Besuche das Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung, und Du wirst aus erster Hand Zeugnisse der Zwangsmigrationen des 20. Jahrhunderts sehen. Doch gerade jetzt ist dies ein Thema, das nicht in die Geschichte verbannt werden kann. Zum Tag der offenen Tür des Dokumentationszentrums am Sonntag (22.06.2025) kannst Du die historischen Vorläufer des aktuellen Klimas entdecken, und auch wenn das Thema düster klingt, so ist es die Veranstaltung keineswegs: Das kostenlose Programm umfasst Mitmachaktionen, Live-Performances, nachdenkliche Vorträge und kindgerechte Unterhaltung zum Thema Bewegung und Wandel. Zu den Höhepunkten gehören ein Workshop zur Erforschung der eigenen Familiengeschichte, Bodypercussion-Kurse für die Kleinen und ein ukrainisches Folklore- und Jazzkonzert mit der ukrainischen Musikerin Ganna Gryniva. Außerdem gibt es die Möglichkeit, mit der Illustratorin Ami Bogin ein Comic-Heft zu gestalten (Drop-in).
Neben den Aktivitäten werden auch kostenlose Führungen durch die aktuellen Ausstellungen des Zentrums angeboten. Besonders sehenswert ist die Sammlung „Textile Memories“ mit Decken der in der Sowjetunion geborenen Künstlerin Varvara Keidan Shavrova, die Textilien als Spender von Wärme und Vertrautheit in Zeiten der Vertreibung präsentiert. Die Türen des Zentrums sind von 10 bis 18 Uhr geöffnet, und es gibt den ganzen Tag über Drinks und Essen von Kreuzberger Himmel, die veganes Kibbeh servieren. Die Mischung aus Archivzeugnissen und aktuellen Realitäten erinnert daran, dass die Auseinandersetzung mit der Vertreibung noch lange nicht abgeschlossen ist.
Text: Benji Haughton / Fotos: Juliane Eirich, Rory Grubb
Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Stresemannstr.90, 10963 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Open House, 22.06.2025 10–18h (kein Ticket erforderlich)
@flucht_vertreibung_versoehnung


