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IN DER SPEISEWIRTSCHAFT EINE NEUE FLEISCHKULTUR ERLEBEN

IN DER SPEISEWIRTSCHAFT EINE NEUE FLEISCHKULTUR ERLEBEN

Jörg Förstera und Hendrik Haase, genau die beiden ambitionierten und super sympathischen Jungs, die bereits 2015 mit ihrer populären gläsernen Metzgerei Kumpel & Keule in der Markthalle Neun in Kreuzberg an den Start gegangen sind, haben im Dezember – nur 400m von der Markthalle Neun entfernt – zwei Straßenecken weiter die Speisewirtschaft eröffnet: ein Ort, an dem eine neue Fleischkultur zwischen Messer und Gabel erlebbar und vor allem schmeckbar gemacht wird. Ein bodenständiger, ehrlicher Imbiss mit Stil und hohem Standard. Das Lokal an der Skalitzer ist gemütlich, die Atmosphäre warm, der Service richtig klasse. Dich erwartet leckere Küche auf Augenhöhe: die Speisekarte ist traditionell, doch kommen alle Gerichte mit einem modernen Twist daher. Auf Teller und Holztafel gibt es hier – um nur einige Favoriten hervorzuheben – Opas traditionelle Leberwurststulle mit Spreewaldgurke, fantastisches Roastbeef mit krossen Bratkartoffeln oder der köstliche Dry-Aged-Burger mit Kartoffel-Knobi-Stampf und Gravy, ein Gedicht. Dazu werden leckeres Bier und guter Wein vom Winzer gereicht und wer mag, bekommt hier auch noch einen milden Korn – aus Brandenburger Weizen – als Digestif serviert. Ein köstlicher Abend in charmanter Atmosphäre ist garantiert! (Text: Lisa Strube / Fotos: Speisewirtschaft)

Speisewirtschaft, Skalitzer Str.97, 10997 Berlin-Kreuzberg; Stadtplan

Di-Sa 16-22h

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CHRISTIAN SCHÄRMER EMPFIEHLT: HEIMLICHTREU

CHRISTIAN SCHÄRMER EMPFIEHLT: HEIMLICHTREU

In einer Zeit, in der tindern schon fast zum guten Ton gehört, mag man eventuell beginnen, Treue zu verheimlichen — obwohl es ja bislang eher die untreuen Verfehlungen waren, die man vor der Öffentlichkeit zu verbergen suchte. Am liebsten würde man diesen versteckten zweiten Hinterhof in Mitte dennoch für sich behalten und dann ganz heimlich treuer Stammgast werden. Und ganz falsch liegt man damit nicht, auch das Team um die beiden Freunde Mike Krause und Nikolai Coerper, das sich von vielen Jahren gemeinsamer Arbeit im Katz Orange kennt, bleibt sich treu und liebt es leise. Ein großes Eingangsschild sucht man beim HeimlichTreu vergebens, man setzt auf Nachhaltigkeit und Regionalität – beim Essen sowieso, aber auch, was Stammgäste und eine gelebte Kieznähe betrifft und bei der Werbung verlässt man sich einzig auf zufriedene Gäste wie mich, die es dann doch weitererzählen müssen. Denn seien wir ehrlich, wer sitzt schon gerne alleine und einsam in seinem Geheimtipp-Restaurant, selbst wenn einem das Essen und die Drinks aus der Hand von Barchef Arnd Henning Heissen (Ritz Carlton Berlin) alles um sich herum vergessen lassen. (Text: Christian Schärmer / Fotos: HeimlichTreu)

HeimlichTreu, Anklamer Str.38, 10115 Berlin-Mitte; Stadtplan

Mo-Fr 12-14h und 18-24h, Sa 18-24h;

Sonne oder grauer Himmel, Christian Schärmer scheint sich nicht entscheiden zu wollen und pendelt seit vielen Jahren zwischen den beiden Standorten seines Art Direction Studios Proxi.me in Berlin und Barcelona. Nebenher publiziert er das anstößige Weinmagazin Schluck.

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OLIVER KANN EMPFIEHLT: NAUTA

OLIVER KANN EMPFIEHLT: NAUTA

Meine Mutter ist Peruanerin und hatte schon lange vor mir durch andere Expats von Nauta in der Kastanienallee gehört. Angesichts meines Besuches dort, war ich voller Vorfreude auf eines meiner peruanischen Lieblingsgerichte: Nikkei. Die lockere Atmosphäre — dezentes Licht und ein modulares Holz-Stahl-Interieur — wird nur durch die unglaubliche Gastfreundschaft des Chefs und Eigentümers Juan Danilo übertroffen. Die Begeisterung für seine Wurzeln und die Kultur Perus ist richtig ansteckend. Juans Anliegen: Jeder Gast soll die drei Einflüsse, die Nauta miteinander vereint, herausschmecken: traditionell-peruanische, japanische sowie authentische Zutaten aus Amazonien. Diese sind entscheidend für die Originalität und Vielseitigkeit der Gerichte. Das Menü besteht aus kleinen Tellern, die geteilt werden — darunter peruanische Grundspeisen mit tropischem oder pikantem Twist. Von den Scallops Tiradito (eine Art Carpaccio-Ceviche) und dem warmen Pulpo-Ceviche konnte ich gar nicht genug bekommen. Gekrönt wurde der Abend durch den einen oder anderen Pisco Sour (Limette oder Mango); es lohnt sich aber auch, die erfrischenden Chilcanos zu probieren. (Text: Oliver Kann / Photos: Sven Hausherr)

Nauta, Kastanienallee 49, 10119 Berlin-Mitte; Stadtplan
Di-Sa 18.30-23h, So 10-16h

Oliver Kann ist Berliner und wohnt mit seiner schwedischen Frau und den beiden Kindern in Kreuzberg. Er betreibt eine Agentur für Creative Consulting: 1kg. Demnächst wird er mitSardin eine E-Commerce Plattform launchen, die die Modeindustrie dazu bewegen soll, nachhaltige Produkte erschwinglicher zu machen.

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PAULINSKI PALME: MODERNE HAUSMANNSKOST IM RICHARDKIEZ

PAULINSKI PALME: MODERNE HAUSMANNSKOST IM RICHARDKIEZ

Zwischen Karl-Marx-Straße und Sonnenallee gelegen befindet sich dieses Kleinod: die Richardstraße in Neukölln mit ihren unfassbar charmanten kleinen Häuschen und Hinterhöfen. Max Schippmann und Paul Adam haben hier im Dezember 2017 ihr Café und Restaurant Paulinski Palme eröffnet. Das Konzept ist klar: Nur das Beste kommt auf den Tisch, u.a. Zutaten von lokalen Größen wie Peppikäse, Blutwurstmanufaktur und der Königlichen Backstube. Hausgemachtes fermentiertes Gemüse ergänzt die Käse- und Wurstplatte und auch die schmackhaften Eggs Benedict und das köstliche Kürbisbrot mit Quittengelee lassen keine Wünsche offen. Zum Abendessen gibt es zartesten Tafelspitz, deftige Käsespätzle oder einen Wintersalat mit crunchy Sonnenblumenkernen. Die gute Seele des Ladens sind Paul und Max selbst, die übrigens auch erlesene Weine (Paul ist Sommelier) servieren sowie gefährlich gute Aperitifs. Alles in allem ist Paulinski Palme daher ein charmanter neuer Lieblingsladen im schönen Richardkiez – und das für morgens, mittags und abends. (Text: Nella Beljan / Fotos: Patrycia Lukaszewicz)

Paulinski Palme, Richardstr.76, 12043 Berlin-Neukölln; Stadtplan
Mi-Mo 10-24h

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ALEXANDRA PEREIRA EMPFIEHLT: DER VEGETARISCHE METZGER

ALEXANDRA PEREIRA EMPFIEHLT: DER VEGETARISCHE METZGER

Currywurst ist eine merkwürdige Delikatesse, was nicht heißen soll, dass ich sie nicht gerne esse. Nichtsdestotrotz war die Entdeckung einer vegetarische Version eine willkommene Abwechslung für mich kleine Fleischfresserin. Es ist ein Trost, zu wissen, dass das, was unter dieser farbenfrohen, unverwechselbaren und reichhaltigen Gewürzmischung steckt, ein vertrauenswürdiges Sojaprotein ist. Es ging doch ohnehin immer nur um die Sauce, richtig? In diesem winzigen, offenen Speisesaal, der von Jaap Korteweg auf der schattigen Seite der Bergmannstraße geleitet wird, sind die Jungs an der Theke so freundlich wie das vegetarische Fleisch. Jaap ist Landwirt in neunter Generation und verbrachte zehn Jahre lang damit, innovative Fleischersatzstoffe mit einem spektakulären Biss und einer geeigneten Konsistenz zu entwickeln. Zusammen mit weltweiten Top-Innovatoren, wie dem Konzeptdesigner Niko Koffeman, Küchenchef Paul Bom und einem breiteren, engagierten Team, ist Der Vegetarische Metzger ein wirklich besonderes Konzept. Die Gewürzparty setzt sich mit einer großen Auswahl an Saucen fort, die perfekt mit den hausgemachten Pommes Frites und Süßkartoffelpommes (mit Aioli) harmonieren. Die Speisekarte wechselt, aber normalerweise findest Du Pulled Pork (vegan, zart, makellos) und Chili sin Carne (verwirrend saftig) – plus eine Handvoll nachgeahmter Hühnerfleischgerichte und eine Reihe aufregender vegetarischer Produkte zum Mitnehmen. Im Januar eröffnete Der Vegetarische Metzger mit seinem Restaurant in Friedrichshain eine zweite Filiale. (Text: Alexandra Pereira / Fotos: Der Vegetarische Metzger)

Der Vegetarische Metzger – Konzeptstore und Restaurant, Bergmannstr.1, 10961 Berlin-Kreuzberg; Stadtplan
Mo-Sa 11.30-21h, So 13-20h

Restaurant, Revaler Str.8, 10245 Berlin; Stadtplan
Mi-Sa 15.30-2h

Nach ihrem Umzug aus Großbritannien hat Alexandra Pereira im Prenzlauer Berg, in Neukölln, Schöneberg und jetzt Kreuzberg gelebt. Sie ist Autorin/Redakteurin und ein großer Fan von frischem Koriander, Schwimmen und Straßenbahnen.

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