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ARAI — CHINESISCHE SPEISEN, JAPANISCH INTERPRETIERT

ARAI — CHINESISCHE SPEISEN, JAPANISCH INTERPRETIERT

Kerzenlicht flackert hinter hellen, handgefärbten Leinenlaken. Sie umrahmen tiefliegende Holztische, an denen zwölf Personen sitzen können. Nimm Platz und lass den Tag hinter Dir — Küchenchef Makoto Ishii und Chef de Service Shuai Wang führen Dich durch ein sinnliches Erlebnis, inspiriert von japanischen Teezeremonien. Arai wurde im März 2018 von Shiori Arai und Flora Choi, den Betreibern des Shiori, eröffnet. Ähnlich wie in ihrem ersten Restaurant, servieren sie hier ein Omakase-Menü (japanisch für “Anvertrauen”, hier aber: “Gesetzt”). Die Küche ist Chūka Ryōri: chinesische Speisen, die japanisch interpretiert werden und sich in Aromen, Präsentation und der Zusammensetzung des Menüs unterscheiden. Insgesamt zehn Gänge bilden einen geschmacklichen Höhepunkt und insbesondere die Fischgerichte haben es uns angetan. Qualle in Yuzusauce. In Sake marinierte Riesentrogmuschel. Kartoffeln mit Kaviar. Frischer Goldbarsch mit Essig. Gekühlte Garnelen. Frittierte Auster. Ein gemeinschaftlicher Hotpot mit Mapo-Tofu wird vor dem finalen Dessert, einem seidenweichen Blutorange-Mango-Pudding, auf den Tisch gestellt. Die Sake-Begleitung zum Menü ist äußerst empfehlenswert: Arai arbeitet mit dem traditionellen, 1860 gegründeten, Sake-Hersteller Born zusammen, der seinen Sitz in Shioris Heimatstadt Fukui hat. Wenn Du Dich für Sake entscheidest, kannst Du Deinen Lieblingsbecher von einem Holztablett aussuchen — er wird Dich an diesem Abend begleiten. Die Gefäße stammen, so wie die Teller, von traditionellen japanischen und koreanischen Keramikkünstlern. Die Stäbchen werden in Kyoto aus Bambusrohr gefertigt. Wenn Du einen unvergesslichen Abend verbringen möchtest, dann bist Du hier genau richtig. (Text: Anna Dorothea Ker / Fotos: Sasha Kharchenko)

 

Arai, Straßburger Str.60, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg; Stadtplan

Di-So, das Essen beginnt um 19.30h. Reservierungen an info@araiberlin.com.

Das Omakase-Menü ist nicht für Vegetarier geeignet.

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LAURA PAUSEWANG EMPFIEHLT: KREUZBERGER HIMMEL

LAURA PAUSEWANG EMPFIEHLT: KREUZBERGER HIMMEL

Es duftet nach Kardamom und Nelken, sobald ich den Kreuzberger Himmel in der Yorckstraße 89 betrete. An den langen dunklen Holztischen werden typische syrische Speisen wie „Kabse“, „Kibbeh“ oder „Samak“ serviert, die so orientalisch schmecken, wie sie klingen. Es sind Reisgerichte mit Gewürzen, Datteln und Nüssen, die wahlweise vegetarisch, mit Fleisch oder Fisch zubereitet werden oder Klassiker wie Hummus und Baba Ganoush. Der Kreuzberger Himmel ist ein Stück Syrien in Berlin und zeigt, wie Integration aussehen sollte: Das im Dezember 2017 eröffnete Restaurant wird von Geflüchteten betrieben, und so u.a. Syrern, Iranern, Pakistanern und Afghanen hier die Möglichkeit gegeben, in Deutschland Fuß zu fassen. Dahinter steht die Initiative Be an Angel e.V., die der Journalist Andreas Tölke gründete. Man will den Gästen die eigene Kultur näher bringen — und das geht natürlich am besten bei einem gemeinsamen Essen. (Text: Laura Pausewang / Fotos: Pamina Aichhorn)

Kreuzberger Himmel, Yorckstr.89, 10965 Berlin-Kreuzberg; Stadtplan
Mi-So 17h-00h

Laura Pausewang lebt nach Zwischenstopps in Lissabon, London und Paris seit einem Jahr im Prenzlauer Berg. Sie ist freie Texterin und Trendforscherin. In Berlin lebt sie ihre Leidenschaften aus: Trends beobachten, Kaffee trinken und spannende Menschen treffen.

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W PIZZA: HEISS, KNUSPRIG, LECKER — GENUSS WIE IN NEAPEL

W PIZZA: HEISS, KNUSPRIG, LECKER — GENUSS WIE IN NEAPEL

Seit März 2018 gibt es einen neuen köstlichen Grund, mehr Zeit am Neuköllner Weichselplatz zu verbringen: W Pizza. Eröffnet von Darius Suski und Chefkoch Łukasz Sołowiej, der zuvor bei Zola arbeitete, ist diese Pizzeria auch eine Bäckerei — mit einer Kees van der Westen Spirit Espressomaschine. Die beiden Ws im Logo stehen übrigens für wheat and weeded, denn was W Pizza von anderen Pizzerien in Berlin unterscheidet, ist der liebevoll von Hand gemachte Teig. Er besteht zu gleichen Teilen aus Weizen- und Hanfmehl und wird anschließend im “Stefano Ferrara” gebacken, einem traditionellen Holzofen aus Neapel. Das Menü ist überschaubar, aber unwiderstehlich. Die Wahl fällt schwer, zwischen Klassikern wie Bufala oder verspielteren Varianten wie Aubergine, mit Auberginen-Paste, Salsiccia, Provola und Basilikum, und der Pizza Bianca mit Radicchio, Gorgonzola, Walnüssen und Honig. Unsere Empfehlung: Teile mit deinen Freunden und rundet euren Abend mit Kaffee und cremigem Tiramisu ab, während ihr die ebenso ästhetische Einrichtung zwischen unverputzten Wänden genießt. Und aufgepasst: ab Mitte des Frühlings soll es am Wochenende auch Frühstück geben. Bis dahin tüftelt Pistazien-Enthusiast Darius an einem Croissant mit Pistazienfüllung. Wenn das Ergebnis die Qualität seiner Pizzen erreicht, können wir den ersten Bissen kaum erwarten. (Text: Lisa Strube / Photos: Anna Dorothea Ker)

W Pizza, Fuldastr.31, 12045 Berlin-Neukölln, Stadtplan
Di-Fr 18-22h, Sa 13-22h, So 13-21h

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RAMEN X RAMEN: HANDGEMACHTES FÜR SUPPENLIEBHABER

RAMEN X RAMEN: HANDGEMACHTES FÜR SUPPENLIEBHABER

Für Liebhaber japanischer Suppe gibt es seit Ende Januar einen weiteren Grund, den Simon Dach-Kiez aufzusuchen: Ramen x Ramen. Wie im benachbarten Hako, ist auch hier die Küche offen und die Sitzplätze übersichtlich — man erahnt, wie es auf den Food-Märkten Japans zugehen muss. Die Köche kommen aus Tokyo und sind mit den angebotenen Speisen aufgewachsen. Die Hauptrolle spielt, klar, Ramen in größtenteils deftigen Variationen wie Teriyaki, aber auch für fleischlose und vegane Optionen ist gesorgt. Die kräftigen Nudeln sind handgemacht und auch Alltagssnacks, wie Miso-Paste mit Gurkensticks, haben es in das Menü geschafft. Dazu kann man Reis- oder Gerstentee genießen, alles serviert in schönem Keramikgeschirr aus Japan. Ramen x Ramen ist gerade jetzt, wo wärmende Orte und Speisen noch das non-plus-ultra sind, perfekt. Doch demnächst soll es die frischen Gerichte auch ohne Brühe geben und der japanische Klassiker wird so frühjahrsfit. (Text: Jennifer Prietzel / Fotos: Ramen x Ramen)

Ramen x Ramen, Gabriel-Marx-Str.2, 12045 Berlin-Friedrichshain; Stadtplan
Mo-So 12-0h

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RUNDE SACHE FÜR PIZZA-FREUNDE: SALAMI SOCIAL CLUB

RUNDE SACHE FÜR PIZZA-FREUNDE: SALAMI SOCIAL CLUB

Äußerlich vielleicht etwas unscheinbar, überzeugt der Salami Social Club direkt nach dem Eintreten mit fantastischen Pizzen und guter Musik. Gegründet wurde der Club im Juli 2016 von den drei Freunden Vinh, Jacob und Ben, der den Teig perfektioniert und Beläge ausklügelt seit er sich mit Anfang 20 einen Pizza-Ofen besorgte. Das Ergebnis sind überraschende Pizza-Varianten mit hochwertigen Zutaten. „Spicy Salami“ ist der Favorit und das nicht ohne Grund: nach frischer Chili-Schärfe wird der Gaumen mit einer süßlichen Note überrascht — Honig ist das Geheimnis! Der vegetarische Liebling ist nicht minder attraktiv. Rote Bete und Kürbis umringt von Ziegenkäse, Pinienkerne und Haselnüssen. Außergewöhnlich für die Pizza-Szene ist mit Sicherheit „Black Pudding“, belegt mit Blutwurst britischer Art. In Sachen Pizza-Experimente bleibt der Salami Social Club ein offener Kreis und der Ofen wird regelmäßig von befreundeten Berliner Köchen für neue und außergewöhnliche Konstellationen genutzt. Auch beim Bier möchte das Trio möglichst lokal bleiben und legt den Fokus auf Craft-Biere wie die von Berliner Berg aus Neukölln. Voll wird es im Club übrigens besonders an Donnerstagen zur Slice-Night, wenn die großen Pizzastücke nur einen Euro kosten! Der perfekte Tag, um sich durch die verschiedenen Pizzen zu schlemmen. (Text: Jennifer Prietzel / Fotos: Pamina Aichhorn)

Salami Social Club, Frankfurter Allee 43, 10247 Berlin-Friedrichshain; Stadtplan

Geöffnet von So-Mi 12-0h, Do-Sa 12-1.30h; Event-Informationen über Facebook

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