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BRÜCKEN STATT MAUERN: LOS ANGELES ZU GAST IN BERLIN BEI B-LA CONNECT

BRÜCKEN STATT MAUERN: LOS ANGELES ZU GAST IN BERLIN BEI B-LA CONNECT

Aktuell hat Berlin 17 Partnerstädte auf der Welt, die erste Jumelage wurde Mitte der 1960er Jahre mit dem Bürgermeister von Los Angeles geschlossen: Auch das Kunstprojekt B-LA Connect will den Austausch zwischen beiden Städten fördern. Bis zum 23.06.2019 öffnen 22 Berliner Projekträume ihre Türen für Kollegen aus Los Angeles, die amerikanische Künstler in der Hauptstadt präsentieren. Der Pavillon am Milchhof im Prenzlauer Berg heißt das Projekt River willkommen, bei Blake & Vargas in Kreuzberg sind Big Pictures zu Gast, die in ihrer Schau das Buch zum Kunstwerk erheben, und den Neuköllner HilbertRaum übernimmt das Kollektiv Tiger Strikes Asteroid, das mit einer Retrospektive in die Zukunft schaut. Begleitet werden die Ausstellungen von einem Programm aus Performances, Talks, Filmvorführungen und geführten Touren. Mit der Finissage endet die transatlantische Freundschaft aber nicht – im nächsten Jahr treten die Berliner Projekträume ihren Gegenbesuch in Los Angeles an. (Text: Laura Storfner / Fotos: B-LA Connect, Kunstraum Blake & Vargas, Jaus Los Angeles)

B-LA Connect – Austausch unabhängiger Kunsträume zwischen Berlin und Los Angeles, verschiedene Orte in der Stadt, bis 23.06.2019
Programm

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RADICAL CRAFT — DIE VIELFALT DES KUNSTHANDWERKS ENTDECKEN UND VOR ORT KAUFEN

RADICAL CRAFT — DIE VIELFALT DES KUNSTHANDWERKS ENTDECKEN UND VOR ORT KAUFEN

Auf dem heutigen Markt müssen Produkte immer günstiger und schneller verfügbar sein, um sich dauerhaft gegen Konkurrenz durchsetzen zu können – ein Trend, der gerade jungen Unternehmen und Ideen immer wieder zum Verhängnis wird. Dass es auch anders geht, beweist die Jahresausstellung Radical Craft im Direktorenhaus: 73 Gestalter und Kunsthandwerker zeigen hier, wie vielfältig und wunderschön Kunst und Design sein können. Jedes der ausgestellten Objekte ist durch die Wahl der Materialien oder Herstellungsverfahren auf ganz eigene Weise radikal und zeitlos. Ob die farbenfrohen Papierschöpfungen vom Papierwerk Glockenbach, die Schmuckarbeiten von Stefanie Mittmannaus Textil und geklöppeltem Metall oder die schlichten, organischen Keramiken von Anna Badur – die Ausstellung macht Kunsthandwerk zum zentralen Thema und zeigt Produkte als begehrenswerten Objekte, die Trends überdauern. Der Eintritt ist übrigens kostenlos und Du kannst alle ausgestellten Arbeiten gleich vor Ort erwerben. (Text: Hanna Komornitzyk / Fotos: Hannes Wiedemann, Stefan Passig & Paul Graves)

Radical Craft im Direktorenhaus – Museum für Kunst Handwerk Design, Am Krögel 2 10179 Berlin–Mitte; Stadtplan
Jahresausstellung vom 27.05.2019–05.04.2020, Di–Fr 11–17h
@direktorenhaus

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GESICHTER UND GRENZEN: BERLIN ZWISCHEN DEN EPOCHEN — IN DER BERLINISCHEN GALERIE

GESICHTER UND GRENZEN: BERLIN ZWISCHEN DEN EPOCHEN — IN DER BERLINISCHEN GALERIE

Begib Dich auf eine Reise ins vergangene Jahrhundert, weg von vorbeifliegenden Instagram-Fotos hin zu Menschenbildern mit großer Würde und intensiver Präsenz. “Von Angesicht zu Angesicht” präsentiert sich die aktuelle Ausstellung der Berliner Künstlerin Lotte Laserstein in der Berlinischen Galerie. Noch bis Mitte August 2019 lassen sich die Werke der Chronistin der 1920er und 30er Jahre hier bestaunen. Mit ihren Pinselstrichen setzte sich die Malerin, die als eine der ersten Frauen ihr Studium an der Berliner Kunstakademie absolvierte, über die damals normativen Vorstellungen von Geschlechterrollen hinweg; Frauen und Männer der (damals) neuen Zeit in ihrer ganzen Natürlichkeit stehen im Fokus der Ausstellung. Parallel sind in der Ausstellung “Gesichter der 20er-Jahre” Portraits von Lasersteins künstlerischen Wegbegleitern zu sehen. Wer im Anschluss noch 60 Jahre weiter reisen möchte, schaut sich auch “Stadtrand Berlin” an. Die Schau, anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Mauerfalls, zeigt Fotografien von André Kirchner, die er 1993/1994 an der Stadtgrenze aufgenommen hat. Wer dann zurück in der Jetztzeit wieder durch das Heutige flaniert, tut dies hoffentlich entschleunigt und mit ein bisschen mehr Wissen über Berlins bewegte Historie. (Text: Rosa Künzler / Fotos: VG Bild-Kunst, André Kirchner & Noshe)

Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124–128, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Täglich: 10–18 Uhr
Von Angesicht zu Angesicht: Lotte Laserstein, bis 12.8.2019
Stadtrand Berlin: André Kirchner, bis 29.7.2019
Fazit: realities:united, bis 19.8.2019
@berlinischegalerie

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DIE MODERNE BEGEHEN, AUF KLEINSTEM RAUM — EILEEN GRAY IN DER AKADEMIE DER KÜNSTE

DIE MODERNE BEGEHEN, AUF KLEINSTEM RAUM — EILEEN GRAY IN DER AKADEMIE DER KÜNSTE

Lange Zeit ein Geheimtipp, wird die Architektin Eileen Gray heute als Pionierin der Moderne gefeiert. In der Akademie der Künste kannst Du nun aus nächster Nähe erleben, wie zeitlos ihr erstes Haus E.1027 auch 90 Jahre nach seiner Entstehung ist. Professor Wilfried Wang rekonstruierte gemeinsam mit Studierenden eines der Schlafzimmer und begeht in einstündigen Führungen den winzigen Raum, in dem kein Quadratmeter ungenutzt bleibt. Gray selbst entwarf die Einrichtung – Sonderanfertigungen, die perfekt auf ihre Umgebung angepasst sind. Selten war die Moderne so funktional und charmant zugleich. (Text: Hanna Komornitzyk / Fotos: Andreas FranzXaver Süß, Akademie der Künste & © WikiCommons 1910)

Akademie der Künste, Pariser Platz 4 10117 Berlin–Mitte; Stadtplan

Eileen Gray – E.1027 Master Bedroom, Mo–So 10–20h
Führungen mit Kurator Wilfried Wang noch bis Mitte Juni online buchen: So 26.5.2019 12h, Mi 29.5.2019 16.30h, Fr 7.6.2019 18h, So 9.6.2019 12h

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FLUENTUM — EINE NEUE SAMMLUNG FÜR VIDEOKUNST IN DENKMALGESCHÜTZTER KULISSE

FLUENTUM — EINE NEUE SAMMLUNG FÜR VIDEOKUNST IN DENKMALGESCHÜTZTER KULISSE

Auf der Suche nach einem Ort für seine Videokunstsammlung zog es den Software-Unternehmer Markus Hannebauer nach Dahlem. Gemeinsam mit dem Architekturbüro Sauerbruch Hutton machte er sich dort an den Umbau eines Gebäudes mit belasteter, wie bewegter Geschichte. Was während des NS-Regimes als Kaserne für die Luftwaffe errichtet wurde, nutzten die Amerikaner nach dem Krieg als Hauptquartier. Während heute auf dem Areal gewohnt wird, stand der repräsentative Trakt des Gebäudes lange leer. Niemand traute sich heran an die dunklen, denkmalgeschützten Räume – lediglich in Filmen wie “Inglourious Basterds” dienten sie als Kulissen. Nun werden hier keine Filme mehr gedreht, sondern gezeigt: Hannebauer widmet die steinernen Zeugnisse der Nazi-Zeit zur Ausstellungsarchitektur um. In der aktuellen Schau des Künstlers Guido van der Werve wirkt der schwarze Marmor als natürliche Blackbox – künftig werden auch andere Sammlungsarbeiten von Künstlern wie Hito Steyerl oder Hiwa K zu sehen sein. (Text: Laura Storfner / Fotos: © Guido van der Werve & © Moritz Hirsch – Courtesy of Fluentum, Berlin)

Fluentum, Clayallee 174, 14195 Berlin–Dahlem; Stadtplan
Sa 11–14h
Ausstellung bis 22.06.2019: “Guido van der Werve. Number eight, nine, twelve, thirteen, fourteen, seventeen”

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