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DIE GANZE WELT IM TIERGARTEN — DAS HKW FEIERT WIEDERERÖFFNUNG

DIE GANZE WELT IM TIERGARTEN — DAS HKW FEIERT WIEDERERÖFFNUNG

Alles neu macht bekanntlich der Juni. Und so feiert auch das HKW — das Haus der Kulturen der Welt — seine Wiedereröffnung (02.-04.06.2023) mit „Acts of Opening again“ (übrigens pünktlich zum Jahreswechsel des Yoruba Kalenders). Der neue Intendant und Chefkurator, Prof. Dr. Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, ehemals Gründer und künstlerischer Leiter von Savvy Contemporary, wird die Wilkommensrede halten und damit das Wochenende und die neue Ausstellung „O Quilombismo“ eröffnen. Wobei die Bezeichnung „Ausstellung“ dem Projekt wohl gar nicht gerecht wird. „Von Widerstand und Beharren. Von Flucht als Angriff. Von alternativen demokratisch-egalitären politischen Philosophien“ ist der Untertitel der Veranstaltung/en, die neben der Gruppenschau auch eine Publikation, ein Forschungsprojekt, Workshops und Performances beinhaltet. Am Wochenende gestaltet sich das wie folgt: Performances aller Art! Partizipative, soundbasierte und installative – es wird gekochtKonzerte gegeben und DJ-Sets aufgelegt. Es gibt Führungen durch die Ausstellung, Screenings, Keynotes, Buchvorstellungen, Kinderdisco und Spaziergänge. Die Besucher:innen sind somit zu allerhand Programm eingeladen. Und das wörtlich. Der Eintritt ist das gesamte Wochenende kostenlos (aus Kapazitätsgründen wird jedoch um vorherige Anmeldung gebeten). Zudem wird zur Beteiligung mit künstlerischen Gesten aller Genres an einer gemeinsamen Performance gebeten. Alles neu macht der Juni. Der Vorgeschmack, auf alles, was da im neuen HKW noch keimen, wachsen und blühen wird, schmeckt in jedem Fall frisch, groß, offen und extrem nach Welt.

Text: Hilka Dirks / Fotos: Roque Boa Marte, Heather Mull / Credit: Carol Barreto, Vanessa German & Diana Ejaita

Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin–Tiergarten; map

Opening 02.06.2023 beginning at 16h. Admission is free the entire weekend. 

@hkw_berlin

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ZWEI HARTE HERZEN FÜR DIE KUNST — DIE GRUPPENAUSSTELLUNG „HARD HEART“ VON SPOILER AKTIONSRAUM IM GRAPHISCHEN ZENTRUM

ZWEI HARTE HERZEN FÜR DIE KUNST — DIE GRUPPENAUSSTELLUNG „HARD HEART“ VON SPOILER AKTIONSRAUM IM GRAPHISCHEN ZENTRUM

Der Spoiler Room ist für vieles bekannt, unter anderem: hochwertige Gruppenausstellungen, eingängige Performances, aber auch die ungewöhnliche Architektur, die Vorliebe für poppiges Grafikdesign und — oh well — seine Lage in Moabit. Vom 26. bis 29. Mai 2023 ist die Ausstellung „Hard Heart“ im wunderschönen Flachbau, dem Graphischen Zentrum – in dem sich ja neuerdings auch unser Cee Cee Studio befindet zu sehen. Freitagabend (26.05.2023) ab 19h geht es los mit einer Performance von FMKF, ab 20h beginnt das Opening, später ergänzt durch Musik und Party: Auch das können beide Gastgeber:innen bekanntlich gut. Geöffnet ist die Ausstellung das gesamte Wochenende von 14—18h, inklusive Pfingstmontag und einer zweiten Performance am Sonntagabend. Die teilnehmende Künstler:innenliste ist lang, unter ihr Namen wie Anat Homm, Lulu McDonal, Lena-Elise Aicher, Daniel Hölzl und Björn Streeck. Für beide Performances benötigt man übrigens Tickets. Diese gibt es hier oder direkt an der Tür.

Text: Hilka Dirks / Fotos: Lukas Städler / Credit: FMKF, Spoiler

Graphisches Zentrum, Besserst.13, Berlin–Kreuzberg; Stadtplan

Hard Hearts 26.–29.05.2023. Eröffnung am 26.05. ab 20h.
Performances am 26. & 28.05. je 19h. Ausstellung 27.–29.05. 14h–18h.

@spoiler.zone
@frankamarlenefoth 
@akkurat.cafe

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FÜR DIE ZUKUNFT GEBAUT: DAS ARCHITEKTURBÜRO ZANDERROTH STELLT SOZIALEN WOHNUNGSBAU AUS

FÜR DIE ZUKUNFT GEBAUT: DAS ARCHITEKTURBÜRO ZANDERROTH STELLT SOZIALEN WOHNUNGSBAU AUS

Seit 30 Jahren verliert Deutschland alle sechs Minuten eine Sozialwohnung. Nicht mehr nur in Städten wie Hamburg, Frankfurt und München gleicht der Immobilienmarkt heute einem Durchlauferhitzer. Auch in Berlin, wo eine Monatsmiete lange Zeit weniger kostete als ein Partywochenende, ist die Suche nach bezahlbarem Wohnraum zur existentiellen Alltagsfrage geworden. Hier stehen über 70 Prozent der zwischen 1950 und 1990 gebauten Sozialwohnungen nicht mehr als solche zur Verfügung – sie fallen aus der Sozialbindung oder werden in Privateigentum überführt. Wie Wege aus der Knappheit aussehen könnten, präsentieren die Architekt:innen von Zanderroth ab heute (25.05.2023) in der Architektur Galerie Berlin in Friedrichshain. Ihr Projekt „pionier“ führt anhand von 10 beispielhaften Grundstücken Ideen für den sozialen Wohnungsbau der Zukunft vor: architektonisch anspruchsvoll, nachhaltig und erschwinglich.

Zanderroth zeichnet die städtebauliche Entwicklung der letzten Jahre anhand einer umfassenden Recherche nach und zeigt auf, wo die Politik in Zukunft noch stärker investieren muss. Wenn Berlin seinen Status als weltoffene Stadt, die allen gleichermaßen offen steht, behalten will, muss sich etwas verändern. Und das schnell, denn sonst fehlt denen, die Berlins Diversität und Kreativität ausmachen, über kurz oder lang die Lebensgrundlage. Die Ausstellung ist ein Aufruf zum Hinschauen und Handeln. Denn das Thema geht uns alle an.

Text: Laura Storfner / Fotos: Siyu Mao, Team Mao für zanderroth, Berlin

Architektur Galerie Berlin, Karl–Marx–Allee 96, 10243 Berlin–Friedrichshain; Stadtplan

pionier – Sozialen Wohnungsbau neu denken 26.05.–08.07.2023 Di–Fr 14–19h & Sa 12–18h. Eröffnung: 25.05.2023 19h

Talk mit u.a. Sascha Zander und Christian Roth, moderiert von Jan Friedrich (Bauwelt): 06.07.2023 19h

@architektur_galerie_berlin
@zanderroth_gmbh

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HAUSGEMACHTES KIMCHI TRIFFT SPANISCHEN KÄSE: IM KOCHU KARU DELI TREFFEN SICH SEOUL UND ANDALUSIEN

HAUSGEMACHTES KIMCHI TRIFFT SPANISCHEN KÄSE: IM KOCHU KARU DELI TREFFEN SICH SEOUL UND ANDALUSIEN

Angefangen hat alles vor elf Jahren: Damals haben Bini Lee und José Morillo das Restaurant Kochu Karu in der Eberswalder Straße eröffnet. Kochu Karu hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einer bekannten und beliebten Adresse für innovative Küche in Berlin entwickelt. Dabei lassen die beiden viel aus ihrer jeweiligen Heimat in ihre Kochkunst einfließen: Bini stammt aus Südkorea und stand früher als Opernsängerin auf der Bühne. Auch das auffällige Interieur von Kochu Karu wurde von ihrer Vergangenheit inspiriert. Ihre Freund:innen aus dem Theater haben fleißig an der Gestaltung und Inneneinrichtung mitgewirkt und das auffällige Wandbild stammt von dem Berliner Illustrator Ulrich Scheel. José stammt aus Andalusien und war der Küchenchef während Binis Praktikum, das ihr den Einstieg in die Gastronomie ermöglichen sollte. Beiden sind ihre Wurzeln sehr wichtig. Ihre Küche soll weder koreanisch noch spanisch sein, sondern eine Fusion aus Erinnerungen, Familienrezepten und traditionellen Herstellungsweisen. Als Restaurant-Inhaber:innen mussten auch Bini und José sich während der Pandemie-Zeiten etwas einfallen lassen und nach ihrem erfolgreichen „Nimm Mahl! – To Go Service“ haben die beiden festgestellt, dass sich viele der leckeren Kochu Karu-Produkte auch sehr gut im Glas einpacken lassen. Als dann im vergangenen Jahr ein kleiner Laden direkt gegenüber von ihrem Restaurant frei wurde, haben die zwei nicht lange gezögert: Das Kochu Karu Deli wurde geboren!

Hier finden Feinschmecker:innen neben hausgemachtem Kimchi, Apfel-Wasabi-Dressing oder Sojasoße aus Eigenproduktion und einer liebevoll kuratierte Auswahl und Naturweinen, spanischem Käse und Schinken auch wechselnde warme Gerichte wie das herzhafte Tempel Bibimbap und die bestimmt leckersten Roastbeef-Sandwiches am Prenzlauer Berg. Alle Gerichte kann man vor Ort genießen oder sich zum Mitnehmen einpacken lassen. Und da Bini und José nie so ganz still sitzen können, teilen sie nun auch im Rahmen ihrer neuen Tasty Sunday-Reihe ihr Wissen und ihre Wertschätzung für gutes Essen mit interessierten Teilnehmer:innen. Zum Beispiel: Was ist eigentlich Kimchi, was macht es so richtig gut und was kann ich sonst noch damit anstellen? Hier kann man in gemütlicher Runde seinen kulinarischen Horizont erweitern, fachsimpeln, philosophieren, schlemmen — und auf einen gelungenen Abend anstoßen.

Text & Fotos: Natascha Hamel

Kochu Karu Deli, Eberswalder Str.16, 10437 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan
Mi–Sa 12–19h & So 12–16h

Kochu Karu Restaurant, Eberswalder Str.35, 10437 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan
Mi–Sa 18–23h30

@kochukaruberlin

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FROM KYIV WITH LOVE: DAS ANALOGE FOTOLABOR FILM SPEED LAB

FROM KYIV WITH LOVE: DAS ANALOGE FOTOLABOR FILM SPEED LAB

Das Magische an der analogen Fotografie ist ja, dass man die geknipsten Fotos aus dem Urlaub oder dem letzten Ausflug erst Tage oder Wochen später zu sehen bekommt und dann in den Erinnerungen schwelgen kann. Grundsätzlich ist das auch ganz schön. Nur leider bin ich viel zu ungeduldig und kann es immer kaum erwarten, die Bilder zu sehen. Zum Glück gibt es das Film Speed Lab. Drop Off und Abholung in 24 Stunden? Kein Problem! Katya, Dima und Co. sind ein eingespieltes Team mit knapp zehn Jahren Erfahrung. Neben der klassischen Farb- und Schwarz/Weiß-Entwicklung bieten sie außerdem als eines der wenigen Labore in Deutschland die Entwicklung von ECN-2-Kinofilmen an. In Berlin leben die Analog-Enthusiast:innen aus der ukrainischen Hauptstadt jedoch erst seit einem Jahr. Zuvor arbeitete fast das gesamte Team vom FSL im Labor Fotovramke, einer Institution für Analogfotografie in Kiew.

Und dann kam das Undenkbare. Das Schlimmste, was man sich vorstellen kann. Katya und Dima sahen sich wie so viele gezwungen, sich und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen und aus ihrem Heimatland zu fliehen. Fotovramke blieb trotz aller Umstände weiterhin geöffnet, denn die Nachfrage war groß. Jeder wollte die Völkerrechtsverbrechen dokumentieren. Auch Dima und Katya konnten ihrer gefühlten Hilflosigkeit nicht einfach nachgeben und still sitzend abwarten. Und so eröffneten sie nach reichlicher Überlegung im Oktober 2022 das Film Speed Lab in Berlin. Seitdem ist es ein Ort der Begegnung für Ukrainer:innen und andere Fotobegeisterte geworden. Aus Kund:innen wurden Freund:innen und aus einem Fotolabor wurde eine Gemeinschaft – stets dankbar für das kleine Stück Kiew, weit weg von zu Hause in Prenzlauer Berg.

Text & Fotos: Jonas Michel

Film Speed Lab, Dietrich–Bonhoeffer–Str.32, 10407 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan
Mo–So 11–19 Uhr

@film.speed.lab

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