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ZWISCHEN RÜCKZUG UND KREATIVEN AUSTAUSCH: BEWIRB DICH FÜR DIE LIBKEN SOMMERAKADEMIE IN DER UCKERMARK

ZWISCHEN RÜCKZUG UND KREATIVEN AUSTAUSCH: BEWIRB DICH FÜR DIE LIBKEN SOMMERAKADEMIE IN DER UCKERMARK

Schon Sommerpläne? Wie wäre es mit einer kreativen Auszeit auf dem Land – denn da hätten wir ‘was Passendes für Dich: Am Rande des kleinen Dorfes Böckenberg in der Uckermark gibt es einen besonderen Ort namens Libken. In einem vierstöckigen Wohnhaus in Plattenbauweise, ehemals das Zuhause für Arbeiter:innen der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft, arbeiten heute Künstler:innen, Denker:innen und Aktivist:innen aller Sparten und Aktionsfeldern im Rahmen von Residenzen bis zu drei Monaten. Letzten Sommer durften wir mit dem Cee Cee Team für einen zweitägigen Ausflug eine “Mini-Residenz” machen und uns im Garten bei einem Blaudruck-Workshop kreativ austoben. Ich könnte mir daher sehr gut vorstellen, hier auch mal länger am Stück zu wohnen und zu arbeiten. Von außen wirkt Libken noch wie ein einfacher Plattenbau, aber im Inneren ist ein so simpler wie moderner und geschmackvoller Ort entstanden. Das Haus verfügt über insgesamt elf Atelierwohnungen, in denen zum Teil auch gemalt und gekleckst werden darf. Neben den Küchen in den einzelnen Wohnungen kann eine große Küche im Erdgeschoss des Hauses zum gemeinsamen Kochen genutzt werden: Wir haben hier selbstgemachte Pasta mit Wildkräutern aus der Umgebung gekocht. Zwei Multifunktionsräume können für Bewegungsworkshops, Yoga, Tanz, Ausstellungen oder ähnliches separat gebucht werden. Uns hat aber vor allem der große Garten begeistert.

Hier kann man umherwandern, von Obstbäumen naschen, am Feuer sitzen oder an langen Tafeln zusammen essen und diskutieren. Libken hält also alles bereit, was man sucht bei einer Auszeit: Orte des Rückzugs und der Konzentration, Momente des Austauschs und Raum für Ausdruck und Experimente. Du kannst alleine hier sein oder mit Deiner Gruppe kommen. Begeistert hat uns auch immer wieder der Blick aus dem Fenster über den Garten und über die Weite dahinter. Wenn Du jetzt Lust bekommen hast, die Stadt in diesem Frühling oder Sommer mal kurz hinter Dir zu lassen, um neue Perspektiven zu gewinnen, dann schreib dem Libken-Team eine Mail.

Text: Nina Trippel / Fotos: Alexander Gehring & Stephan Bögel

Libken, Ort Böckenberg 17, 17268 Gerswalde; Stadtplan

@libken_

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VULVA DIVERSITY THROUGH ART — WIE KÜNSTLER:INNEN SICH VOM SCHAMGEFÜHL GEGENÜBER DER VULVA BEFREIEN

VULVA DIVERSITY THROUGH ART — WIE KÜNSTLER:INNEN SICH VOM SCHAMGEFÜHL GEGENÜBER DER VULVA BEFREIEN

„Ähm, meine Vagina sieht nicht so aus — eine Vulvalippe ist länger als die andere.” – diese ehrliche Beobachtung stammt von der 17-jährigen Aimee Gibbs aus der Netflix-Serie “Sex Education”, als sie ein Lehrmodell einer Vulva in den Händen hält. Und genau hier möchte Amorelie mit der Ausstellung Vulva – Diversity through art aufklären: Gemeinsam mit Sexological Bodyworker Iva Samina und Kuratorin Julia Meyer-Brehm wird auf künstlerische Weise zur Auseinandersetzung angeregt, denn mit weltweit vier Milliarden Vulven ist diese Art der ästhetischen Repräsentation längst überfällig. Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt von Amorelie und Iva Samina und zeigt drei Tage lang Fotografien von den vier Künstlerinnen Jennifer AdlerUte KleinLorelai Wimmer und Jaqueline Louan, die während der “Vulva Watching Workshops” von Iva entstanden sind. Aber nicht nur Fotografien warten auf Dich: Es werden unter anderem auch Vulva-Skulpturen von Vulvarium ausgestellt – die Ausstellung hinterlässt nicht nur auf künstlerischer Ebene einen inspirierenden Eindruck, sondern ist dazu noch ziemlich edukativ! Und auch für die Ohren haben sich Amorelie und Iva etwas ausgedacht: An einer Hörstation kriegst Du Einblick in einen der Workshops von Iva, kannst mitlauschen und in die Atmosphäre eintauchen. Zusätzlich finden an drei weiteren Orten verschiedene Workshops rund um die Vulva statt: Diese wurden von Iva gemeinsam mit den Coaches organisiert und bieten Dir ebenfalls die Gelegenheit, Dein anatomisches Know-How nochmal aufzufrischen – etwa, was der Begriff “Bodysex” genau bedeutet. Auch Sinnlichkeit kommt nicht zu kurz, unter anderem beim “Yoni, Cacao und Ton Workshop“. Also: Falls Du neugierig geworden bist, dann schau bei der Ausstellung vorbei und begib Dich auf eine aufklärende Reise, die bis unter die Kleidung geht! 

Text: Alison Musch / Fotos: Jennifer Adler, Robyn Steffen

Amorelie, Torstr.66, 10119 Berlin–Mitte; Stadtplan

Vulva – Diversity through art, 08.–10.03.2024 Fr 12–20h, Sa & So 12–18h

@amorelie
@ivasamina
@meyerwiedaslexikon

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FAIR PRODUZIERT, HOCHWERTIG VERARBEITET UND ZEITLOS GESCHNITTEN: BEKLEIDUNG VON OFTT ENTDECKEN

FAIR PRODUZIERT, HOCHWERTIG VERARBEITET UND ZEITLOS GESCHNITTEN: BEKLEIDUNG VON OFTT ENTDECKEN

Es war 2005 und ich mitten in der Pubertät. Y2k war zum ersten Mal originär im Trend und was eben genau die neuesten Trends waren, erfuhr ich damals noch durch die sogenannten Oberstüfler:innen auf dem Schulhof oder aus Modemagazinen, gedruckt auf Papier, die meist eine „erwachsene“ Zielgruppe hatten. Zumindest klangen die Texte so – auch, wenn ich keine einzige wirklich erwachsene Frau kannte, die solche Magazine jemals gelesen hätte. Was man hier lernte, waren nicht nur die neusten „Styles“ und Objekte des textilen Begehrens, sondern auch die Sprache, um sie korrekt zu bezeichnen. Besonders vielversprechend, da eindeutig einem diffusen zukünftigen Leben zuzuordnen – einem Leben voller Romantik, eigenem Einkommen und ordentlich sortiertem Kleiderschrank – klangen in meinen Ohren die Worte „Keypiece“, „Basics“ und „Boyfriendlook“. Über die Jahre sollte ich feststellen, dass das erfolgreiche Finden solcher Stücke sich als ungefähr genauso kompliziert entpuppte wie das erfolgreiche Meistern von Liebe, Karriere und geordneten Schränken und dass jedoch, wenn es mal gelingt, es meist mit großen Glücksgefühlen einhergeht. Das kleine Berliner Label Oftt kann genau diese Glücksgefühle erzeugen.

Gegründet vom Designer Ashley Marc Hovelle residiert es in einem kleinen Store am nördlichen Rand der Oderberger Straße. Schlicht und gemütlich ist der Laden, die Kollektion überschaubar. Alles ist mit allem kombinierbar, ein gerne verfolgtes Konzept, doch hier funktioniert es wirklich. Alle Schnitte sind für männliche Körper konzipiert, die meisten Stücke die perfekten Unisex-Produkte. Alle Materialien sind GOTS-Zertifiziert, die Baumwolle bio und mit Regenwasser angebaut. Die Farben schlicht, aber wahnsinnig schön – von der anthrazitfarbenen veganen Seidenbomberjacke (auf Baumwollbasis) bis zur pastelligen Leinenshorts fühlen sich die Materialen dick, hochwertig und gut verarbeitet an, produziert wird in Portugal und Deutschland, ob Denim, Musselin oder Wolle – der Unternehmer kennt die Produzenten – und seine Kundschaft. Oft steht er selbst im Laden, berät und erzählt mit Wärme und Humor. Mir hat er im Januar eine Jeans verkauft – ich habe sie seither nur zum Waschen ausgezogen. Das löst zumindest das Problem mit der Unordnung im Schrank.

Text: Hilka Dirks / Fotos: Soeren Jepsen

Oftt World, Oderberger Str.37, 10435 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan
Di–Fr 14–19h & Sa 14–18h

@ofttworld

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ZUKUNFT WEITER TRÄUMEN — FINDE DEINEN TRAUMMASTER AN EINER DER BESTEN UNIVERSITÄTEN WELTWEIT BEI DER MASTERMESSE VON QS

ZUKUNFT WEITER TRÄUMEN — FINDE DEINEN TRAUMMASTER AN EINER DER BESTEN UNIVERSITÄTEN WELTWEIT BEI DER MASTERMESSE VON QS

Nach Ende meines Bachelorstudiums fiel ich in ein kleines Loch. Ich fühlte mich nicht so richtig bereit für die Welt, ich wollte noch mehr lernen und war doch von meiner alten deutschen Durchschnitts-Universität ein bisschen gelangweilt. Ein Master sollte es schon noch sein. Welcher genau, war mir noch nicht klar. Das einzige, was ich wusste – woanders. Neue Leute, neue Gesichter, neue Interessen, neue Herausforderungen war, wonach ich suchte. Am Ende wurde es Wirtschaft in Berlin, die Stadt war neu, die Menschen, die Inhalte – und ich lernte alles schätzen und lieben. Und doch wünschte ich mir manchmal, ich hätte noch größer gedacht. Mich noch weiter gewagt und so vielleicht meinen Horizont und meine berufliche Entwicklung noch ein Stückchen weiter getrieben. Für alle, die ihren Master noch nicht absolviert haben (oder über einen weiteren nachdenken), findet am 12.03.2024 eine Informationsveranstaltung statt, die Dir das Quäntchen Mut geben könnte, was mir damals fehlte: für die USA, Frankreich, für Berkley, Insead oder Nus. Das QS, Herausgebende des internationalen Universitäts-Rankings, lädt zur QS Master-Messe im Titanic am Gendarmenmarkt, auf der sich 25 internationale Top-Universitäten vorstellen. Das Ganze ist selbstverständlich kostenlos, ergänzt durch Vorträge zur Studienfinanzierung und Machbarkeit und – das Beste – exklusive Stipendien für Messebesuchende. Könnte es einen angenehmeren Motivationsschub für die eigene Zukunft geben?

Text: Rosa Zwitscher / Fotos: Cottonbro, Pixabay, Yan Krukau

QS Master-Messe, Titanic Gendarmenmarkt, Französische Str.30, 10117 Berlin–Mitte; Stadtplan

12.03.2024 16h30–20h. Hier kannst Du Dich kostenlos registrieren.

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AM ANFANG WAR EIN KLEID — DIE AUSSTELLUNG “PAST INTELLIGENCE: GIVENCHY, ULI RICHTER, STUDENTS” IM KUNSTGEWERBEMUSEUM

AM ANFANG WAR EIN KLEID — DIE AUSSTELLUNG “PAST INTELLIGENCE: GIVENCHY, ULI RICHTER, STUDENTS” IM KUNSTGEWERBEMUSEUM

Es war einmal ein Kleid. 1986 entworfen vom französischen Designer und Couturier Hubert James Marcel Taffin de Givenchy, Gründer des Hauses Givenchy im Jahr 1952. Lang, aus Samt und Seide, mit Schleife und allem, was einem sonst so einfallen kann, wenn man an die Wörter “Kleid” und “Haute Couture” denkt – quasi ein Kleid der Kleider. Vielleicht war es das, was den Westberliner Kult-Couturier und ehemaligen UdK-Professor Uli Richter so anzog, dass er das Kleid wenige Jahre später selbst interpretierte. Seine Interpretation von 1989 setzt Ton und Grundlage für die Ausstellung “Past Intelligence: Givenchy, Uli Richter, Students”, die noch bis zum 26.05.2024 im Kunstgewerbemuseum im Kulturforum zu sehen ist. Mittelpunkt der dortigen Auseinandersetzung: Was können junge Modedesigner:innen aus vergangenen Trends und Moden ziehen? Anhand der Entwürfe der beiden Godfathers of Couture hangelten sich junge Studierende des Atelier Chardon Savard der Hochschule Macromedia Berlin an eben jener Frage entlang. Rekonstruktion, Dekonstruktion, Neukonstruktion für Schnitt, Material – und Rollenbild. Herausgekommen ist eine unterhaltsame und nahbare Ausstellung, mit Mustern zum Anprobieren und einem kommenden Workshop: “Ich nähe mein eigenes Givenchy-Kleid”, bei dem Du unter Anleitung selbst nähen kannst und über die Frage nachdenkst, wo Givenchy aufhört und der höchst eigene Entwurf beginnt. Und schon sind wir mittendrin, in der “Past Intelligence”.   

​Text: Hilka Dirks / Fotos: Franka Dehmel, Lola Schreiner, Noa Lesche

Kunstgewerbemuseum, Matthäikirchplatz, 10785 Berlin–Tiergarten; Stadtplan
Di–Fr 10–18h, Sa–So 11–18h

Past Intelligence: Givenchy, Uli Richter, Students bis 26.05.2024.

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