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ENDYMA: EIN ARCHIV ZUM SCHAUEN & LERNEN FÜR MODE-AFICIONADOS MIT STÜCKEN VON HELMUT LANG BIS RAF SIMONS

ENDYMA: EIN ARCHIV ZUM SCHAUEN & LERNEN FÜR MODE-AFICIONADOS MIT STÜCKEN VON HELMUT LANG BIS RAF SIMONS

Begonnen hat alles 2011 in London, mit dem Studium der Kunstgeschichte und der Leidenschaft für den Minimalismus der 1980er und 1990er-Jahre. Aus dieser Leidenschaft hat Michael Kardamakis ein Archiv für Mode jener Zeit erschaffen: Endyma. Endyma (ένδυμα, aus dem Griechischen: Kleidungsstück) ist spezialisiert auf das Œuvre des Österreichers Helmut Lang und bietet nach eigenen Aussagen die weltweit größte Sammlung seiner Mode. Die Faszination an Helmut Lang und dessen Werk ist immer noch allgegenwärtig. Seine Kollektionen (1984-2000) alle sehr durchdacht. Nichts ist dem Zufall überlassen – alles wirkt selbstverständlich. Das sind die Ansätze, die Kardamakis interessant findet und welche die Grundstruktur für sein Archiv bilden. Aber auch Pieces anderer Brands wie z.B. Miu Miu Men, Raf Simons Archive, Burberry Prorsum Archive, Rick Owens oder Sabotage wirst Du hier finden. Auf 200 Quadratmetern findet man in der Wilmdersdorfer Wohnung sozusagen Modegeschichte. Es reihen sich rund 4000 Artefakte auf: fein säuberlich restauriert, archiviert und nach Farben, Designer:in und Kollektion auf Kleiderstangen sortiert.

Kleidung, Schuhe, Taschen, Gürtel, Parfum und Schmuck – Michael Kardamakis sammelt nichts ohne Grund, er versucht ganze Kollektionen aufzuspüren und zu vervollständigen. Besucht man ihn (nach Voranmeldung), kann er zu jedem einzelnen Stück, das man in die Hand nimmt, etwas erzählen. Er kennt sie alle – die Designer:innen, die Kollektionen, die einzelnen Stücke. Michael Kardamakis Liebe für Mode und Design sind genau zu spüren und ansteckend und sein Wissen darüber einmalig. So ist das Archiv zu einer begehrten Anlaufstelle für Designer:innen großer Modehäuser, Universitäten, Schulen und Museen geworden. Mode-Aficionados aus der ganzen Welt finden den Weg nach Wilmersdorf. Ein echtes Berliner Unikat.

Text: Laura Storfner & Milena Kalojanov / Fotos: Chris Kontos & Endyma

Endyma

Für einen Besuch des Archivs muss ein Termin gebucht werden.

@endyma

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DOPPELT BEEINDRUCKEND: JULIA STOSCHEK FOUNDATION ERÖFFNET MIT „UNBOUND: PERFORMANCE AS RUPTURE“ UND „DOUBLE FEATURE: YOUNG-JUN TAK“

DOPPELT BEEINDRUCKEND: JULIA STOSCHEK FOUNDATION ERÖFFNET MIT „UNBOUND: PERFORMANCE AS RUPTURE“ UND „DOUBLE FEATURE: YOUNG-JUN TAK“

Der Kunst-Herbst geht los – und er wird rasant! Bester Startpunkt: die Julia Stoschek Foundation – hier erwarten Dich gleich zwei neue Ausstellungen. „Unbound: Performance as Rupture“ untersucht, wie Künstler:innen im Laufe der Zeit den Körper immer wieder in Verbindung zur Kamera brachten, Ideologien der Unterdrückung hinterfragten, historische Erzählungen durchbrachen und Vorstellungen von Identität erschütterten. Im Gegensatz zu der traditionellen Vorstellung von Performance als flüchtige Kunstform legt „Unbound“ den Fokus auf die Verwendung der Kamera als zentrales Element des künstlerischen Ausdrucks. Künstler:innen wie Eleanor Antin, Peter Campus, Akeem Smith und P. Staff erkunden die Schnittstelle zwischen Präsenz und Virtualität. Das ist jedoch nur der Auftakt zu einem vielseitigen Video-Kunstprogramm, das die Julia Stoschek Foundation Dir aktuell bietet. Auch die Ausstellung „Double Feature“ mit Young-jun Tak ist Teil einer neuen Reihe von Einzelpräsentationen junger Künstler:innen, die sowohl in Berlin als auch in Düsseldorf gezeigt werden.

„Wish You a Lovely Sunday“ (2021) und „Wohin?“ (2022) sind zwei aktuelle Arbeiten von Young-jun Tak, die in Berlin entstanden sind und sich mit Fragen zur Gemeinschaft und Queerness auseinandersetzen. „Wish You a Lovely Sunday“ kontrastiert die Kirche am Südstern mit dem queeren Club SchwuZ. Und in „Wohin?“ richtet die Kamera den Blick auf die Rückspiegel von Autos, die auf den Autobahnen rund um Berlin fahren. Die Objekte, die in den Spiegeln auftauchen und die Szenen auf den Rücksitzen erzählen eine Geschichte über die deutsche Autobahn als ideologisches Projekt, aber auch als Ort für Projektionen von Identität und Begehren. Das legendäre Stück „Autobahn“ von Kraftwerk liefert den passenden Soundtrack. Und falls Du bei dem einen oder anderen Werk noch mal genauer hinschauen willst: Du musst keinen Autobahn-Speed hinlegen und darfst ruhig in Etappen denken, denn Dein Ticket gilt während der gesamten Laufzeit der Ausstellungen! Du kannst also so oft wiederkommen wie Du möchtest und Dir alle Werke in Ruhe anschauen.

Text: Alison Musch / Fotos: Howardina Pindell, Pipilotti Rist & Robert Haumacher

Julia Stoschek Foundation, Leipziger Str.60, 10117 Berlin–Mitte; Stadtplan

Unbound: Performance as Rupture 14.09.2023–28.07.2024 & Eröffnung 13.09.2023 18–22h

Double Feature: Young-jun Tak 14.09.2023–17.12.2023

Tickets für das Ausstellungshaus gibt’s für 5€ (ermäßigt kostenlos).

@juliastoschekfoundation

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GECODETE UTOPIEN & IMMERSIVE ZUKUNFTSENTWÜRFE — DER VR KUNSTPREIS UND DAS DIGITAL ART LAB IM HAUS AM LÜTZOWPLATZ

GECODETE UTOPIEN & IMMERSIVE ZUKUNFTSENTWÜRFE — DER VR KUNSTPREIS UND DAS DIGITAL ART LAB IM HAUS AM LÜTZOWPLATZ

Wenn die E-Mail-Postfächer vor Einladungen überquellen, dann weiß man: Die Berlin Art Week ist da. Und mit jedem Jahr scheint sie größer zu werden. Opulenter. Diverser. Interdisziplinärer. Interessanter. Da kann man schon mal die Übersicht verlieren. Eines der diesjährigen Highlights, welches ohne Frage nicht verpasst werden sollte, ist das Digital Art Lab: Erstmals wird es im Haus am Lützowplatz einen Treffpunkt für digitale Kunst geben. Neben den kostenfreien Workshops (zum Beispiel das Coding Art Lab), Talks und Performances dreht es sich in der kommenden Ausstellung unter dem Titel „Unleashed Utopias. Künstlerische Spekulationen über Gegenwart und Zukunft im Metaverse.“ um VR-Kunst, raumgreifende Installationen, gesellschaftlichen Wandel, um Körper in der Digitalität und den Einfluss künstlicher Intelligenz auf Gesellschaft, Welt, Natur. Kuratiert von Tina Sauerländer versammelt sich hier die zweite Edition des VR Kunstpreises der DKB in Kooperation mit CAA Berlin. Die Arbeiten von Marlene Bart, Anan Fries, Rebecca Merlic, Mohsen Hazrati und Lauren Moffatt sind immersiv, politisch, aktuell und innovativ. Virtuelle Realitäten voller Relevanz — sowohl inhaltlich als auch ästhetisch. Wie schön, dass das digitale Spektakel länger als die Berlin Art Week dauert.

Text: Alina Herbel / Fotos: Anan Fries, Marlene Bart & Rebecca Merlic

Digital Art Lab im Haus am Lützowplatz, Lützowpl.9, 10785 Berlin–Tiergarten; Stadtplan
13.–17.09.2023 Das gesamte Programm findest Du hier.

Unleashed Utopias Künstlerische Spekulationen über Gegenwart und Zukunft im Metaverse 09.09.–05.11.2023 im Haus am Lützowplatz, Lützowpl.9, 10785 Berlin–Tiergarten; Stadtplan

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VON TIEREN UND TECHNOLOGIE: DIE BERLIN ART WEEK ERÖFFNET DEN KUNSTHERBST

VON TIEREN UND TECHNOLOGIE: DIE BERLIN ART WEEK ERÖFFNET DEN KUNSTHERBST

Die Galerien kehren aus der Sommerpause zurück und die Museen bereiten den großen Auftritt vor: Pünktlich zum Herbstanfang findet die Berlin Art Week statt, die in diesem Jahr ihre zwölfte Ausgabe feiert. Vom 13. bis 17. September 2023 läuten die Kunstinstitutionen, Privatsammlungen und Projekträume der Stadt gemeinsam die neue Jahreszeit ein. Am Mittwoch zieht es uns zu Coco Fuscos erster Retrospektive in Deutschland. Die kubanisch-amerikanische Künstlerin übernimmt das KW Institute for Contemporary Art mit Videos, Fotografien, Texten, Installationen und Live-Performances, in denen sie die Kolonialgeschichte und das Selbstverständnis westlicher Gesellschaften behandelt. In der Schering Stiftung führt die Künstlerin Annika Kahrs unterdessen vor, wie Gravitationswellen klingen können, während die LAS Art Foundation im HAU die erste Bühnenarbeit von Marianna Simnett zeigt. Simnett, bekannt für ihre humorvoll-grotesken Arbeiten, verbindet darin griechische Mythologie mit KI-Technologie. Die Faszination am Hybriden, zwischen Natur und Maschine, teilt sie mit Anicka Yi, die mit ihren faszinierenden Installationen die Galerie Esther Schipper in ein alternatives Universum verwandelt. Auf räumliche Entgrenzung darf man sich auch bei Pamela Rosenkranz in der Galerie Sprüth Magers gefasst machen: Nachdem sie 2015 auf der Biennale in Venedig den Schweizer Pavillon mit rosaroter Flüssigkeit flutete, wird sie für Szenen voll flüchtiger Schönheit und kapitalistischer Entzauberung von der Kritik gelobt.

Der Schinkel Pavillon präsentiert gemeinsam mit dem Brücke-Museum ein epochenübergreifendes Ausstellungsprojekt: „Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit“ fragt, wie Kunst auf Krieg reagiert – angefangen bei Werken der Neuen Sachlichkeit bis hin zu Videoarbeiten der Gegenwart. Die erste museale Einzelausstellung von Lin May Saeed in Deutschland ist eine eindrückliche Erfahrung. Die Schau gedenkt der Bildhauerin, die Ende August viel zu früh nach einer schweren Krankheit verstarb. Sie formte aus einfachen Materialien wie Styropor zauberhafte Tierplastiken und Reliefs, die nun den Bronzefiguren der großen Renée Sintenis aus den Zwanzigerjahren gegenübergestellt werden. Tiere und unsere Beziehung zu ihnen beschäftigen auch Leiko Ikemura. In der Feuerle Collection zeigt sie neben beeindruckenden Terrakotta-Tierfiguren auch Stofftiere aus ihrer privaten Sammlung. Tiere, genauer gesagt Marmorlöwen, stehen bei der Performance von Nina Beier und Bob Kil im Haus am Waldsee im Mittelpunkt. Am Seeufer lässt es sich in den Herbst hineingleiten – und wer weiß, vielleicht zeigt sich ja noch der ein oder andere Spätsommersonnenstrahl. Gemeinsam anstoßen kann man auch im „BAW Garten„, der in diesem Jahr an der Neuen Nationalgalerie gastiert. Neben Drinks erwartet einen hier ein vielfältiges Rahmenprogramm: von Performances bis zu Partys.

Text: Laura Storfner / Credit: Zhou Yujie; Johanna Dumet, KEWENIG Berlin; Sebastiano Pellion di Persano

Berlin Art Week, an verschiedenen Orten in der Stadt 13.–17.09.2023
Das gesamte Programm findest Du hier.

@berlinartweek

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DREI TAGE WACH! MIT KOFFEIN UND GUTEN VIBES INS WOCHENENDE: DREI EVENTS ZUM ABSCHLUSS DER COFFEE WEEK BERLIN

DREI TAGE WACH! MIT KOFFEIN UND GUTEN VIBES INS WOCHENENDE: DREI EVENTS ZUM ABSCHLUSS DER COFFEE WEEK BERLIN

Ist noch Sommer? Wir finden ja! Also lass uns das Beste draus machen! Unser Vorschlag: Drei Tage Mingling im Kontext der Coffee Week Berlin. Letzte Woche hatten wir die neue Berliner Kaffeewoche an dieser Stelle angeteasert (siehe hier) und aktuell ist sie in vollem Gange (siehe Programm). Zum Ende der sieben Tage Koffein-Input gibt’s noch drei Events für alle, die gerne mit Like-minded Coffee Fans zusammenkommen. Los geht’s diesen Freitagabend (08.09.2023) im Cee Cee Cafe beim Event namens „Clock-off“ von der Hafermilch-Brand Minor Figures und Tunes von Refuge Worldwideund Snacks von The Sanctuary. Zu trinken gibt’s natürlich nicht nur Koffeinhaltiges, sondern auch, was man eben so für den perfekten lauen Spätsommerabend braucht. Komm’ vorbei – besser früh als spät, denn Punkt 22 Uhr ist Schluss! Aber das ist vielleicht auch besser so, damit Du Samstag noch das Tagesprogramm der Coffee Week verfolgen kannst und abends auf den 20. Geburtstag der Röststätte anstoßen kannst: Wir sagen Happy Birthday an die Macher:innen – danke, dass Ihr uns zuverlässig mit exzellentem Kaffee in all seinen Formen versorgt!

Und weil auch der Sonntag zelebriert werden muss, wollen wir Dich einladen, am Sonntagmittag (ab 13 Uhr) mit uns zu feiern. Und zwar an der perfekten Location, um Sonne und Sonntag zu genießen: Das Jules B-Part im Gleisdreieckpark ist der ideale Spot für entspanntes Zusammensein – für Friends und Families. Und dank La Marzocco und Oatly ist natürlich für den perfekten sonntäglichen Flat White gesorgt. Falls Du in Zukunft auch daheim in bester Barista-Manier eben diesen selbst zubereiten willst: Im Rahmen des Closing Events wird feierlich eine „La Linea Micra“-Maschine von La Marzocco verlost unter all jenen, die bei unserem Disloyalty-Gewinnspiel mitgemacht haben. Du willst noch einsteigen? Take your chance – denn Coffee-Nerds wissen, diese Maschine ist Pro-Equipment! Also: it’s the weekend. Cee Cee you later!

Text: Nina Trippel / Fotos: Sophie Doering & Robyn Steffen

Coffee Week Berlin
Das ganze Programm, Tickets und Infos gibt’s hier

Minor Figures Clock-off Event w/ Refuge Worldwide & The Sanctuary Fr 08.09.2023 17–22h
Cee Cee Cafe, Besselstr.13, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan

Röststätte 20th Anniversary Party Sa 09.09.2023 ab 17h
Ackerstr.173, 10115 Berlin–Mitte; Stadtplan

Coffee Week Berlin 2023 – Closing Event w/ La Marzocco & Oatly So 10.09.2023 ab 13h 
Luckenwalder Str.6b, 10963 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan

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