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GRAFIKDESIGN, DAS EINDRUCK MACHT: DIE 100 BESTEN PLAKATE ZU SEHEN IM KULTURFORUM

GRAFIKDESIGN, DAS EINDRUCK MACHT: DIE 100 BESTEN PLAKATE ZU SEHEN IM KULTURFORUM

Was macht eigentlich ein gutes Plakat aus? Das wird im Grunde immer mal wieder neu definiert – irgendwie vergeblich. Interessantes Schriftbild, informativer Charakter und auffällige Farbgebung? Ebenjene Parameter werden immer wieder gebrochen – und genau dann sorgen sie oft für Aufsehen. Vielleicht macht genau das ein gutes Plakat aus – die Regeln zu brechen? Wie jedes andere Medium gibt es im physischen (und digitalen) Raum Plakate en masse. Um aufzufallen, muss man also manchmal ausbrechen. Jedes Jahr aufs Neue muss sich eine fünfköpfige Fachjury genau diesen Fragen stellen: für die Ausstellung „100 beste Plakate„, die bei Gestalter:innen zur Tradition und zum festen Bestandteil des Kultursommers geworden ist. Dieses Jahr wurden im Rahmen einer zweitägigen Jurysitzung aus 2298 Einreichungen des DACH-Raums – klar – die besten, auffälligsten und interessantesten bestimmt. Auftakt der Ausstellung ist in Berlin, dann geht es weiter durch Nachbarländer und weiter bis Südkorea und voraussichtlich Moldau und Rumänien. Diesen Donnerstag (15.06.2023) werden die ausgewählten Beiträge feierlich im Foyer des Kulturforums vorgestellt. Das heißt: Es wird vielfältig, animiert, fordernd, laut, aber vor allem eins: inspirierend.

Komm vorbei und triff auf Gewinner:innen, Jury-Mitglieder (unter Vorsitz von Barbara Kotte), den Präsident des Wettbewerbs, den renommierten Grafikdesigner und Professor Fons Hickmann, Studierende und alle, die sich an diesem unfassbar undefinierbaren Medium erfreuen. Falls Du an dem Abend nicht genug von den Plakaten kriegst und viel zu sehr beschäftigt damit bist, mit Gleichgesinnten zu sprechen, dann solltest Du Dir unbedingt das Buch zur Ausstellung kaufen, das jedes Jahr in limitierter Auflage gedruckt und ebenfalls von gewählten Grafiker:innen gestaltet wird. Wenn das nicht schon die (fast) 100 besten Gründe sind, vorbeizuschauen!

Text: Robyn Steffen / Fotos: Arne Meyer & Chloe Galea / Credit: 100 Beste Plakate e. V. 2014/2023

Kulturforum im Foyer, Matthäikirchplatz, 10785 Berlin–Tiergarten; Stadtplan
Di, Mi, Fr–So 10–18h, Do 10–20h. Eintritt frei.

Ausstellungseröffnung am 15.06.2023 19h30. Die Ausstellung läuft bis zum 09.07.2023

@100besteplakate

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POETIKEN DES RAUMS: DIE FORMA GALLERY VEREINT KUNST UND DESIGN

POETIKEN DES RAUMS: DIE FORMA GALLERY VEREINT KUNST UND DESIGN

Die Spatial Designerin Vanessa Heepen hat ein Gespür für Räume: Ganz gleich, ob sie für Kund:innen wie MCM oder Nike außergewöhnliche Sets und Umgebungen inszeniert oder an der Schnittstelle von Architektur, Interior Design und Kommunikation künstlerische Konzepte entwickelt. Nun kann man sich von ihrem Blick für das Besondere ein noch besseres Bild machen: Denn heute eröffnet Vanessa ihre Forma Gallery, in der Kunst und Design künftig Hand in Hand gehen. „Das ist meine erste Arbeit als Kuratorin, was mir große Freude bereitet hat und ich denke, es war nicht das letzte Mal“, sagt sie über die Vorbereitung. Für die Forma Gallery hat sie direkt an der Spree, in der Nähe des Ostbahnhofs, ein temporäres Zuhause gefunden. Mit spektakulärer Aussicht aufs Wasser bringt sie Objekte der Gegenwart und ausgewählte Stücke des 20. Jahrhunderts zusammen. Die Ausstellung „The Room I Walk The Line“ interessiert sich für das Innenleben der Ausstellungsstücke genauso wie für ihre Symbiose in den vier Wänden. Neben der Keramikerin Veronika Janovec findet man auf der Künstler:innenliste auch das Kollektiv Pegasus Product, bekannt für ihre herrlich verrückten Umwidmungen von banalen Alltagsgegenständen zu auratischen Skulpturen.

Freia Achenbach und June Fàbregas, die gemeinsam als Designduo anima ona auftreten, präsentieren Möbel, die Materialität und Haptik betonen. Ergänzt werden die Gegenwartsentwürfe von Designerstücken des Berliner Vintage-Händlers ‚Moho: darunter ein Sofa von Kurt Beier aus den 1990er Jahren. In diesem eklektischen Zusammenspiel führt Vanessa vor, wie poetisch Kunst und Design ineinandergreifen können – und gibt beiden Disziplinen genug Raum, sich zu entfalten.

Text: Laura Storfner / Fotos: Matthias Leidinger

Forma Gallery, Mühlenstr.63, Waterlevel, 10243 Berlin–Friedrichshain; Stadtplan

The Room I Walk The Line bis 15.07.2023. Eröffnung: 15.06.2023 17–22h

@anessaheepen
@forma__gallery
@animaona
@veronikajanovec
@pegasus.product
@bymoho

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KÜNSTLER:INNEN AUS DER GANZEN WELT BRINGEN PATRIARCHATS KRITISCHE PERFORMANCES INS HAU — PROTAGONISTAS FESTIVAL

KÜNSTLER:INNEN AUS DER GANZEN WELT BRINGEN PATRIARCHATS KRITISCHE PERFORMANCES INS HAU — PROTAGONISTAS FESTIVAL

Wie können wir den Feminismus für unsere spätkapitalistische, krisengeschüttelte Welt neu gestalten? Antworten und Vorschläge bekommst Du bei ¡Protagonistas!, einem 12-tägigen Programm mit Performances, Vorführungen und Diskussionen, das vom HAU veranstaltet wird (21.06-02.07.2023). Das Festival hat eine Hauptbotschaft: Ob kolumbianische Aktivist:innen oder iranische Feminist:innen, der Kampf der Frauen ist absolut – notwendigerweise – ein revolutionärer. Das Festival konzentriert sich auf spezifische nationale Kämpfe, wie die Anti-Vergewaltigungs-Proteste in Chile, die die feministische Performance-Gruppe Lastesis inspirierten und deren choreographiertes Stück auf dem Dorothea-Schlegel-Platz in Mitte aufgeführt wird (26.06. 21h30). Die in Buenos Aires geborene Tänzerin Marina Otero rückt das Individuum in den Mittelpunkt ihrer Arbeit mit dem unverblümten Titel „Fuck Me„, in der sie auf der Bühne sitzt, während fünf nackte Männer um sie herumtanzen. Das Fazit: Stärke und Leistungsdenken sind vielleicht doch nicht so erstrebenswert, wie wir glauben. Neben den Bühnenauftritten umfasst das Festival ein dreitägiges Symposium mit dem Titel Beyond Equality, auf dem Persönlichkeiten aus prominenten feministischen Bewegungen – von Nordafrika bis Lateinamerika – über reproduktive Arbeit, Ökofeminismus und die Frage sprechen, wie der Kampf der Frauen die Gesellschaft für alle verändern wird.

Zurück zur Bühne: Nicht verpassen solltest Du die Deutschlandpremiere von House of Desaparecidos, einer Performance der kolumbianischen Künstler:in und Aktivist:in Pau(la) Chaves Bonilla, die den Hörsaal des HAU3 in ein psychedelisches Spukhaus verwandelt (28.06. 19h). Dich erwartet ein Mix aus Bewegung, Sound und Text, welcher das Stück den militanten Aktivismus in Kolumbien der 1970er-Jahre sowie das eigene politische Exil der Künstler:in vor zehn Jahren reflektiert. Indem sie reale politische Ereignisse in einen utopischen Raum bringt, erklärt Chaves Bonilla die Bedeutung von Widerstand und Dissidenz für den Feminismus. Mit Neonlichtern gegen das Patriarchat kämpfen? Viva la liberación!

Text: Benji Haughton / Fotos: Vincent van Woerkom & Lastesis / Illustration: Sudhna Prasad

¡Protagonistas! (21.06–02.07.2023) findet im HAU statt. Tickets für die Vorstellungen können online gekauft werden.

@hauberlin

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IN THE MOOD — FÜR KINO AUS OSTASIEN: EINE FILMREIHE IM NEUEN OFF

IN THE MOOD — FÜR KINO AUS OSTASIEN: EINE FILMREIHE IM NEUEN OFF

Im Sommer, wenn um Mitternacht immer noch die Hitze in den Straßen hängt und ich nicht schlafen kann, würde ich am liebsten jeden Abend ins Kino gehen. Es ist im Grunde fast egal, was läuft, weil für mich ein Tag im Freibad am besten so endet: beim Abtauchen in einem dunklen Kinosaal und Auftauchen in einer anderen Welt. Wenn ich sicher sein will, dass das Programm mich verlässlich an neue Orte bringt, dann kaufe ich mir eine Karte für die Reihe „in the mood“ im Neuen Off. Jeden zweiten Dienstag werden hier Filme von ostasiatischen Regisseur:innen im Original gezeigt. Neben Klassikern von Wong Kar-Wai, dessen wunderschöner Liebesfilm „In the Mood for Love“ der Veranstaltung den Namen leiht, stehen auch immer wieder neue Titel auf dem Programm. Nach den Vorführungen von „Burning“, Lee Chang-dongs Verfilmung einer Kurzgeschichte des japanischen Kultautors Haruki Murakami, kann man sich für August „Past Lives“ vormerken. Das Spielfilmdebüt der in Korea geborenen Dramaturgin Celine Song begleitet einen Jungen und ein Mädchen, die in Seoul aufwachsen, sich anfreunden und verlieben – bis das Mädchen mit ihrer Familie nach Toronto zieht. Nach Jahren der Funkstille treffen sich die beiden mit Mitte dreißig in New York wieder.

Song verwebt im Film ihre eigene Migrationserfahrung mit dem koreanischen Konzept des In-Yun: der Vorstellung, dass Menschen, die in einem früheren Leben miteinander verbunden waren, im Jetzt erneut zueinanderfinden. Past Lives ist ein stiller Film, der ohne Kitsch und Klischees von der großen Hypothese einer verpassten Liebe erzählt. Neben den klugen, ehrlichen Dialogen ist es besonders Greta Lee, bekannt aus der Serie „Russian Doll“, die in ihrer ersten Hauptrolle überzeugt. Man könnte ihr ewig dabei zusehen, wie sie zwischen ihrem Ehemann und ihrer Jugendliebe, dem Heute und Gestern, ihrem neuen Zuhause und ihrer Heimat sitzt und über das „Was-wäre-gewesen-wenn“ nachdenkt. Celine Song führt in ihrer Erzählung vor, was die Reihe „in the mood“ im Kern in sich trägt: Den Versuch, das Verbindende zwischen den Welten und das Universelle im Individualschicksal zu finden – ohne kulturelle Feinheiten auszublenden. Tritt man nach einem solchen Abend um Mitternacht wieder ins Freie, hat man vielleicht einen der schönsten Nicht-Liebesfilme des Jahres gesehen. Ganz sicher aber eine Liebeserklärung an das Kino.

Text: Laura Storfner / Credit: Past Lives & Yorck

In the mood im Neuen Off, Hermannstr.20, 12049 Berlin–Neukölln; Stadtplan
In der Regel jeden zweiten Dienstag um 21h.

Burning 20.06.2023
Past Lives 01.08.2023

@inthemood.berlin

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COMMUNITY, KAFFEE & RAUM FÜR KOOPERATIONEN: DAS CEE CEE (POP-UP) CAFE ÖFFNET

COMMUNITY, KAFFEE & RAUM FÜR KOOPERATIONEN: DAS CEE CEE (POP-UP) CAFE ÖFFNET

Es gibt aufregende Neuigkeiten bei Cee Cee: Wir eröffnen ein (Pop-up) Café! Im gleichen Gebäude wie unser Studio – an einer der wohl sonnigsten Ecken der Stadt. Ein super Ort also, um entspannt einen Flat White, Iced Matcha Latte oder ein Gläschen Wein zu genießen. Sechs Monate lang wird Cee Cee das bisherige Akkurat Café übernehmen, das ohnehin zu unseren Favoriten in der Nachbarschaft zählt. Das alles hat sich zufällig ergeben – aber wie konnten wir widerstehen, unsere „Online-Existenz“ mit einer realen Location zu ergänzen? Unsere Idee: das Cee Cee Cafe als ein Experimentierfeld zu nutzen, die Community zu treffen, neue Leute kennenzulernen und gemeinsam Projekte zu realisieren. Das bisherige Angebot rund um Speciality Coffee erweitern wir ab diesem Wochenende um Brunch und um – hoffentlich – zahlreiche Pop-up-Events. Los geht’s an diesem Freitag (09.06.2023 17–22h) mit einem kleinen Opening – und Du bist herzlich eingeladen, vorbeizuschauen. Also komm für einen Drink vorbei.

Es gib kühles Bier von unseren Freund:innen von BRLO, Weine von Nature’s Calling, Kombucha von einem ehemaligen Cee Cee-Designer und Mitbegründer von Bouche sowie Erfrischendes von LemonAid. Zur Auswahl stehen auch nicht-alkoholische Cocktails und Weine von The Mindful Drinking Club und – klar – Spritz, der auf keiner Sommerparty fehlen darf. Dazu gibt’s passed zu den warmen Temperaturen Tacos von Munchies und Elotes (Mexikanischer Mais vom Grill) von Crane’s Canteen. Und natürlich: Sonne und gute Musik.

Und falls Du ein eigenes Brunch-Konzept oder einen Pop-up-Abend im Cee Cee Cafe veranstalten möchtest – melde Dich, denn wie gesagt: Hier geht’s um Community, Kooperationen – und einen Sommer voller kulinarischen Überraschungen.

Text: Chloe Galea / Fotos: Robyn Steffen / Grafik: Chloe Galea

Cee Cee Cafe, Besselstr.13, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Mo–Fr 8h30–17h, Sa & So 10–16h. Eröffnung 09.06.2023 ab 17h.

@ceecee.cafe

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