Ein passender Bilderrahmen schützt, bewahrt und konzentriert das lose Blatt. Wer schon einmal eine Fotografie, einen Druck oder eine Zeichnung hinter Glas bringen wollte, kennt vielleicht das Dilemma, zwischen unendlich vielen Möglichkeiten die einzig richtige Kombination aus Leiste, Glas und Passepartout zu finden. Da hilft gute Beratung und die finde ich seit einem Jahr bei Ecke & Kante, einem jungen Rahmenstudio, das schon durch seine Namenswahl Berliner Schläue verspricht. Im ehemaligen Sitz der Nachrichtenagentur der DDR, schräg gegenüber vom Soho House, haben die beiden Gründer Philipp König und André Simonow im vierten Stock ihre Werkstatt eingerichtet. In den loft-artigen Räumen, wo es angenehm nach Holz duftet, der Fernsehturm zum Greifen nah scheint und die Trambahnen pausenlos vorbeigleiten, stellt sich hier immer ein sehr angenehmes Berliner Großstadt-Gefühl ein. Ich habe diesmal eine Schwarz-Weiß-Fotografie mitgebracht, für die ich etwas Besonderes haben möchte. André, der selbst auch Fotograf ist, empfiehlt mir eine holländische Leiste, die mit ihrem dunklen Braunton die Grautöne schön hervorhebt. Dass die beiden auch Künstler sind – André hat an der Ostkreuz Fotografie und Philipp in Weissensee Kunst studiert – merkt man in den inspirierenden Vorgesprächen. André ist bei Kenner:innen unter anderem für seine charmante Sammlung Simonowbekannt und betreibt den Ausstellungsraum Paintshop am Hermannplatz. Philipp begleitet das Weltgeschehen mit klugen Zeichnungen, die er regelmäßig bei Instagram postet.
Text & Fotos: Catherine Peter
Catherine Peter ist Fotografin und arbeitet als Bildredakteurin beim Magazin Weltkunst. 2021 ist sie von Paris nach Berlin gezogen und lebt seitdem glücklich in dieser großen seltsamen Stadt.
Ecke & Kante, Mollstr.1, 10178 Berlin–Mitte; Stadtplan
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