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WWW DER GEHOBENEN BARKULTUR: WAX ON MACHT GEMEINSAME SACHE MIT WOODFORD RESERVE AN DER WESERSTRASSE

WWW DER GEHOBENEN BARKULTUR: WAX ON MACHT GEMEINSAME SACHE MIT WOODFORD RESERVE AN DER WESERSTRASSE

Bläuliches Licht lockt uns in die kleine Bar Wax On am vorderen Ende der Weserstraße. Wir ergattern einen Platz an der Ecke des breiten, matten Betontresens. Hier steht nicht die Vielzahl an Drink-Optionen im Vordergrund, sondern die kleine feine Auswahl auf der Karte. Und das Bar-Team ist direkt für Dich da, holt Dich ab mit kurzen Fragen, macht alles mit punktgenauen Handgriffen und schon steht es da: das Getränk – ein simpler, eleganter Begleiter durch den Abend, während wir von einer Gesprächsklammer zur nächsten kommen. Wenn’s was Leichtes sein darf, wie wäre es mit einem Drink mit Yuzu, Mandarine und Basilikum? Sommerlich, erfrischend, garantiert lecker. Oder aber mit dem Signature-Drink von Bartender und Co-Inhaber Sam Orrock. Der Drink „Rusty Nail“ wird auf Basis von Bourbon der Destillerie Woodford Reserve hergestellt. Von kräftigem Getreide und Holz bis zu süßen Aromen und Gewürzen und fruchtigen und blumigen Noten, ist der Bourbon für sich schon ein wahres Geschmackserlebnis. Kombiniert mit Ingwer und Honig, ist der Rusty Nail ein Twist des klassischen Bourbon-Cocktail Old Fashioned. Um die Kräuternote des Drinks noch mal besonders hervorzuheben, hilft Sam mit einer hausgemachten Nelken-Infusion nach – und auch sonst werden hier mit vielen kleinen Pipetten aus hausgemachten Infusionen Cocktails zusammengerührt. Das würzige Aroma des Whiskys wird mit weiteren Noten kombiniert, so entsteht ein spielerischer Drink, der einfach immer aufregend bleibt. Aber das sind wir bei Wax On gewohnt: Das Team findet regelmäßig zusammen, probiert Neues aus und bricht gern auch mal aus der Komfortzone raus. Was dabei herauskommt? Drinks, die Du so eben nur bei Wax On bekommst. Im gemütlichen Ambiente und Barkeeper:innen, die leidenschaftlich über ihre Kreationen erzählen. Wir können nur sagen: Wundern tut es uns nicht, dass Wax On zu den 50 besten Bars weltweit gehört.

Text: Maria Mayer / Fotos: Sophie Doering

Wax On, Weserstr.208, 12047 Berlin–Neukölln; Stadtplan

Please Drink Responsibly. Woodford Reserve is a registered trademark. ©2024 Brown-Forman Distillery, Inc.. All rights reserved.

@waxonberlin
@woodfordreserve

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UNTER DEM BETON LIEGT DER HYPE — DER NEUE HIGHSNOBIETY STORE UNTER DEN LINDEN SETZT SICH SELBST EIN DENKMAL

UNTER DEM BETON LIEGT DER HYPE — DER NEUE HIGHSNOBIETY STORE UNTER DEN LINDEN SETZT SICH SELBST EIN DENKMAL

Stores mit Seele – davon gibt’s gefühlt immer weniger auf der Welt. Die meisten, in denen man Gemütlichkeit und Ruhe verspürt, sind Traditionsgeschäfte. Vielen Eröffnungen gelingt zwar das Spektakel des Neuen, doch nur wenigen das Gefühl des Ankommens. Gekommen, um zu bleiben, ist vor einer Woche der neue Highsnobiety Flagship Store Unter den Linden – und wie. Nach mehr als zehnjährigem Bestehen manifestiert sich hier das weltweit erste physische Geschäft des Unternehmens, welches getrost auch Hypesociety heißen könnte und dessen kollaborative Online-Drops oft schon nach wenigen Stunden ausverkauft sind. Dieses Konzept nun zurück ins Analoge zu übertragen, abseits von Pop-ups und limitierten Events, scheint nicht ganz risikoarm. Doch der Ort schafft den Spagat: von Streetstyle bis Luxus, von Underground zu Classics, von Gründerzeit zu Industrie, von Spektakel zu Tradition. Das Geschäft soll als Filter funktionieren und sich so zu einer Pilgerstätte der Mode- und Trendbewussten dieser Welt entwickeln: Jil Sander, Margiela, Lemaire, Jean-Paul Gaultier. Die Liste der Labels liest sich erwachsen und setzt den Hintergrundton. Für regelmäßige Events, gewagte Kollaborationen und freshe Drops einerseits, für eine subtil interessierte Stammkund:innenschaft andererseits – und hebt sich so ab von konkurrierenden Konzepten.

Dass dies zweifelsfrei gelingen wird, liegt auch am Raum. Entworfen vom Architekturstudio Vaust und Inhouse-Designer:innen ist ein Laden wie ein Denkmal entstanden: Der bestehende Betonboden wurde unter großem Aufwand einer industriellen Wunde gleich durch aufwendigen Schliff und mit Terrazzo-Ergänzungen geheilt. Die Wände teils mit den Original-Kacheln belassen und filigrane Regale in den Klinker geschnitten. Gebogener Stahl mischt sich mit historischem Netzglas, Spiegeln und Porenbeton. In atemberaubender Detailliebe ausgeführt wurde das Ganze von der Berliner Geheimtipp Agentur Hennecke Associates, aus deren Feder auch die Idee des schallhemmenden Papiers in Betonoptik entsprang: Dieses strukturiert sowohl die Decke als auch Wände und absorbiert nebenbei 95 Prozent des Schalls. Die so subtil entstehende Entspannung schluckt sofort den Großstadtstress. Lärmende Touris, piepende Push-Notifications und drängende Deadlines verkriechen sich wie von Zauberhand in den Ritzen der aufgespritzten Deckenoberfläche. So entsteht Muße: zum Düfte riechen und Stoffe fühlen, Kunstbände blättern und Kleinigkeiten entdecken inmitten dieser Architektur-gewordenen Allegorie der Produktion und Industrie, der Vergangenheit und Zukunft einer ganzen Branche. Und sofort ist klar, dass der neue Highsnobiety-Store nirgendwo anders sein könnte, als hier: Auf dem bekanntesten und traditionsreichsten Boulevard des Landes.

Text: Rosa Weiland / Fotos: Highsnobiety

Highsnobiety Flagship Store, Unter den Linden 40, 10117 Berlin–Mitte; Stadtplan

@highsnobiety

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OCRE: EVENTS, WORKSHOPS & RETREATS FÜR MAMA & MINI

OCRE: EVENTS, WORKSHOPS & RETREATS FÜR MAMA & MINI

„Mutterschaft is a lonely planet“, heißt es. Einer, auf dem sich alles ausschließlich um eines dreht: Babys. Dass das natürlich nicht stimmt, wissen vor allem die, die es betrifft: Eltern. Doch gerade in der ersten Zeit mit Nachwuchs sind die Tage oft lang, die Nächte kurz und der intellektuelle Austausch mit Gleichgesinnten auf ein Minimum beschränkt. Das ist nicht nur so daher gesagt, sondern wahr. Auch wahr ist, dass es vor allem für Mamas in dieser Zeit oft an Räumen jedweder Art mangelt, um einfach mal durchzuatmen, die Batterien aufzuladen und sich auszutauschen. Denn Hand aufs Herz: Mit den scheinbar nie enden wollenden Tagen kommen auch viele Fragen, Unsicherheiten und Zweifel. Kein Wunder, denn „When a baby is born, so is a mother“ und auch die dürfen erst lernen, wie das alles geht! Nur werden sie in ihren Bedürfnissen und Wünschen noch immer viel zu oft übersehen. So ging es auch Lara Maria Gräfen, als sie mit der Idee schwanger wurde, Ocre zu gründen. Mittlerweile hat die Plattform für Mamas das Licht der Welt erblickt und präsentiert in der ersten Serie „Motherhood“ eine Auswahl an Events, Mini-Retreats und Workshops, die den einzigartigen Prozess der Muttertät würdigen und einen sicheren Raum für Mamas bieten, in dem sie bei Kräuterworkshops, Kakao-Zeremonien oder Hands-On-Workshops wie Pottery Classes zu sich selbst finden und mit anderen Mamas mingeln können. Und das ganz ohne die fast unlösbare Herausforderung in dieser Stadt, eine vertrauenswürdige Kinderbetreuung zu finden, wenn die Familie weit weg lebt und Partner:in und Freund:innen keine Zeit haben. Denn Babys sind bei allen Veranstaltungen nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich willkommen! Neben Events verspricht Ocre zukünftig auch eine kuratierte Auswahl von Objekten, die sich mit dem Thema Mutterschaft befassen. Wir sind gespannt!

Text: Stephanie Johne / Fotos: Nicki Sebastian, Maike Grimm & Annaroiii

Ocre

@thisisocre

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DER MÄRZ MACHT DIE MUSIK — MAERZMUSIK, DAS FESTIVAL FÜR NEUE MUSIK VON DEN BERLINER FESTSPIELEN

DER MÄRZ MACHT DIE MUSIK — MAERZMUSIK, DAS FESTIVAL FÜR NEUE MUSIK VON DEN BERLINER FESTSPIELEN

Nach Januar kommt Februar und auf Februar folgt in Berlin die MaerzMusik. Seit 22 Jahren als Nachfolge der Musik-Biennale Berlin von den Berliner Festspielen veranstaltet, hat sich das Festival für Experimentelle Musik fest im Kalender der internationalen Szene etabliert. Vom 15. bis 24. März finden wie immer im Haus der Berliner Festspiele und an weiteren Orten in Berlin Konzerte, Performances und künstlerische Interventionen statt. Es laden Installationen, Musiktheater und Diskursformate zur Erkundung und Entdeckung der Kunst und Theorie rund um die Multimodalität des Hörens ein. Das Programm ist wie immer so dicht und divers, dass man am liebsten alles hören möchte: Audrey Chen und Hugo Esquinca, die mit ihrer neuen Arbeit „Your Mouth Limb Dismembered, The Gradual Tongue Dissected” in der Reihe „Topogragphies of Hearing“ die Grenzen des körperlichen Ausdrucks und der technologischen Manipulation menschlicher Klänge ausloten. Eine der erstaunlichsten Kompositionen Karlheinz Stockhausens, „Musik im Bauch„, für sechs Perkussionist:innen und zwölf Spieluhren, wird von Simon Steen-Andersen und Les Percussions de Strasbourg neu interpretiert. Erwan Keravec widmet sich mit seinem Konzert den ästhetischen Potenzialen des Dudelsacks. Die für ihn und sein Instrument von Heiner Goebbels und Éliane Radigue verfassten Stücke „N°20/58“ und „OCCAM XXVII“, werden von einer Interpretation eines Stücks von Philip Glass, „Two Pages“, ergänzt – um nur einige der diesjährigen Programm-Highlights zu nennen.

Ergänzt wird das Festival mit jeder Menger Kontext, Ausstellungen und natürlich noch mehr Musik, Musik, Musik. Das ganze Programm zum Selbstentdecken gibt es hier. Und wenn man sich eins nicht entgehen lassen sollte, wäre das der zweite Teil des Rechercheprojekts „Contemplations into the Radical Others“ über das Schaffen der intermedial arbeitenden und im Jahr 2000 verstorbenen Komponistin Lucia Dlugoszewski, welches an die Präsentation des letzten Jahres anschließt und gleichermaßen historische, zeitgenössische wie zukünftige Perspektiven auf Leben und Werk einer beeindruckenden Künstlerin eröffnet, deren Leben so kontemporär und vielfältig erscheint, wie die diesjährige Festivalausgabe an sich.

Text: Hilka Dirks / Fotos: Christina Kubisch, Camille Blake & Christophe Urbain

MaerzMusik findet vom 15.–24.03.2024 im Haus der Berliner Festspiele und an weiteren Locations in Berlin statt. Tickets und weitere Informationen sind online erhältlich.

@berlinerfestspiele

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VON HELDINNEN UND WEGBEREITERINNEN — DREI BUCHTIPPS (ZUM FRAUENTAG)

VON HELDINNEN UND WEGBEREITERINNEN — DREI BUCHTIPPS (ZUM FRAUENTAG)

Zum Internationalen Weltfrauentag (08.03.) legen wir Dir drei Buchempfehlungen ans Herz, geschrieben von drei Autorinnen, welche – in einer Welt, die von sozialen Medien, der Arbeit auf den Feldern und dem Ringen um Autonomie – die Vielfalt und Herausforderungen von Frauen* beleuchtet. Der Roman „Ferymont“ von Lorena Simmel entführt in eine etwas andere „Idylle“ der Schweiz: das fiktive Dorf Ferymont. Hier, fernab der urbanen Hektik, lernen wir durch die Augen der Ich-Erzählerin aus Berlin die Sehnsucht nach dem Schweizer Flachland und die kapitalistische Realität der Saisonarbeit kennen. Begegnungen und Freund:innenschaften kreieren einen bewussten Blick auf das Ungleichgewicht zwischen den west- und osteuropäischen Regionen und stellen die Geschichten der Menschen in den Mittelpunkt, die oft im Schatten der Gesellschaft stehen. Im zweiten Buchvorschlag bricht Anastasia Barner mit den Normen des Unternehmer:innentums. Denn in einer Ära zwischen Selfies und Aktivismus, Glamour und Sozialbewusstsein beschreibt die Autorin in ihrem Buch „(Ge)Gründet! Start-up Szene Uncovered“ wie es sich anfühlt, im 21. Jahrhundert eine Frau und Gründerin in ihren Zwanzigern zu sein.

So enttabuisiert die Gründerin des Reverse-Mentoring-Startup „FeMentor“ das komplexe Geflecht weiblicher Erfahrungen und Herausforderungen. Genau hier setzt auch Maja Haderlap mit ihrem bewegenden Roman „Nachtfrauen“ an: In eindringlichen Bildern erzählt sie aus dem Leben dreier Generationen von Frauen* und ihrem Ringen um Autonomie. Die Geschichte von Mira, ihrer alten Mutter und ihren Ahninnen ist geprägt von Verlusten, Schweigen und Schuld, aber auch von Nachsicht, Respekt und vielleicht sogar Liebe. Die Geschichte hebt die Stimmen vergessener Frauen* hervor, die ihre Kraft und Resilienz inmitten von Unterdrückung und Widerstand feierten.

Text: Alison Musch / Fotos: Jeet Dhanoa, Celine Ylmz & Samson Katt / Cover: Nachtfrauen von Maja Haderlap

Ferymont, Lorena Simmel

(Ge)Gründet! Start-Up Szene Uncovered, Anastasia Barner

Nachtfrauen, Maja Haderlap

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