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FEMALE TO EMPOWER: DAS GANZE WOCHENENDE FESTIVAL IM SILENT GREEN

FEMALE TO EMPOWER: DAS GANZE WOCHENENDE FESTIVAL IM SILENT GREEN

Nach dem Start im Jahr 2019 kehrt Female to Empower dieses Wochenende für seine dritte Ausgabe ins Silent Greenzurück und taucht tief in die musikalische Improvisation ein, um ihren Einfluss auf die künstlerische und soziale Emanzipation in den letzten fünf Jahrzehnten zu erforschen. Von Free Jazz und experimenteller improvisierter Musik bis hin zu DIY-Punk-Kultur und elektronischen Beats untersucht das Festival, wie die Improvisation eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Geschichte von Musiker:innen in einer von Männern dominierten Branche gespielt hat. Zu den Künstler:innen gehören die Post-Punk-Ikonen Gina Birch und Lesley Woods, die renommierten Improvisationsmusiker:innen Farida Amador und Violeta García, die transdisziplinären Klangkünstler:innen Elsa M’bala aka AMET und Ale Hop sowie das avantgardistische Elektronik-Trio Contagious. Um ein möglichst umfassendes Bild zu zeichnen, bringt Female to Empower Musiker:innen, Frauenbands und Netzwerkaktivist:innen aus verschiedenen Generationen und unterschiedlichen musikalischen Milieus zusammen. Panels und Talks, Live-Konzerte und ein Dokumentarfilmprogramm lassen tief in die Biografien und Arbeitswelten der beteiligten Musikerinnen eintauchen. Um Snacks und Getränke brauchst Du Dich nicht zu kümmern: Mars ist die Restaurantbar von Silent Green, die köstliche saisonale Gerichte und Cocktails serviert und den ganzen Abend geöffnet ist. Am Sonntag gibt es außerdem die wöchentliche Moules Frites-Nacht. Für beide Tage gibt es noch Karten, aber warte nicht zu lange!

Text: Kate Foran / Fotos: Vera Marmelo, Outernational Berlin & Enid Valu

Silent Green, Gerichtstr.35, 13347 Berlin–Wedding; Stadtplan
Female to Empower 2023 14.–15.10.2023

@silent.green

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MAIYARAP —  AUTHENTISCHE THAI-NUDELSUPPEN IN DER ORANIENSTRASSE

MAIYARAP —  AUTHENTISCHE THAI-NUDELSUPPEN IN DER ORANIENSTRASSE

Falls Du schon in den Herbstmodus umgeschaltet hast und am liebsten nur noch den ganzen Tag unter der Decke liegen willst, dann ist auch die Saison für warme Suppen wieder eröffnet. Und dafür gibt es momentan keinen besseren Ort als das Maiyarap in der Oranienstraße. Seit Ende Juli 2023 kriegst Du hier thailändische Nudelsuppen von Don serviert, den Du vielleicht schon von seinem ersten Restaurant, dem Tossakan, kennst. Bei Maiyarap ist aber alles etwas anders – nur von einer Sache dürfen beide Läden (und somit auch wir!) profitieren: Don’s Neugierde und Experimentierfreude in der Küche. Wie das am Ende schmeckt? Das findest Du am besten selbst mit einer seiner sechs “Gieuw Tiew”-Nudelsuppen heraus. Ob mit Tofu, Hähnchenkeule oder Rinderquerrippe, jede Suppe wird mit hausgemachter Brühe, frischen Thai-Kräutern und Reisbandnudeln serviert und überzeugt mit Textur, Geschmack – und Schärfe! Bei letzterem kannst Du selbst entscheiden, was Du Dir zutraust – von nicht scharf bis Thai-scharf ist alles dabei. Bei Don kommen Suppen übrigens nicht nur in Schüsseln auf den Tisch, sondern auch im Glas. So der “Tom Kha Sour”-Cocktail, angelehnt an die Tom Kha Suppe (offensichtlich) – ein abkühlender Cocktail mit Rhum, Kokosnussmilch, Zitronengras, Chili und Koriander.

Falls Du es lieber alkoholfrei magst, gibt’s eine Auswahl an “Home Mades”: z.B. der Cha Manao, ein Schwarztee aus Thailand mit Zucker und Limette oder der Nam Manao, eine Limonade aus Soda, Limette und Pfefferminze. Und auch alle, die noch nicht auf Suppen eingestimmt sind, kommen hier auf ihre Kosten mit den kleinen Speisen: Gedämpfte und frittierte Dumplings, Mais-Patties und knuspriger Schweinebauch. Bei einem sind Don und ich uns einig: die besten Gerichte entstehen oft am späten Abend in der Küche; der Kühlschrank gibt nicht mehr allzuviel her, dafür ist der Hunger größer denn je. Durch das Improvisieren hat er gelernt, aus wenig viel zu machen. Hier ist die Rede nicht von Fine Dining, sondern Essen, das an Zuhause erinnert. Und so entstehen in seiner Noodle Bar die köstlichsten Suppen, mit denen die kalten Tage nicht nur ertragbar, sondern ein Grund mehr zum Rausgehen, sind.

Text & Fotos: Robyn Steffen

Maiyarap, Oranienstr.200, 10999 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Mo–Do 12–15h, 17–22h, Fr–So 12–22h

@maiyarapberlin

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INTO THE WOODS — PILZ-SAMMELWORKSHOP IN DEN WÄLDERN BERLINS

INTO THE WOODS — PILZ-SAMMELWORKSHOP IN DEN WÄLDERN BERLINS

Ende September 2023 durften wir Moritz von “Into the Woods” auf einem seiner Pilz-Sammelworkshops südöstlich von Berlin begleiten. Die Location wurde uns erst wenige Tage vor dem Workshop mitgeteilt. Wir hatten hohe Erwartungen – die Aufregung und Vorfreude waren noch höher. In diesem Artikel wirst Du nichts von reich beladenen Körben voller Maronen, Steinpilzen, Rotkappen oder Pfifferlingen lesen – denn der leichte Herbstregen in den letzten Tagen hat dem Waldboden nach 6 Wochen Trockenheit und Sommerhitze recht wenig gebracht. So widersprüchlich es auch klingen mag, darum sollte es in diesem Pilz-Workshop auch gar nicht in erster Linie gehen. Moritz hat bis vor wenigen Jahren noch erfolgreich in der Werbefotografie gearbeitet, bevor er die Entscheidung traf, sich ganz seinem Sehnsuchtsort – dem Wald und dessen Geschöpfen, vor allem der Welt der Pilze – zu widmen. Und das Wissen will er in seinen Workshops gerne mit allen teilen. Wie kannst Du Pilze anhand der Bäume oder Bodenbeschaffenheit, unter denen sie wachsen, bestimmen? Wie verhalten sich Pilzsporen und was genau ist ein Mycel? Was hat das wiederum mit dem U-Bahnnetz in Tokio zu tun? Moritzs Wissensschatz scheint unermesslich zu sein und so hat er zu jedem Fund, ganz gleich ob ungenießbar oder Speisepilz, eine spannende Anekdote zu erzählen.

Neben Pilzkorb und Messer benötigst Du jede Menge Ruhe und Geduld. Mit Wahrnehmungsübungen haben wir gemeinsam mit Moritz den Alltag hinter uns gelassen und die Stille und Schönheit des Waldes entdeckt. Moritz ist übrigens nicht nur professioneller Pilzsammler, sondern auch professioneller Waldbader, “Shinrin Yoku” genannt – auch für das Waldbaden bietet er regelmäßig Workshops an. Nach einigen Stunden im Wald, bestückt mit einer Vielzahl an Pilzen, einer köstlichen Krause Glucke, bunten Blättern, besonderen Flechten und Beeren, lud Moritz zu selbstgebackenem Zwiebelkuchen, Habichtspilz, Sauerteigbrot mit Steinpilzbutter und Kaffee auf seiner Gartenterrasse ein. Zum Ausklang unseres Workshops haben wir unsere gesammelten Schätze auf einer großen Pappe ausgebreitet – Moritz schießt ein Foto als Andenken. Egal ob Pilz-Sammelworkshop, Waldbaden oder Retreat, mit Moritzs Passion machen die Aktivitäten nicht nur Spaß, sondern Du fährst auch mit reichlich neuem Wissen nach Hause!

Text: Laura Luisa Iriondo / Fotos: Moritz Schmid

Into the Woods
Die nächsten Pilz-Sammelworkshops finden am 22.10. und 05.11.2023 statt. Buchen kannst Du hier

@intothewoods_mushrooms

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ROSAROTE UNWETTER: KATHARINA ZIEMKE IN DER HUMBOLDT UNIVERSITÄT – EMPFOHLEN VON TINA ROEDER

ROSAROTE UNWETTER: KATHARINA ZIEMKE IN DER HUMBOLDT UNIVERSITÄT – EMPFOHLEN VON TINA ROEDER

Bilder aus Katastrophengebieten ereilen uns täglich in den Nachrichten, meist auf dem Smartphone. Sie brennen sich ein in unser kollektives Auge. Bilder über Bilder von Katastrophen gibt es nun in der Humboldt Universität zu Berlin zu sehen. Die Malerin Katharina Ziemke zeigt dort in ihrer Ausstellung „Unwetter“ eine Reihe von Öl- und Aquarellbildern, die schön und schrecklich zugleich sind. Traumhaft katastrophal: pinke Palmen, die im Starkwind fächern oder zum Ornament werdende Verwüstungen und Wasserströme. Wind und Wasser werden zu Peitschenhieben. Eine ästhetische Herangehensweise an den Klimawandel und gleichzeitig ein Weckruf. Katharina Ziemke verfolgt verschiedene Formen künstlerischer Praxen wie Performance, Videokunst und Theater und nutzt Wissenschaft als Material für ihre Arbeit. Die in der Ausstellung zu sehenden Videos werden von der Künstlerin auch als Live-Painting-Performance aufgeführt. Ähnlich tat sie dies bereits an der Schaubühne für die Inszenierung von Thomas Ostermeiers “Professor Bernhardi”. Eben diese Kollaboration inspirierte sie zu der Methodik der „Aufführung“ von Aquarellgemälden vor der Öffentlichkeit, bei der Zeit eine wichtige Rolle spielt und der Prozess aufgezeichnet wird. Die Vergänglichkeit wohnt der Arbeit inne, nach dem Entstehen werden sie wieder weggewischt. Ganz so erbarmungslos wie es Stürme tun. Eine poetische Betrachtung, die Klimakrise als Brandthema vor Augen, an einem Ort des Wissens und der Forschung. 

Tina Roeder ist Designerin, Künstlerin und Kuratorin in Berlin. Ein Highlight des diesjährigen Gallery Weekends war ihre Ausstellung „Conceptual Substance“ im Eternithaus. Aktuell initiiert sie die interdisziplinäre Talk-Reihe „Conceptual Conversations“, bei der konzeptuelle Praxen und Projekte vorgestellt und neue Synergien gewoben werden.

Text: Tina Roeder / Credits: Katharina Ziemke

Unwetter im Lichthof Ost der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10117 Berlin–Mitte; Stadtplan

Mo–Fr 09–21h, Sa 09–17h. Die Ausstellung läuft bis 10.11.2023. Ein Überblick zum Begleitprogramm findest Du hier.

@katharina_ziemke
@humboldt.uni
@tinasroeder

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RECORD POP-UP UND ARCHIVE SALE — VON VINYL PLATTEN, MAGAZINEN UND T-SHIRTS BIS EVENTS

RECORD POP-UP UND ARCHIVE SALE — VON VINYL PLATTEN, MAGAZINEN UND T-SHIRTS BIS EVENTS

Ein Musikmagazin kaufen? Klingt ein bisschen nach einem Relikt der Neunziger Jahre. Heute, wo Streamingdienste unseren Geschmack berechnen, kommen die neuen Musiktalente schließlich automatisch ins Ohr. Aber vielleicht willst Du mehr erfahren über die Menschen, die Deine Lieblingstunes produzieren. Vielleicht empfindest Du Gedrucktes zwischen den Fingern als wahren Luxus – und Lesezeit als Auszeit. Oder bist einfach ein Vinyl-Fan? Dann könnte das Record Magazine etwas für Dich sein. Gegründet wurde es 2016 in New York City und erscheint zweimal jährlich als Printpublikation mit langformatigen Interviews und anspruchsvollen Fotos von Musiker:innen und Musik-Aficionados, aufgenommen bei sich Zuhause und in deren Studios. Du kannst eintauchen in das Leben der Anderen und im besten Fall eine große Portion Inspiration mitnehmen. Verantwortlich für den Inhalt ist Karl Henkell, der 2021 nach Kreuzberg zog. Und nun macht auch das Magazin sozusagen Halt hier und veranstaltet einen Pop-Up mitten in Neukölln. Mitnehmen kannst Du natürlich das Magazin selbst – Du kanst in den bisherigen Ausgaben blättern und wenn Du zum wahren Fan-Kreis gehörst (oder es bald wirst), ein paar Schätze ergattern, von der obligatorischen Tote Bag (klar) bis zum Hoodie oder dem “Record x Spaghetti Teppich”, der das perfekte Accessoire in Deinem Wohnzimmer werden könnte. Für alle Vinyl-Fans warten Platten von Tom of England und Bell Towers und Bücher von Public PossessionEfficient SpaceTerraforma und Bar Part-Time. Vor allem aber ist der Pop-Up natürlich Anlass, mit anderen Menschen im echten Leben in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Hierfür werden in den nächsten Wochen auch Events stattfinden, die Du auf keinen Fall verpassen solltest: DJ Sessions, inklusive Drinks der Bar Sway, Café Pop-Ups, Film Screenings und vieles mehr. Und wir wissen: Gute Musik wird sicher laufen.

Text: Mary Linh Tran / Fotos: Hayley Morgan

Record Pop-up Shop + Archive Sale, Ossastr.1, 12045 Berlin–Neukölln; Stadtplan
22.09–10.11.2023, Mo – Sa 11–19h.

@record_berlin

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