Cee Cee Creative Newsletter Book Neighborhood Map Lessons
Stadtplan
Information
home temp
loop temp
KEINE ZEIT FÜR FOMO: WAS DIE KUNST IM HERBST ZU BIETEN HAT

KEINE ZEIT FÜR FOMO: WAS DIE KUNST IM HERBST ZU BIETEN HAT

Die Stadt ist voll, die Kalender auch: Der September ist da, mit ihm die Kunst, und mit ihr stapeln sich Openings, Talks und Performances. Damit ihr nicht den Überblick verliert, hier ein Serviervorschlag für die nächsten Tage: Wir starten schräg intellektuell: Crit Club ist zurück in Berlin. Das Format von Trauma bringt seit seinem ersten Event Kunstdiskurs als kompetitive Sportveranstaltung auf die Bühne. In Mitte verwandelt sich diesmal die Elisabethkirche zur Debatten-Arena, im Zentrum die Frage: „Should art be competitive?“ – inklusive Auftritt vom Berlin Adler Football Team. Wer aber ganz konventionell Kunst gucken will, startet am besten im Projektraum der Schering Stiftung (Unter den Linden 32–34) mit kennedy+swan: Das Duo zeigt mit „The Red Queen Effect“ Arbeiten, die sich mit KI-gestützter Diagnostik, Unsterblichkeitsfantasien und der Ökonomisierung des Gesundheitssystems beschäftigen. Auch in Mitte läuft Marc Henrys Soloshow „Theorie der feinen Leute“ bei Galerie Anton Janizewski. Der Titel verweist auf Thorstein Veblens „The Theory of the Leisure Class“ (1899) – und Henry übersetzt diese Analyse von Konsum und Distinktion in großformatige Gemälde zwischen Moderne, Surrealität und digitalem Collage-Vokabular.

Weiter geht’s nach Kreuzberg, erster Stopp: Russi Klenner. Die Galerie präsentiert Stella Winter mit ihrer ersten Soloshow: Es wird bunt und überladen – im besten Sinne. Between Bridges zeigt Sofia Reyes Alucinación, die erste Einzelausstellung der kolumbianischen Künstlerin in Europa. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Selbstporträt und surrealer Collage – „Porträt, Dokument, Liebesbrief und Diagnose zugleich“, sagt Reyes selbst. Ein Dokument und ein zwiegespaltener Liebesbrief a die Überforderung Alltag als Künstler:in in der großen Stadt sind auch die Arbeiten von Julius Bobke. Im Projektraum roam neben dem jüdischen Museum launcht der Berliner Künstler dieses Wochenende sein Arist Book „yet untitled“ und bespielt den Space mit einer Solo Show. Ausstellungseröffnung ist Freitag, Samstag dann Book Launch mit Mimosa Brunch. Auch schön: dieses Jahr hat der Paint Shop in Neukölln eröffnet, und sich die Devise gesetzt, erstmal nur FLINTA* auszustellen. Nach sehr guten Auftakt-Ausstellungen bringt der Projektraum jetzt Paula Santomé mit „The Beginning of Everything“. Wer weiter raus will: Bei Fluentum eröffnet “Dissonance” von Jordan Strafer. Die US-amerikanische Künstlerin transformiert den Ort in ein 1990er Jahre Talkshowstudio und spinnt ihre laufende Filmtrilogie Loophole weiter. Gerichtsdrama trifft Reality-TV-Ästhetik – und das Publikum wird Teil der nächsten Episode. Oder man fährt bis zu den Wilhelm Hallen zum Festival Hallen, mit seiner bislang größten Ausgabe und 36 Teilnehmer:innen von Galerien zu Sammlungen und Institutionen. Wer selbst aktiv werden will: Kunstforum lädt zum Zine Workshop (12.09.) ein. Mit Archivmaterial, Skizzen und Collagen. Wie immer zu viel, um alles zu sehen. Aber genau das macht den Reiz: Ein Wochenende im Dauersprint, von Off-Spaces zu institutionellen Schwergewichten. 

Text: Inga Krumme / Fotos: Tanzini di Bella, Imago, Amy Poncher / Credit: Jordan Strafer; Heidi, Berlin; Julius Bobke

St. Elisabeth Kirche, Invalidenstr. 3, 10115 Berlin–Mitte; Stadtplan
Crit Club 10.09.2025 ab 19h. Eintritt frei, RSVP hier.

@traumaisforever

Schering Stiftung, Unter den Linden 32–34, 10117 Berlin–Mitte; Stadtplan
The Red Queen Effect 11.09.–30.11.2025. Vernissage 10.09. ab 18h.

@scheringstiftung

Galerie Anton Janizewski, Weydingerstr.10, 10178 Berlin–Mitte; Stadtplan
Marc Henry Theorie der feinen Leute – Opening 11.09.2025 ab 18h.

@antonjanizewski

Russi Klenner, Luckauer Str.16, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Stella Winter Soloshow ab 11.09.2025.

@russiklenner

Between Bridges, Adalbertstr.43, 10997 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Sofía Reyes 11.–14.09.2025, täglich 11–19h (verlängerte Öffnungszeiten).

@betweenbridgesfoundation

Roam Project Space, Lindenstr.91, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Julius Bobke yet untitled: Opening 12.09.2025 ab 18h. Book Launch & Mimosa Brunch 13.09.2025 ab 14h.

@roam_projects_______

Paint Shop, Hasenheide 12, 10967 Berlin–Neukölln; Stadtplan
Paula Santomé The Beginning of Everything. Sonderöffnungszeiten zur Berlin Art Week: 10.–14.09.2025. Fr 18–22h, Sa & So 14–19h.

@paintshop_berlin

Fluentum, Clayallee 174, 14195 Berlin–Dahlem; Stadtplan
Jordan Strafer Dissonance – Opening & Live Film Shoot 10.09.2025 ab 18h.

@fluentumcollection

Wilhelm Hallen, Kopenhagener Str. 60–68, 13407 Berlin–Reinickendorf; Stadtplan
Zine Workshop 12.09.2025, 14–18h. Keine Anmeldung nötig. Teilnahme ab 12 Jahren.

@wilhelmhallen

cee_cee_logo
LUFTKISSEN GEGEN DIE APOKALYPSE, ROADMOVIE GEGEN DEN MYTHOS: DIE BERLINISCHE GALERIE ZUR ART WEEK

LUFTKISSEN GEGEN DIE APOKALYPSE, ROADMOVIE GEGEN DEN MYTHOS: DIE BERLINISCHE GALERIE ZUR ART WEEK

Der Geburtstagssommer der Berlinischen Galerie neigt sich seinem Ende zu – bevor es aber vorbei ist, wird im Rahmen der Berlin Art Week noch mal eins draufgesetzt. Drei Künstler, zwei Formate, ein gutes Ende der Saison, die zwar nicht durchgehend sonnig, aber dafür feierlich war: In seinem ersten Langfilm Slack klettert Cyrill Lachauer zusammen mit Fotograf Mike Brodie auf Güterzüge und reist quer durch die USA – immer an den gesellschaftlichen Rändern entlang. Gesucht werden nicht nur verlorene Väter, sondern auch das, was Bilder noch leisten können in einer Welt, die längst von TikTok-Ästhetiken und Drogenkrisen geprägt ist. Im Zentrum: die Erinnerung an Brodies verstorbene Partnerin Mia Justice Smith, genannt Slack, deren Asche zum Symbol einer Generation wird, die sich zwischen Post-Punk, Drift und unbedingtem Freiheitsdrang versucht zu finden – und dabei den American Dream endgültig als Farce entlarvt. Slack (2025, 60 Min.) ist weder klassische Doku noch reine Fiktion, sondern ein filmischer Drift – poetisch und widersprüchlich. Deutschlandpremiere ist am Samstag (13.09.) im Babylon Kino*.

Andere Drifts bilden die Skulpturen von Abie Franklin und Daniel Hölzl: Nachdem letzterer anlässlich des 50. Jubiläums der BG mit seiner Arbeit „Soft Cycles“ das Vordach des Museums bespielt hat, zeigen die beiden jetzt im Rahmen vom Hallen Kunstfestival ihre Arbeit „Bycatch„. Aufblasbare Tetrapoden – jene kühl berechneten Küstenschutzkörper der 1950er-Jahre – wuchern wie organisches Schwemmgut. Der Titel verweist auf den „Beifang“ der Fischerei: All das, was unbeabsichtigt ins Netz gerät. So steht Bycatch für das Paradox unserer Gegenwart – dass jede Schutzmaßnahme selbst neue Gefahren produziert. Ein Sommer voller Spuren, der am Ende noch einmal in alle Richtungen treibt – Slack, Bycatch, Soft Cycles.

Text: Inga Krumme / Credit: Abie Franklin & Daniel Hölzl; Cyrill Lachauer

Berlinische Galerie, Alte Jakobstr.124–128, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Artist Talk Mit Cyrill Lachauer und Mike Brodie im IBB-Videoraum (in englischer Sprache) 14.09.2025 Eintritt frei, es wird um Anmeldung online gebeten.

Babylon Berlin, Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin–Mitte; Stadtplan
Slack Deutschland-Premiere 13.09.2025. Kostenlose Resttickets gibt es an der Abendkasse. 

Bycatch im Rahmen des Hallen 06 Kunstfestival (06.09.–14.09.2025), organisiert durch die Wilhelm Studios.

@berlinischegalerie 
@cyrilllachauer
@abiefranklin 
@hoelzldaniel
@hallen_kunstfestival

cee_cee_logo
WESSEN HEIMAT? — DAS HKW-FESTIVAL ÜBER ZUGEHÖRIGKEIT UND KOLONIALE SPUREN

WESSEN HEIMAT? — DAS HKW-FESTIVAL ÜBER ZUGEHÖRIGKEIT UND KOLONIALE SPUREN

Das Heimaten Festival beschäftigt sich mit Zugehörigkeit und Heimat und bietet Konzerte, Filmvorführungen und Diskussionen im HKW. Das Wort „Heimat“ beschreibt das Gefühl, zu Hause zu sein. Aber es hat auch eine dunklere Bedeutung, die von nativistischen Politiker:innen und Bewegungen genutzt wird, um Minderheiten auszuschließen, die ihrer Meinung nach Deutschland niemals als ihre Heimat bezeichnen können. Das Heimaten Festival, das am kommenden Freitag (12.09.2025) im HKW eröffnet wird, stellt diese Vorstellung auf den Kopf: Heimat bedeutet nicht, im „Vaterland“ verankert zu sein, sondern ein sich wandelndes Zugehörigkeitsgefühl, das Grenzen überschreitet. Das Programm läuft bis Dezember und umfasst Konzerte, Debatten, Workshops und Filmvorführungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zum Auftakt im HKW (12.09.2025) veranstaltet das Hip-Hop-Kollektiv BSMG einen Abend des Widerstands durch Musik, bei dem es um koloniale Hinterlassenschaften und den globalen Rechtsruck geht. Am 13.09. folgt die Podiumsdiskussion „Is the Diversity Party Over?„, in der gefragt wird, wie antirassistische Initiativen politische Feindseligkeiten und sinkende staatliche Fördermittel überstehen können. Unterdessen stehen koloniale Ungerechtigkeiten im Mittelpunkt der Vorführung von „The Empty Grave„, einem Dokumentarfilm, der tansanische Familien auf der Suche nach den Überresten ihrer Vorfahren unter deutscher Herrschaft begleitet (14.09.).

Außerhalb des HKW wird Berlin Postkolonial und Aktivist Mnyaka Sururu Mboro eine Reihe von Witness Walks durch Berlin leiten, die sich mit der kolonialen Vergangenheit der Stadt auseinandersetzen (im September und Oktober). Gemeinsam stellen die Veranstaltungen Heimat neu dar und weisen auf eine Zukunft hin, die weniger Vaterland und mehr Wandel bedeutet.

Text: Benji Haughton / Fotos: Philipp Czampiel, Jonas Lumke & Hanna Wiedemann

Das Heimaten Festival findet von September bis Dezember 2025 im HKW und an weiteren Veranstaltungsorten statt. Das vollständige Programm der kostenlosen Veranstaltungen sowie eine Liste des Netzwerkes des Festivals findest Du auf der Website.

@hkw_berlin

cee_cee_logo
VON GLÄSERN UND GLOCKEN: EIN FESTIVAL FÜR PERFORMANCE-ART IN DER NEUEN NATIONALGALERIE

VON GLÄSERN UND GLOCKEN: EIN FESTIVAL FÜR PERFORMANCE-ART IN DER NEUEN NATIONALGALERIE

Vor mehr als fünfzig Jahren führte Joan Jonas ihre „Mirror Pieces“ zum ersten Mal in einer Gruppe vor Publikum auf. Sie war damals Anfang 30 und auf der Suche nach Wegen, um den weiblichen Körper als umkämpftes Gebiet sichtbar zu machen und ihn gleichzeitig von Fremdzuschreibungen zu befreien. „Der Spiegel war für mich eine Metapher“, sagte sie einmal. „Ein Mittel, um das Bild zu verändern und die Betrachter:innen als Spiegelbild einzubeziehen, sodass sie sich unwohl fühlen, wenn sie sich in der Öffentlichkeit sehen.“ Im Rahmen von Perform!, der Festivalreihe in der Neue Nationalgalerie, wird ihr Stück von damals neu aufgelegt. Wie viel feministisches Potenzial bis heute in Spiegeln und Plexiglasscheiben liegt, zeigen die Performer:innen vom 10. bis 14.09.2025 nachmittags auf der Terrasse der Neuen Nationalgalerie. Um Spiegelungen geht es auch Corey Scott Gilbert aka vAL. Der Künstler, der seine Karriere als Solotänzer beim Lyon Opera Ballet begann, nutzt Spiegel nicht um den eigenen Körper in Fragmente zu zerlegen, sondern um die Zuschauer:innen zu beobachten. Für seine neue Arbeit „Bellied“ dreht er die Rolle von Performer:innen und Publikum um.

Aktiv dass Publikums einbinden will auch Isaac Chong Wai. Der Künstler war 2024 mit einer Video-Arbeit auf der Biennale vertreten, in der er Raumerfahrung choreografisch austestete. In „The horizon we can never touch“ sind Teilnehmer:innen gebeten, ihre Körpergröße so anzupassen, dass sie mit ihren Köpfen eine Gerade bilden. Manche gehen in die Knie, andere stellen sich auf Zehenspitzen. Entscheidend ist der Aushandlungsprozess, an dessen Ende die Horizontlinie steht. Wer folgt wem und wer gilt als Norm, wenn sich die Gruppe an der 50 Meter langen Glasfassade der Nationalgalerie aufreiht? Die Kraft des Kollektivs steht im Mittelpunkt von Yoko Onos Performance „Bells for Peace“. Der Titel ist Programm: Jeder, der mitmachen will, bringt ein Glöckchen mit (oder leiht sich, solange der Vorrat reicht, eins von der Nationalgalerie). Zum Festivalabschluss am Sonntag (07.09.), der gleichzeitig das Ende von Yoko Onos Ausstellung „Dream Together“ bildet, läuten alle gemeinsam für den Frieden. Yoko Ono führt vor, wie aus einem kleinen Instrument große Töne entstehen. Ob sie den Frieden beschleunigen, bleibt offen. Die Berliner Abendluft füllen sie aber in jedem Fall mit süßer Musik und Hoffnung.

Text: Laura Storfner / Photos: Florian Hetz, Joan Jonas, Iain Macmillan / Credit: Artists Rights Society (ARS), VG Bild + Kunst Bonn, 2025, New York, Courtesy of the artist and Gladstone; Yoko Ono

Neue Nationalgalerie, Potsdamer Str.50, 10785 Berlin–Tiergarten; Stadtplan

Perform! 2025 – Das vierte jährliche Performance-Festival zur Berlin Art Week mit Joan Jonas, Isaac Chong Wai und Corey Scott-Gilbert und einer Abschluss-Performance von Yoko Ono 10.–14.09.2025. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenfrei.

@neuenationalgalerie

cee_cee_logo
STILLSTAND GIBT ES NICHT — DIE GRUPPENAUSSTELLUNG STILL MOVING ERFASST BEWEGUNG IN ALL IHREN BEDEUTUNGEN DURCH KUNST AUS DEM SÜDLICHEN AFRIKA

STILLSTAND GIBT ES NICHT — DIE GRUPPENAUSSTELLUNG STILL MOVING ERFASST BEWEGUNG IN ALL IHREN BEDEUTUNGEN DURCH KUNST AUS DEM SÜDLICHEN AFRIKA

In der Gruppenausstellung bei Bode denken Stimmen aus dem südlichen Afrika Bewegung neu – politisch, poetisch, persönlich. Berlin ist im September immer ein bisschen im Ausnahmezustand. Volle Stadt, volle Straßen, volle Köpfe, Back to School – alles scheint in Bewegung. Passender könnte der Titel der Ausstellung, die morgen (05.09.2025) bei Bode eröffnet, also kaum sein: Still Moving. Und auch inhaltlich könnte es kaum einen besseren Zeitpunkt für die Schau geben, als gerade jetzt, wo sich doch alle ein bisschen um sich selbst zu drehen scheinen. Kuratiert von der Choreografin und interdisziplinären Künstlerin Jessica Nupen, versammelt die Gruppenschau Stimmen aus dem südlichen Afrika, die Bewegung nicht als bloßes physisches Phänomen, sondern als politische, poetische und persönliche Erfahrung begreifen. Die Werke reichen von Malerei über Skulptur bis hin zu installativen Arbeiten und eröffnen dabei einen Dialog zwischen Erinnerung, Widerstand und Ritual. Renommierte Künstler:innen wie William Kentridge, Sam Nhlengethwa und Misheck Masamvu treffen auf jüngere Positionen wie Boemo Diale, Nthabiseng Kekana, Frances Goodman und Rosie Mudge.

Die Kuration zeigt, wie unterschiedlich Bewegung gedacht und sichtbar gemacht werden kann. Kentridge, international bekannt für seine verspielten Bewegtbilder und dynamische Zeichnungen, spielt mit Auslöschungen und Widersprüchen der Geschichte; Nhlengethwa verwandelt Jazz in eine visuelle Sprache des Überlebens und Masamvu malt mit roher, rhythmischer Energie das fragile Terrain Simbabwes. Diale und Kekana wiederum begreifen den Körper als Archiv, Goodman als Schlachtfeld, Mudge als glänzende Oberfläche voller Widersprüche. Gemeinsam ergibt sich ein Panorama, das Bewegung als Choreografie von Identitäten, Erinnerungen und Räumen erfahrbar macht. Oder wie Nupen selbst sagt: „Die Ausstellung fordert uns heraus, unsere Vorstellungen von Bewegung neu zu denken“. Und vielleicht auch, sie neu zu fühlen: Bewegung als Transformation, als vorsichtige oder kraftvolle Geste, als etwas, das immer da ist und selbst in der Stille geschieht.

Text: Hilka Dirks / Credit: Boemo Diale; Misheck Masamvu; Sam Nhlengethwa; Bode

Bode, Karl-Marx-Allee 82, 10243 Berlin–Friedrichshain; Stadtplan

Still Moving bis 19.10.2025. Die Eröffnung ist am 05.09.2025. Live-Musikperformance von Bastian Duncker (Saxophon), Sebastian Böhlen (Gitarre) und Sidney Werner (Bass).

@bode.gallery

cee_cee_logo