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GEMÜTLICH LESEN & STÖBERN IM MIDCENTURY-AMBIENTE — DIE HANSABIBLIOTHEK IN TIERGARTEN

GEMÜTLICH LESEN & STÖBERN IM MIDCENTURY-AMBIENTE — DIE HANSABIBLIOTHEK IN TIERGARTEN

Statt mit Laptop im Café zu sitzen, suchst Du einen entspannten Ort für Winterlektüre, der zum Verweilen ohne Konsum einlädt? Dann solltest Du in der Hansabibliothek, am südlichen Ende des Hansaplatzes, vorbeischauen. Nur ein paar Schritte von der gleichnamigen U-Bahn-Station entfernt, findest Du das denkmalgeschützte Bauensemble aus dem Jahr 1957, welches gerade frisch renoviert wurde. Besonders die vielen Sitzgelegenheiten und offenen, lichtdurchfluteten Räume, machen die Bibliothek zur perfekten Ruhe-Insel für alle Lesebegeisterten. Der Medienbestand des Hauses fokussiert sich vor allem auf die Bereiche Kunst und Architektur – passend dazu lädt die Veranstaltungsreihe „Architektur und Menschen“ zu Präsentationen und Podiumsdiskussionen ein. In der Hansabibliothek finden all diejenigen Unterschlupf, denen daheim die Decke auf den Kopf fällt und denen in Cafés der Trubel zu groß ist. Nicht nur im Winter schön übrigens: Der Lesegarten mit einer Skulptur Bernhard Heiligers ist absolut sehenswert, wenn es wärmer wird. (Text & Fotos: Sophie Döring)

Hansabibliothek, Altonaer Str.15, 10557 Berlin–Tiergarten; Stadtplan
Mo&Fr 13–19h30, Di–Do 12–18h

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DIE POLITISIERUNG VON SPRACHE & KLANG: LAWRENCE ABU HAMDAN IM HAMBURGER BAHNHOF

DIE POLITISIERUNG VON SPRACHE & KLANG: LAWRENCE ABU HAMDAN IM HAMBURGER BAHNHOF

Kann die Art, wie wir sprechen, sich unmittelbar auf unser Leben auswirken? Laut Lawrence Abu Hamdan schon: in vielschichtigen, audiovisuellen Installationen macht der britisch-libanesische Künstler nicht nur Klänge oder Sprachmerkmale sichtbar, sondern auch ihr politisches Potential. So zeigt die Einzelausstellung „The Voice Before the Law“ im Hamburger Bahnhof, auf ganz unterschiedliche Weise, dass Sprache Grundlage für Vorurteile und Diskriminierungen sein kann. In der Fotoreihe „Disputed Utterance“ wird sie sogar zum Beweisstück: der Begriff beschreibt Fälle, in denen Angeklagte allein auf Basis von schwer verständlichen und doppeldeutigen Tonaufnahmen verurteilt werden. Handyaufnahmen stehen hingegen im Zentrum von „This Whole Time There Were No Landmines“: ein länglicher Tunnel mit acht Monitoren zeigt greifbar einen Zusammenstoß von israelischem Militär und palästinensischen Demonstranten auf den besetzten Golanhöhen im Jahr 2011, indem akustische Besonderheiten des Ortes rekonstruiert werden. Die Arbeiten von Lawrence Abu Hamdan erzeugen Emotionalität durch ihre Immersivität und verbildlichen ungehörte Stimmen – ein ungewöhnlicher Ansatz, den man gesehen haben muss. (Text: Hanna Komornitzyk / Fotos: Maureen Paley & Staatliche Museen zu Berlin & Lawrence Abu Hamdan)

Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Invalidenstr.50–51, 10557 Berlin–Moabit; Stadtplan
Lawrence Abu Hamdan: The Voice Before the Law: 26.10.2019–09.02.2020
Di–Fr 10–18h, Do 10–20h, Sa–So 11–18h
@lawrenceabuhamdan

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GRENZTHEATER IM HAU — RIMINI PROTOKOLL FEIERT 20 JAHRE

GRENZTHEATER IM HAU — RIMINI PROTOKOLL FEIERT 20 JAHRE

Bereits seit 20 Jahren mischt das Kollektiv um Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel – kurz Rimini Protokoll – nun schon die hiesige Theaterszene gewaltig auf und bricht dabei immer wieder mit gängigen Konventionen: In zahlreichen Bühnenstücken, Interventionen, szenischen Installationen und Hörspielen geht es um soziale Ordnungen und weltpolitische Themen – oft werden dabei wie in „Situation Rooms“ Zuschauer in interaktive Spielsequenzen mit einbezogen. Zum Jubiläum widmen sich nun gleich mehrere Berliner Spielstätten den Arbeiten des Trios – den Auftakt macht das HAU von Ende Dezember bis Mitte Januar 2020. Unter anderem wird dabei auch die Neuauflage eines Rimini-Klassikers gezeigt, der bereits in 40 Städten auf der ganzen Welt zu sehen war: in „100% Berlin Reloaded“ stellen 100 statistisch ausgewählte Berliner vom Arbeiter bis zum Neugeborenen die Stadt in all ihrer Komplexität und Heterogenität dar – eine spannende Bestandsaufnahme rund 12 Jahre nach der Premiere des Originals. Die Reihe „Jetzt feiern – 20 Jahre Rimini Protokoll“ kommt passend zur nasskalten Zeit zwischen den Jahren – und wir verlosen 1×2 Tickets für die Reloaded-Vorstellung am 10.01.2020. Schreib uns einfach eine Mail an win@ceecee.cc! (Text: Hanna Komornitzyk / Fotos: Jürgen Fehrmann, Jo Exelmans & Dirk Pauweis)

HAU Hebbel am Ufer,
Jetzt feiern – 20 Jahre Rimini Protokoll, 21.12.2019–12.01.2020, Infos zu Terminen und Spielstätten online
@hauberlin
@rimini_protokoll

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VON SEHNSÜCHTEN UND ÄNGSTEN: REN HANG RETROSPEKTIVE IM C/O BERLIN

VON SEHNSÜCHTEN UND ÄNGSTEN: REN HANG RETROSPEKTIVE IM C/O BERLIN

Ren Hangs Bilder erzählen so greifbar von Sehnsüchten und Ängsten, dass man sich ihnen schwer entziehen kann. Starke Kontraste, Schwarz, Weiß, dunkles Blaugrün, leuchtendes Rot und dramatisches Blitzlicht erzeugen eine fast hypnotische Wirkung auf den Betrachter. Die nackten Körper von jungen Frauen und Männern – oft wie Requisiten zu komplexen hautfarbenen Landschaften und Mustern arrangiert – wirken so poetisch wie fragil. Lebende Tiere, merkwürdige Alltagsgegenstände und an Yoga erinnernde Posen sorgen für ein humoristisch-melancholisches Gegengewicht. Im Alter von nur 29 Jahren nahm Ren Hang sich im Jahr 2017 tragischerweise das Leben. Die C/O Galerie widmet dem Künstler nun deutschlandweit die erste umfassende Retrospektive. Obwohl Ren Hangs Werk stark in seiner Heimat China verortet ist – dort zählt er zu den wichtigsten Fotografen seiner Zeit – sind seine Bilder einer jungen wie einsamen chinesischen Generation so nachvollziehbar und metaphorisch, dass sie über jegliche Landes- und Altersgrenzen mitreißen. Eine lohnenswerte und wichtige Ausstellung, die wir gerne mit ins nächste Jahr nehmen. (Text: Hanna Komornitzyk / Fotos: © 2012, 2015, 2016 Ren Hang. Courtesy Estate of Ren Hang and Stieglitz 19, Antwerpen)

C/O Berlin Foundation, Hardenbergstr.22–24, 10623 Berlin–Charlottenburg; Stadtplan
Love, Ren Hang: 07.12.2019–29.02.2020
Täglich 11–20h
Eröffnung: Freitag 06.12.2019 um 19h
@coberlin

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GLÄNZENDE PERFORMANCE — LIGHT ART SPACE & REFIK ANADOL BESPIELEN DAS KRAFTWERK BERLIN

GLÄNZENDE PERFORMANCE — LIGHT ART SPACE & REFIK ANADOL BESPIELEN DAS KRAFTWERK BERLIN

Was passiert, wenn Kunst und Wissenschaft miteinander verschmelzen und das Licht zum Medium des Künstlers wird? In der riesigen Turbinenhalle des Kraftwerks Berlin bei Refik Anadols Ausstellung „Latent Being“ kannst Du das nun selbst herausfinden: als audiovisuelle Erfahrung ist sie in ihrer Tiefe und Größenordnung so beeindruckend, dass die Ausstellung nicht von dieser Welt zu sein scheint. Bei der immersiven Reise in vier Kapiteln handelt es sich um datenzentrierte Kunst, die mit Hilfe von Maschinenintelligenz und Bewegungen der Besucher ein sich ständig veränderndes digitales „Gemälde“ erzeugt. Das überwältigende Werk ist der Auftakt des Light Art Space (LAS) – eine gemeinnützige Kunststiftung, die künstlerische Perspektiven, neue Technologien und Wissenschaft miteinander verbindet. Neben Anadols Werk gibt es im Kraftwerk auch LAS+ zu sehen: Das interdisziplinäre Programm zeigt die Multimediashow des Berliner Duos Amnesia Scanner (30.11.2019, 21h) und Sounds der Komponistin, Musikerin und Soundkünstlerin Holly Herndon, die von künstlicher Intelligenz beeinflusst sind. Letztere tritt gemeinsam mit ihrem langjährigen Kooperationspartner Mathew Dryhurst (06.12.2019, 21h) auf. Die drei Arbeiten geben einen aktuellen Einblick in die Beziehung zwischen Mensch, Maschinen und Kunst. (Text: Benji Haughton / Fotos: Refik Anadol Studio, Camille Blake, Amnesia Scanner and PWR, Holly Herndon – PROTO, Boris Camaca, Courtesy of the artists)

Kraftwerk Berlin, Köpenicker Str.70, 10179 Berlin–Mitte; Stadtplan
Refik Anadol „Latent Being“, 23.11.2019–05.01.2020
Tickets für Amnesia Scanner gibt es hier.
Tickets für Holly Herndon gibt es hier.
@lightartspace

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