anders machen — mehr genießen, weniger Bauch vollschlagen. Natürlich dürfen die legendären Ćevapčići auch auf ihrer Karte nicht fehlen, doch daneben findet man viel Gemüse, gegrillten Oktopus und mein persönliches Highlight: den eigens kreierten Sljiva-Salat mit Sellerie, Apfel, Walnüssen, getrockneten Pflaumen, Mayonnaise und dem absolut köstlichen Duvan Cvarci (Tabak Grieben). Den Šljivovica, Pflaumenbrand und Namensgeber dieser kulinarischen Reise durch den Balkan gab es zur Feier des Tages aufs Haus. (Text: Marielle Kreienborg / Fotos: Pamina Aichhorn)

Restaurant Šljiva, Arminiusmarkthalle, Arminiusstr.2-4 10551 Berlin-Moabit; Stadtplan
Mo 18-22h, Di-Fr 12-15h & 18-22h, Sa 12-23h

Nach einem Sprachenstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin, lebt und schreibt Marielle Kreienborg seit sechs Jahren von Neukölln aus als freie Autorin über Berlin und die Welt.

cee_cee_logo