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LINGERIE & SELBSTBESTIMMUNG — COME AS YOU ARE MIT DEN CC CALENDAR TIPPS

LINGERIE & SELBSTBESTIMMUNG — COME AS YOU ARE MIT DEN CC CALENDAR TIPPS

Zwischen Aufbruch und Anzugpflicht, Freihandzeichnung und Wiener Spitze liegt diese Woche. Hingehen lohnt sich – Ausziehen auch. Hier sind die CC Calendar Tipps. Hingehen, wenn’s ums Weggehen geht: Im Haus am Kleistparkeröffnet am Freitag (23.01.2026) die Einzelausstellung „Leaving was the only option left“ von Cihan Çakmak. In fotografischen Selbstporträts, Video, Zeichnungen und Texten verhandelt die Künstlerin Fragen von Herkunft, Nähe und Selbstbestimmung. Ihre Arbeiten bewegen sich entlang familiärer Prägungen und innerer Spannungen – zwischen dem Wunsch nach Zugehörigkeit und der Notwendigkeit, sich abzugrenzen. In Friedrichshain steht ein weiterer Abschied an, der durch Lautsprecher hallt: Mit „Final Call“ schließt zqm airways nach drei Jahren Projektarbeit seine Türen. Über das Wochenende (23.–25.01.) versammeln sich noch einmal alle, die den Raum in den vergangenen Jahren geprägt haben. Darunter Catharina SzonnMarta Djourina und viele Weitere. Bitte alle zum Gate! Wer zwischendurch etwas Warmes zum Festhalten und Auslöffeln sucht, findet bei Ma-Makan sein Glück. Dort läuft der Laksa Winter noch bis Anfang März (01.03.) an ausgewählten Tagen. Serviert wird eine Nyonya-Laksa (auf Basis von Kokosmilch und Chili), die mindestens so lange wärmt wie der Winter noch anhält: reichhaltig, cremig, intensiv gewürzt. In Prenzlauer Berg treffen am Samstag (24.01.) zwei Giganten aufeinander: Beim Matcha & Tiramisu Pop-up werden japanischer Teeextrakt und italienisches Dessert geschichtet.

Verantwortlich dafür sind Atelier Kyo und Kenzy Club. Auf der Karte stehen außerdem Hojicha-Tiramisu, passende Lattes und klassischer Usucha (dünner, heller Matcha). Dazu gibt es Einblicke zu kommenden Workshops und Supper Clubs. Am Samstagabend (24.01.) wird die Ring Bar nämlich zum Konferenzraum: Die Collective Drawing Performancevon Halb Kunst gibt sich als Geschäftsmeeting aus, inklusive Anzug und Krawatte. Statt Protokollen entstehen Zeichnungen, statt Small Talk kollektive Handlung. Die tägliche Arbeitsroutine wird hier nicht karikiert, sondern neu skizziert – ernsthaft, spielerisch und gemeinsam. Wer lieber ohne Dresscode unterwegs ist (bzw. ganz ohne Dress) kann ab Montag (26.01.) bei der Soda City Tour in der Wiener Straße vorbeischauen. Der Raum ist fast zwei Wochen lang für die österreichische Wäsche von Soda Lingerie geöffnet. Ein Ort für kurze Stopps oder längeres Verweilen, für Selbstliebe und feinen Zwirn. Hingehen und ausziehen!

Text: Emma Zylla / Fotos: Atelier Kyo, Cosku Özdemirci, Cihan Çakmak, Kenzy Club, Luna Schaffron, Rosalie Maier, Soda 

Haus am Kleistpark, Grunewaldstr.6–7, 10823 Berlin–Schöneberg; Stadtplan
Leaving was the only option left 23.01.–12.04.2026

@cihancakmak_
@hausamkleistpark

zqm Berlin, Petersburger Str.73, 10249 Berlin–Friedrichshain; Stadtplan
Final Call 23.01. 18–22h, 24.01. 15–18h, 25.01.2026 12–15h

@zqmberlin

Ma-makan, Lausitzer Platz 12, 10997 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Laksa Winter 08.01.–08.03.2026 

@mamakanberlin
@lotsofbroth

Kollwitzstr.80, 10435 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan
Matcha & Tiramisu Pop-up 24.01.2026 ab 10h

@atelierkyo_
@kenzy.club

Ring Bar, Schwarzastr.1, 12055 Berlin–Neukölln; Stadtplan 
Collective Drawing Performance 24.01.2026 18–21h

@ringbarberlin
@halbkunsthalb


Wiener Str.18, 10999 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Soda City Tour 26.01.–07.02.2026

@project__soda

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GEGEN KALTE TAGE (UND FINGER) — STRICKEN, KNETEN, BLÄTTERN MIT DEN CC CALENDAR TIPPS

GEGEN KALTE TAGE (UND FINGER) — STRICKEN, KNETEN, BLÄTTERN MIT DEN CC CALENDAR TIPPS

Damit die Finger nicht frieren, kannst Du sie in dieser Woche in Sauerteig versenken, mit Stricknadeln bewegen und durch frische Magazine blättern. Hier sind die CC Calendar Tipps – für warme Hände und weite Gemüter. Wir beginnen mit ein bisschen Druckerschwärze. Am Freitag (16.01.) feiert Purgatory Magazine mit der Release Partydie Veröffentlichung seiner zehnten Ausgabe. Bei Gelegenheiten wird gelesen, getanzt, gehört und geredet – und natürlich das neue Heft vorgestellt. „There’s Nothing In My Dreams“ heißt es, aber an diesem Abend ist genug da: Papier, nette Menschen, ein Raum zum Abtauchen. Der Samstag (17.01.) bringt frischen Wind in den Kleiderschrank, ganz ohne Neukauf. Beim Swap Market im Desi Diner wird getauscht, weitergereicht und neu kombiniert. Kleidung, Accessoires und alles, was bereit ist für ein zweites Leben, wechseln hier den Besitz. Der Eintritt ist spendenbasiert, dazu gibt es Snacks und genügend Zeit zum Stöbern. Es geht weich und stofflich weiter. Am Sonntag (18.01.) beim ersten Strick Café geht es um Maschen & Naschen. Neumanns Bäckerei wird für ein paar Stunden zum Treffpunkt für alle, die ihre Hände beschäftigen möchten und gerne in Gesellschaft sind: Ein gemütlicher Ort zum gemeinsamen Stricken, Häkeln, Reden oder Schweigen, begleitet von Kuchen und warmen Getränken.

Ebenfalls am Sonntag (18.01.) gibt’s dazu das Kontrastprogramm – zumindest gedanklich. „Riskier alles – Kunst und Sport“ lädt zum Sunday Get Together ins Galerienhaus. Die Gruppenausstellung versammelt Arbeiten rund um Körper, Reaktion und das ständige Dazwischen von Kontrolle und Kontrollverlust. Darunter „Quick Reaction“ von Katharina Reinsbach. Auf eine Litfasssäule reiht sie unendliche Blindzeichnungen zu den kurzlebigen Instagram-Stories eines einzigen Wochenendes. No risk, no art! Wer nach Weihnachten das Gefühl von Teig an den Händen vermisst, kann sich am Montag (20.01.) dem Sourdough Workshop anschließen. Für Tourist und Keit lautet das Rezept: Langsam, gemeinsam, mit den Händen. Brotbacken als Gegenentwurf zum Dauerrauschen. Dort lernst Du die Grundlagen von Sauerteig, Fermentation und ein paar kleine Kniffe. Keine Vorkenntnisse von Nöten! Am Dienstag und Mittwoch (20.-21.01.) wird es angenehm unbequem: Ein Möbelstück mit weltlichen Absichten. Ein melancholisches Pferd. The uncomfortable exhibition versammelt bei Backhaus Projects Situationen und Stimmungen, die nicht besänftigen wollen. Hier geht es um Reibung, um das Gefühl, nicht richtig zu sitzen – im Raum, im System, im eigenen Körper. Am Mittwoch ergänzt eine Performance von Annita Sleep den Abend. Eine Woche zum Warmwerden, für Hände und Herzen.

Text: Emma Zylla / Credit: Alexander Haas, Annita Sleep, Eric Tschernow, Katharina Reinsbach, Marjorie Brunet Plaza, Savannah van der Niet, Ruby Watt

Gelegenheiten, Weserstr.50, 12047 Berlin–Neukölln; Stadtplan
Issue #10 Release Party 16.01.2026 19h.

@purgatorymagazine
@gelegenheiten

Desi Diner, Thiemannstr.1, 12059 Berlin–Neukölln; Stadtplan 
Swap Market 17.01.2026 13–17h. Hier kannst Du Dich registrieren.

@desidinerberlin

Neumanns Bäckerei, Weichselstr.32, 10247 Berlin–Friedrichshain; Stadtplan
Strick Café 18.01.2026 16h30–19h. 

@neumanns.berlin

Galerienhaus, Lindenstr.35, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Sunday Get Together 18.01.2026 12–15h. 

@katsophier

Keit, Grünberger Str.75, 10245 Berlin–Friedrichshain; Stadtplan
Sourdough Workshop 19.01.2026 18-21h. Hier kannst Du Deinen Platz buchen.

@tourist.official
@keit.berlin

Backhaus Projects, Weserstr.168, 12045 Berlin–Neukölln; Stadtplan
The uncomfortable exhibition 20.01.2026 ab 19h. 21.01. ab 11h.

@backhaus_projects
@annitasleepbitte

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LITERATUR, LIEBE, LOCKERE ZUNGEN — DIE CC CALENDAR TIPPS FÜR EINEN FRISCHEN NEUSTART

LITERATUR, LIEBE, LOCKERE ZUNGEN — DIE CC CALENDAR TIPPS FÜR EINEN FRISCHEN NEUSTART

Bewusster Genuss, widerständige Körper, neue Liebe und ein Sprung ins kalte Nass – der Dry January war noch nie so feucht – und so furchtlos. Hier kommen die CC Calendar Tipps für einen frischen Neustart. Der Donnerstag (08.01.2026) ist bereits verheißungsvoll voll: Wer Texte gern laut hört, statt sie still zu lesen, sollte hier vorbeischauen. Cover Crop lädt zu einem frühen Abend mit Lesungen und Musik ins Café Tiergarten, wo Autor:innen wie Niklas Buescher und Anna R. Winder ihre Arbeiten teilen. Ein guter Ort, um das Jahr literarisch zu starten und ein paar neue Stimmen kennenzulernen. Im Gropius Bau beginnt das neue Jahr (08.01.) mit Körpern, Begehren und der Weigerung, sich anzupassen. Die erste Spätschicht des Jahres öffnet gemeinsam mit dem Schwulen Museum einen queeren Denkraum, der sich aus Screening, Buchvorstellung und Performance zusammensetzt. Der Körper erscheint dort als Ort der Aushandlung – mit der Gesellschaft, mit queeren Ahn:innen, miteinander. Live dabei sind Hugo Tepest, River Roux, Ulrike Ottinger und Weitere. Der Eintritt ist frei, gesprochen wird auf Deutsch, Englisch sowie deutscher und internationaler Gebärdensprache. Bewusst trinken? Wer das über die Feiertage verlernt hat, bekommt hier köstliche Nachhilfestunden: Der Mindful Drinking Club lädt heute Abend (08.01.) zur Verkostung von Proxies – jenen eigenständigen Getränken, die sich nicht an Wein oder Cocktails messen lassen wollen. Die englischsprachige Session „All eyes on: Proxies“ zoomt tief hinein in Herstellungsweisen, neue Ideen und Unterschiede. Getrunken wird im Studio nebenan bei MS Tapete – die Plätze sind begrenzt. Nächsten und übernächsten Donnerstag dann nochmal!

Wer schon immer mal auf ein stilles Konzert wollte, findet hier sein Glück. Shida Shahabi kommt ins Hau und macht Musik, die nicht drängelt, sondern Atempausen lässt: Am Freitag (09.01.) zeigt die schwedisch-iranische Komponistin, wie Klavier, Cello und Elektronik langsam und subtil zusammenspielen. Danach verzaubert Léopold Collin aus Paris mit Helen Island durch atmosphärische Songs zwischen Lo-Fi, Trip-Hop und schwebender Melancholie. Neues Jahr, neue Liebe? Nicht unbedingt. Die neue Gruppenausstellung „Love Is A Losing Game“ in der PSM Galerie nähert sich dem Thema ganz ohne Romantisierung. Künstler:innen wie Tala Madani, Dean Sameshima oder Katja Aufleger verhandeln Nähe, Begehren und Beziehungen im Spannungsfeld von Normen, Technik und Alltag. Wer Lust hat, über Liebe nachzudenken, gleich von Beginn an, sollte zur Eröffnung am Samstag (10.01.) kommen. Falls Du im neuen Jahr in Bastellaune bist, kannst Du Dich dem Winter Floral Workshop von Snakegarden anschließen. Am Sonntag (11.01.) kannst Du bei Kaffeekreis ganz gemächlich starten: Blumen auswählen, die Hände beschäftigen, den Kopf freikriegen und ein hübsches Bouquet mit nach Hause nehmen. Die Atmosphäre ist ruhig und warm, es gibt Snacks und für alle, die beschwingter binden wollen, auch ein Glas Prosecco. Dieses Sonntagsritual macht kurzen, kalten Prozess: Es ist Zeit für den Plötzi Plunge. Getroffen wird sich am Sonntagmorgen (11.01.) am Strandbad Plötzensee. Nach einer kurzen gemeinsamen Aufwärm-Session geht es zusammen ins kalte Wasser. Dann geht’s auch schon wieder raus – aber das tolle Gefühl, hellwach und gut gelaunt in die neue Woche zu starten, bleibt. Die Teilnahme ist spendenbasiert und offen für alle, die sich schon im Januar was trauen wollen. 

Text: Emma Zylla / Fotos: Dwam Ipome, Marie Staggat, Plötzi Plunge, Robyn Steffen, Shida Shahabi, Helen Island, Snakegarden, Ziva Drvaric

Café Tiergarten, Altonaer Str.3, 10557 Berlin–Tiergarten; Stadtplan
CC & Friends 08.01.2026 16–18h

@cafetiergarten
@cover__crop

MS Tapete, Prenzlauer Allee 30, 10405 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan
Mindful Drinking Club – All eyes on: Proxies 08.01.2026. Reservieren kannst Du hier.

@mindfuldrinkingclub
@ms_tapete

Gropius Bau, Niederkirchnerstr.7, 10963 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Spätschicht x Schwules Museum 08.01.2026 19h

@gropiusbau
@schwulesmuseum

HAU Hebbel am Ufer, Stresemannstr.29, 10963 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Shida Shahabi & Helen Island 09.01.2026 18h30

@hauberlin

PSM, Schöneberger Ufer 61, 10785 Berlin–Schöneberg; Stadtplan
Love Is A Losing Game 10.01.2026 18h

@psmgallery

Kaffeekreis, Möckernstr.91, 10963 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Winter Floral Workshop 11.01.2026 14h

@snakegarden.berlin
@kaffeekreisberlin

Strandbad Plötzensee, Nordufer 26/c/o, 13351 Berlin–Wedding, Stadtplan
Plötzi Plunge 11.01.2026 09h45 

@strandbad.ploetzensee

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DURCHHALTEN BIS SILVESTER — DIE LETZTEN CC CALENDAR TIPPS FÜR 2025 MIT ZEBRECHLICHEM, KNALLIGEM UND MOUSSIERENDEM

DURCHHALTEN BIS SILVESTER — DIE LETZTEN CC CALENDAR TIPPS FÜR 2025 MIT ZEBRECHLICHEM, KNALLIGEM UND MOUSSIERENDEM

Die zweitwichtigste Frage neben „Hast Du schon alle Geschenke?“ ist: „Wo bitte finde ich die noch auf die Schnelle?“. Beides lässt sich an diesem Wochenende beantworten. Und für alle, die Silvester in der Stadt verbringen: Es gibt Hoffnung abseits krawalliger Straßen. Hier kommen die CC Calendar Tipps mit den schönsten Märkten und besten Zufluchten für das Jahresende. Zwischen Ku’damm und vorweihnachtlicher Erschöpfung läuft bei der 032c Gallery noch bis Samstag (20.12.) eine kleine Ausstellungsschleife von Fine Hunting zum Thema Ästhetik. An der Schnittstelle von Mode, Kunst und Theorie treffen hier Arbeiten von Maria Koch, Reiner Becker, Vasylyna Vrubel und weitere aufeinander – als Einladung zum genauen Hinsehen, Schönfinden, Überdenken. Gut geeignet für einen winterlichen Abstecher abseits der üblichen Routen. Sonntag (21.12.) im Graefekiez: Bei The Gift Shop schart Helka Ceramics einige der handwerklich Begabten dieser Stadt um sich für eine letzte Geschenke-Session. Zwischen Glühwein und freundlichen Gesichtern kannst Du Glasobjekte, Keramik, textile Arbeiten, Schmuck und Vintage-Stücke entdecken – unter anderem von The Case Studies, Etna Glass, YCCIJ und anderen. Rundherum haben viele Läden im Kiez ebenfalls geöffnet, was das Geschenke finden noch entspannter macht. Am Sonntag (21.12.) lädt Kleistone, das Studio für bewusstes Töpfern, ein letztes Mal vor der Winterpause ihre kreativen Hallen. Der Winter Market ist ideal  für alle, die etwas Handfestes und Wertiges zum Schenken oder Behalten suchen. Sprich: Keramiken aus dem Studio, Samples und Stücke zweiter Wahl – und dazu gleich das passende Geschenkpapier und Garn. Wer selbst töpfert, kann Arbeiten zum Brennen abgeben oder sich mit Ton eindecken.

Wer sich über die Feiertage am liebsten ins Dunkel verkriechen will, kann dies in einigen Kinos der Yorck-Gruppe tun. Im Delphi Filmpalast, Cinema Paris und anderen Lichtspielhäusern laufen besondere Programme: am Heiligabend (24.12.) etwa „The Holdovers“, ein Weihnachtsfilm (mal ganz ohne Kitsch), oder Previews neuer Arbeiten von François Ozon oder Jafar Panahi. An Silvester (31.12.) geht es mit „Hamnet“ von Chloé Zhaos oder einer Classic Sneak weiter. Und Popcorn knallt schließlich auch. Wer zum Jahresende (31.12.) den Gaumen herausfordern will, kann sich bei Aerde ein Plätzchen für ihren NYE buchen. Am Lokdepot gibt es ein sechsgängiges Menü, nah an lokalen Produzent:innen und saisonaler Ernte, in vegetarisch oder omnivor. Keine explosiven Effekte, dafür präzise Aromen und klare Teller, begleitet von feinen Weinen oder alkoholfreien Pairings. Oder: Wie wär ein Silvesterabend (31.12.) bei Stoke? Das NYE-Menü baut auf vertrauten Stoke-Klassikern auf, überrascht dann aber doch. Wer früh kommt, isst entspannt, wer spät kommt, kann nahtlos in die Party rutschen: Ab 23.30h spielt ein Live-DJ. Wer den Jahreswechsel lieber à la Carte begeht, kann am Mittwoch (31.12.) bei Kanal61 vorbeischauen. Silvester at Kanal61 bedeutet ein Sharing-Menü und glasweise besondere Tropfen, die sonst nur in der Flasche erhältlich sind. Die Küche bietet Fleisch, Fisch oder Vegetarisches, entscheiden kannst Du bei der Reservierung. Gesellig und würzig wird’s unterdessen (31.12.) bei Boii Boii in Neukölln. Auch da gibt’s ein Silvester-Dinner zum Teilen in vier Gängen: Die Highlights sind Austern mit scharfem Gurkenschaum oder Thai-Curry-Arancini, dazu Hauptgänge zwischen Fisch, Fleisch oder Gemüse – immer begleitet von Champagner und einem Live-DJ. Einen der delikatesten Jahreswechsel kannst Du bei Nobelhardt & Schmutzig erleben. Wie immer ist vorher ungewiss, was genau auf den Teller kommt. Irgendwas zwischen saisonal, fermentiert und hochkarätig. Zu trinken gibt’s raren Champagner von La Closerie oder einen Naturwein aus der Magnumflasche. Vorsicht: Diese Köstlichkeiten kosten. Ob am Tisch oder im Kinosessel, wir hoffen, Du findest ein sicheres Versteck und lässt es (nicht auf der Straße) krachen!

Text: Emma Zylla / Fotos: Daniel Horn, Helka Ceramics, James Nelson, Kanal61, Kleistone, Raaago, Robyn Steffen, Soga Store, Stoke, YCCIJ

032c Gallery, Kurfürstendamm 178, 10707 Berlin–Charlottenburg; Stadtplan
Fine Hunting Exhibition, bis 20.12.2025 12–18h.

@fine_hunting
@032c.gallery

Helka Ceramics, Böckhstr.12, 10967 Berlin–Neukölln; Stadtplan 
The Gift Shop 21.12.2025 12–18h.

@helkagram

Kleistone Studio, Katzbachstr.29, 10965 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Kleistone Studio Market 21.12.2025 13–18h.

@kleistonestudio

Yorck Kinos
Heiligabend und Silvester 24.12. & 31.12.2025. Tickets gibt’s hier.

@yorck.kinogruppe

Nobelhart & Schmutzig, Friedrichstr.218, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Silvester, 31.12.2025 Startzeit ab 18h, 19h, 19.30h. Reservieren kannst Du hier.

@nobelhartundschmutzig

Aerde, Am Lokdepot 6, 10965 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
New Year’s Eve, 31.12.2025 ab 17.45h. Buchen kannst Du hier.

@aerde.berlin

Stoke, Lindenstraße.34, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
New Year’s Eve 31.12.2025 ab 19h. Reservieren kannst Du hier.

@stoke.berlin

Kanal 61, Erkelenzdamm 61, 10999 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Silvester at Kanal 61, 31.12.2025 ab 18h. Buchen kannst Du hier. Für Gruppen ab 8 Personen musst Du per Mailreservieren.

@kanal__61

Boii Boii, Lausitzer Str.25, 10999 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
New Year’s Eve, 31.12.2025 18.30 & 21h.

@boiiboiiberlin

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GO RUNNING FOR HEARTS: EIN PROJEKT ÜBER FREUNDSCHAFT, VERLUST UND DEN SPIRIT DES WEITERMACHENS — EMPFOHLEN VON MARIE WEZ

GO RUNNING FOR HEARTS: EIN PROJEKT ÜBER FREUNDSCHAFT, VERLUST UND DEN SPIRIT DES WEITERMACHENS — EMPFOHLEN VON MARIE WEZ

Im Jahr 2024 verlor Go Miyazaki seinen engen Freund Robbie Dixon durch eine seltene Erkrankung, die zu Herzversagen führte. Von Trauer und Schmerz eines so plötzlichen Verlusts erfüllt, fand Go die Erinnerung an seinen Freund immer, in Tandem mit seinen eigenen Gefühlen, wenn er laufen ging. Aus dieser Überlagerung entstand Go Running for Hearts. „Ihn zu verlieren hinterließ eine Leere, die ich nicht zu füllen wusste. Beim Laufen denke und fühle ich am intensivsten, und fragte mich ständig – Wie stehe ich das durch? Wie kann ich daraus etwas Sinnvolles schaffen?“ Das Projekt begann mit dem Sammeln von Spenden, um die Herzforschung am Victor Chang Cardiac Research Institute in Australien zu unterstützen – durch Gos eigene Läufe und zusätzliche Spenden. Go wollte nicht nur die Erinnerung an Robbie lebendig halten, sondern auch Bewusstsein fürs Thema schaffen und Mittel generieren, die helfen könnten, ähnliche Verluste zu verhindern. Mit wachsender Aufmerksamkeit entschied sich Go, am Saddles100 von Satisfy teilzunehmen, einem 160-Kilometer-Ultramarathon durch die Wüste Arizonas. „Es war die härteste körperliche und mentale Herausforderung meines Lebens. Es gab Momente, in denen ich an mir gezweifelt habe – Momente voller Schmerz, Momente völliger Leere, aber auch solche, in denen ich Robbie neben mir spürte, wie er mich vorwärts pusht und mich daran erinnert, warum ich diese Reise überhaupt erst begonnen habe. Die Ziellinie zu überqueren war nicht nur ein Erfolg; es war ein eingelöstes Versprechen, eine erfüllte Widmung und ein Moment, den ich für immer in mir tragen werde.“

Gos Run in Arizona wurde vom Berliner Regisseur Jack Hare und der Kamerafrau Nela Wojaczkova dokumentiert und wird unterstützt von Salomon und dem VooStore – wo Go vielen als Head Barista im Voo Deli bekannt sein dürfte. Es ist eine bewegende Geschichte über Freund:innenschaft, Trauer, Verlust, Gemeinschaft und die Kraft des inneren Antriebs. Die Dokumentation feiert diesen Samstag (13.12.2025) Premiere, begleitet von einer Ausstellung im VooSpace. „Go Running for Hearts“ hat bisher über 5k Euro gesammelt und die Summe wird hoffentlich weiter wachsen. Um zu spenden und Gos Mission zu unterstützen, findest Du hier den GoFundMe-Link.

Text: Marie Wez / Fotos: Jack Hare

Marie Wez ist eine Redakteurin und multidisziplinäre Künstlerin aus Berlin.

VooSpace, Oranienstr.24, 10999 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
„Go Running for Hearts“ Charity Event 13.12.2025 11–19h. RSVP hier.

@gomyzk
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@saddles100
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