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FOTOGRAFISCHE GESCHICHTEN AUS ISRAEL UND DEM WESTJORDANLAND — “THIS PLACE” IM JÜDISCHEN MUSEUM

FOTOGRAFISCHE GESCHICHTEN AUS ISRAEL UND DEM WESTJORDANLAND — “THIS PLACE” IM JÜDISCHEN MUSEUM

Wenn wir an Israel und das Westjordanland denken, ist es leicht, sich in der Politik des Ortes zu verlieren. Aber was ist mit den Menschen? “This Place”, eine Ausstellung im Jüdischen Museum unter der Leitung des französischen Fotografen Frédéric Brenner, erzählt ihre Geschichten anhand von Fotos 12 verschiedener Fotokünstler, die über mehrere Jahre hinweg immer wieder in die Region gereist sind. Das Ergebnis ist eine Sammlung von mehr als 200 Fotografien zu den Themen Landschaft, Heimat, Identität und Familie. Jeder Fotograf zeigt uns eine andere Perspektive. Wendy Ewald lädt die Menschen aus der Region dazu ein, ihre eigenen Geschichten zu erzählen, indem sie sich selbst und ihren Alltag fotografieren; Während sich die Landschaftsfotografien der Fotografin Jungjin Lee durch eine melancholische, einfache Schönheit auszeichnen. Ihre großformatigen Bilder der Wüste verweisen auf den Konflikt in der Region und schaffen es, gleichzeitig ergreifend und gelassen zu wirken. Die Ausstellung ist ein intimer, aber vor allem ein menschlicher Bericht über Israel und das Westjordanland. (Text: Lisa Strube / Fotos: Frédéric Brenner & Jens Ziehe)

Jüdisches Museum Berlin, Lindenstr.9–14, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Mo–So, 10–20h
Fotoausstellung “This Place“, bis 05.01.2020. Führungen jeden Sonntag um 14 Uhr.
@jmberlin.de

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TAYLOR MAC — MUSIKALISCH-QUEERER AUSFLUG IN EINE ALTERNATIVE GESCHICHTE AMERIKAS

TAYLOR MAC — MUSIKALISCH-QUEERER AUSFLUG IN EINE ALTERNATIVE GESCHICHTE AMERIKAS

Erst wenn Du Taylor Macs Show “A 24-Decade History of Popular Music” gesehen hast, weißt Du, was mit partizipatorischem Theater gemeint ist. Bei der Marathonperformance im Jahr 2016 wurde bereits die amerikanische Geschichte queer nacherzählt: Damals sollten die Zuschauer ihre Sitznachbarn in einer Art Abschlussballszene umarmen und Szenen aus dem amerikanischen Bürgerkrieg mit Tischtennisbällen nachstellen – Mac tänzelte dabei über die Bühne. Als Mitgestalter dieses “radikalen Rituals der Feen-Realness”, wie Mac das Ganze formuliert, wirst Du ziemlich heftig aus Deiner Komfortzone geholt. Im Rahmen der Programmreihe Immersion der Berliner Festspiele kannst Du nun die europäische Premiere der ungekürzten Performance erleben und Dich selbst auf Probe stellen. Die Show basiert auf 246 populären Songs, von 1776 bis in die Gegenwart, die zu einem virtuosen Konstrukt aus Kabarett, Stand-up, Theater und Drag-Elementen werden. So wird eine amerikanische Vergangenheit erzählt, die vermeintliche Außenseiter mit gewagten Outfits von Machine Dazzle und Popklassikern wie “Oh, Pretty Woman” oder “Goodbye Yellow Brick Road” feiert. Viel Spaß beim Tanzen, Lachen – und wahrscheinlich auch Weinen. (Text: Benji Haughton / Fotos: Eike Walkenhorst, Teddy Wolff, Little Fang Photography)

Haus der Berliner Festspiele, Schaperstr.24, 10719 Berlin–Wilmersdorf; Stadtplan
“A 24-Decade History of Popular Music” findet vom 10.–20.09.2019 als vier sechsstündige Performances statt
@berlinerfestspiele

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CONNECTING AFRO FUTURES. FASHION X HAIR X DESIGN IM KUNSTGEWERBEMUSEUM

CONNECTING AFRO FUTURES. FASHION X HAIR X DESIGN IM KUNSTGEWERBEMUSEUM

Mode, Design und vor allem die Haarkunst Afrikas – darum dreht sich die neue Ausstellung “Connecting Afro Futures. Fashion x Hair x Design” im Kunstgewerbemuseum. Die Künstler – überwiegend aus den Modezentren Dakar (Westafrika) und Kampala (Ostafrika) – interpretieren vergangene Traditionen neu, um die Befreiung von westlichen Schönheitsidealen zu zelebrieren. Sehr gelungen thematisieren und erklären ihre Werke die emotionale Gewichtung hinter Afro-Haaren: in fast alle Kleidungsstücke, Filme oder Designs sind Afro-Haare eingearbeitet. Viele Designer verwenden zudem recycelte Materialien – wie Baumrinde, aus der Tücher gewonnen werden. Besonders für mich, als POC, ist es eine große Freude, meine eigene Kultur in der Kunst repräsentiert zu sehen. Die Ausstellung spricht jedoch alle an, denn sie ist eine Hommage an die Vielfältigkeit der afrikanischen Kunst. Neugierig geworden? Dann hast Du noch bis Dezember 2019 die Möglichkeit, der Ausstellung einen Besuch abzustatten. (Text: Louisa Sodji / Fotos: Aldi Diasse, Mario Epanya & Achim Kleuker)

Kunstgewerbemuseum, Matthäikirchplatz 10785 Berlin–Tiergarten; Stadtplan
“Connecting Afro Futures. Fashion x Hair x Design” läuft bis zum 01.12.2019
Di–Fr 10–18h, Sa-So 11–18h

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EIN BUCHLADEN FÜR MEHR ALS NUR LEKTÜRE-TIPPS: GEISTESBLÜTEN

EIN BUCHLADEN FÜR MEHR ALS NUR LEKTÜRE-TIPPS: GEISTESBLÜTEN

Der wunderschöne Buchladen Geistesblüten in einer Seitenstraße unweit vom Ku’damm hat weitaus mehr zu bieten als “nur” eine exzellent sortierte Lektüreauswahl. Wie der Name bereits vermuten lässt, stehen hier Literatur und Kultur im Mittelpunkt. Leiter Christian Dunker und Marc Iven sind bereits seit vielen Jahren im Literatur- und Kulturbetrieb tätig und wollten mit Geistesblüten einen Raum schaffen, an dem beides aufeinander trifft. In den Räumlichkeiten am Walter-Benjamin-Platz ist das nun auch ganz wortwörtlich der Fall: tagsüber Buchhandlung oder Veranstaltungsort für Matineen, wird der Laden abends zur Bühne für (meist schnell ausverkaufte) Lesungen oder Filmvorführungen. Auch für Ausstellungen lohnt es sich vorbeizuschauen: bis zum 01.03.2020 zeigt Illustrator Christoph Niemann hier die Serie “Hopes and Dreams”. Und noch dazu publiziert Geistesblüten auch ein halbjährlich erscheinendes Magazin, dass Texte zu kulturellen Themen vereint; die aktuelle Ausgabe “Emanzipation” gibt’s vor Ort. Ob Du eine gute Leseempfehlung suchst oder eine inspirierende Abendveranstaltung – bei Geistesblüten werden alle glücklich, die ihre Gedankenwelten bereichern wollen. (Text: Hanna Komornitzyk / Fotos: Johanna Rademacher-Flesland)

Geistesblüten, Walter–Benjamin–Platz 2, 10629 Berlin–Charlottenburg; Stadtplan
Di–Fr 11–19h, Sa 11–16h und nach Vereinbarung
@geistesbluetenmag
@geistesblueten

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BLÄTTER, DIE DIE WELT BEDEUTEN: TOBIAS REHBERGER IM HAUS AM WALDSEE

BLÄTTER, DIE DIE WELT BEDEUTEN: TOBIAS REHBERGER IM HAUS AM WALDSEE

Für seine erste Einzelausstellung im Haus am Waldsee hat Tobias Rehberger die lichten, offenen Räume in intime Kabinette verwandeln lassen. Alle Wände, die hier einst standen, wurden wieder eingezogen, alle Türen neu eingesetzt. Entstanden sind kleine Wunderkammern, die durch eines zusammengehalten werden: Papier als Material. Erstmals sind Rehbergers Zeichnungen, Aquarelle, Origamiskulpturen und “works in paper”, wie er sie selbst nennt, an einem Ort versammelt. Wandelt man durch die Zimmer, zeigt sich schnell, dass es hier um mehr als eine klassische Kabinettausstellung geht: Rehberger, bekannt für seine raumgreifenden Gesamtinstallationen, versteht Papier nicht nur als Bildträger, er testet die Grenzen des Blatts immer auch spielerisch aus. Neben Aquarellen aus der Serie “Harmony” – Zigarettenstummel, die in Essensresten ausgedrückt wurden – bauen sich im Hauptraum bunte Termitenhügel wie riesige, abstrakte Skulpturen auf und Raucher entdecken Aschenbecher aus Pappmaché, die nur darauf warten, benutzt zu werden. (Text: Laura Storfner / Fotos: Harry Schnitger, Jens Ziehe, Roman März)

Haus am Waldsee, Argentinische Allee 30, 14163 Berlin–Zehlendorf; Stadtplan
“Inspiration is a little town in China – in Papier”, bis 17.11.2019
@hausamwaldsee

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