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HELKA CERAMICS — GESCHMACKVOLLE KERAMIK IM GRAEFEKIEZ

HELKA CERAMICS — GESCHMACKVOLLE KERAMIK IM GRAEFEKIEZ

Mein Auge isst (und trinkt) immer mit! Unlängst saß ich in einem Kreuzberger Restaurant und war begeistert, wie geschmackvoll das Essen war, aber auch auf den Tellern präsentiert wurde. Die exzentrischen Farben der einzelnen Gemüse (Betaninrot der Beete, Maigrün der Erbsen und saftiges Gelb der Zitrone) und cremigen Soßen waren in einem herrlichen Kontrast zur zurückhaltenden Farbe und Design des Restaurantgeschirrs abgestimmt. Ein schöner Zufall? Auf dem Heimweg durch die Böckhstraße schlenderten wir an einem scheinbar neuen Laden vorbei – voller Tassen, Teller, Schalen und Vasen in diesem gleichen dezenten Design – das Studio für handgemachte Tonobjekte Helka Ceramics. Das ist Zufall! Klingelt man, öffnet Lisa Kosak die Tür. Die Keramikkünstlerin aus Belgien lebt seit vielen Jahren in Berlin und entdeckte ihre Leidenschaft für die Töpferei bei einem Workshop. Aus der Idee wurde Berufung. Nach einigen Jahren der Lehre und viereinhalb Jahren Mitgründer:in einer Tonwerkstatt in Neukölln, eröffnet sie im März 2023 ihr erstes eigenes Studio für ihr Tonlabel.

Die hellen Räume des Studios bieten viel Platz für das Handwerk, denn Lisa stellt jedes Objekt aus ihren Kollektionen im Kreuzberger Studio her – alles in Handarbeit (von der Drehscheibe bis in den Brennofen) und kleinen Stückzahlen. Ihre Objekte tragen die geschmackvollen Namen: Chocolate Cup und Canelé Side Plate in den Farben Caramel, Chantilly und Olive. Da läuft mir das Wasser im Mund zusammen! Die Eleganz und Qualität ihrer Objekte entdecken schnell Berliner Restaurantbesitzer:innen und so entsteht die Zusammenarbeit mit Kin Dee, JaJa, Lode & Stijn und Barra. Und nicht nur das: Lisa gibt gern ihr Wissen weiter und bietet Kurse an der Drehscheibe – Open Studio Timeeinzelne Stunden oder in Vier-Wochen-Workshops. Liebhaber:innen dieses Handwerks können den Prozess in allen Schritten lernen: von der Drehscheibe bis zum Brennprozess im Ofen. Ihre Studiotür steht (meist) offen – wer mag, schaut unbedingt diesen Samstag (29.07.2023) zum ersten Summer Pop-up vorbei und taucht in das Universum von Helka Ceramics ein!

Text: Milena Kalojanov / Fotos: Daniel Farò

Helka Ceramics & Studio, Böckhstr.12, 10967 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Summer Pop-up 29.07.2023 13–19h

@helkagram

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MIES, DER SUNDOWNER & ICH: AFTER-WORK-DRINKS AUF DER TERRASSE DER NEUEN NATIONALGALERIE — EMPFOHLEN VON UWE BUHRDORF

MIES, DER SUNDOWNER & ICH: AFTER-WORK-DRINKS AUF DER TERRASSE DER NEUEN NATIONALGALERIE — EMPFOHLEN VON UWE BUHRDORF

Noch gar nicht so lange ist es her, dass eines der kühnsten Gebäude der Stadt von einem Bretterzaun umgeben war und sich damit gleich das gesamte Kulturforum verhüllte. Was für ein Verlust. Damit ist glücklicherweise Schluss und es wird noch besser: Jeden Donnerstag und Freitag lädt der Gastronom, Künstler und Barbesitzer Johannes Gruber in die Sundowner-Bar auf der Terrasse der Neuen Nationalgalerie. Aus der von dem Bildhauer und UdK-Professor Karsten Konrad entworfenen und eigens angefertigten mobilen Bar heraus, servieren Johannes und seine Kolleg:innen Drinks. So lässig und unaufgeregt, wie sie das auch seit vielen Jahren in ihrer Kreuzberger Bar Mysliwska tun, einer weiteren Perle städtischen Nachtlebens. Die Weiten des Kulturforums vor Augen, den Wagemut Mies van der Rohes im Rücken oder umgekehrt – viel besser kann es nicht werden. In Kombination mit einem Gang durch die ständige Sammlung des Museums wird daraus nicht weniger als eine Sensation. Inspiriert von der Begegnung mit großer Malerei ist der Ort pure Inspiration, eine Oase des Glücks. Und alle wissen wieder, warum wir hier und nicht woanders leben wollen. Die Sundowner-Bar: Der ideale Ort für Urlaub in der eigenen Stadt.

Uwe Buhrdorf ist Inhaber der kleinen feinen Eventagentur Die Wellenmaschine und bewegt sich damit geschickt zwischen Brand, Corporate und Kulturevents. Dabei tritt er auch als Veranstalter in Erscheinung.

Text: Uwe Buhrdorf / Fotos: David von Becker, Thomas Bruns & Cottonbro / Credit: Staatliche Museen zu Berlin

Sundowner-Bar auf der Terrasse der Neuen Nationalgalerie, Potsdamer Str.50, 10785 Berlin–Tiergarten; Stadtplan
Die Bar ist auf der hinteren Gebäudeseite. Jeden Do & Fr 18–21h30.

@neuenationalgalerie
@staatlichemuseenzuberlin

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SEX, PRIDE & POLITIK — EIN FEST DER QUEEREN KULTUR IM SCHWULEN MUSEUM

SEX, PRIDE & POLITIK — EIN FEST DER QUEEREN KULTUR IM SCHWULEN MUSEUM

Am vergangenen Samstag gingen Hunderttausende Menschen auf Berlins Straßen, um am CSD 2023 teilzunehmen. Wie immer war es eine laute, stolze und schöne Angelegenheit. In diesen Tagen kann sich der CSD fast wie Routine anfühlen – nur ein weiterer Termin im sozialen Sommerkalender. Aber große öffentliche Versammlungen von LGBTQIA+ Menschen – Menschen, deren Sexualität sie einst isolierte – sind das Ergebnis eines bemerkenswerten Fortschritts. Offen schwul in der Öffentlichkeit zu sein, war früher unmöglich und wird auch heute noch mit Gewalt beantwortet, wie die homophoben Angriffe am vergangenen Wochenende gezeigt haben. Ein Ort, der uns auf bunte Weise daran erinnert, wie weit wir gekommen sind – und wie weit wir noch gehen müssen – ist das Schwule Museum. Die Schöneberger Institution dokumentiert und feiert die queere Kultur in all ihrem Glanz und ihrer Pracht. Die aktuelle Ausstellung Love at First Fightbesteht aus über 100 Objekten – Fotos von legendären Drag Queens, Einladungen zu Protesten, die von fünf Jahrzehnten Kampf für Gleichberechtigung zeugen. Besonders faszinierend sind die Exponate, die einen Einblick in die schwul-lesbische Untergrundszene der DDR geben.

Ebenfalls zu sehen ist eine Ausstellung mit Bildern des in Hamburg geborenen Fotografen Rüdiger Trautsch, der 50 Jahre lang die Proteste, Partys und berühmten Gesichter der deutschen queeren Szene festgehalten hat – einschließlich West-Berlin, wohin LGBTQIA+ Menschen strömten, um dem Militärdienst zu entgehen. Trautsch fängt Szenen ein, die manchmal hedonistisch, manchmal herzzerreißend, aber nie unmenschlich sind. Wöchentlich kannst Du an Führungendurch beide Ausstellungen teilnehmen. Draußen erzählt die Audiotour Wir waren schon immer überall die persönlichen Geschichten der Sexarbeiter:innen aus dem Rotlichtviertel Bülowkiez. Ein weiteres Beispiel dafür, dass queeres Leben dort gedeiht, wo wir es sehen können: auf der Straße.

Text: Benji Haughton / Fotos: Rüdiger Trautsch & Schwules Museum

Schwules Museum Berlin, Lützowstr.73, 10785 Berlin–Schöneberg; Stadtplan
Mo, Mi & Fr 12–18h, Do 12–20h, Sa 14–19h & So 14–18h

@schwulesmuseum

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EIN STARKES FUNDAMENT FÜR DIE ARCHITEKTUR DER LIEBE — DIE NICHT-RELIGIÖSEN VOREHELICHEN BERATUNGS-KURSE VON HANNAH HEBENSTREIT

EIN STARKES FUNDAMENT FÜR DIE ARCHITEKTUR DER LIEBE — DIE NICHT-RELIGIÖSEN VOREHELICHEN BERATUNGS-KURSE VON HANNAH HEBENSTREIT

Die meisten Menschen, die so wie ich, ihre Zwanziger in Berlin verbrachten, werden folgende Erfahrung teilen: Alles war locker, alle waren neugierig, gingen auf unendliche viele Dates, probierten sich aus. Und dann — ganz plötzlich — waren fast alle über dreißig, einige schwanger und die Ersten fingen an zu heiraten. Heiraten? Was wir uns alle lange nicht vorstellen konnten, wurde plötzlich realistisch, normal und irgendwie sogar erstrebenswert: In einer Welt, in der es scheint, als würden immer mehr Konstanten schwinden, könnte vielleicht gerade die Verbindung fürs Leben Sicherheit, Vertrauen und Zuhause schenken. Oh süße Verlockung! Die absolute Romantik einer der letzten großen Gesten. Mit dem Antrag kamen die Fragen: Ist es wirklich die richtige Entscheidung? Wie fühle ich mich dabei? Hat mein:e Partner:in vielleicht Bedenken? Sollten wir davor noch etwas besprechen? Aber wie? Eine fantastische Ansprechpartnerin für all diese Fragen könnte Hannah Hebenstreit sein. Die Paartherapeutin mit Fokus auf Paare, Einzelpersonen und Traumatherapie bietet in ihrer Praxis in Mitte vor Ort sowie online nicht nur klassische Beratung und Therapie an, sondern auch nicht-religiöse Ehevorbereitungskurse.

Ehevorbereitungskurse? Was früher nur die Kirche organisierte, hat Hebenstreit ins zeitgenössische Großstadtleben übertragen. Ohne Religion oder Spiritualismus werden hier ganz pragmatische Themen besprochen — und helfen so, ein solides Fundament für die Zukunft zu bauen. Es geht um Kommunikation und Finanzen, Selbstfindung, Familiendynamik, Sex, Intimität und selbstverständlich die eigenen Themen, die jedes Paar so mitbringt. Klingt kompliziert? Klar. Umso besser, eine kompetente Beraterin zu haben, die souverän durch die fragilen Fragestellungen manövriert. Eine präventive Paartherapie quasi. Damit man sich auch nach geschlossenem Bund fürs Leben gemeinsame Lockerheit und Neugier beibehalten kann — und Hebenstreits Krisensitzungen hoffentlich nicht brauchen wird.

Text: Alina Herbel / Fotos: Viktor Strasse

Hannah Hebenstreit, Mulackstr.22 im Innenhof (rechte Seite), Berlin–Mitte; Stadtplan

Sessions können online oder vor Ort und auf Niederländisch, Englisch und Deutsch stattfinden. Hier kannst Du einen Termin buchen.

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VON MARGIELA BIS PRADA — DIE POP-UP EMPFEHLUNGEN FÜRS WOCHENENDE

VON MARGIELA BIS PRADA — DIE POP-UP EMPFEHLUNGEN FÜRS WOCHENENDE

Sommerwochenende: Vor Dir liegen Urlaub, Hochzeiten, Dinnerparties oder einfach ein paar entspannte Tage am See? Im Kopf gehst Du schon den Kleiderschrank für Deine Pläne durch und irgendwie fühlt sich alles ein bisschen uninspiriert an? Leise lauert die Lust auf ein bisschen Spark zwischen Lieblingspullis und dem Bikini der letzten Saison? Dann kommen hier zwei junge, frische und nachhaltige Pop-ups für das gewisse Je ne sais quoi des Augusts. Alessandra Corbettas lädt mit ihrem hochexklusiven Sand Archivio (29. & 30.07.2023) zum zweiten Mal zum analogen vor Ort Stöbern und Fündig werden. Von 90er Prada, 00er-Jahre Missoni bis 2022er Balenciaga. Corbetta gelingt eine so sorgfältige Auswahl, man kann sich gar nicht entscheiden. Kein Wunder, dass große Teile ihres Archivs nur für Filme und Galas vermietet werden — umso schöner die Chance auf ein eigenes Teil. Wenn Dir das Unmögliche passiert und Du ohne ein neues Beutestück nach Hause ziehst, lohnt sich vielleicht das nächste Wochenende (04. & 05.08.): Es haben sich gleich drei tolle Projekte an einem Ort zusammengeschlossen. The Slow Label, spezialisiert auf zeitlose Keypieces, subtiles Statement und hohe Qualität mit ethisch-grünem Ansatz und die beiden sorgfältig ausgewählten Designer-Vintage Projekte Freja-Studios und Versa, letztere mit Fokus auf skandinavischer Frische finden sich jeweils bei Helka Ceramics. In aller Ruhe ansehen, anfassen, anprobieren. Und schon ist der langsame Samstag vorbei und vielleicht auch die Langeweile im Schrank.

Text: Alina Herbel / Fotos: Carmen Colombo & Jordan Wood für The Slow Label

Sand Archivio, Mehringdamm 79, 10965 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Pop–up 29. & 30.07.2023 12–20h

The Slow LabelFreja & Versa bei Helka Ceramics. Böckhstr.12, 10967 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Pop–up 04. & 05.08.2023 12–20h

@sandarchivio
@theslowlabel
@frejastudios
@versa_2ndhand
@helkagram

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