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MINDFUL UND MITTENDRIN: INGWER MIT NEUEM KONZEPT IM SCHÖNLEINKIEZ

MINDFUL UND MITTENDRIN: INGWER MIT NEUEM KONZEPT IM SCHÖNLEINKIEZ

Berlin ist bekannt für sein Nachtleben. Doch zwischen wummernden Clubs und überfüllten Bars entsteht eine neue Generation von Orten, die Gelassenheit, Gemeinschaft und Genuss in den Mittelpunkt stellen. Einer davon ist Ingwer: Das Café liegt in Kreuzkölln, in einem denkmalgeschützten Gebäude. Café und Nightlife-Spot in einem, hat das Konzept viele Facetten. Ingwer richtet sich an alle, die DJ-Sets, pflanzenbasierte Küche, Kaffee und Naturwein lieben. Die Intention der Gründer:innen Tommy Four Seven und Stefanie Witt: Achtsamkeit, Offenheit und eine gute Zeit. Schon beim Betreten breitet sich Ruhe aus. Minimalistisches Design, neutrale Töne, sanfte Klänge und ein herzliches Team lassen Hektik an der Tür zurück. Der gesamte Ort ist darauf ausgelegt, die Sinne zu beruhigen und den Gaumen zu erfreuen. Jedes Detail ist bewusst gewählt – von den lokal bezogenen Produkten bis zu den Zutaten, die in der Küche verarbeitet werden. Ingwer möchte Nachbarschaft, Kreative und Gastronomie-Liebhaber:innen einladen, zusammenzukommen und einen Abend zu genießen.

In Sachen Naturweine stehen Sorten von Sublime Wines auf der Karte – beliebte Klassiker ebenso wie wechselnde, saisonale Flaschen. Dazu gibt es all things Kaffee, und, falls das nicht zusagt, stehen Erdbeer-Matcha oder alkoholfreie Drinks auf der Karte. Für den kleinen oder großen Hunger gibt es süße und herzhafte Optionen. Unsere Favoriten: die Cashew-Mozzarella-Focaccia und der Birnen-Mandel-Kuchen – perfekt in Kombination mit dem spritzigen Melonen-Ingwer-Drink oder einem Iced Vanilla Sea Salt Latte. Erste Priorität von Ingwer ist es, das Wohlbefinden der Gäst:innen zu fördern. Neben dem regulären Café-Betrieb finden regelmäßig Veranstaltungen statt – von Sound-Meditationen über Pop-up-Food-Events bis zu DJ-Sets. 

Text & Fotos: Ruby Watt

Ingwer, Bürknerstr. 12, 12047 Berlin–Neukölln; Stadtplan

@ingwer.co

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ZWISCHEN BARHOCKERN UND APERITIVO: KRASS BÖSER WOLF SERVIERT DEN SIDE BOULEVARD FÜR DIE SCHWEPPES APERO XPERIENCE

ZWISCHEN BARHOCKERN UND APERITIVO: KRASS BÖSER WOLF SERVIERT DEN SIDE BOULEVARD FÜR DIE SCHWEPPES APERO XPERIENCE

Als die Bar Krass Böser Wolf 2015 ihre Türen öffnete, war sie vor allem eines: eine Kiezkneipe. Zwischen Barhockern, Zigarettenrauch und Clubpublikum entwickelte sich über die Jahre jedoch auch eine kiezübergreifende Anlaufstelle für gute Drinks – heute ist die Adresse in Friedrichshain ebenso für ihr Kneipenflair wie für ihre Cocktailkreationen bekannt. Klassiker à la Espresso Martini, Basil Smash, und wechselnde Eigenkreationen stehen das ganze Jahr über auf der Karte. Für die Schweppes Apero Xperience 2025 hat das Team um Krass Böser Wolf einen Drink kreiert, der genau diese Balance zwischen klassisch und neu, Aperitif und Nachtleben, trifft: den Side Boulevard. Bourbon, roter Wermut und Campari geben ihm Tiefe, eine salzige Note bringt Spannung ins Glas – aufgefüllt mit Schweppes White Peach und einer Orangenzeste obendrauf entsteht ein fruchtig-frischer Kontrast, der den Drink in Richtung Aperitif trägt. Ein Mix aus Bitterkeit und Leichtigkeit, zwischen klassischem Bouevardier und sommerlicher Neuinterpretation. Die Schweppes Apero Xperience bringt mediterrane Aperitif-Kultur in Bars in ganz Deutschland und Österreich und zeigt, wie vielseitig die Signature Sorten von Schweppes gemixt werden können. Krass Böser Wolf mit seinem Side Boulevard Drink ist der beste Beweis dafür – und da uns der Sommer wegrennt, rennst Du am besten gleich mit – nach Friedrichshain.

Text: Luisa Berg / Fotos: Ruby Watt

Krass Böser Wolf, Markgrafendamm 36, 10245 Berlin–Friedrichshain; Stadtplan

Schweppes Apero Xperience 2025. Trinke verantwortungsbewusst.

@krassboeserwolf

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NEW YORKER LUNCHEONETTE MIT BERLINER ECKKNEIPEN FLAIR — SO ADRETT IST ONETTE

NEW YORKER LUNCHEONETTE MIT BERLINER ECKKNEIPEN FLAIR — SO ADRETT IST ONETTE

Große Fenster, durch die das Morgenlicht fällt. Ein dampfender Kaffee auf der Theke. Weiße Häkelgardinen werfen sanfte Schatten auf die Tische. Onette erinnert an Filmszenen, in denen Geschichten beginnen – vertraut wie ein New Yorker Klassiker, nur dass sie hier im Schöneberger Kiez geschrieben werden. An einem der Holztische sitzen zwei junge Menschen. Vielleicht ein Wiedersehen unter Freund:innen, vielleicht ein erstes Date. Sie trägt einen langen Faltenrock – sicher Vintage – und versetzt den Raum in eine andere Zeit. Tamara und Brie haben mit Onette ein Ecklokal geschaffen, das sich anfühlt, als wäre es schon immer da gewesen – dabei hat es erst im Juni 2025 eröffnet. Kennengelernt haben sie sich in London, bei einem Lunch im BAO, später zog es beide nach Berlin. Was als Zufall begann, wurde zur Freund:innenschaft – und zu einem Ort, den man oft vermisst: auf dem Teller wie im Stadtbild. Inspiriert von New Yorker Luncheonettes, Berliner Eckkneipen, der Dinerkultur Torontos und klassischen Gasträumen, in die man auch allein gern einkehrt – und bleibt.

Gemeinsam mit dem Architekturbüro Bates Rai ist ein Interieur entstanden, das Raum für diese Referenzen lässt: denkmalgeschützte Apothekenfliesen treffen auf eine sanfte Farbpalette, Tischnischen aus Kirschholz und kleine Perlmuttlampen erinnern an Gasthaus wie Diner zugleich. Edelstahloberflächen setzen einen zeitgenössischen Kontrast, ein großer Spiegel über der Bar lenkt das Licht durchs Lokal – je nach Tageszeit in immer neuen Nuancen. „Etwas Warmes mit Charakter“ wollten Brie und Tamara schaffen – und genau das ist Onette geworden. Serviert wird Comfort Food zu fairen Preisen: Hausmannskost, Brunch-Klassiker, saisonale Specials. Etwa Dreiviertel der Karte ist vegetarisch, das vegane Angebot wächst. Beliebt sind Leberkäse mit Kartoffelsalat, wechselnde Pies und das heiß begehrte Kartoffelknusperchen-Special, das meist schneller ausverkauft ist, als es nachproduziert werden kann. Ab Donnerstag verwandelt sich Onette am Nachmittag: Ab 15 Uhr ersetzt eine kleine Snackkarte das Tagesmenü, Wein fließt, die Stimmung wird abendlicher. Die Weinauswahl ist ebenso liebevoll kuratiert wie der Rest – und bleibt im Wandel, je nachdem, was das Team neu entdeckt oder mit der Nachbarschaft teilen möchte. In Zukunft sollen Gastköch:innen das Angebot bereichern. Was bleibt, ist das Gefühl, willkommen zu sein – beim Soda Float am Nachmittag, dem Grunewald-Salat zum Lunch oder einem Glas Wein am Abend. Allein, mit Freund:innen oder mit dieser einen Person, mit der man genau so einen Ort gesucht hat.

Text: Robyn Steffen & Inga Krumme / Fotos: Robyn Steffen

Onette, Grunewaldstr.11, 10781 Berlin–Schöneberg; Stadtplan

@onette_berlin

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BLANC DE FUCK: DIE NATURAL WINE BAR, VON DER MAN NICHT WUSSTE, DASS NEUKÖLLN SIE BRAUCHT — EMPFOHLEN VON CAMILLE DARROUX

BLANC DE FUCK: DIE NATURAL WINE BAR, VON DER MAN NICHT WUSSTE, DASS NEUKÖLLN SIE BRAUCHT — EMPFOHLEN VON CAMILLE DARROUX

Wer denkt, dass Neukölln nicht noch eine weitere Naturweinbar braucht, hat Blanc de Fuck noch nicht besucht. Das Power-Couple Chris und Anika von More Natural Wine und Oooh, Berlin! haben vorübergehend einen Raum in der Lenaustraße in Neukölln übernommen und ihn in die ultimative Weindestination verwandelt. Mit mehr als 270 Flaschen, vier Weinen vom Fass und einigen weiteren edlen Tropfen, die du pro Glas genießen kannst, können die beiden sowohl Weinfreaks als auch Naturwein-Neulinge bedienen. Wenn Du die beiden schon von ihren früheren Läden kennst, weißt Du, dass sie ihr ganzes Herz in alles stecken, was sie anbieten. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, ein oft einschüchterndes Thema zugänglicher zu machen – und ihr Instagram-Account ist der Beweis dafür. Das zeigt sich auch in der Weinkarte, die bei 26 Euro beginnt und eine kurze Beschreibung jedes Weins, sowie eine große Auswahl an Flaschen aus der begehrten Region Jura in Frankreich enthält. Außerdem kannst Du Dir auf spielerische Art und Weise einen Wein zur Blindverkostung servieren lassen, wenn Du in der Stimmung für eine Herausforderung bist. Das gemütliche Interieur, das größtenteils Anikas Kunst zum Thema Wein zeigt, ist der perfekte Ort für Dein nächstes Date oder einen Abend unter Freund:innen. Natürlich gibt es auch Snacks (lass Dir die Käseplatte nicht entgehen!) – und wenn die Tage endlich länger werden, kannst Du auch draußen sitzen.

Text: Camille Darroux / Fotos: Blanc de Fuck

Camille Darroux hat nach Covid eine Umschulung zur Sommelière gemacht und arbeitet seit 2022 im vegetarischen Sterne-Restaurant Cookies Cream. Sie zog 2014 von Paris nach Berlin.

Blanc de Fuck, Lenaustr.10, 12047 Berlin–Neukölln; Stadtplan

@blanc_de_fck
@berlindisaster
@morenaturalwine
@ooohberlin

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VON DEN MACHER:INNEN VON OTTO UND TRIO: PLUTO IN DER KASTANIENALLEE

VON DEN MACHER:INNEN VON OTTO UND TRIO: PLUTO IN DER KASTANIENALLEE

Nur wenige Schritte vom otto entfernt, begegnet Dir nun das neue Projekt von Vadim Otto Ursus und Sören Zuppke. Was erst mal als Weinbar nach innen lockt, entpuppt sich auf den zweiten Blick als so viel mehr: Pluto ist ein Ort der Begegnung, ein Raum zum Verweilen. Wer hierher kommt, bleibt wahrscheinlich länger als geplant, teilt eine Flasche mit neu gewonnenen Bekanntschaften, begegnet unverhofft seinen Freund:innen, plaudert an der Bar und vergisst dabei die Zeit. Reservierungen gibt es nicht; stattdessen gilt freie Platzwahl in den drei zusammenhängenden Räumen. An einem Abend sitzt Du auf einem der Holzhocker im engen Flur an der Bar, am nächsten trinkst Du Dein Glas Wein angelehnt an der Fensterbank oder auf der gemütlichen Sitzbank. Inspiriert von französischen Caves und spanischen Pintxo-Bars ist Pluto ein Ort ohne Formalitäten: Die Atmosphäre wirkt vertraut, während das Interieur, gestaltet in Zusammenarbeit mit kore projects, auf Perfektion verzichtet und auf Materialien setzt, die mit der Zeit nur noch schöner werden: Kirschholz, Zink, handgeformte Tonfliesen. Die Wände leuchten in warmem Rot, Spiegel werfen neue Perspektiven in den Raum, das Licht stets etwas gedimmt. Die Weinkarte vereint persönliche Favoriten des Teams und ist eine Einladung, gemeinsam zu trinken – kleine Anekdoten und eigene Assoziationen zu den Flaschen warten in der Zwischenzeit bestimmt schon darauf, erzählt zu werden. Die Karte ist eine bunte Mischung aus experimentellen und klassischen Weinen, bei denen biodynamische Produzent:innen aus Europa im Mittelpunkt stehen; zusätzlich gibt es eine Champagnerkarte, Bier vom Fass und klassische Aperitifs. Und dann ist da noch das Essen, natürlich: intuitiv, klar und mit Fokus auf die Produkte.

Mal gibt es Baguette mit Butter, einen ganzen Laib Käse und hausgemachten Mangalitzaschinken, mal rustikale Klassiker wie Schweinskopfterrine, Kalbszungensalat, oder marinierte Miesmuscheln. Dazu gesellen sich je nach Saisonkleinigkeiten wie eine Schale Kirschen, ein Teller aufgeschnittener Tomaten oder etwa ein kühlendes Sorbet. Das Pluto arbeitet eng mit Produzent:innen aus Brandenburg zusammen und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, wenn es um die Nutzung der Produkte geht: Tiere werden im Ganzen gekauft und gemeinsam mit den Geschwisterrestaurants otto und Trio verarbeitet. „Wir wollten einen Raum schaffen, der sich gewachsen und gelebt anfühlt.“, sagen Vadim und Sören. „Wo keine Berührungsängste existieren. Pluto ist kein Konzept, sondern ein Ort, der immer in Bewegung ist, lebendig bleibt. Ein Raum, in dem man von Herzen essen und trinken kann. Eine Bar, die wir mit Freund:innen gebaut haben und nun mit Freund:innen teilen möchten.“ Darauf stoßen wir an – mit, aber vor allem auf Sören und Vladimir, die aus jedem Ort ein neues Stammlokal zaubern und aus unserem kleinen Berliner Kosmos nicht mehr wegzudenken sind.

Text: Robyn Steffen / Fotos: Robert Rieger

Pluto, Kastanienallee 27, 10435 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan

@plutoberlin

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