Cee Cee Creative Newsletter Book Neighborhood Map Lessons
Stadtplan
Information
archive temp
loop temp
DREI TAGE MORGEN — DAS FESTIVAL OF FUTURE NOWS IN DER NEUEN NATIONALGALERIE

DREI TAGE MORGEN — DAS FESTIVAL OF FUTURE NOWS IN DER NEUEN NATIONALGALERIE

Hier hat die Zukunft Programm! Vom 31. Oktober bis 2. November 2025 wird die Neue Nationalgalerie zur Bühne für das, was erst noch geschrieben wird: Das Festival of Future Nows kehrt zurück – und lädt ein, gemeinsam ein Morgen zu entwerfen. Rund hundert internationale Künstler:innen, von jungen Stimmen bis zu bekannten Namen, bespielen Innen- und Außenräume des van der Rohe Baus mit Performances, Klanglandschaften, Choreografien und Interventionen. Hier wird Kunst nicht bloß gezeigt, sondern geteilt – als Prozess, als Austausch, als Einladung, sich im Unvorhersehbaren zu begegnen. Entstanden aus dem von Olafur Eliasson gegründeten Institut für Raumexperimente an der UdK Berlin, versteht sich das Festival als Labor für neue Formen des Zusammenlebens und Nachdenkens über das, was kommt. Die erste Ausgabe fand bereits 2014 vor der Sanierung der Neuen Nationalgalerie statt, 2017 zog das Festival für seine zweite Runde in den Hamburger Bahnhof. Mit der dritten Auflage kehrt es nun an seinen Ursprungsort zurück – in jenen transparenten Pavillon, der selbst zum Symbol für Austausch und Bewegung geworden ist. Hier wird nicht erklärt, wie Zukunft aussehen könnte: sie wird ausprobiert (und gefeiert, bei der Afterparty am Freitag im Studio 1111). Drei Tage lang, mitten in Berlin, zwischen Glas, Beton und Ideen. Der Eintritt ist frei!

Text: Emma Zylla / Fotos: David von Becker, Phillip Rahlenbeck / Credit: Neue Nationalgalerie – Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Institut für Raumexperimente, UdK Berlin, María del Pilar García Ayensa

Neue Nationalgalerie, Potsdamer Str.50, 10785 Berlin–Tiergarten; Stadtplan

Festival of Future Nows 2025 31.10.–02.11.2025, Opening 31.10.2025 19h

@neuenationalgalerie

cee_cee_logo
ALL THAT JAZZ — LATE NIGHT JAM-SESSIONS UND COMMUNITY-KONZERTE BEIM JAZZFEST BERLIN

ALL THAT JAZZ — LATE NIGHT JAM-SESSIONS UND COMMUNITY-KONZERTE BEIM JAZZFEST BERLIN

Kennst Du den Unterschied zwischen Cool Jazz und Free Jazz? Zwischen Hard Bop und Avantgarde? Wenn nicht, ist das Jazzfest Berlin (30.10.–02.11.2025) der perfekte Ort, um es herauszufinden – und noch viel mehr. Denn das traditionsreiche Festival der Berliner Festspiele geht längst über Jazz hinaus und umfasst auch Hip-Hop, Soul und experimentelle Klänge. Die 62. Ausgabe versteht sich als Ort der Begegnung und künstlerischen Vielfalt – eine Antwort auf eine turbulente Welt. Über 120 internationale Musiker:innen treten an zehn verschiedenen Orten auf. Eröffnet wird das Festival am 30.10. um 18 Uhr mit einem vierstündigen Abend: dem Improvisationstrio Angelika Niescier, Tomeka Reid und Eliza Salem, gefolgt vom Septett Deranged Particles um Felix Henkelhausen und einem meditativen Duett von Vijay Iyer und Wadada Leo Smith.

Am Freitagabend (31.10., 22.30 Uhr) zieht der Jazz ins Quasimodo, wo das Kollektiv The Young Mothers Jazz, Hip-Hop und Metal vereint – gefolgt von einer Jam-Session mit Musiker:innen aus dem Festivalprogramm. Und am Sonntag (02.11., 15 Uhr) wird die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zur Bühne: Die französische Saxophonistin Sakina Abdou und das Trio The Handover laden zu einem Konzert in besonderer Atmosphäre. Begleitet wird das Festival von einer Community Week mit Kiez-Sessions, kostenlosen Mittagskonzerten und Kinderworkshops. Das gesamte Programm und Tickets findest Du online.

Text: Benji Haughton / Fotos: Ana Iramain, Anna Sorgalla, Thomas Sayers Ellis

Jazzfest Berlin (30.10–02.11.2025) – Programm, Tickets und weitere Infos gibt’s hier.

@berlinerfestspiele

cee_cee_logo
KULTUR IM ROHBAU: TAG DER OFFENEN BAUSTELLE BEIM BERLIN MODERN

KULTUR IM ROHBAU: TAG DER OFFENEN BAUSTELLE BEIM BERLIN MODERN

Weiter geht’s mit Berlins Baustellen: Am Kulturforum wächst etwas Großes: „berlin modern„, der neue Bau für Kunst des 20. Jahrhunderts, nimmt Gestalt an. Mitten im Spannungsfeld aus Philharmonie, Staatsbibliothek und Neuer Nationalgalerie wird bald die Sammlung der Neuen Nationalgalerie ein Zuhause finden – in einem Entwurf von Herzog & de Meuron. Bevor die Wände getüncht und die Kunst gehängt wird, öffnet sich der Rohbau zum ersten Mal für die Öffentlichkeit. Am nächsten Wochenende (18.–19.10.2025) laden die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Neue Nationalgalerie zu den Tagen der offenen Baustelle ein. Zwischen Beton, Stahl und Licht kann man das Volumen des zukünftigen Museums erleben, das schon jetzt ahnen lässt, wie modern „berlin modern“ werden will. Vor Ort gibt’s Kunst, Infos und Gespräche mit Vermittler:innen, um mehr übers Konzept zu erfahren. Und, in mittlerweile etablierter Biesenbach-Manier, die Performance „Mirror Piece I & II“ der Künstlerin Joan Jonas, die an beiden Tagen im Eingangsbereich des Gebäudes stattfindet. Ob Architekturfans, Kunstliebhaber:innen oder einfach Neugierige – wer sehen will, wie Zukunft gebaut wird, sollte vorbeischauen.

Text: Leo Sandmann / Fotos: Alexander Ludwig Obst & Marion Schmieding

Scharounplatz / Ecke Potsdamer Str., 10785 Berlin–Tiergarten; Stadtplan

Tage der offenen Baustelle 18.10.2025 10–18h, 19.10.2025 10-16h.
Performance jeweils um 12 & 14h. Zeitfenstertickets (Kapazität begrenzt) sind nur online im Vorverkauf erhältlich.

@berlinmodern

cee_cee_logo
BÄDER WERDEN ZUR KULISSE — STADTBAD RELOADED FÜLLT LEERE BECKEN MIT LICHT UND KLANG

BÄDER WERDEN ZUR KULISSE — STADTBAD RELOADED FÜLLT LEERE BECKEN MIT LICHT UND KLANG

„Overthinking“ und „Overwhelming“ gehören zu den zentralen Themen der Ausstellung Stadtbad Reloaded: Beyond(11.10.2025–31.01.2026). Gefühle, die wir alle zu gut kennen. Zum Glück lädt die Ausstellung – in den bröckelnden, stillgelegten Schwimmbädern des Stadtbads Lichtenberg – dazu ein, sich in deutlich ruhigere emotionale Strömungen zu begeben: „Loslassen, Träumen und Erwachen“, vereint in einer 200 Quadratmeter großen Deckenprojektion mit dem Titel „Beyond“. Wie ein Baldachin hypnotischer Formen wechselt sie zwischen kaleidoskopischen Wirbeln, kosmischen Landschaften und Farbexplosionen, die an Mandalas erinnern. An anderer Stelle erzeugt eine audio-visuelle Installation mit 63.000 LEDs Neonformen in einem der alten Schwimmbecken. Neben den großformatigen Arbeiten läuft Videokunst auf 150 Mini-Bildschirmen, die in den verlassenen Räumen des Stadtbads verteilt sind – von den alten Duschbereichen und bröckelnden Fluren bis hin zu den alten Umkleiden. Ein visuelles Erlebnis – und die Gelegenheit, eines der weniger bekannten verlorenen Wahrzeichen der Stadt zu entdecken.

Text: Benji Haughton / Credit: Alycia Rainaud; Arthur Galdin; FutureMaster7

Stadtbad Lichtenberg, Hubertusstr.47, 10365 Berlin–Lichtenberg; Stadtplan

Stadtbad Reloaded: Beyond ab 11.10.2025 (an Wochenenden geöffnet). Tickets bekommst Du hier.

@stadtbad.reloaded

cee_cee_logo
WER TRÄGT DIE SCHULD, WENN KEINER MEHR ZUHÖRT? KINOPREMIERE VON KONTINENTAL ’25

WER TRÄGT DIE SCHULD, WENN KEINER MEHR ZUHÖRT? KINOPREMIERE VON KONTINENTAL ’25

Ein Kellerraum irgendwo in Cluj in Rumänien: für einen obdachlosen Mann ist er letzter Rückzugsort. Als er von dort vertrieben wird, sieht er keinen anderen Ausweg mehr und nimmt sich das Leben. Zurück bleibt Orsolya, die Gerichtsvollzieherin, die diese Räumung durchgesetzt hat. Der Film „Kontinental ’25“ setzt dort an, wo andere Erzählungen aufhören. Regisseur und Drehbuchautor Radu Jude, der 2021 auf der Berlinale überraschend den Goldenen Bären für die Komödie „Bad Luck Banging or Loony Porn“ gewann, erzählt nun eine vielschichtige Geschichte über Schuld, moralische Orientierungslosigkeit und das verzweifelte Bedürfnis nach Bestätigung. Am 09.10.2025 um 20 Uhr, feiert der Film Kinopremiere bei fsk in Kreuzberg. Leise, ohne die Gesten einer klassischen Täter-Opfer-Erzählung zu reproduzieren, bewegt sich „Kontinental ’25“ an den sozialen und politischen Bruchlinien einer Gesellschaft im Übergang: Wohnungsnot, wirtschaftliche Fragilität in der postsowjetischen Realität, nationalistisches Denken und nicht zuletzt die Rolle der Sprache als unsichtbare Grenze, die Status, Zugehörigkeit und Macht definiert, sind seine Leitmotive.

Dabei gelingt es Radu Jude und Eszter Tompa all diesen Themen mit einem absurden, präzisen Humor zu begegnen. Formal erinnert die Erzählweise nicht nur wegen der thematischen Parallelen, sondern auch aufgrund der bewusst schlicht gehaltenen Low-Budget-Produktion an Rossellinis „Europa ’51“. Orsolyas Versuch, auf Sinn und Erlösung in Gesprächen, Ritualen und Selbstbefragungen zu stoßen, scheitert immer wieder an ihrer Umwelt, die für Empathie keinen Platz hat. Orsolyas moralischer Relativismus ist unbequem – gerade weil er uns so vertraut vorkommt. Jude ist ein eindringlicher Film gelungen, der keine einfachen Antworten gibt, aber genau hinsieht und gerade deswegen bewegt.

Text: Laura Storfner / Credits: Grandfilm

fsk Kino, Segitzdamm 2, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Kontinental ’25Kinopremiere 09.10.2025 20h

Der Film ist ab dem 09.10. in folgenden Berliner Kinos zu sehen: fsk, Filmrauschpalast, Il Kino, Kino Krokodil, Tilsiter Lichtspiele und Wolf Kino.

@grandfilm_verleih

cee_cee_logo