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EINEN TAG LANG RAUMKLÄNGE ERLEBEN UND INS TRÄUMEN GERATEN — SUMMER OF MUSIC IN DEN MONOM STUDIOS

EINEN TAG LANG RAUMKLÄNGE ERLEBEN UND INS TRÄUMEN GERATEN — SUMMER OF MUSIC IN DEN MONOM STUDIOS

Kann die Aufnahme eines Musikstücks jemals so gut – oder sogar noch besser – wie die Liveversion sein? Wenn Du schon einmal bei einer Performance in der Raumklang-Location Monom dabei warst, lautet Deine Antwort mit ziemlicher Sicherheit: Ja! Im höhlenartigen Raum, der sich tief im Inneren des Funkhauses Nalepastraße auf der Nordseite der Spree befindet, stapeln sich zahlreiche Lautsprecher – so entsteht das Hörerlebniss mit Gänsehaut-Garantie. An diesem Samstag (11.06.2022) werden die 57 omnidirektionalen Lautsprecher von Monom das Publikum mit klassischer und elektronischer Musik beschallen: Willkommen beim Auftakt des Summer of Music. Für die erste Ausgabe, Summer of Music: Vol I, stehen insgesamt vier Performances auf dem Programm, die sowohl live als auch via Livemitschnitt zu hören sind. Bei dem Konzert der Violinistin Rakhi Singh sind klassische Werke für Streichinstrumente und Elektronik zu vernehmen, die zum ersten Mal 2021 in London aufgeführt wurden. Zu den Komponist:innen gehören Julia Wolfe, Michael Gordon und Alex Groves. Außerdem im Programm: Auszüge aus “Mensch, Music! #3 – Hotspot Earth”, einem besonderen Konzert des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB) anlässlich des Earth Days unter der Leitung von Vladimir Jurowsk. Bei jeder Session kannst Du Dich in ein Programm aus immersiven Klanginstallationen träumen.

Die Sounds können im Stehen, Sitzen – oder fürs ultimative Erlebnis – auch im Liegen (mit Blick auf die beeindruckende Betondecke der Location) erlebt werden. Zur Auswahl stehen vier Termine – besonders empfehlenswert sind die Slots um 16h und 21h30, da dann Rakhi Singh live auf der Geige spielt. Das Event startet mit drei Stunden “Interaktiven Experimenten”, am Ende des Tages erwartet Dich ein Live Set des Berliner Produzenten Oliver Klostermann – und Drinks an der Bar. Stelle Dir Dein persönliches Programm zusammen und lass Dich von besonderen Klangerlebnissen in den Sommer wiegen.

Text: Benji Haughton / Fotos: Monom & Becca Crawford

Cee Cee-Leser erhalten 50 Prozent Rabatt auf Tickets mit dem Code MONOMSTUDIOS.

Monom, Funkhaus Berlin, Nalepastr.18, 12459 Berlin–Oberschöneweide; Stadtplan
Tickets für Summer of Music: Vol I gibt es online.
 
@monomstudios

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PERSPECTIVES OF UKRAINIAN CINEMA DER DEUTSCHEN KINEMATHEK — EINBLICKE IN UNTERSCHIEDLICHE LEBENSWELTEN DER UKRAINE VON GESTERN UND HEUTE

PERSPECTIVES OF UKRAINIAN CINEMA DER DEUTSCHEN KINEMATHEK — EINBLICKE IN UNTERSCHIEDLICHE LEBENSWELTEN DER UKRAINE VON GESTERN UND HEUTE

Wie nähern wir uns filmisch einem Land? Dessen Geschichte, Gesellschaft, Kultur und den Menschen, die in ihm leben? Einen eindrucksvollen Vorschlag macht die Filmreihe Perspectives of Ukrainian Cinema der Deutschen Kinemathek vom 12. bis 30.06.2022 in Berlin (Delphi Lux, City Kino Wedding), Hamburg (Abaton Kino) und Leipzig (Schaubühne Lindenfels). Es erwarten uns vielfältige Einblicke in das Leben in der Ukraine von gestern und heute – begleitet von Einführungen und Gesprächen mit ukrainischen Film- und Kulturschaffenden. Los geht’s am 12.06. im Delphi Lux mit dem expressionistischen Stummfilmklassiker “Arsenal” von Oleksandr Dovzhenko aus dem Jahr 1929, der mit neuer Filmmusik (Bronnt Industries Kapital) und englischen Zwischentiteln gezeigt wird. Erzählt wird die Niederschlagung des bolschewistischen Aufstands in der Kyjiwer Waffenfabrik “Arsenal” durch die regierungstreuen Truppen des ukrainischen Zentralrats im Jahr 1918. Die Filmkuratorinnen Victoria Leshchenko und Yuliia Kovalenko der Initiative Sloїk Film Atelier haben neben Spielfilmen auch Dokumentarfilme ins Programm genommen. Die Bandbreite ist groß: von leichter Unterhaltung wie der Mutter-Sohn-Komödie “My Thoughts Are Silent” (2019) von Antonio Lukich bis zu post-apokalyptischem Science Fiction im Zukunfts-Drama “Atlantis” (2019) von Valentyn Vasyanovych, welches alle Rollen mit Soldat:innen, Veteran:innen und Beteiligten des ostukrainischen Krieges besetzte. Durch insgesamt sieben Lang- und zwei Kurzfilme lernen wir den Süden und Westen der Ukraine und den Donbass im Osten kennen.

Mit im Programm übrigens auch “Klonkie” von Maryna Er Gorbach, über werdende Eltern vor dem Hintergrund des Krieges im Donbass und dem Abschuss des Passagierflugzeugs MH17. Der Film gewann bei der diesjährigen Berlinale den Panorama-Publikumspreis und den Regiepreis im Sundance World Dramatic Wettbewerb 2022. Besonders eindrucksvoll ist der experimentelle Dokumentarfilm “War Note” von Roman Liubiy, der aus persönlichen Videos von Handys, Kameras und GoPros ukrainischer Soldat:innen editiert wurde und uns unmittelbar an die Front in der Ostukraine bringt. Außerdem im Programm: eine Tragikomödie aus dem Süden (“Volcano”), Dokumentarfilme über das Familienleben im Osten des Landes (“The Earth is Blue as an Orange” und „Territory of Empty Windows”) und eine Rekonstruktion der jüngsten ukrainischen Vergangenheit (“Nail”). Du kennst Menschen, die in Berlin, Hamburg oder Leipzig leben? Dann leite ihnen das Programm doch einfach weiter.

Text: Nike Wilhelms / Stills: My Thoughts Are Silent, Reason8 Films; War Note, Babylon 13; Volcano, Elemag Pictures

Delphi Lux, Yva-Bogen, Kantstr.10, 10623 Berlin–Charlottenburg; Stadtplan

City Kino Wedding, Müllerstr.74, 13349 Berlin–Wedding; Stadtplan
 
Perspectives of Ukrainian Cinema (12.–30.06.2022) – das Programm findet ihr hierTickets können vorab gebucht werden. Alle Filme laufen im Original mit englischen Untertiteln. Der Eintritt ist kostenfrei. Im Delphi Lux wird um eine Registrierung vorab gebeten.
 
@deutschekinemathek
@delphilux
@city_kino_wedding

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DIE BEATS SIND ZURÜCK IM CLUB: OHM — EMPFOHLEN VON CAROLINE WHITELEY

DIE BEATS SIND ZURÜCK IM CLUB: OHM — EMPFOHLEN VON CAROLINE WHITELEY

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2014 ist das Ohm eine Art Wohnzimmer für Nachtschwärmer:innen, die experimentelle Clubmusik zu schätzen wissen. Als ich vor rund zehn Jahren nach Berlin zog, prägten die intime Clubatmosphäre und das sorgfältig kuratierte Resident-DJ-Programm meinen Musikgeschmack nachhaltig und waren unter anderem verantwortlich dafür, dass ich Musikjournalistin wurde. Das Ohm befindet sich im Batterieraum eines ehemaligen Heizkraftwerkes direkt neben dem Tresor in der Köpenicker Straße. Hier wird die Berliner Szene mit der internationalen verknüpft: Und so performten in dem kleinen Clubraum bereits das polnische Kollektiv Brutaz, das einzigartige Label Principe Discos aus Lissabon und Blackest Ever Black, dessen Künstlerin Ossia kontinuierlich für feinste Beats und DJs aus Bristol sorgte; nicht zu vergessen: Version, zu denen die legendären britischen Bass-Labels Hyperdubund Hessle Audio gehören. Wie der benachbarte „große Techno-Bruder“ Tresor pflegt auch das Ohm intensiven Kontakt nach Detroit bzw. zu DJ Stingray 313, Juan Atkins und Moodyman, die übrigens 2016 bei der 25-jährigen Tresor-Geburtstagsparty Back-to-Back auflegten. Momente wie diese erinnern uns an den Fame Berlins als Metropole elektronischer Musik und wir freuen uns unheimlich auf die Wiedereröffnung des Ohm am 03.06.2022. Das Nachtleben kann beginnen.

Text: Caroline Whiteley / Fotos: Ohm & Adi Putra 

Caroline Whiteley ist eine in New York geborene Journalistin, die über elektronische Musik schreibt. Sie war Redakteurin bei Electronic Beats und moderiert heute eine monatliche Show beim Münchner Internetradiosender Radio 80000.

Ohm, Köpenicker Str.70, 10179 Berlin–Mitte; Stadtplan
Das Line-up findest Du online.

@ohmberlin

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OPENINGS, FINISSAGEN UND KUNST-TALK AN DIESEM WOCHENENDE BEIM CHARLOTTENWALK

OPENINGS, FINISSAGEN UND KUNST-TALK AN DIESEM WOCHENENDE BEIM CHARLOTTENWALK

Für alle, die an Pfingsten in Berlin bleiben oder Besuch erwarten, kommt der „Charlottenwalk“ durch die Charlottenburger Galerieszene wie gerufen. Von alteingesessen bis neu zugezogen, von fest etabliert bis jung und aufstrebend: 41 Galerien öffnen am Freitagabend (03.06.2022) zum Afterwork Kunstbummel und den ganzen Samstag (04.06.2022) ihre Türen. Das heißt kostenloses Kunst-Programm unter der Leitung von Kunsthistoriker:innen von art:berlin, ein bisschen Mingling und dazu gibt’s hier und da sicher ein gekühltes Getränk… Viele Galerien nutzen diesen Abend für Vernissagen oder Finissagen, so wie Haverkamp Leistenschneider, die an diesem Wochenende ihre Ausstellung “Mönch” des Berliner Malers Stefan Hirsig beenden. Dafür gibt’s bei Borch Editionsdas jüngste Druckprojekt “Antigone” von Tacita Dean zu sehen, bei Alexander Deubls Lichtobjekten “Love over Gold” im Kunsthandel Uekermann und Studio 4 präsentiert internationale Design Pieces und Antiquitäten. Und für einen gelungenen Abschluss lädt die neu eröffnete “Freunde Bar”in der Wielandstraße in der Wielandstraße auf einen Drink plus Kunst–Talk ein, oder ihr kehrt ein in die Bar Fasanen 47 auf einen After-Art-Absacker. 

Text: Alison Musch / Fotos: Jorg von Bruchhausen, Matthias Bildstein & Johannes Gervé / Credit: Galerie Michael Hass, Anton Henning, Galerie Mutare, Galerie Crone, Hamlet Lavastida

Charlottenwalk – nächster Rundgang am 03. & 04.06.2022. Tickets für die Führungen kannst du auf der Art:berlin Website erwerben. 

@charlottenwalk

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MUSCHELN UND BETON — NINA CANELL IN DER BERLINISCHEN GALERIE

MUSCHELN UND BETON — NINA CANELL IN DER BERLINISCHEN GALERIE

Skulpturen sind in Nina Canells Werk keine abgeschlossenen Formen, sondern Versuchsanordnungen, die im Wandel begriffen sind. Betreten ist daher erlaubt – und sogar ausdrücklich erwünscht in ihrer aktuellen Ausstellung in der Berlinischen Galerie. Für ihre Installation „Muscle Memory“ hat die schwedische Künstlerin sieben Tonnen Muscheln aus der Nordsee auf dem Museumsboden verteilt. Mit jedem Schritt, den Besuchende in dieser Umgebung tun, werden die Muscheln kleiner und kleiner, brechen und lösen sich zu feinem Sand auf: Aber nicht nur ihre Form entwickelt sich weiter – auch die Farbe und der Klang, der jeden Fußtritt begleitet, verändern sich im Laufe der Ausstellung. Die Poesie, die im Prozesshaften liegt, zieht sich durch Canells gesamte Praxis. Der aus geschredderten Muscheln gewonnene Stoff – sogenannter Kalzit – taucht als Bestandteil von Beton in ihrer Videoarbeit „Energy Budget“ wieder auf.

Für den Film hat Canell gemeinsam mit Künstler Robin Watkins die Betonfassaden von Wolkenkratzern in Hongkong gefilmt, die teilweise gigantische Löcher in der Architekturstruktur aufweisen. Nach der Lehre des Feng Shui soll mythischen Drachen so die Flugbahn zwischen Himmel und Meer freigehalten werden. Wie sich Körper in der Welt bewegen, welche Hindernisse sie überwinden müssen, was zerbricht und was neu entsteht, sind nur einige der Fragen, auf die Canells Kunstwerke eine Antwort suchen.

Text: Laura Storfner / Fotos: Robin Watkins & Nick Ash

Berlinische Galerie, Alte Jakobstr.124–128, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan

Nina Canell: Tectonic Tender, bis 22.08.2022, Mi–Mo 10–18h, Eintritt 10 Euro / 6 Euro.

@berlinischegalerie

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