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ART BIESENTHAL: EINE RESIDENZ AUF DEM LAND MIT INTERNATIONALER KUNST

ART BIESENTHAL: EINE RESIDENZ AUF DEM LAND MIT INTERNATIONALER KUNST

Ursprünglich als Wehrmühle für den Fluss Finow im 14. Jahrhundert erbaut, wurde eine verfallene Mühle in Biesental neu belebt. Der malerische Ort ist in ein Ensemble aus Wohn- und Ausstellungsraum mit Gästehaus transformiert worden – und das mit einmaligem Charme und der unverkennbaren Stuckfassade. Ein Co-Working Space und Café der Macher des Mitte-Cafés St. Oberholzist neu dazugekommen. Jedes Jahr leben und arbeiten hier in Biesenthal verschiedene Künstler; Alicja Kwade, Norbert Bisky und Michael Sailstorfer waren schon zu Gast und die Art Biesenthal ist quasi die künstlerische Essenz der Aufenthalte. Dieses Jahr zeigen 35 nationale und internationale Künstler ihre Arbeiten; u.a. Dennis Feddersen, Markus Kiebel, Andreas Mühe und Oskar Marie Rink. Begleitet wird die Vernissage von DJs, Performances und Picknicks in den üppigen Wiesen. Kurz gesagt: “Art meets landscape meets architecture” – ein Ausflug ins ca. 45 Minuten ab Berlin-Mitte entfernte Biesenthal klingt daher wie immer viel versprechend. (Text: Milena Kalojanov / Fotos: Art Wiesental, Dennis Feddersen)

Art Biesenthal
, Wehrmühlenweg 8, 16359 Biesenthal; Stadtplan
Zur Wehrmühle Biesenthal fährst du mit dem Auto oder Regionalzug RB24 und dann Bus oder Taxi
Vernissage 17.08.2019, ab 12h
18.08–07.09.2019, 12–18h
@artbiesenthal

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KUNST IM GRÜNEN — EIN AUSFLUG INS BRÜCKE-MUSEUM UND DAS BENACHBARTE KUNSTHAUS DAHLEM

KUNST IM GRÜNEN — EIN AUSFLUG INS BRÜCKE-MUSEUM UND DAS BENACHBARTE KUNSTHAUS DAHLEM

Auf Anregung von Karl Schmidt-Rottluff entstand Ende der Sechziger am Rande des Grunewalds ein Museum für die expressionistische Künstlergruppe die “Brücke”, der der Maler Anfang des 20. Jahrhunderts den Namen gab. Bis heute ist das Brücke-Museum unweit der Krummen Lanke ein besonders idyllisches Ausflugsziel – und aktuell läuft eine Ausstellung, die man nicht verpassen sollte. Unter dem Titel “Flucht in die Bilder?” hinterfragt das Museum die Rolle der ehemaligen Brücke-Künstler in der Zeit des Nationalsozialismus. Klug und nüchtern analysieren die Kuratorinnen das fragwürdige Narrativ der inneren Emigration im Spannungsfeld von Antisemitismus und Arbeitsverbot, Regimetreue und künstlerischer Verfemung. Fortgesetzt wird die Schau im benachbarten Kunsthaus Dahlem, dem ehemaligen Atelier des NS-Bildhauers Arno Breker – einem Ort, an dem die Rezeption der NS-Vergangenheit unumgänglich ist. Im Garten der beiden Institutionen spannt die Künstlerin Sol Calero den Bogen zur Gegenwart: Die komplexen Fragestellungen der Ausstellung kann man in ihrem Pavillon “Casa Isadora”, der die Holzschnittästhetik der Brücke-Mitglieder aufgreift, nachwirken lassen. (Text: Laura Storfner / Fotos: Jürgen Pleuser & Nick Ash)

Brücke–Museum, Bussardsteig 9, 14195 Berlin–Dahlem; Stadtplan
Mi–Mo 11–17h

Kunsthaus Dahlem, Käuzchensteig 8, 14195 Berlin–Dahlem; Stadtplan
Mi–Mo 11–17h

“Flucht in die Bilder? Die Künstler der Brücke im Nationalsozialismus”, bis 11.08.2019
“Sol Calero: Casa Isadora”, bis 15.11.2019
Das Sommerfest des Brücke–Museums findet am 11.08.2019 statt
@brueckemuseum

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BUNTES PARADIES ODER ORT FÜR PROTEST? DEN GARTEN STUDIEREN IM GROPIUS BAU

BUNTES PARADIES ODER ORT FÜR PROTEST? DEN GARTEN STUDIEREN IM GROPIUS BAU

Die Ausstellung beginnt draußen. Hinter dem Gropius Baubahnen sich Blumen und Gräser eingezäunt zwischen Schutt und Beton ihren Weg. Das Arrangement des Gartens dient hier als Metapher für den komplexen Zustand der Welt. So ist z.B. Maria Thereza Alves’ Trümmerflora nicht nur ein Zeichen von Widerstand, sie stellt auch infrage, was wir als “eingeschleppt” oder “vertraut” empfinden. In dem Alves Samen von Gewächsen verpflanzt, die in Deutschland ursprünglich nicht heimisch waren, lässt sie in ihrem Garten die Migration als Metapher blühen. Auch Libby Harward untersucht Botanik als Spiegel kolonialer Machtstrukturen, während Rashid Johnson die Komplexität und Kommerzialisierung schwarzer Identität in einem Gerüst aus Topfpflanzen, Philosophiebänden und Sheabutter darstellt. Dass der Garten als Motiv mehr ist als spießige Schreberidylle und verklärtes Arkadien, führen 19 weitere Künstler, darunter Größen wie Pipilotti Rist und Yayoi Kusama, auf ganz unterschiedliche Art vor. Ausgehend von Hieronymus Boschs Renaissancegemälde “Garten der Lüste” legen sie Experimentierfelder an, die den Garten irgendwo zwischen Paradies und Protestraum verorten. (Text: Laura Storfner / Fotos: von oben im Uhrzeigersinn: Hicham Berrada & Kamel Mennour; Pipilotti Rist, Hauser and Wirth & Luhring Augustine, Rashid Johnson & Hauser and Wirth)

Gropius Bau, Niederkirchnerstr.7, 10963 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Die “Garten der irdischen Freuden” Ausstellung läuft bis 01.12.2019
Mi–Mo 10–19h
@gropiusbau

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IM PARADIES — ZEITGENÖSSISCHE KUNST IN DER KLOSTERRUINE

IM PARADIES — ZEITGENÖSSISCHE KUNST IN DER KLOSTERRUINE

Da, wo eigentlich schon alles verloren ist, im Bermudadreieck zwischen Rotem Rathaus, Fernsehturm und Alexa, liegt die Klosterruine – einer der eindrucksvollsten Kunstorte der Stadt. Ende des 13. Jahrhunderts ließen Franziskanermönche hier eine imposante Backsteinkirche errichten, später nutzte man die Anlage als Elitegymnasium, bevor sie im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt wurde. Heute dienen die Überreste des gotischen Baus als experimentelle Kulisse für Kunst. Diesen Sommer nähert man sich hier, inmitten des zerstörten Kirchenschiffs, dem Mythos vom Paradies. Im Skulpturengarten, den das lettische Künstlerduo Katrīna Neiburga und Andris Eglītis mit Janis Novis angelegt hat, kuratiert die queere Kreativplattform Creamcake regelmäßig ein Musikprogramm. Am Samstag verwandelt ihre Reihe “Paradise Found” die Ruine wieder in eine Open-Air-Bühne: Dann hört man das flimmernde Saxophon von Bendik Giske, lauscht den ätherischen Stimmcollagen von Cucina Povera und folgt einer Performance von Nile Kötting. (Text: Laura Storfner / Fotos: Ink Agop)

Klosterruine, Klosterstr.73a, 10179 Berlin–Mitte; Stadtplan
Creamcake: Paradise Found w/ Bendik Giske, Cucina Povera, Nile Koetting, Michelle Woods, 27.07.2019, 18–23h
Ausstellung “Playground – for accepting your mortality”, Katrīna Neiburga & Andris Eglītis mit Jānis Noviks, bis 31.10.2019
@klosterruine.berlin

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FOOD FOR THE EYES: AFTER–WORK FÜHRUNG & DRINK BEI C/O BERLIN

FOOD FOR THE EYES: AFTER–WORK FÜHRUNG & DRINK BEI C/O BERLIN

Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme: Wir sind, was wir essen. Kein Wunder also, dass das Genre Food Photography so divers ist wie unser Leben selbst und Themen von Familie über Kultur und Konsum bis zu Lust und Ekel behandelt. Falls Du Dich mit Essen-im-Bild in einem weiteren Kontext auseinandersetzen möchtest, und nicht nur via #Foodporn auf Instagram, komm doch heute Abend zur After-Work Führung bei C/O Berlin. “Food for the Eyes” heißt die aktuelle Schau. Neben absurden Wurst-Arrangements vom Schweizerischen Künstlerduo Peter Fischli und David Weiss – als humorvolle Reflexion unseres Verhältnisses zu Nahrungsmitteln – gibt es unter anderem Bilder des Briten Martin Parr zu sehen, der nicht weniger unterhaltsam das Verhältnis zwischen heiler Welt und Überflussgesellschaft aufzeigt. Parallel zu dieser Schau zeigt C/O Berlin die Ausstellung “Contradiction”, eine Sammlung mit Fotografien von Elfie Semotan. Als ehemaliges Fotomodell begann Semotan ihre Karriere vor der Kamera, bevor sie die Seite wechselte und unter anderem durch die Zusammenarbeit mit Helmut Lang internationale Beachtung fand. In ihren Aufnahmen verschwimmt die Grenze zwischen Kunst und Kommerz. Die Abendführungen beginnen heute (18.07.2019) um 19 Uhr und 19.30 Uhr. Und zur besseren Aufnahme der zwei fotografischen Gänge gehört passend zum Thema natürlich auch ein Getränk. (Text: Rosa Künzler / Fotos: v. l. n. r. Elfie Semotan, David von Becker & Martin Parr)

Tickets findest Du hier und an der Abendkasse ab 30 Min. vor Veranstaltungsbeginn.

C/O Berlin
, Amerika Haus, Hardenbergstr.22-24, 10623 Berlin–Charlottenburg; Stadtplan
Täglich 11–20h
@coberlin

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