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ZEITGENÖSSISCHE VIDEOKUNST UND KLUGE ZEITGENOSS:INNEN — BERLINISCHE GALERIE, JUNG UND ARTIG UND MOBILE KINO LADEN ZU VIDEOKUNST, TALKS & DRINKS

ZEITGENÖSSISCHE VIDEOKUNST UND KLUGE ZEITGENOSS:INNEN — BERLINISCHE GALERIE, JUNG UND ARTIG UND MOBILE KINO LADEN ZU VIDEOKUNST, TALKS & DRINKS

Ein warmer Juli-Freitag, Du würdest gern… ins Freiluftkino, auf ein Opening, in eine Bar? Vielleicht einfach zur Berlinischen Galerie. Dort, auf dem Vorplatz beginnt das diesjährige Programm mit dem „Mobile Kino“ und vereint das beste aus allen Wochenendwelten. Zusammen mit Jung und Artig, dem jungen Freund:innenkreis des Museums, werden unter freiem Himmel kontemporäre Videoarbeiten gezeigt, jeweils mit Artist Talks, Drinks und Musik. Den Anfang der Reihe macht Pınar Öğrenci, deren Arbeiten unter anderem auch schon auf der documenta fifteen liefen und die sich in poetischen Bildern und mit tiefgründigem Ausdruck politisch-gesellschaftlich komplexen Themen widmet: Migration und Flucht, Staatsgewalt und Widerstand, Vertreibung und Existenz. Aus Archivmaterial entstehen poetisch vielschichtige Erzählungen. Gezeigt wird ihre Arbeit „Turkish Delight“ von 2021 (31 Minuten). Bild, Video und Ton erzählen hier Migrationsgeschichten nach Ende des Ersten Weltkriegs zwischen Griechenland und der Türkei anhand der Süßspeise Lokum. Im vorausgehenden Artist Talk erkunden Kuratorin Anne Bitterwolf und Öğrenci (auf Englisch) die gezeigte Arbeit im Speziellen und den Werkkörper der Künstlerin im Allgemeinen. Davor und im Anschluss gibt es Drinks und Musik und jede Menge Raum für Gespräche und Austausch. So stark wie das Programm anfängt, geht es übrigens auch weiter: Am 17.08.2023 wird Gernot Wieland gezeigt, dessen fantastisch-sensible Videoarbeiten die Autorin dieses Textes schon öfter zu Tränen rührten.

Text: Hilka Dirks / Fotos: Jung & Artig / Poster: Önder Sakıp Dündar für Turkish Delight

Berlinische Galerie, Alte Jakobstr.124-128, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan

Jung & Artig „Open Air Video Screening & Artist Talk mit Pınar Öğrenci“ 07.07.2023 20h Musik & Drinks, 21h Artist Talk und 21h45 Video Art Screening.

@jungundartig_berlin
@berlinischegalerie
@pinar_ogrenci

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EIN HAUCH VON OSTSEE: STRANDBAD LÜBARS IN BERLIN

EIN HAUCH VON OSTSEE: STRANDBAD LÜBARS IN BERLIN

Du brauchst eine kleine Pause vom staubigen Großstadtleben, aber für den Ausflug an die Ostsee reicht’s nicht? Dann tauch’ ab ins erfrischende Nass im Strandbad in Berlin-Lübars. Ob Du von den drei Sprungtürmen hüpfst oder von der fünfeinhalb Meter hohen Rutsche ins klare Wasser schlitterst – Badevergnügen ist hier das Ding. Der kleine charmante See hebt sich mit seiner ausgezeichneten Wasserqualität hervor, die alle zwei Wochen von der Technischen Universität Berlin geprüft wird. Für eine Verschnaufpause kannst Du Dir einen Strandkorb im Sand mieten. Die blau-weiß gestreiften Zweisitzer mit weißem Korbgeflecht und braun verzierten Elementen lassen nostalgische Erinnerungen an die Ostsee aufblühen. Für Kinder und Familien ist der Nichtschwimmer:innenbereich für Badespaß vorgesehen. Falls im Strandkorb entspannen nicht Deins ist sicher Dir ein schattiges Plätzchen unter den vielen Bäumen. Also schnell die Badeklamotten einpacken, mit dem Bus 222 zur Haltestelle „Am Vierrutenberg“ fahren – und einen kleinen Spaziergang durch das „Berliner Dorf“ anhängen, denn hier in Lübars scheint die Zeit ein bisschen stehen geblieben zu sein.

Text: Mary Linh Tran / Fotos: Rebecca Schatz

Strandbad Lübars, Am Freibad 9, 13469 Berlin–Lübars, Stadtplan
Täglich 9–19h, varrierende Öffnungszeiten bei Regen bzw. schlechtem Wetter

@strandbadluebars

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FRAGILITÄT, FURCHT UND ABSTRAKTE FIGURATION — ENRICO DAVIDS „DESTROYED MEN COME AND GO“ IN DEN KW INSTITUTE FOR CONTEMPORARY ART

FRAGILITÄT, FURCHT UND ABSTRAKTE FIGURATION — ENRICO DAVIDS „DESTROYED MEN COME AND GO“ IN DEN KW INSTITUTE FOR CONTEMPORARY ART

Pastose Farben, fragile Fragmente, sensibles Material und abstrakte Figuration. „Destroyed Men Come and Go“ heißt die aktuelle Ausstellung des italienischen Künstlers Enrico David, die in der Haupthalle und dem Erdgeschoss der KW Institute for Contemporary Art in Mittes Auguststraße zu sehen ist. Wie so oft zeigt die Kuration der KW (Krist Gruijthuijsen und Sofie Krogh Christensen) auch dieses Mal ein Gespür für sensible und poetische Positionen abseits der Genie-Narration des breiten Kunstmarkts. Die erste deutsche institutionelle Einzelausstellung des 1966 geborenen Künstlers fokussiert sich auf seine skulpturalen Arbeiten und umspannt einen Zeitraum von 20 Jahren; fünf der fünfzehn gezeigten Werke wurden spezifisch für die Schau produziert. Und so tritt man ein in die Welt Davids: Die Körper und Formen wirken wie zufällig in die Halle gespült und doch so gezielt platziert, dass man nicht umhinkann, sie in Beziehung und Konversation miteinander zu verstehen. Betritt man den Raum, erzählen sie vom Scheitern und Zerbrechen, von Aufbruch und Verwandlung, vom Werden und Sein. Ohne Wände und Trennungen ergeben sich Metamorphosen und Dialoge, evoziert die Kunst Emotion und Reaktion der Betrachtenden. Wem die stille Sprache der Objekte nicht genügt, dem seien die kostenfreien Führungen an Sams- und Sonntagen ans Herz gelegt – am 10. August 2023 von Assistenzkuratorin Sofie Krogh Christensen persönlich. Oder gleich die KW x Café Bravo Courtyard Party: Am 16. Juli – mit Drinks, Musik und Minglen im immer noch schönsten Innenhof von Mitte. 

Text: Hilka Dirks / Fotos: Davd von Becker für KW Institute for Contemporary Art / Credit: Enrico David, Untitled, 2015. Courtesy Michael Werner Gallery, New York und London

KW Institute for Contemporary Art, Auguststr.69, 10117 Berlin–Mitte; Stadtplan
Mi–Mo 11–19h, Do 11–21h, Di geschlossen. An Donnerstagabenden von 18–21h ist der Eintritt kostenlos.

Enrico David Destroyed Men Come and Go bis 20.08.2023

@kwinstitutefcontemporaryart

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KUNST AM SCHWIMMBADBECKEN — DAS SOMMERPROGRAMM VOM TROPEZ IST DA

KUNST AM SCHWIMMBADBECKEN — DAS SOMMERPROGRAMM VOM TROPEZ IST DA

Dieses Jahr fühlt sich der Sommer besonders schnell an – die Tage werden wieder kürzer und es scheint, als sei das Ende der Wärme schon nah. Dabei wollte ich doch noch so viel machen. Zum Beispiel unbedingt mal wieder ins Tropez gehen, dieser einzigartige Projektraum im Freibad am Humboldthain, der mit Freibadticket besucht werden kann. Vielleicht am besten gleich an diesem Wochenende zur Performance der myanmarischen künstlerischen Aktivistin Zoncy Heavenly (08.06.2023). Die Arbeit mit dem Titel Nobody repeats its past thematisiert komplexe und ambivalente Überlegungen zur Thematik des gewaltfreien Protests. Parallel läuft die aktuelle Gruppenausstellung Believe mit den Arbeiten von zehn verschiedenen Künstler:innen wie Stacie Ant, Jimmy Beauquesne, Aziza Shadenova, Ghita Skali und Broken Dimanche Press. Letztere kehren übrigens an den beiden folgenden Sonntagen (09.07. & 16.07.2023) mit ihrer mittlerweile dritten Ausgabe der Gesprächs- und Podcastreihe Empathy When ins Tropez zurück. Den Aufschlag macht Nadim Samman, Kurator der digitalen Sphäre von KW Institute for Contemporary Art, mit seinem Werk Poetics of Encryption: Art and the Technocene. Am Sonntag drauf geht es weiter mit Jürgen Beck. Der Fotograf stellt sein bei Spector Books erschienenes Buch Sun Breakers vor, dessen Fokus auf dem sagenumwobenen Haus E.1027 an der südfranzösischen Küste liegt, das von der Architektin und Designerin Eileen Gray entworfen wurde. Wie gut, dass der Sommer doch noch ein bisschen länger dauert, als es sich gerade anfühlt.

Text: Hilka Dirks / Fotos: Ink Agop, Juergen Beck, Tropez

Tropez im Sommerbad Humboldthain, Wiesenstr.1, 13357 Berlin–Wedding; Stadtplan
Sommerprogramm Believe bis 03.09.2023

@tropez_tropez

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NOMA, NEWSLETTER & ALLES LOKAL: CÚÁN GREENE X ORA

NOMA, NEWSLETTER & ALLES LOKAL: CÚÁN GREENE X ORA

Als Nadine und Tom Michelberger Anfang 2020 zusammen mit Alan Micks, dem langjährigen Küchenchef des Restaurants Michelberger, das Ora übernahmen, erwachte die alte Apotheke zu neuem Leben. Unter der Leitung von Chefkoch Sam Kindillon, der zuvor im Restaurant Relæ in Kopenhagen tätig war, kreieren sie eine regelmäßig wechselnde Karte – vornehmlich mit neu interpretierten Klassikern. Diesen Samstag (01.07.2023) wird das ein bisschen anders: Küchenchef Cúán Greene übernimmt für einen Abend die Küche des Ora, um ein Sieben-Gänge-Degustationsmenü mit durchdachten Rezepten aus lokalen, saisonalen Produkten zu kochen. Cúán, der bereits in Restaurants wie Noma, Geranium und Quique Dacosta gearbeitet hat, bespricht in seinem monatlichen Ómós Digest alles rund ums Essen: Mit dabei sind außergewöhnliche Ideen, Kombinationen von Lebensmitteln und jede Menge Innovationen. Das Wort „ómós“ stammt übrigens aus dem Irischen und bedeutet so viel wie Ehrerbietung, Pflicht und Respekt. Die Idee dazu kam Cúán nach einem vierjährigen Aufenthalt als Koch in Kopenhagen: Vor dem Hintergrund seiner Zeit im Noma will Cúán neue Formen des Essens schaffen, die Ort, Raum und Gemeinschaft gleichermaßen einbeziehen.

Das Menü wird zusammen mit seinem langjährigen Freund und Klassenkameraden Sam gekocht, den er während seines Studiums in Culinary Art in Dublin kennenlernte. So entsteht ein experimenteller Ansatz für vertraute Gerichten – von gegrillten Muschelspießen, Pasilla, Knoblauchsprossen und schwarzer Limette bis hin zu „Huhn und Füllung“ mit Kapuzinerkresse. Wer es am Samstag nicht schafft, kann am Sonntag (02.07.) mit dem Team im Innenhof des Hotels Michelberger seine eigene Version von “Kebab” zubereiten. Es gibt geräucherte Lammschulter auf fermentiertem Kartoffelfladenbrot oder Auberginen-Joghurt und Petersilien-Sumach-Salat – und falls Du noch Platz für ein Dessert hast: sizilianisches Pfirsich-Sorbet. Wir finden: Wenn der Hunger besonders groß ist, warum nicht einfach zu beiden Veranstaltungen gehen?

Text: Kate Foran / Fotos: Ora

Ora Restaurant & Wine Bar, Oranienpl.14, 10999 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
01.07.2023 Tickets kannst Du hier kaufen.

Michelberger Hotel, Warschauer Str.39–40, 10243 Berlin–Friedrichshain; Stadtplan
02.07.2023 ab 14h (keine Reservierung möglich)

@michelbergerhotel
@ora.berlin

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