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EIN NEUER BLICK AUF DAS KONZEPT „PERSONAL BEST“ — ASICS UND MARIA STURM BEI ANAHITA CONTEMPORARY

EIN NEUER BLICK AUF DAS KONZEPT „PERSONAL BEST“ — ASICS UND MARIA STURM BEI ANAHITA CONTEMPORARY

Manchmal hat man das Gefühl, die Welt verändert sich langsam zum Besseren. Mit kleinen Schritten bewegt sie sich langsam in die richtige Richtung. Und wenn man einen Moment innehält und zurückblickt, sieht man, wie weit sie schon gekommen ist. Besonders gut kann man das aktuell noch bei Anahita Contemporary in den Charlottenburger KantGaragen sehen. Zum Start der neuen Asics Initiative „A New Personal Best“, einer Kampagne, die dazu inspiriert, das Gefühl von Sport und Bewegung zu feiern und nicht nur Ergebnisse und Zahlen, hat Asics mit der renommierten Fotografin Maria Sturm eine eindrucksvolle Porträtserie umgesetzt – der Kampagnentitel ist Programm. Statt Hochleistungs-Körpern und Ausnahme-Sportler:innen stehen hier Menschen im Vordergrund, die sich neben den körperlichen Vorteilen auch für ihre mentale Gesundheit bewegen. Genau wie bei der Marke selbst, die nach einem Akronym benannt ist. Asics Gründer Kihachiro Onitsuka erkannte von Anfang an, dass Sport und Bewegung die Kraft haben, die eigene Stimmung zu heben, Positivität zu vermitteln und Menschen und ganze Gemeinschaften voranzubringen. Deshalb bedeutet Asics auch „Anima Sana In Corpore Sano“ – also „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“. Seit mehr als 70 Jahren stellt Asics die körperliche und mentale Gesundheit sowie die Freude an der Bewegung in den Mittelpunkt und setzt damit ein Gegengewicht zur vorherrschenden „No pain, no gain“-Mentalität und dem Leistungsdruck. Pünktlich zum World Mental Health Day (10.10.2023) startete nun die neue Kampagne, die das Konzept der „Personal Best“ neu definieren möchte. Menschen jeden Alters mit echten Körpern und authentischer Freude versammeln sich auf Sturms Fotografien und machen Hoffnung. Auf die Normalisierung von Körper und Bewegung, auf das Zusammenwachsen von Physis und Psyche und auf den langsamen, aber notwendigen Wandel in die richtige Richtung.

Text: Alina Herbel / Fotos: Maria Sturm / Credit: Asics

„A New Personal Best“ Ausstellung by Asics bei Anahita Contemporary im stilwerk der KantGaragen (3. Stock), Kantstr.126, 10625 Berlin–Charlottenburg; Stadtplan
06.–15.10.2023 Di–Fr 14–19h & Sa 11–16h.

@asics
@berlinartlover

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SEHNSUCHT NACH DEM NORDEN: EDVARD MUNCH IN DER BERLINISCHEN GALERIE

SEHNSUCHT NACH DEM NORDEN: EDVARD MUNCH IN DER BERLINISCHEN GALERIE

Die Werke Edvard Munchs kennt jedes Kind – nicht zuletzt, weil sogar ein Emoji seinem wohl bekanntesten Werk „Der Schrei“ nachempfunden ist. Was jedoch die wenigsten wissen, ist, dass Munch nicht nur seine Heimat Norwegen prägte. Auch die Berliner Kunstszene um die Jahrhundertwende beeinflusste er entschieden. Auf Einladung des „Vereins Berliner Künstler“ kam der junge Künstler 1892 erstmals in die Hauptstadt: Doch seine Einzelausstellung führte zum Skandal. In Berlin war man nicht bereit für Munchs Farben und die Unmittelbarkeit seiner Szenen. Die Presse und konservative Maler zeigten sich schockiert, Munchs Arbeiten wurden als „Schmierwerke“ bezeichnet und seine Ausstellung musste nach wenigen Tagen schließen. Der damals 29-Jährige ließ sich davon nicht abbringen. Im Gegenteil. Die Berlinische Galerie blickt nun mit rund 80 Werken auf die Geschichte von Edvard Munch und Berlin zurück.

Im Zusammenspiel mit Arbeiten anderer Künstler:innen, die Munchs Weg in Berlin kreuzten, entsteht so ein Stimmungsbild des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Die Schau führt vor, wie Munch Teil der Künstlerszene der Stadt wurde: wie er in der Weinstube „Zum schwarzen Ferkel“ in Mitte mit Schriftsteller:innen, Dichter:innen und Künstler:innen zusammenkam und schließlich als Mitglied der Berliner Secession arbeitete. Im Kontrast zu Werken von Berliner Kollegen wie Ludwig von Hofmann oder Walter Leistikow wirken Munchs Naturansichten auch heute noch so fortschrittlich, als würde man verschiedene Epochen vergleichen. Munch brach nicht nur mit der romantisierten Vorstellung von malerischen Fjorden – seine Kunst sprengte die Grenzen dessen, was damals darstellbar war. Auf diese Weise gelingt es der Berlinischen Galerie zu vermitteln, wieso die sogenannte „Affaire Munch“ nicht als Debakel in die Geschichtsbücher einging – sondern bis heute als Geburtsstunde der Moderne gefeiert wird.

Text: Laura Storfner / Foto: Harry Schnitger / Credit: Edvard Munch & Berlinische Galerie

Berlinische Galerie, Alte Jakobstr.124–128, 10969 Berlin-Kreuzberg; Stadtplan

Edvard Munch: Zauber des Nordens bis 22.01.2024. Mo, Mi, Fr, Sa, So 10–18h, Do 10–20h (ab 17 Uhr ermäßigter Eintritt)

@berlinischegalerie

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KRAUT & BLUME — FREILANDBLUMEN UND WILDE STRÄUSSE AUS POTSDAM

KRAUT & BLUME — FREILANDBLUMEN UND WILDE STRÄUSSE AUS POTSDAM

Blumen, Luft und Landschaft! Was gibt es Besseres und das in Berliner Umgebung? Das dachten sich zwei Landschaftsarchitekt:innen und machten 2021 aus ihrer Leidenschaft ein zweites Standbein auf: Kraut & Blume. Auf einem Feld westlich von Potsdam, im Landschaftsschutzgebiet direkt am Ufer der Wublitz, bauen, ernten, düngen und krauten Anna Buchwald und Lena Riese Freilandblumen und binden nachhaltige Sträuße aus einheimischen Sorten. In ihren wilden Sträußen findet alles Platz, was das Blumenacker und dessen Umgebung zu bieten hat. Je nach Saison sind das mal eidotter-gelbe Narzissen, himmelblaue Schwarzkümmel und Kornblumen, mal hochgewachsene Rittersporne, buschige Schafgarben, duftende Levkojen, Phloxe und Wicken und schneeweiße Margeriten. Aber auch Kräuter und Gräser aus dem üppigen Feldsaum finden in den Sträußen ihren Platz sowie knorrige Zweige der umgebenden Äpfel- und Pflaumenbäume.

Durch ihre Profession als Landschaftsarchitekt:innen verfügen sie über viele Pflanzenkenntnisse und legen Wert auf den Anbau von saisonalen, regionalen und nachhaltigen Blumen mit kurzen Transportwegen und ohne chemische Düngemittel und Pestizide. In Zeiten der Klimaveränderung finden auch viele trockenheitsresistente Stauden Platz auf ihrem Acker. Je nach Jahreszeit transportieren ihre Blumensträuße eine andere Stimmung und Farbe – von der Landschaft in die Berliner Arbeits- und Wohnräume. Wer das erleben möchte, bucht gleich zwei Abonnements: ein Sommer- und ein Winter-Abonnement für fünf oder zehn Blumensträuße und bekommt von Mai bis Februar eine Auswahl an saisonalen Blumen, Gräsern, Zweigen und Trockenblumen. Natürlich kannst Du die duftenden Sträuße auch als Einzelbestellung kaufen. PS: Diese sind ein sehr gern gesehenes Geschenk zu jeder Jahreszeit und für jeden Anlass!

Text: Milena Kalojanov / Fotos: Grit Siwonia & Anna Buchwald

Kraut & Blume

Die Sträuße kannst Du in Berlin, in Potsdam und vor Ort am Feld abholen. Für einen Aufpreis kannst Du sie liefern lassen. Alle Details findest Du hier.

@krautundblume

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EIN TOTER IM FAHRSTUHL, EXISTENZFRAGEN IN DER LOBBY & BACH ZUM MITSINGEN — DIE NEUKÖLLNER OPER INSZENIERT „DER TEUFEL IM LIFT“

EIN TOTER IM FAHRSTUHL, EXISTENZFRAGEN IN DER LOBBY & BACH ZUM MITSINGEN — DIE NEUKÖLLNER OPER INSZENIERT „DER TEUFEL IM LIFT“

Wenige Kantatenwerke — lyrische Gedichte in verschiedenen Sätzen mit Instrumentalbegleitung – sind so bekannt wie das von Johann Sebastian Bach. Doch wie nähert man sich so autoritärem Stoff? Ab diesem Samstag (14.10.2023) zeigt die Neuköllner Oper die wohl bestmögliche Variante einer neu interpretierten Annäherung: „Der Teufel im Lift“ ist der Titel der Musiktheaterproduktion von J.S. Bach (Musik), John von Düffel (Text) und der „lautten compagney“, welche sich voll Humor und Spannung auf der Bühne ergießt. Und darum geht’s: Die „Lichtseherin“ Blanche (wie sollte sie auch anders heißen?), der Gehirnspezialist Prof. Dr. Sanchez, die junge Journalistin Raquel und ein rat- und rastloser Portier treffen nachts in der Lobby des „Hotel Heaven“ aufeinander, aus dem Aufzug fällt ein mysteriöser Unbekannter und konfrontiert die Reisenden mit ihren tiefsten und dramatischsten Sehnsüchten, Ängsten und surrealen Fantasien. Ist es ein gefallener Engel? Ist es Luzifer, der Teufel, wie es in den montierten Kantaten heißt? „Sag wie hältst Du’s mit der Religion“ — oder mit der Wissenschaft? Plötzlich steht die ewige Gretchenfrage im Raum, auf einmal geht es ums Ganze: Vergangenheit und Zukunft, Leben und Tod, Sinn und Glaube. Packend, wirbelnd, erratisch und jederzeit unterhaltsam entwickelt sich das Stück und nimmt das Publikum ganz wortwörtlich mit, wenn es um alles geht — der ein oder andere Choral kann explizit mitgesungen werden. Selten fühlte sich Bach so nah(bar) an.

Text: Hilka Dirks / Fotos: Thomas Koy & Neuköllner Oper

Neuköllner Oper, Karl-Marx-Str.131–133, 12043 Berlin–Neukölln; Stadtplan
Di 15–19h, an Spieltagen ab 15h.

Teufel im Lift: Infos zu den Spielzeiten und Tickets gibt’s hier.

@neukoellneroper

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VOM IDYLLISCHEN SCHLOSSPARK BIS HIN ZU MODERNEN AUSSTELLUNGEN: AUSFLUG ZUM SCHLOSS NEUHARDENBERG

VOM IDYLLISCHEN SCHLOSSPARK BIS HIN ZU MODERNEN AUSSTELLUNGEN: AUSFLUG ZUM SCHLOSS NEUHARDENBERG

Wenn von Schlössern die Rede ist, kommst Du am Schloss Neuhardenberg in der gleichnamigen Gemeinde in Brandenburg, nicht vorbei. Mit dem Auto durch das Eingangstor blickst Du auf den langen Teich, in dem mehrere orange schimmernde oder schwarz gefleckte Kois schwimmen. Nach einem zweiminütigen Fußweg vorbei am Teich und dem Hotel, kannst Du das Schloss Neuhardenberg erblicken. Die klassizistischen Elemente des Gebäudes leiten Deinen Blick auf die filigrane Inschrift „Gratia Regis“ (Dank des Königs) über dem Eingang. Es ist ein kleiner Sprung in die Vergangenheit und zeigt, dass das Schloss als Geschenk des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. an seinen Staatskanzler Karl August von Hardenberg zum Dank für seine Verdienste diente. Für einen kleinen Obolus kannst Du mehr über historische und kulturelle Geschichten zum Schloss in der ständigen Ausstellung erfahren. Das Schloss-Parterre ist sonntags zu besichtigen, außerdem finden neben Schlossbesichtigungen regelmäßig Veranstaltungen in der lichtdurchfluteten Orangerie, im Großen Saal und in der Schinkel-Kirche sowie Ausstellungen statt. Gerade passend kannst Du bei der kostenlosen Ausstellung „Entlang der Oder“ (bis 29.10.2023) vorbeischauen. Dort zeigen 14 Studierende der Ostkreuzschule für Fotografie im Großen Saal, in der Kleinen Orangerie und im Hotelfoyer in 13 Bildserien die unterschiedlichsten Momentaufnahmen, die das Odergebiet zu bieten hat.

Angefangen von der Dokumentation der schimmernden Blechstücke im fließenden Wasser bis hin zum Alltag von geflüchteten ukrainischen Jugendlichen. In einer ebenfalls kostenlosen Führung am 29.10. (16 Uhr), erzählen die Fotograf:innen von ihrer Arbeit und ihren facettenreichen Erfahrungen im Odergebiet. Parallel hierzu läuft die Ausstellung „Blick in die Zeit – Alter und Altern im photographischen Porträt“ u.a. mit Werken von Helga Paris, Cindy Sherman und Larry Sultan. Von den 1910er Jahren bis in die Gegenwart stellt die Ausstellung am Beispiel des Porträts internationale Positionen der Fotografie vor. Und falls Du bei Deinem Besuch nicht nur Deinen Augen etwas Gutes tun willst, sondern auch Deinen Ohren, dann solltest Du unbedingt zum „Jeff Lorber Fusion Trio: Space-Time„-Konzert (05.11.2023) vorbeischauen – oder besser gesagt vorbeihören. Wer länger als nur einen Tag auf dem Schlossensemble verweilen möchte, kann im Hotel Schloss Neuhardenberg innehalten und beim Frühstück einen fantastischen Ausblick von der Terrasse aus auf den angrenzenden Schlosspark, unter Peter Joseph Lennés Mitwirken im englischen Stil gestaltet, genießen. Ob Du ein Open-Air-Konzert, Kunstausstellungen, Vorträge, Performances besuchst oder einfach so das Schloss besichtigst, es lohnt sich!

Text: Mary Linh Tran / Fotos: Simon Häuser & Fotokraftwerk

Schloss Neuhardenberg, Schinkelplatz 1-8, 15320 Neuhardenberg, Stadtplan

Schlossbesichtigung von April bis Oktober So 11–18h. Tickets für das Konzert „Jeff Lorber Fusion Trio: Space–Time“ gibt es hier.

@stiftungschlossneuhardenberg

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